Menschen Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Indigo

Der Rumpestilzchen-Effekt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Der Rumpelstilzchen-Effekt

Dieser Beitrag ist kurz, für meine Verhältnisse sehr kurz, und beinhaltet nur einen einzigen Aspekt. Dieser aspekt erscheint auf den ersten Blick plausibel, wird jedoch allzu oft nicht so gehandhabt:

In dem Märchen der Gebrüder Grimm war der jungen Königin von einem Zwerg ihr Kind geraubt worden. Die junge Königin, der König und mithin das gesamte Volk waren sehr beunruhigt. Der Zauber des Zwerges war erst gebannt, als die junge Königin seinen Namen wusste: Rumpelstilzchen. Als der kleine Zwerg seinen Namen hörte, riß er sich mitten entzwei.

In angstbesetzten Problemsituationen können wir die Beunruhigungen nur dadurch in den Griff kriegen, indem wir die Störfaktoren tatsächlich benennen, um sie dingfest zu machen.

In diesem Sinne kann man vom Rumpelstilzchen-Effekt sprechen: Unbekanntes und Fremdes macht unsicher. Es ist in der Tat so, dass der Kobold, auch der, der in unserem eigenen Innern wohnt, solange tanzt und wütet, bis man seinen Namen kennt.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-02 15:46:57 mit dem Titel Zwei Frösche im Milchglas

Zwei Frösche im Milchglas

Zwei kleine Laubfrösche waren dereinst in ein Milchglas gefallen. Der eine Frosch versuchte, den Glasrand heraufzuklettern. Immer wieder rutschte er ab und fiel zurück in die Milch. Schließlich verließ ihn die Kraft, er gab auf und ertrank.

Der andere Frosch schwamm in dem Milchglas hin und her. Er investierte seine ganze Kraft und strampelte und strampelte. Dadurch schlug er die Milch im Glas allmählich zu Butter. So konnte er schließlich Tritt fassen, erholte sich und sprang aus dem Glas.

Wenn man ein Problem hat, gibt es immer mehrere Lösungswege. Nicht immer ist der erstbeste auch der richtige Weg. Unter Nutzung aller Umstände findet sich auch immer ein Weg.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-24 11:49:24 mit dem Titel Das Mutabor-Syndrom

Nun mal etwas kurzes, bildliches und wenig theorielastiges.

Das Mutabor-Syndrom

Das Märchen vom Kalifen Storch (Wilhelm Hauff), wo der Storch das Wort MUTABOR kennen muss, um sich zu verwandeln, der aber - einmal die Verwandlung zum Storch vollzogen - das Zauberwort vergessen hat und sich nicht mehr zurückverwandeln kann, so sehr er sich auch bemüht.

Erst als die weise, alte Eule zu Hilfe kommt, und den Storch darauf bringt, die Zauberer bei ihren Zusammenkünften heimlich zu belauschen, bekommt er die Zauberformel heraus und die Rückverwandlung gelang.

MUTABOR kommt aus dem Lateinischen und heißt "Verändere Dich!"

In der modernen Welt von heute wäre die weise, alte Eule wohl ein Berater oder ein guter Freund, die Zaubererrunde wohl eine Expertenrunde, die Familie oder der Freundeskreis.

Verschwendet einen kurzen Gedanken. - Wenn ihr denn wollt.


Indigo 2002




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-30 09:10:31 mit dem Titel Führung und Management im sozialen Dienstleistungssektor

Begriff und Wesen von Management und Führung

Management, Führung, Verwaltung und Administration sind verwandte Begriffe.

Definition nach Decker:
"Management soll hier verstanden werden als zielbezogene Aufgabenbewältigung durch Einsatz bzw. Nutzen von personellen, informationellen und sachlichen Ressourcen im Rahmen eines Prozesses der Koordination und eines Zielsystems. Management grenzt sich so von der mehr personenbezogenen Führungstätigkeit ab."

Im Folgenden wird Management und Administration bzw. Verwaltung für die Sozialwirtschaft synonym verwendet. Der Manager ist also in sozialen Einrichtungen auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen für die gesamte Wirtschaftsweise und Unternehmensführung zuständig. Er grenzt sich also deutlich von Sozialarbeitern, Erziehern respektive Therapeuten ab.

1.2. Führen als Aufgabe

Führung ist gleichfalls ein vieldeutiger Begriff und ebenso situationsbezogenen. Führung ist ein zeitbedingtes Handeln und stets im Kontext der gesellschaftlichen Situation zu interpretieren.

Umfrageergebnis bei Führungskräften zum Führungsbegriff haben ergeben:

Zielorientierte Verhaltensbeeinflussung (33,2%)
Mit allen gut zusammenarbeiten(25,7%)
Andere überzeugen(23,4%)
Dafür sorgen, daß Anweisungen ausgeführt werden (10,8%)
Sich als Vorgesetzte durchsetzen (5,6%)
Ausüben von Macht (1,4%)

Ein kraftvoll führender Moderator (nicht Befehlshaber) muß zwei Faktoren ständig im Blick behalten:

 die Gruppen- bzw. Organisationskultur
 das Ziel sowie die Motivation u. das Engagement der einzelnen Mitarbeiter


Definition:
"Hier soll Führen also mehr als eine indirekte Form der Führung verstanden werden. Der Führende sollte das Ziel im Auge behalten, vom Anliegen überzeugen, die Beziehungen innerhalb der Gruppe pflegen und die Fähigkeiten der Gruppenmitglieder fördern. Visionen und die Vermittlung des Zielsinns sollen den Gruppenmitgliedern einen Einblick in die Bedeutung der gemeinsamen Aufgabe, die Zusammenhänge und die Dynamik des Wandels geben." ( Decker, 1992).

Weiter erläutert Decker den Begriff der Führung:
"Allgemein ist Führung eine Tätigkeit, die die Steuerung und Gestaltung des Handelns anderer Personen zum Gegenstand hat. Sie vollzieht sich in Teilprozessen ... - die man Führungsprozesse nennt - und schafft Systeme, die der Entwicklung dieser Prozesse dienen." ( Decker, 1992, S.22 )


Führung besitzt drei Aspekte:

a) den sachlichen Aspekt
Führung ist hier die Gesamtheit aller Vorgänge, welche das Verhalten des jeweiligen Systems festlegen. Führung bedeutet hier Steuerung in einer Organisation im Hinblick auf die Zielsetzung.

b) den humanen Aspekt
Führung ist aber auch Menschenführung bzw. Mitarbeiterführung. Führung bezieht sich also auch auf die sozialpsychologischen Probleme wie Motivation, Lernen oder Verhaltensänderung von einzelnen oder Gruppen. Führung ist also primär Motivations- und Qualifizierungsvorgang und meint ebenso Helfen, Begleiten, Beraten, Fördern und Überzeugen.

c) den Beziehungs- bzw. Kommunikationsaspekt
Führen ist ein permanenter Kommunikationsprozeß zwischen Menschen ( Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kollegen ). Führen ist demnach sozial-interaktiv.
In einer Phase, in der Menschen Selbständigkeit und Kommunikation als Werte und Verhaltensmuster internalisiert haben, kann Führung nach Decker keinen anderen Stil anwenden. Lebensstil und Führungsstil müssen deckungsgleich sein ( Systemkongruenz ).


Führung bedeutet zusammengefaßt:

 verändern
 Leistungen und Person anderer anerkennen
 Menschen entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten einsetzen
 Zusammenarbeiten
 Delegieren,
 informieren,
 kontrollieren
 lernen
 zielorientierte Sachgestaltung

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