Erfahrungsbericht von BineHL
Echte Freunde?!
Pro:
hoffe auf viele Meinungen!
Kontra:
hoffe auf viele Meinungen!
Empfehlung:
Nein
Sorry schonmal vorab, wenn dieser Beitrag in der falschen Kategorie stehen sollte, aber ich habe leider nicht die Kategorie \"Freundschaft\" gefunden...
Immer wenn’s ums Geld geht… dann hören so manche Freundschaften auf. Auch aus diesem Grunde habe ich dieses Jahr meine bis dato beste Freundin verloren.
Für die letzte März-Woche hatte ich bereits seit längerem Urlaub geplant mit meiner besten Freundin Melanie. Wir kennen uns bereits sechs Jahre von der Schule aus und waren unzertrennlich. Eine wirkliche Freundin, der man alles anvertrauen konnte. Wir waren auch schon einmal gemeinsam in Urlaub, auf Mallorca, und hatten viel Spaß miteinander. Nun, unser Oster-Urlaub war seit Sommer gebucht. Es sollte nach Teneriffa gehen, und wir beide freuten uns wahnsinnig, wenn wir uns mal wieder treffen und Reisepläne schmieden konnten.
Wie einige von euch bereits wissen, ist mein Vater im März gestorben. Seine Krankheit wurde Anfang März bekannt und bis Mitte des Monats war sicher, dass man nichts mehr für seine Genesung tun konnte, die Diagnose lautete Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs.
Folglich war klar, dass mir von „heute auf morgen“ etwas anderes als Urlaub im Kopf stand, nämlich die Frage, wie lange ich meinen Vater wohl noch um mich hätte. Ich sprach mit Melanie über mein Problem, nämlich, dass ich aus aktuellem Anlass lieber zu Hause bleiben und meiner Familie beistehen wollte statt mich auf Teneriffa zu sonnen. Leider stieß dieser Wunsch bei Melanie auf taube Ohren. Sie tat meine Bedenken mit einem „Wird schon nichts passieren, dein Vater wird noch leben, wenn du zurück kommst!“ ab. Trotz ihrer Bemühungen, mich zu überreden, entschloss ich mich dazu, daheim zu bleiben (und ich habe es nie bereut).
Es begannen nun die Arbeiten und Mühen mit dem Reisebüro. Wir hatten uns auf eine Umbuchung von meinem Namen auf Melanies Freund geeinigt, so dass für sie der Urlaub nicht platzt. Die Umbuchung kostete 25 €. Eine Stornierung meines Parts (die auch Melanies Stornierung hinterher gezogen hätte, denn alleine wäre sie nicht geflogen) kostete rund 200 €. Die Stornnierungskosten staffeln sich danach, wie kurzfristig man vor der Reise abspringt; waren also eine Woche vor Reiseantritt schon recht hoch.
Melanie argumentierte seitdem damit, dass es für mich ja keine Rolle spielt, ob ich nun die 200 € Stornierungskosten bezahle und meine Reise storniere oder ob ich ihr und ihrem Freund diese Summe als „Preisnachlass“ gewähre. Normale Menschen hätten ja für logisch empfunden, dass ich die Kosten der Umbuchung zahle (=25 €) und Melanies Freund mir den Betrag, den ich für die Reise gezahlt hatte, überweist. So sahen ich und meine Familie dieses ebenfalls. Aber die beiden wollten mir einreden, ich stände doch finanziell besser da, wenn ich ihnen 200 € vom Preis erlasse. Ihre erklärenden Rechnungen und Zahlenbasteleien habe ich nie bestanden.
Es kam soweit, dass ich einen Vertrag zwischen Melanies Freund und mir aufstellte, in dem geregelt war, dass ich den Reisepreis in voller Höhe ersetzt bekomme. Okay, 20 € habe ich mich dann noch runter handeln lassen.
Die beiden waren am Abend nach Ihrer Rückkehr – und übrigens eine Woche nach Papas Tod – nochmals bei meiner Mutter und mir und haben uns was von Teneriffa erzählt. Seitdem habe ich Melanie nicht wieder gesehen. Wir hatten uns zwar noch einmal verabredet. In meiner Antwort habe ich den Wunsch geäußert, dass sie mir doch dann bitte ihr Verhalten einmal erklären solle, auf das ich sehr sauer wäre, aber eine Antwort darauf kam nicht. Besagten Termin konnte ich aufgrund meiner damaligen Prüfungsvorbereitung nicht einhalten und sagte ihn ab. Melanie hätte normal für einen solchen Grund Verständnis gezeigt, aber sie reagierte eingeschnappt. Sie hat mir noch ein paar E-Mails geschrieben und es kam nie mehr die Sprache auf einen neuen Termin. Außerdem schrieb sie alle Mails so, als wäre nichts geschehen, also nach dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“.
Ich habe ihr nun seit Mitte Mai nicht mehr geantwortet und habe auch erst einmal nicht mehr vor, dieses zu tun. Auf jeden Fall glaube ich, dass ich mich mit dem Rücktritt der Reise richtig verhalten habe, und ebenfalls mit dem Bestehen auf dem Geld. Nun bin ich mir leider sehr unsicher, ob ich mich noch einmal bei Melanie melden soll. Eigentlich liegt mir nichts mehr an unserer Freundschaft, sie hat mich zu sehr enttäuscht, andererseits glaube ich, der Grund für ihr Verhalten sollte wenigstens geklärt werden.
Vielleicht könnt ihr mir ja im Kommentar einen Tipp geben, wie ihr euch an meiner Stelle verhalten würdet! Vielen Dank für eure Teilnahme und Ratschläge!
Immer wenn’s ums Geld geht… dann hören so manche Freundschaften auf. Auch aus diesem Grunde habe ich dieses Jahr meine bis dato beste Freundin verloren.
Für die letzte März-Woche hatte ich bereits seit längerem Urlaub geplant mit meiner besten Freundin Melanie. Wir kennen uns bereits sechs Jahre von der Schule aus und waren unzertrennlich. Eine wirkliche Freundin, der man alles anvertrauen konnte. Wir waren auch schon einmal gemeinsam in Urlaub, auf Mallorca, und hatten viel Spaß miteinander. Nun, unser Oster-Urlaub war seit Sommer gebucht. Es sollte nach Teneriffa gehen, und wir beide freuten uns wahnsinnig, wenn wir uns mal wieder treffen und Reisepläne schmieden konnten.
Wie einige von euch bereits wissen, ist mein Vater im März gestorben. Seine Krankheit wurde Anfang März bekannt und bis Mitte des Monats war sicher, dass man nichts mehr für seine Genesung tun konnte, die Diagnose lautete Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs.
Folglich war klar, dass mir von „heute auf morgen“ etwas anderes als Urlaub im Kopf stand, nämlich die Frage, wie lange ich meinen Vater wohl noch um mich hätte. Ich sprach mit Melanie über mein Problem, nämlich, dass ich aus aktuellem Anlass lieber zu Hause bleiben und meiner Familie beistehen wollte statt mich auf Teneriffa zu sonnen. Leider stieß dieser Wunsch bei Melanie auf taube Ohren. Sie tat meine Bedenken mit einem „Wird schon nichts passieren, dein Vater wird noch leben, wenn du zurück kommst!“ ab. Trotz ihrer Bemühungen, mich zu überreden, entschloss ich mich dazu, daheim zu bleiben (und ich habe es nie bereut).
Es begannen nun die Arbeiten und Mühen mit dem Reisebüro. Wir hatten uns auf eine Umbuchung von meinem Namen auf Melanies Freund geeinigt, so dass für sie der Urlaub nicht platzt. Die Umbuchung kostete 25 €. Eine Stornierung meines Parts (die auch Melanies Stornierung hinterher gezogen hätte, denn alleine wäre sie nicht geflogen) kostete rund 200 €. Die Stornnierungskosten staffeln sich danach, wie kurzfristig man vor der Reise abspringt; waren also eine Woche vor Reiseantritt schon recht hoch.
Melanie argumentierte seitdem damit, dass es für mich ja keine Rolle spielt, ob ich nun die 200 € Stornierungskosten bezahle und meine Reise storniere oder ob ich ihr und ihrem Freund diese Summe als „Preisnachlass“ gewähre. Normale Menschen hätten ja für logisch empfunden, dass ich die Kosten der Umbuchung zahle (=25 €) und Melanies Freund mir den Betrag, den ich für die Reise gezahlt hatte, überweist. So sahen ich und meine Familie dieses ebenfalls. Aber die beiden wollten mir einreden, ich stände doch finanziell besser da, wenn ich ihnen 200 € vom Preis erlasse. Ihre erklärenden Rechnungen und Zahlenbasteleien habe ich nie bestanden.
Es kam soweit, dass ich einen Vertrag zwischen Melanies Freund und mir aufstellte, in dem geregelt war, dass ich den Reisepreis in voller Höhe ersetzt bekomme. Okay, 20 € habe ich mich dann noch runter handeln lassen.
Die beiden waren am Abend nach Ihrer Rückkehr – und übrigens eine Woche nach Papas Tod – nochmals bei meiner Mutter und mir und haben uns was von Teneriffa erzählt. Seitdem habe ich Melanie nicht wieder gesehen. Wir hatten uns zwar noch einmal verabredet. In meiner Antwort habe ich den Wunsch geäußert, dass sie mir doch dann bitte ihr Verhalten einmal erklären solle, auf das ich sehr sauer wäre, aber eine Antwort darauf kam nicht. Besagten Termin konnte ich aufgrund meiner damaligen Prüfungsvorbereitung nicht einhalten und sagte ihn ab. Melanie hätte normal für einen solchen Grund Verständnis gezeigt, aber sie reagierte eingeschnappt. Sie hat mir noch ein paar E-Mails geschrieben und es kam nie mehr die Sprache auf einen neuen Termin. Außerdem schrieb sie alle Mails so, als wäre nichts geschehen, also nach dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“.
Ich habe ihr nun seit Mitte Mai nicht mehr geantwortet und habe auch erst einmal nicht mehr vor, dieses zu tun. Auf jeden Fall glaube ich, dass ich mich mit dem Rücktritt der Reise richtig verhalten habe, und ebenfalls mit dem Bestehen auf dem Geld. Nun bin ich mir leider sehr unsicher, ob ich mich noch einmal bei Melanie melden soll. Eigentlich liegt mir nichts mehr an unserer Freundschaft, sie hat mich zu sehr enttäuscht, andererseits glaube ich, der Grund für ihr Verhalten sollte wenigstens geklärt werden.
Vielleicht könnt ihr mir ja im Kommentar einen Tipp geben, wie ihr euch an meiner Stelle verhalten würdet! Vielen Dank für eure Teilnahme und Ratschläge!
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