Erfahrungsbericht von marenmoon
Generation Golf- Florian Illies
Pro:
siehe Text...
Kontra:
...dito...
Empfehlung:
Nein
Hallo ihr Lieben,
nein, ich glaube nicht, dass dieses Buch ein Skandal ist, so wie es eine Zeitung geschrieben hat. Ich glaube auch nicht, dass es die meisten Leser besonders skandalös finden. Es ist einfach nur wahr.
Generation Golf.
Eine Selbstanalyse.
Florian Illies beschreibt genau die Menschen, die das Privileg haben, zwischen 1970 und 1982 geboren zu sein. Schade. Gehöre ich als 1983geborene unwiderruflich nicht dazu? Ich kann es mir nicht vorstellen...wo doch auch ich mit Werbungen wie „Aus Raider wir jetzt Twix“ und Alles in Obi“ aufgewachsen bin. Und auch ich habe mit Playmobil und Barbies gespielt.
Ist es überhaupt so erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
Zu einer Generation, die sich nach Aussage das Autor nur über ihr Auto definiert? Mein einziger Schnittpunkt mit diesem Wagen war die Fahrschule. Und auch ich muss sagen: Nicht schlecht...aber auch nicht mein Lebensinhalt...und jetzt fahre ich genau das Auto, was mir, sofern ich denn Mitglied der Generation Golf bin, so verhasst sein müsste: Einen Opel Astra. Omaauto. Uncool.
Aber ist es überhaupt erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
Zu einer Generation, die egoistisch nur auf das eigene Wohl bedacht ist, einen übertriebenen Körperkult pflegt und nur nach draußen geht, um sich selbst zu zeigen? Bin ich so??? Während der Lektüre dieses Buches stellt man sich zwangsläufig die Frage, ob die vom Autor beschriebene Lebensweise wirklich so zutreffend ist. Manchmal ja, manchmal nein, wobei ich versucht bin zu sagen, dass die oben genannten negativen Punkte eher nicht auf mich zutreffen...
Und ist es überhaupt erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
..mit all ihren Macken und Kanten. Revolution? Nein, schon lange nicht mehr. Die Mitglieder der Generation Golf sind sich selbst genug. Jeder hat mit sich selbst zu tun und das reicht. Was kümmert es, wenn hier und dort ein Krieg ausbricht oder ein Wald abbrennt? Solange es uns nicht betrifft. Die Generation ist ©marenmoon unpolitisch. Politik ändert doch sowieso nichts. Die da oben mit ihrem Klüngel. Wir sind unselbstständig. Bieder. Schrecklich.
Nein, das trifft nicht auf mich zu. Wage ich, zu behaupten. Oder? Natürlich interessiere ich mich für das, was passiert. Und ich gehe wählen. Was bin ich also? Unpolitisch? Die Generation Golf ist es, mal abgesehen von einer kleinen Spende für die Armen Kinder in Simbabwe zu Weihnachten, weil das bei den anderen gut aussieht. Aber sonst.
Aber ist es überhaupt erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
In diesem Punkt nicht. Aber ist die Generation überhaupt so? Was sind es denn für Menschen, die auf Demos gegen Nazi-Terror gehen? Gehören sie alle zu den Leuten über 30? Nein, gehören sie nicht.
Welche Menschen demonstrieren gegen die Globalisierung? Auch nicht ausschließlich Menschen über 30. Auch die Generation Golf wacht auf. Langsam, und nicht immer, aber sie wacht auf.
Warum soll man also nun dieses Buch lesen?
Der Autor vermittelt ein Bild davon, was seiner Meinung nach die 19-30 jährigen von heute für eine Einstellung vom Leben haben und hatten. Natürlich ist das eine subjektive, auf seine eigenen Erfahrungen beruhende Feststellung der Tatsachen und nicht immer zutreffend (siehe oben). Oft erkennt man sich und seine Kindheitserfahrungen wieder, manchmal fragt man sich, in welcher Welt man bzw. der Autor gelebt haben mag.
Die eigentliche Frage, die sich mir stellt, ist allerdings eine andere: Warum GOLF?
Natürlich ist der Golf ein Auto, welches in den Jahren zum Massenwagen fungiert ist. Trotzdem beschreibt ein Auto und alles, was damit verbunden wird, meiner Meinung nach nicht unbedingt die Kennzeichen einer Generation. ©marenmoon Auch wenn der Versuch des Autors, diese Generation zu beschreiben, eigentlich sehr gut gelungen ist, verwundern mich doch immer wieder die Passagen über den Golf, die wirken, als seinen sie nur dazu geschrieben, um den Titel des Buches zu rechtfertigen. Mit dem restlichen Inhalt des Buches lassen sie sich jedenfalls nicht vereinbaren.
Im Grunde genommen kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich an Dinge erinnern will, die normale Menschen einfach wieder vergessen. Der Autor bringt Sprüche aus den 90er Jahren genau an den passenden Stellen und versetzt einen immer wieder selbst in Situationen, die man erlebt hat. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem ich mich und meine Umwelt so wiederfinden konnte, ohne jedoch gleichzeitig allem zuzustimmen, was Illies geschrieben hat. Es ist einfach wahr, was er schreibt und das finde ich faszinierend. Jemand hat sich mit der Zeit, in der man aufgewachsen ist und aufwächst, intensiv beschäftigt und bringt sie einem in kompakter Form zurück. Und bringt einen dazu, über sie und sich nachzudenken.
Fazit: Ein Buch, dass anders ist. Es ist keine Geschichte, kein Sachbuch, kein Roman. Es ist eine Analyse, die das ganz normale Leben von ganz normalen Menschen aufgreift und kritisch beschreibt. Empfehlenswert auch zur Selbstanalyse, denn ich bin mir sicher, dass sich jeder in irgendeiner Form in diesem Buch wiederfinden wird.
Trotzig weiter Opel Astra fahrend grüßt euch....
maren
nein, ich glaube nicht, dass dieses Buch ein Skandal ist, so wie es eine Zeitung geschrieben hat. Ich glaube auch nicht, dass es die meisten Leser besonders skandalös finden. Es ist einfach nur wahr.
Generation Golf.
Eine Selbstanalyse.
Florian Illies beschreibt genau die Menschen, die das Privileg haben, zwischen 1970 und 1982 geboren zu sein. Schade. Gehöre ich als 1983geborene unwiderruflich nicht dazu? Ich kann es mir nicht vorstellen...wo doch auch ich mit Werbungen wie „Aus Raider wir jetzt Twix“ und Alles in Obi“ aufgewachsen bin. Und auch ich habe mit Playmobil und Barbies gespielt.
Ist es überhaupt so erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
Zu einer Generation, die sich nach Aussage das Autor nur über ihr Auto definiert? Mein einziger Schnittpunkt mit diesem Wagen war die Fahrschule. Und auch ich muss sagen: Nicht schlecht...aber auch nicht mein Lebensinhalt...und jetzt fahre ich genau das Auto, was mir, sofern ich denn Mitglied der Generation Golf bin, so verhasst sein müsste: Einen Opel Astra. Omaauto. Uncool.
Aber ist es überhaupt erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
Zu einer Generation, die egoistisch nur auf das eigene Wohl bedacht ist, einen übertriebenen Körperkult pflegt und nur nach draußen geht, um sich selbst zu zeigen? Bin ich so??? Während der Lektüre dieses Buches stellt man sich zwangsläufig die Frage, ob die vom Autor beschriebene Lebensweise wirklich so zutreffend ist. Manchmal ja, manchmal nein, wobei ich versucht bin zu sagen, dass die oben genannten negativen Punkte eher nicht auf mich zutreffen...
Und ist es überhaupt erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
..mit all ihren Macken und Kanten. Revolution? Nein, schon lange nicht mehr. Die Mitglieder der Generation Golf sind sich selbst genug. Jeder hat mit sich selbst zu tun und das reicht. Was kümmert es, wenn hier und dort ein Krieg ausbricht oder ein Wald abbrennt? Solange es uns nicht betrifft. Die Generation ist ©marenmoon unpolitisch. Politik ändert doch sowieso nichts. Die da oben mit ihrem Klüngel. Wir sind unselbstständig. Bieder. Schrecklich.
Nein, das trifft nicht auf mich zu. Wage ich, zu behaupten. Oder? Natürlich interessiere ich mich für das, was passiert. Und ich gehe wählen. Was bin ich also? Unpolitisch? Die Generation Golf ist es, mal abgesehen von einer kleinen Spende für die Armen Kinder in Simbabwe zu Weihnachten, weil das bei den anderen gut aussieht. Aber sonst.
Aber ist es überhaupt erstrebenswert, zu dieser Generation zu gehören?
In diesem Punkt nicht. Aber ist die Generation überhaupt so? Was sind es denn für Menschen, die auf Demos gegen Nazi-Terror gehen? Gehören sie alle zu den Leuten über 30? Nein, gehören sie nicht.
Welche Menschen demonstrieren gegen die Globalisierung? Auch nicht ausschließlich Menschen über 30. Auch die Generation Golf wacht auf. Langsam, und nicht immer, aber sie wacht auf.
Warum soll man also nun dieses Buch lesen?
Der Autor vermittelt ein Bild davon, was seiner Meinung nach die 19-30 jährigen von heute für eine Einstellung vom Leben haben und hatten. Natürlich ist das eine subjektive, auf seine eigenen Erfahrungen beruhende Feststellung der Tatsachen und nicht immer zutreffend (siehe oben). Oft erkennt man sich und seine Kindheitserfahrungen wieder, manchmal fragt man sich, in welcher Welt man bzw. der Autor gelebt haben mag.
Die eigentliche Frage, die sich mir stellt, ist allerdings eine andere: Warum GOLF?
Natürlich ist der Golf ein Auto, welches in den Jahren zum Massenwagen fungiert ist. Trotzdem beschreibt ein Auto und alles, was damit verbunden wird, meiner Meinung nach nicht unbedingt die Kennzeichen einer Generation. ©marenmoon Auch wenn der Versuch des Autors, diese Generation zu beschreiben, eigentlich sehr gut gelungen ist, verwundern mich doch immer wieder die Passagen über den Golf, die wirken, als seinen sie nur dazu geschrieben, um den Titel des Buches zu rechtfertigen. Mit dem restlichen Inhalt des Buches lassen sie sich jedenfalls nicht vereinbaren.
Im Grunde genommen kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich an Dinge erinnern will, die normale Menschen einfach wieder vergessen. Der Autor bringt Sprüche aus den 90er Jahren genau an den passenden Stellen und versetzt einen immer wieder selbst in Situationen, die man erlebt hat. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem ich mich und meine Umwelt so wiederfinden konnte, ohne jedoch gleichzeitig allem zuzustimmen, was Illies geschrieben hat. Es ist einfach wahr, was er schreibt und das finde ich faszinierend. Jemand hat sich mit der Zeit, in der man aufgewachsen ist und aufwächst, intensiv beschäftigt und bringt sie einem in kompakter Form zurück. Und bringt einen dazu, über sie und sich nachzudenken.
Fazit: Ein Buch, dass anders ist. Es ist keine Geschichte, kein Sachbuch, kein Roman. Es ist eine Analyse, die das ganz normale Leben von ganz normalen Menschen aufgreift und kritisch beschreibt. Empfehlenswert auch zur Selbstanalyse, denn ich bin mir sicher, dass sich jeder in irgendeiner Form in diesem Buch wiederfinden wird.
Trotzig weiter Opel Astra fahrend grüßt euch....
maren
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