Erfahrungsbericht von maertens
Doofe Kerle, kluge Frauen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Eigentlich dürfte ich als Mann ja gar nicht über diesen Werbespot schreiben, denn er stellt die Tatsa-chen auf den Kopf. Das macht wohl auch die Wirkung des Filmchens aus. Aber dazu später.
Story:
Etwas seltsam rennt ein Mann mittleren Alters und eigentlich nicht dämlich aussehend durch Super-marktregale. Er wirkt gestresst und desorientiert. Man sieht dann, dass er anhand eines ziemlich gro-ßen Zettels in der Hand prüfende Blicke zwischen Regal und Zettel vornimmt. Er prüft und guckt, und vergleicht mit irgendwas auf dem Zettel. Nach erfolgreichem Vergleich wandert die Ware in den Korb, der sich so langsam füllt. Ziemlich ungewöhnlich sieht das jedenfalls aus.
Die Kamera schwenkt und lässt schließlich einen Blick auf den Zettel zu, auf den ja der Zuschauer mittlerweile auch neugierig geworden ist. Dort ist keine geschriebene Einkaufsliste zu sehen, sondern Fotos der Produkte, die in den Einkaufskorb sollen.
Eine neue Szene, hier kommt eine Frau in ihrer Küche ins Bild. Sie knipst mit einer Kamera offenbar alles ab, was sich so in den Schränken befindet. Anschließend sieht man eben jenen Einkaufszettel aus dem HP-Drucker kriechen, der Zusammenhang ist hergestellt. Sie hat also Ihren Mann einkaufen geschickt und ihm vorher einen fotografischen Einkaufszettel gedruckt.
Dass das Ganze mit einer HP-Knipse erfolgte, erfährt der Zuschauer am Ende, als der Bildschirm schwarz wird und das HP-Logo erscheint.
Theorien:
1. Offensichtlich ist der einkaufende Mann Analphabet, wie sonst ließe sich der fotografische Ein-kaufszettel erklären. Seine Freundin oder Frau scheint in der Computerbranche zu arbeiten, welche Frau kann sonst so flott mit Computern umgehen??? breitgrins
2. Zusammen können Mann und Frau nicht einkaufen gehen, das artet ständig in Streit und Stress aus. Frauen wollen ja immer schlendern und verweilen, während Männer schnell raus wollen. Außerdem sind Frauen in der Produktauswahl nie objektiv, was den Mann regelmäßig auf die Palme bringt. Also gehen sie nicht mehr zusammen einkaufen. Aus Rache schickt die Frau den Mann mit diesem Einkaufszettel weg, um ihn dämlich aussehen zu lassen. Frauen können ja sooo gemein sein.
3. Der Mann ist Testkäufer und überprüft, ob die Verpackungen alle der DIN-Norm entsprechen. Dazu hat er auf dem Zettel die Abbildungen. Die fotografierende Hausfrau steht in keinem Zu-sammenhang zu ihm, denn sieh hat ja die Küchenschränke noch voll, warum also einkau-fen??? Der wiedersprüchliche Zusammenhang wird von HP genutzt um den Zuschauer zu verwirren und quasi hypnotisch zum Knipsenkauf zu bringen.
4. HP will uns sagen: Seht her, unsere Kamera macht so einfach Fotos, das kapiert sogar eine Frau.
Wie dem auch sei, das Ganze ist ziemlich witzig gemacht. Auch wenn der Witz eindeutig zu Lasten von uns Männer geht, aber den Mädels sei es gegönnt. Vielleicht will ja HP die Frau als Kunden entde-cken? Zugegebenermaßen gibt es ja tatsächlich Herren der Schöpfung, die zu blöd sind, sich einen Riegel Mars zu kaufen, weil das früher immer Mutti und danach Ehefrau oder Sekretärin gemacht ha-ben.
Werbewirkung:
Ob mich der Spot nun zum Kauf animiert, also ich weiß nicht. Dazu bekomme ich dann wohl doch zu wenig Produktinformation nämlich gar keine. Zumal sich meine Einstellung zur Firma Hewlett Packard seit der letzten Aktion mit der gerichtlichen Abmahnung eines Schülers einer 8. Klasse rapide ver-schlechtert hat. Selbiger wurde aufgefordert, seine Homepage mit dem Namen HP-World (Homepage-World) zu schließen und Gerichtkosten zu tragen. Dass das Kürzel HP für eine Menge von Bezeich-nungen steht, nicht nur für Hewlett Packard, ist der Firma egal. Ein Protestschreiben von mir wurde mit einem Massenmail beantwortet, welches ich nur als arrogant und lächerlich bezeichnen kann. Wenn das so weiter geht, werden wir uns demnächst hüten müssen, Abkürzungen wie Bio oder ABC zu ver-wenden, weil irgend eine Firma ihre Markenrechte verletzt fühlt.
Die ganze Story könnt Ihr hier lesen: http://www.heise.de/newsticker/data/psz-15.10.02-000/ oder http://www.abmahnungswelle.de/testina.html
Aber die Produzenten des Spots können ja nix für meine Abneigung gegen HP, also will ich versuchen, objektiv zu bleiben. Insgesamt finde ich den Spot witzig und gelungen. Die Schauspieler sind gut ge-wählt und passen zum Spot. Der Mann spielt vorzüglich dämlich, die Frau keck und tatkräftig. So wie sich eben Emanzen eine Ehe vorstellen, grins. Die Werbeaussage bleibt darauf beschränkt, dass so-wohl eine HP-Kamera als auch ein HP-Drucker einfach zu handhaben ist, in einen modernen Haushalt passen und zu Dingen zu gebrauchen sind, die einem so schnell gar nicht einfallen. Da am Ende des Spots nur das HP-Logo erscheint, kann man diese Aussagen wohl auf die gesamte Produktpalette ausdehnen.
Fazit:
Gelungene Werbung, witzig und aussagekräftig. So wünsche ich mir Werbespots!
Story:
Etwas seltsam rennt ein Mann mittleren Alters und eigentlich nicht dämlich aussehend durch Super-marktregale. Er wirkt gestresst und desorientiert. Man sieht dann, dass er anhand eines ziemlich gro-ßen Zettels in der Hand prüfende Blicke zwischen Regal und Zettel vornimmt. Er prüft und guckt, und vergleicht mit irgendwas auf dem Zettel. Nach erfolgreichem Vergleich wandert die Ware in den Korb, der sich so langsam füllt. Ziemlich ungewöhnlich sieht das jedenfalls aus.
Die Kamera schwenkt und lässt schließlich einen Blick auf den Zettel zu, auf den ja der Zuschauer mittlerweile auch neugierig geworden ist. Dort ist keine geschriebene Einkaufsliste zu sehen, sondern Fotos der Produkte, die in den Einkaufskorb sollen.
Eine neue Szene, hier kommt eine Frau in ihrer Küche ins Bild. Sie knipst mit einer Kamera offenbar alles ab, was sich so in den Schränken befindet. Anschließend sieht man eben jenen Einkaufszettel aus dem HP-Drucker kriechen, der Zusammenhang ist hergestellt. Sie hat also Ihren Mann einkaufen geschickt und ihm vorher einen fotografischen Einkaufszettel gedruckt.
Dass das Ganze mit einer HP-Knipse erfolgte, erfährt der Zuschauer am Ende, als der Bildschirm schwarz wird und das HP-Logo erscheint.
Theorien:
1. Offensichtlich ist der einkaufende Mann Analphabet, wie sonst ließe sich der fotografische Ein-kaufszettel erklären. Seine Freundin oder Frau scheint in der Computerbranche zu arbeiten, welche Frau kann sonst so flott mit Computern umgehen??? breitgrins
2. Zusammen können Mann und Frau nicht einkaufen gehen, das artet ständig in Streit und Stress aus. Frauen wollen ja immer schlendern und verweilen, während Männer schnell raus wollen. Außerdem sind Frauen in der Produktauswahl nie objektiv, was den Mann regelmäßig auf die Palme bringt. Also gehen sie nicht mehr zusammen einkaufen. Aus Rache schickt die Frau den Mann mit diesem Einkaufszettel weg, um ihn dämlich aussehen zu lassen. Frauen können ja sooo gemein sein.
3. Der Mann ist Testkäufer und überprüft, ob die Verpackungen alle der DIN-Norm entsprechen. Dazu hat er auf dem Zettel die Abbildungen. Die fotografierende Hausfrau steht in keinem Zu-sammenhang zu ihm, denn sieh hat ja die Küchenschränke noch voll, warum also einkau-fen??? Der wiedersprüchliche Zusammenhang wird von HP genutzt um den Zuschauer zu verwirren und quasi hypnotisch zum Knipsenkauf zu bringen.
4. HP will uns sagen: Seht her, unsere Kamera macht so einfach Fotos, das kapiert sogar eine Frau.
Wie dem auch sei, das Ganze ist ziemlich witzig gemacht. Auch wenn der Witz eindeutig zu Lasten von uns Männer geht, aber den Mädels sei es gegönnt. Vielleicht will ja HP die Frau als Kunden entde-cken? Zugegebenermaßen gibt es ja tatsächlich Herren der Schöpfung, die zu blöd sind, sich einen Riegel Mars zu kaufen, weil das früher immer Mutti und danach Ehefrau oder Sekretärin gemacht ha-ben.
Werbewirkung:
Ob mich der Spot nun zum Kauf animiert, also ich weiß nicht. Dazu bekomme ich dann wohl doch zu wenig Produktinformation nämlich gar keine. Zumal sich meine Einstellung zur Firma Hewlett Packard seit der letzten Aktion mit der gerichtlichen Abmahnung eines Schülers einer 8. Klasse rapide ver-schlechtert hat. Selbiger wurde aufgefordert, seine Homepage mit dem Namen HP-World (Homepage-World) zu schließen und Gerichtkosten zu tragen. Dass das Kürzel HP für eine Menge von Bezeich-nungen steht, nicht nur für Hewlett Packard, ist der Firma egal. Ein Protestschreiben von mir wurde mit einem Massenmail beantwortet, welches ich nur als arrogant und lächerlich bezeichnen kann. Wenn das so weiter geht, werden wir uns demnächst hüten müssen, Abkürzungen wie Bio oder ABC zu ver-wenden, weil irgend eine Firma ihre Markenrechte verletzt fühlt.
Die ganze Story könnt Ihr hier lesen: http://www.heise.de/newsticker/data/psz-15.10.02-000/ oder http://www.abmahnungswelle.de/testina.html
Aber die Produzenten des Spots können ja nix für meine Abneigung gegen HP, also will ich versuchen, objektiv zu bleiben. Insgesamt finde ich den Spot witzig und gelungen. Die Schauspieler sind gut ge-wählt und passen zum Spot. Der Mann spielt vorzüglich dämlich, die Frau keck und tatkräftig. So wie sich eben Emanzen eine Ehe vorstellen, grins. Die Werbeaussage bleibt darauf beschränkt, dass so-wohl eine HP-Kamera als auch ein HP-Drucker einfach zu handhaben ist, in einen modernen Haushalt passen und zu Dingen zu gebrauchen sind, die einem so schnell gar nicht einfallen. Da am Ende des Spots nur das HP-Logo erscheint, kann man diese Aussagen wohl auf die gesamte Produktpalette ausdehnen.
Fazit:
Gelungene Werbung, witzig und aussagekräftig. So wünsche ich mir Werbespots!
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