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Erfahrungsbericht von Corni

Der letzte Flug des Kleinen Prinzen - im Funkkontakt mit SAINT-EXUPÉRY

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

***Da geschah etwas Seltsames in meinem Kopfhörer. Bevor ich noch auf Saint-Ex' Frequenz umschalten konnte, hörte ich die helle Stimme, die ich so gut kannte: "Monsieur, Monsieur, schießen Sie nicht! Schießen Sie nicht auf meinen Freund, Saint-Ex. Er ist so traurig. Lassen Sie ihn zu seiner Rose zurückkehren. Bitte, Monsieur, lassen Sie ihn zu den Wolken aufsteigen, damit ich ihn mit zu meinem Planeten nehmen kann."***
(Zitat: Der letzte Flug des kleinen Prinzen, Jean-Pierre de Villers)

Am 31. Juli 1944 verschwand Antoine de Saint-Exupéry auf mysteriöse Weise während eines Aufklärungsfluges in seiner silbernen P-38 über dem Mittelmeer.

50 Jahre danach, bei einer Saint-Exupéry-Ausstellung am 29. November 1993 in New York, begegnet der kanadische Literaturprofessor Jean-Pierre de Villers einem alten Herrn, der in stiller Verzweiflung mit den Tränen kämpft. Villers ist bestürzt und spricht ihn an. Was er jetzt erfährt, ist die sehr ergreifende Geschichte einer Freundschaft zwischen dem ehemaligen Wehrmachts-Piloten Wilhelm von Stadde und dem Schöpfer des Kleinen Prinzen, dem großen französischen Literaten Saint-Exupéry.

Mitten im zweiten Weltkrieg, in der Schlacht über dem Mittelmeer, begegnen sich per Funkkontakt der deutsche Pilot von Stadde und der französische Pilot Saint-Exupéry. Die Männer, die doch eigentlich Feinde sein müssten, werden zu Freunden.

Villers erzählt in anrührender und doch spannender Weise von den Begegnungen und Gesprächen zwischen den beiden Männern und – dem Kleinen Prinzen, der immer mit dabei ist.

Dann kommt der Auftrag, den berühmten französischen Schriftsteller abzuschießen – gedacht als großartiger Triumph für die Nazi-Propaganda. Von Stadde erhält diesen Befehl und er versucht, seinen Freund zu schützen. Aber genau wie er damals, erleben wir heute den letzten Flug des Kleinen Prinzen, hören die letzten Worte zwischen ihm und Tonio, wie er vom Kleinen Prinzen liebevoll genannt wird.

Der geniale Schreibstil von Villers und seine dramatische und doch so zarte Geschichte machen es unmöglich, das Buch in Etappen zu lesen.

Alle, die den Kleinen Prinzen ins Herz geschlossen haben, sollten dieses wunderbare Buch lesen. Und die ihn noch nicht kennen, sollten zuvor „Der Kleine Prinz“ lesen.

Infos für alle, die die nun lesen möchten:
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Jean Pierre de Villers
Der letzte Flug des Kleinen Prinzen
Im Funkkontakt mit Saint-Exupéry
Benziger Verlag 2002, 96 Seiten, 9,90 Euro

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