Mera Luna Testbericht

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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

The beautiful People

Pro:

VNV Nation / Stimmung / Leute / Negative

Kontra:

das sch*** Wetter / die Sanitäranlagen

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser!

Wie einige von euch ja wissen, war ich vorletztes Wochenende mit meinem Freund auf dem M’Era Luna Festival in Hildesheim. Inzwischen habe ich sogar die entsprechende Kategorie entdeckt und somit kommt nun heute auch endlich mein Beitrag dazu.

>> M’Era Luna 2005 Hildesheim <<

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Was ist das denn?
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Das M’Era Luna Festival zählt zu den größten deutschen Gothic Festivals. Daneben zu erwähnen gäbe es noch das Wave Gothik Treffen, welches alljährlich in Leipzig stattfindet sowie das Zillo Festival, welches dieses Jahr allerdings aufgrund mangelndem Interesses der Kartenkäufer abgesagt wurde. Auf dem M’Era Luna (wie auch auf dem WGT) treffen sich jedes Jahr Tausende Gothics, EBMler, Mittelalterfreunde und andere Leute, die sich einfach durch die Musik, das Ambiente und das Publikum angesprochen fühlen. Es findet übrigens auf dem Flughafen Drispenstedt statt, welcher dafür genügend Platz bietet. Auf dem M’Era Luna gibt es jedes Jahr viele Bands zu bestaunen. Klar – denn es ist ja auch ein Musikfestival. So gaben sich dieses Jahr (13.08. + 14.08.05) z.B. Bands wie The 69 Eyes, VNV Nation, Sisters of Mercy oder Staubkind die Ehre. Nebenbei kann man dort aber auch wie auf einem großen Markt einkaufen – und zwar alles, was das Herz begehrt. Von Klamotten über Accessoires bis hin zu (fragwürdigen) Einrichtungsgegenständen gibt es dort so ziemlich alles zu kaufen.

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Kostenpunkt?
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Ein Kombiticket, wie mein Freund und ich es erstanden haben, kostet rund 70 €. Darin sind Zelten, Parken und natürlich das Erleben der Bands enthalten. Auch sind dort bereits 5 € Müllpfand drin. Diesen bekommt man wieder, wenn man die Müllsäcke, die man am Eingang bekommen hat, einigermaßen gut gefüllt wieder abgibt. Nun gut, wir haben nur einen abgegeben und trotzdem 10 € wieder bekommen. Denn es stellte sich heraus, dass die das gar nicht kontrolliert haben. Wie auch bei 21.000 Menschen?
Neben dem Kombiticket gibt es auch noch ein Tagesticket, welches ca. 35€ kostet. Dies beinhaltet lediglich, wie der Name schon sagt, den Aufenthalt an einem Tag.

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Der Zeltplatz
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Zuerst sei gesagt, dass es hier nicht nur einen Zeltplatz gibt. Es sind in der Tat mehrere größere Areale, die genug Platz bieten. Vorausgesetzt, man ist einigermaßen pünktlich dort. Wir kamen am Freitag schon an so gegen 15:45 Uhr und da waren die Zeltplätze bereits gut gefüllt – und das, obwohl das Gelände eigentlich laut Karte erst ab 16:00 Uhr geöffnet werden sollte. Doch schnell waren Park- und Zeltplatz gefunden und wir konnten unseres aufbauen. Allerdings war das nicht so einfach, denn wir unsere Ankunft in Hildesheim wurde mit einem starken Regenguss begrüßt. So durften wir unser Zelt also im strömenden Regen aufstellen. Der Boden hielt sich matschtechnisch aber noch ganz gut, sodass wir keine Probleme hatten, wie es im letzten Jahr auf dem WGT der Fall war. Denn dort war der Boden steinhart. Positiv aufgefallen ist mir, dass man, bedingt durch die Größe des Platzes, nicht sofort im Zelt seines Nachbarn sitzt, wenn man aus seinem eigenen geklettert ist. Dem war auf dem WGT nämlich so. ;)

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Sanitäranlagen
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Auf einem Festival sollte man keinen Luxus erwarten, das sagte mein Freund auch zu einem Punk, der uns fragte, ob es denn kein Klo mit Spülung gäbe.
Allerdings erfuhren wir am nächsten Tag, dass es doch eins gibt. Es war genau dort, wo stets und ständig eine riesige Schlange stand. Ansonsten gab es nur zahlreiche Dixieklos, die über das ganze Gelände verstreut waren. Diese waren, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, überaus ekelhaft und mich hat’s jedes Mal geschüttelt, wenn ich meine Notdurft auf einem dieser Häuschen verrichten musste. Da half nur eins: Bloß nicht soviel trinken!
Ansonsten war es für mich noch wichtig, dass es dort eine Möglichkeit gibt, sich zu waschen. Okay, es war nicht gerade warm und ins Schwitzen kam ich somit auch kaum. Aber dennoch hätte ich es nicht ertragen können, mich zwei Tage lang ungeduscht unter die Menschheit zu wagen.
Nachdem wir uns erkundigt hatten, fanden wir ein großes sogenanntes Sani – Zelt. Dort traf mich zunächst einmal der Schlag, als ich sah, dass darin eine Massendusche aufgebaut war. Soll heißen, es gab keine Trennwände und gar nichts, was einen vor den Blicken anderer schützt. Doch glücklicherweise habe ich genau neben dem Zelt noch ein Häuschen entdeckt, wo es eine Art Duschkabinen gab. Diese kamen mir übrigens sehr bekannt vor, denn die gleichen standen auch letztes Jahr schon auf dem WGT. Luxuriös waren die allerdings auch nicht. Der Fußboden hat geschwommen und mir drängte sich die Frage auf: Wohin mit meinen Sachen???
Zum Glück habe ich ein offenes Fenster gefunden um meine Sachen dort drüber zu hängen und sie somit nicht durchnässen zu lassen. Denn nasse Klamotten hatte ich wahrlich genug.
Als nächstes fiel mir auf, dass die Böden der Kabinen super dreckig und voll mit Haarbüscheln waren.
Nur die Ruhe, dachte ich mir, gleich bist du hier raus und dann auch noch frisch geduscht. Gesagt getan, nahm ich also die Dusche in Betrieb. Obwohl der Wasserhahn komplett war warm stand, kam nur laues Wasser heraus. Naja, besser als nichts. Dafür hätte ich mich auf dem WGT fast verbrannt beim Duschen.

Wie auch immer, ihr merkt es sicherlich: Auf einem Festival sollte man hart im Nehmen sein. Dixieklos und verdreckte Duschhäuschen gehören einfach dazu, so scheint es mir.

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Essen & Trinken
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Nun, eigentlich wollte ich diesen Abschnitt meines Berichts vollkommen unberücksichtigt lassen, da mein Freund und ich unsere eigene Verpflegung mitnehmen und somit gar nicht rausfinden wollten, was es dort gibt und wie viel es kostet. Da mein Freund aber ein kleiner Verpeiler ist und ich es irgendwie auch bin, haben wir wirklich das Elementarste vergessen: Essen und Trinken. Kein Witz. Wir hatten nur Kleinigkeiten dabei, aber das, was wir extra für dieses Wochenende gekauft hatten, lag warm und trocken in Kühlschrank und Speisekammer. Was tun?
Also haben wir uns an den Fressbuden umgesehen.
Dort gab es so einiges. Döner, Burger, Nudeln mit Soße, Pizza, Brezeln usw.
Ihr könnt euch sicherlich denken, dass das alles nicht eben billig war. So bezahlte man für einen wirklich mickrig kleinen Döner schon ganze 3,50 €. Nebenbei gesagt, hat der noch nicht mal besonders geschmeckt. Aber der Hunger hat es eben rein getrieben... Für einen Burger, der auch nicht grade deftig belegt war musste man sogar bis zu 4,50 € hinblättern. So ziehen sich die Beispiele weiter. Ich kürze das ganze mal ab: Die Portionen waren sehr klein aber der Preis groß.

Auch die Getränke waren nicht billiger.
Für einen nicht sonderlich großen Becher mit Beck’s musste man inklusive 1 € Becherpfand 3,50 € bezahlen. Ich bezweifle auch ganz arg, ob es sich auch wirklich um Beck’s gehandelt hat. Denn das Bier hat gepanscht und wässrig geschmeckt. Für eine Cola oder Fanta hat man übrigens dasselbe bezahlt. Nur 0,2 l Wasser haben dann „nur“ 1,50 € gekostet. Für Leute mit größerem Geldbeutel gab es auch noch einen Stand, an dem man verschiedene Cocktails genießen konnten. Die Preise dort, waren dieselben wie man sie aus obligatorischen Bars kennt. Also, 6,00 € und aufwärts.

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Die Bands
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Das Festival besteht aus zwei Bühnen. Eine, die Hauptbühne befindet sich im Freien und die andere in einem Flugzeughangar. Allerdings habe ich die Bands nachfolgend nicht nach Auftrittsort unterteilt, da es im Nachhinein egal ist und ich nur auf einige Beispiele später näher eingehe.

Samstag, 13.08.2005

In Mitra Medusa Inri
Osiris Tauris
Limbogott
Negative
Autumn
NFD
The Crüxshadows
The 69 Eyes
Schandmaul
VNV Nation
Skinny Puppy
Klimt 1918
Qntal
Potentia Amini
Leaves Eyes
Atrocity
[:SITD:]
The neon Judgement
Combichrist
Mesh
Hocico

Sonntag, 14.08.2005

Scream Silence
The vision bleak
Faun
Gate
The birthday Massacre
Zeraphine
Lacuna Coil
Subway to Sally
Deine Lakaien
The sisters of Mercy
Staubkind
Cephalgy
Kiew
Amduscia
Trisomie 21
Flesh Field
Melotron
Diary of Dreams
The Klinik


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Freitag, 12.08.2005
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Wie ihr an der Liste oben sehen könnt, gab es am Freitag noch keine Bands zu bestaunen. Trotzdem konnte man bereits hier Abtanzen und Spaß haben. Denn am späten Abend haben nämlich die Tore des Hangars geöffnet und zu einer „Disco“ geladen. Aufgelegt haben dort, wie auch an den anderen Tagen noch, berühmte DJs. So zum Beispiel Jyrki69, der Sänger der 69 Eyes oder auch die Sänger von Covenant und VNV Nation.
Mein Freund und ich haben uns diesem Vergnügen aber nicht hingegeben. Stattdessen haben wir es uns auf der Fläche vor dem eigentlichen Festivalgelände „gemütlich“ gemacht und dort etwas gegessen und getrunken. Dort trafen wir dann auch noch, wie verabredet auf NimueLuna und Vampiria, der eine oder andre mag sie kennen. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten haben, fing es auch schon wieder an zu schütten und mein Freund und ich machten uns auf den Weg ins Zelt. Denn unsere Sachen waren ja schon nass und noch mehr musste wirklich nicht sein.
So lag ich dann also schließlich gegen 0.00 Uhr frierend im Zelt und freute mich auf den nächsten Tag...

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Samstag, 13.08.2005
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Am Samstag wurde wir mehr oder weniger durch unsere netten sächsischen Zeltnachbarn geweckt. Nachdem wir nun gefrühstückt und uns fertig gemacht hatten, war immer noch die Frage offen: Was sollen wir eigentlich trinken und essen? Mein größtes Problem war aber nicht das Essen sondern das Trinken. Denn wir hatten am Abend zuvor doch etwas Bier getrunken und somit hatte ich am darauffolgenden Morgen einen tierischen Brand. Zuerst füllten wir unsere leeren Flaschen mit Wasser aus der Dusche. Nun wussten wir aber nicht, ob man das auch wirklich trinken kann und machten uns auf den Weg zur nahe gelegenen Tankstelle. Mein Freund leicht genervt weil ich keine Lust zum Laufen hatte und ich auch genervt, weil ich Durst hatte und nicht laufen wollte. ;)
Irgendwann kamen wir dann aber wieder und uns ging es wieder gut. Nachdem das geklärt war, beschlossen wir, einen Kontrollgang zum Festivalgelände zu machen. Mich trieb es zuerst natürlich zu dem großen Markt auf dem so ziemlich alle Geschäfte, die Rang und Namen haben, vertreten waren. So fand man dort natürlich einen großen X-Xtra-X Markt, ein Zelt des Ladens DarkStore und natürlich auch eins der Teufelsküche, wo ich für günstige 10 € einen Gürtel erstanden habe. Es gab aber auch viele, viele andere Stände und Zelte. Die „Bummelmeile“ war lang ;)

Nachdem wir uns dort durchgekämpft hatten, ich 45 € ärmer und mein Freund einige Nerven weniger, gingen wir zur Hauptbühne. Dort spielten grade Negative. Dabei handelt es sich um eine relativ neue Band aus Skandinavien. (Bilder gibt es unten). Leider haben wir nur noch die letzten zwei, drei Songs mitbekommen. Da wir kein Programm hatten, wussten wir auch nicht, wann wer spielt. Nur eins wusste ich: VNV Nation spielen um 21.00 Uhr. ;)
Negative waren aber wirklich gut und haben auch ordentlich gerockt. Ich kannte nur den Song „The moment of our love“. Den haben sie zu letzt gespielt. Weil ich das Lied ja schon vorher kannte und richtig klasse finde, wollte ich mir ja auch das Album holen. Als ich beim Durchhören im Laden allerdings feststellt habe, dass die ja fast wie * würg * HIM klingen, habe ich die CD wieder weggelegt. Live sind sie aber wirklich gut, muss ich gestehen und klingen auch gar nicht mehr wie HIM. Mir hat die Show gefallen, denn man hat gemerkt, wie euphorisch der Sänger war und wie viel Spaß ihm der Auftritt gemacht hat. Das Publikum war zwar etwas spärlich und auch nicht ganz so zum ausflippen gewillt, aber dennoch war es eine gute Stimmung.
Nachdem mein Freund dann endlich ein Programm aufgetrieben hatte, das, wie sich später rausstellte, vollkommen falsch war, sahen wir, dass einige Minuten später Leaves Eyes im Hangar spielen sollten. Da der nur einige wenige Meter entfernt ist, sind wir dorthin und haben uns die ehemalige Frontfrau von Theatre of Tragedy angesehen. Allerdings war es im Hangar voller als erwartet und wir standen ganz hinten. Mein Freund hatte es mit seinen 2,03 m gut in punkto Sicht. Aber ich mit meinen mickrigen 1,76 m konnte nichts sehen. Mir hat das, was ich gesehen und gehört habe auch nicht besonders gefallen. Die Akustik war ziemlich schlecht und Liv Kristine (die Sängerin) viel zu leise. Aber immerhin hat sie Stimmung ins Publikum gebracht. Nach dem dritten Song ging ich allerdings auf die Wiese vor die Hauptbühne zurück und schaute mir Autumn an, die auf dem Programm fälschlicherweise als Lacuna Coil ausgewiesen waren. Ich kenne Autumn nicht. Dennoch hat mir die Musik ziemlich gut gefallen. Es handelt sich dabei um ziemlich rockige Musik mit einer kraftvollen Frauenstimme unterlegt.

Etwas später sollten auch noch The 69 Eyes spielen. Da ich die Jungs schon seit meiner Anfangszeit in dieser Szene kenne und mag, konnte ich sie mir natürlich unmöglich entgehen lassen. Wir fanden uns also pünktlich vor der Hauptbühne ein. Bald kamen Jyrki69 und die anderen auch schon auf die Bühne. Jyrki, der Frauenschwarm schlechthin, was ich nicht verstehen kann, hat eine ziemliche Show abgezogen. Ja - der Mann, weiß wie er auf einige Frauen wirkt. Ich fand allerdings, dass er aussah wie Alice Cooper. :) *g* Die Show war aber klasse und die Songs auch. Es ganz zahlreiche Lieder aus dem vorletzten Album \"Paris kills\" (siehe Bericht). So z.B. \"Crashing high\". Aber auch allseits bekannte Songs durften nicht fehlen. So kam der geneigte Zuschauer auch in den akustischen Genuss von Klassikern wie \"Brandon Lee\" , \"Gothic Girl\" oder \"The Chair\". Alles in allem fand ich das Konzert ziemlich klasse und vor allem rockig. :)

Als wir später beim Abendbrot im Zelt saßen, hörten wir The Crüxshadows spielen. Da ich die Band nicht sonderlich mag, war ich auch nicht traurig, dass wir sie verpasst hatten. Das, was Sänger Rouge da fabriziert hat, hat mich auch nicht wirklich angesprochen.
Mein Objekt der Begierde und Hauptfreude des ganzen M’Era Lunas sollte noch kommen. Undzwar direkt nach Schandmaul. Ich meine damit VNV Nation.
Zugegeben, ich mag die Jungs erst seit kurzem, aber dafür auch richtig.
Pünktlich, eine gute halbe Stunde vorher, versammelten mein Freund und ich uns vor der Hauptbühne. Ich wollte unbedingt ganz nah nach vorne und das haben wir auch geschafft. ;) Da konnte ich mit den Rämplern ganz gut leben. Als Ronan und die restlichen Jungs von VNV Nation dann endlich auf die Bühne kamen, war ich ganz aus dem Häuschen. Seine Stimme und die Musik haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Die ersten paar Songs kannte ich nur flüchtig. Dennoch habe ich viel Spaß beim Tanzen gehabt. Ronan war ebenfalls sehr gerührt und erfreut über das Mitmachen der Fans. Alle haben geklatscht und mitgesungen und getanzt. Es war einzigartig.
Die erste Hochstimmung kam schon auf als die ersten Klänge vom allseits bekannten „Dark Angel“ zu hören waren. Es folgten noch Songs wie „Homeward“, „Chrome“, „Perpetual“ und einige andere. Insgeheim hatte ich ja noch gehofft, dass sie auch „Carbon“ spielen, aber das blieb mir verwährt. Egal – die Show war dafür der Hammer. Ronan hat sich total verausgabt und zum Schluss gab es sogar noch eine Zugabe. Obwohl es ziemlich kalt war an diesem Abend, waren mein Freund und ich danach gut aufgewärmt. Denn wir haben, so weit es platztechnisch möglich war, ordentlich getanzt. ;)
VNV Nation kann ich jedem, der auf elektronische Musik, die auch manchmal ganz schön knüppelt aber tiefgründige Texte verarbeitet, nur empfehlen. Es lohnt sich.

Danach haben wir dann nicht mehr viel gemacht, sondern sind nur noch vollkommen beeindruckt zurück zum Zelt. Auf dem Weg dorthin habe ich mir dann noch das aktuelle T- Shirt von VNV Nation gekauft, welches mit 20 € nicht eben billig war.

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Sonntag, 14.08.2005
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Am Sonntag wurde ich vom Tröpfeln des Regens, der uns am Samstag verschont hatte, geweckt. Ich dachte, dass er sicherlich bald aufhören würde. Aber leider, leider tat er uns diesen Gefallen nicht.
Wir frühstückten dann irgendwann und brachten schon mal das Nötigste ins Auto, da wir angesichts des schlechten Wetters schon am Sonntag Abend nach Hause nach Berlin fahren wollten und nicht mehr am Montag, wie zuerst geplant. Doch es kam anders, als gedacht. Der Regen wurde schlimmer und wir waren inzwischen wieder bis auf die Haut nass.
Im Regen bauten wir dann noch unser Zelt ab.
Da mein Freund aber den Tag zuvor bereits mit einem Covenant T – Shirt geliebäugelt hat, triezte ich ihn dazu, dass wir das wenigstens noch holen. Das taten wir – aber der Regen hatte immer noch nicht aufgehört. ;( Inzwischen fanden wir nur noch Argumente, nach Hause zu fahren – UNSER Bett, UNSERE Dusche und vor allem: UNSER Klo! So setzten wir uns gegen 14:00 Uhr ins Auto und verließen mit total nassen und dreckigen Klamotten das Gelände. Der Zeltplatz glich inzwischen schon einem Schlammplatz – genauso wie der Platz vor der Hauptbühne und der Parkplatz.

Ich würde euch also gerne noch mehr über das M’Era Luna bzw. den zweiten Tag erzählen, aber wir haben kapituliert. ;(

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Fazit
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Matschig, dreckig und nass.
Trotzdem war dieses für mich erste M’Era Luna ziemlich toll und hat Spaß gemacht. Keiner, der einen doof angeguckt hat wegen der Kleidung oder der Schminke, schöne Menschen, die es sich gelohnt hat, ein zweites Mal anzusehen und tolle Bands, die trotz des beschissenen Wetters alles gegeben haben. Super und nur zu empfehlen. ;)

Danke, für’s Lesen und Bewerten
-blessed be-

27 Bewertungen, 3 Kommentare

  • hjid55

    26.02.2007, 22:15 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • follio

    27.09.2005, 16:25 Uhr von follio
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dieser Bericht gefällt mir sehr gut, LG

  • Shagrath2

    27.09.2005, 12:05 Uhr von Shagrath2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr erstaunlich das ein Punk sich darüber beschwert das es keine Klos mit Spülung gibt! Die kennen doch sonst nicht mal Seife! ;o)) Sehr ausführlicher, super Bericht! :-) Gruß, Michi