Mercedes-Benz E-Klasse Testbericht

Mercedes-benz-e-klasse
Abbildung beispielhaft
ab 75,30
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  gut

Erfahrungsbericht von werbetrommel

Mercedes E 240 T Avangard 5-Jahresbericht!

Pro:

Angenehm zu fahren

Kontra:

Qualitätsmängel (Rost)

Empfehlung:

Nein

Mercedes E 240 T Avantgarde

In diesem Bericht will ich meine 5-jährige Erfahrung mit meinem Auto beschreiben.
Dabei beschränke ich mich speziell auf die Dinge die man nicht im Katalog findet.
Technische Daten kann man ja den Prospekten entnehmen
Kataloge über dieses Modell findet man wahrscheinlich auch nicht mehr.

Außer dem will ich auch nur etwas ausführlicher über die Highlights berichten.
Im Januar 2001 kaufte ich den oben genannten Mercedes mit Erstzulassung November 1998.
Das Auto war zu diesem Zeitpunkt gerade gut 2 Jahre alt und hatte 40000Km auf dem Tacho.
Das Scheckheft war ordnungsgemäß geführt. Bist heute bin ich noch von der Richtigkeit der Angaben überzeugt, da es keine Anzeichen einer Manipulation gab und gibt. Es gab auch keine Gebrauchsspuren, die auf größere Kilometerleistung hinwiesen. Ich erhielt die übliche Gebrauchtwagengarantie.
Kauf entscheidend für mich war unter anderem auch die bis dahin so hoch gelobte Qualität und Langlebigkeit der Fahrzeuge dieser Marke.

Ich bin sehr zufrieden mit dem guten Fahrkomfort, dem ruhigen Motorlauf und geringem Fahrgeräusch. Lediglich bei hohen Geschwindigkeiten enttäuscht der Geradeauslauf und die Kurvenstabilität. In lang gezogenen Autobahnkurven neigt der Wagen zum aufschaukeln.
Man muss dann sehr gut aufpassen.

Nach einer gewissen Zeit der Begeisterung bemerkte ich einige kleine Mängel.
Erstens Wasser in den Nebellampen.
Zweitens, die Hecklappe war undicht. Wassertropfen waren auf der Gepäckabdeckung zu sehen.
Bei der ersten Inspektion reklamierte ich diese Mängel.
Behoben wurden die Fehler nicht. Mir wurde lediglich erklärt, dass dies nicht zur Gewährleistung gehöre. Und außerdem Gummiteile wären natürlich von der Gewährleistung ausgeschlossen. Die undichte Stelle an der Heckklappe dichtete ich darauf hin selbst ab. Die Nebellampen sind bis heute noch innen nass.
Nach etwa einem Jahr gerade innerhalb eines Kreisverkehrs gab es ein Geräusch, so als hätte ich einen Crash mit einem anderen Verkehrsteilnehmer. Ein kurzer Blick nach allen Seiten lies aber keinen Verkehrsteilnehmer in meiner Nähe erkennen. Bei nächster Gelegenheit stoppte ich und sah mir den Wagen von allen Seiten an. Ich konnte nichts ungewöhnliches
entdecken. Am Ziel meiner Fahrstrecke sah ich dann einige kleine Beulen in der Motorhaube. So groß, als währen das heftige Hageleinschläge. Allerdings von innen nach außen! Ich öffnete die Motorhaube und sah dass die Keilriemenscheibe auseinander geflogen war. In der Werkstatt erklärte man mir dann “so etwas haben wir ja überhaupt noch nicht gehabt“. Der schaden wurde kulanterweise kostenfrei behoben. Die Beulen wurden mit meinem Einverständnis vom “Beulendoktor“ geglättet. Auf eine Neulackierung der Motorhaube konnte dadurch verzichtet werden.

Bei einer Fahrleistung von etwa 80000Km bemerkte ich Klappergeräusche beim durchfahren kleiner Schlaglöcher. Es rappelte bei besonders bei kleinen Straßenunebenheiten.
Die Geräusche wurden meiner Meinung vom Fahrgestell, Radaufhängung oder irgendwo in dieser Gegend vermutet.
Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die zweite TÜV-Untersuchung fällig. Die erste Untersuchung wurde vom Händler bei Kauf des Wagens bereits nach zwei Jahren durchgeführt.
Bei der normalen TÜV-Untersuchung wurden aber keine Mängel am Fahrwerk gefunden.
Darauf hin ließ ich auch noch die Stoßdämpfer prüfen. Das kostet extra. Ich war ein wenig enttäuscht, als da nichts zu hören war und auch kein defekt festgestellt wurde. Dann hätte man wenigstens gewusst was man reparieren oder austauschen muss.
Ich fuhr noch ein ganzes Jahr mit dem immer stärker werdenden geklapper. Das sind bei meiner jährlichen Km-Leistung 20000Km. Dann wurde mir das doch allmählich zu unangenehm. Ich fuhr in die Werkstatt. Nach einer Testfahrt vermutete der Werkstattmeister, dass da an der Radaufhängung etwas ausgeschlagen ist und ausgetauscht werden muss.
Das wäre eine Eigenschaft dieses Fahrzeugtyps. Dieser Fehler würde immer so bei etwa 100000Km auftreten. Das wäre schon bei Vorgängermodell so gewesen. Ich dachte mir nur:
“ Da haben die bei Mercedes wohl nichts dazugelernt“.
Die teile wurden ausgetauscht. Die Geräusche waren verschwunden.
Nun warte ich darauf, dass es bald wieder anfängt.


Das Auto ist mit einer Klimaautomatik ausgestattet. Da das nicht mein erstes Auto mit Klimaanlage ist viel mir Im Vergleich auf, dass Die Kühlleistung bei Autobahnfahrten fast wirkungslos ist. Also ging ich der Sache auf den Grund. ich installierte ein Temperatursensor im Ausblaskanal der Belüftung. Nun weis ich auch etwas mit dem Begriff Klimaautomatik anzufangen. Die Automatik besteht nun nicht darin, dass man eine gleichmäßige Temperatur im Auto hat, nein der Entwickler hat wohl keinen Aufwand gescheut, die Temperatur geschwindigkeitsabhängig zu regeln. Bei entsprechen hoher Außentemperatur so ab 23°C und sonnigem Wetter beträgt die eingeleitete Luft bei 50 Km/h 5°C Also im Stadtverkehr Funktioniert das alles sehr gut. Bei 100 Km/h auf der Autobahn wird die Luft nur noch auf 10°C heruntergekühlt.
Das hat dann nur noch einen mäßigen Effekt. Bei 150 Km/h sind es dann nur noch 15°C.
Da sich die ganze Sache auch so richtig schön linear verhält haben ich mich über 20°C bei Tempo 200 auch nicht mehr gewundert. Auch höhere Außentemperaturen ändern daran nichts.
Da denkt doch wohl so ein Entwickler mit seinem physikalischen Halbwissen man müsse mit einem Auto nur schnell genug fahren, dann könne man wohl ganz auf eine Klimaanlage verzichten. Weil dann der warme Fahrtwind den wagen innen kühlt kühlt.
Vielleicht ist das ja auch der Grund, weshalb Kamele in der Wüste nicht so schnell laufen. Die haben Angst, dass sie dann erfrieren.

Als ich dann aufgrund dieser Messwerte meine Klimaautomatik reparieren lassen wollte wurde zunächst erst einmal das Kältemittel überprüft. Man stelle einen gewissen Verlust fest, füllte ihn auf und erklärte mir nun sei alles in Ordnung. Dann schickte man mich mit “reparierten Auto“ weg und schickte mir die Rechnung. Ich bezahlte und der Kühleffekt war immer noch derselbe. Ich reklamierte. Dann wurden noch einige Experimente mit dem Außentemperaturfühler gemacht. Darauf hin wurde ein Diagnosegerät kontaktiert, Das Kabel zwischen Motorhaube und Karosserie hindurchgeführt, so dass man die Motorhaube schließen konnte. Das Diagnosegerät wurde durch das Fenster in den Fahrzeuginnenraum geführt. Das Fenster wurde so weit möglich geschlossen und mit Klebeband gründlich abgedichtet. So präpariert fuhren wir dann auf die Autobahn. Und dann konnten wir das feststellen, was ich schon lange wusste. Wir konnten mit dem Diagnosegerät die Verdampfertemperatur und einige andere Dinge Messen. Die Verdampfertemperatur zeigte im wesendlichen die gleichen Temperaturen an, die ich mit meinem Thermometer auch gemessen hatte nur ein bis zwei grad niedriger. Nach etwa zweistündiger Autobahnfahrt kehrten wir wieder zur Werkstatt zurück. Der Elektriker war nun schlauer. Dann wurde ein neuer Termin vereinbart und ein neues Steuergerät eingebaut. Der Kühleffekt war immer noch derselbe. Das Steuergerät wurde wieder zurückgetauscht. An der Klimaanlage konnte man nichts machen. Und so fahre ich heute immer noch mit einer geschwindigkeitsgesteuerten Klimaanlage. Im Sommer natürlich ganz langsam.

All die anderen kleinen und größeren Mängel kann ich hier nicht so ausführlich beschreiben.
Wie Z.B.
Klappernder Katalysator.
Ausfall des GPS-Navigationssystem und Reparatur bzw. Austauschteils zum halben Neupreis. Nur der Teil Im Kofferraum für 900.-€

Defekter Benzinpumpe.

Ausfall der Hecktürverriegelung wegen falscher Montage bei der Fahrzeugherstellung. Da wurde wohl ein Sicherungsclip vergessen. Unangenehm weil man diesen Defekt nur feststellt wenn man nach dem Abschließen überprüft ob die Klappe wirklich abgeschlossen ist. Wer macht das schon? Wo für dann noch eine Fernbedienung mit Kontrolle über die Blinklampen? Ich weiß nicht wie lange oder wie oft mein Auto so unverschlossen am Straßenrand gestanden hat.

Häufiger Ausfall von Glühlampen. Besonders unangenehm im Kombiinstrument. Natürlich Werkstattbesuch. Lobenswert ist, dass Glühlampendefekte am Armaturenbrett angezeigt werden. Natürlich auch Wackelkontakte an den Lampenfassungen.

Hin und wieder fallen die Schläuche für die Scheibenreinigung ab. Das ist eine endlose Fummelei bis man die wieder aufgesteckt hat.

Der dickste Hammer ist jedoch, der Rostfraß an den Türrahmen, an der Motorhaube und an der Heckklappe den ich am Fahrzeug fand als es gerade mal 5 Jahre alt war. Zuerst fand ich den Rost an den Türen. Ich reklamierte. Da ich aber nicht die entsprechenden Inspektionen machen ließ bot man mir an, gegen eine Selbstbeteiligung von 35% Die Türen zu wechseln.
35% Selbstbeteiligung sind für mich aber bei den Preisen uninteressant. Ich bin heute froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe. Denn erst später bemerkte ich den Rostfraß an de Heckklappe und an der Motorhaube. Dann an den Türholmen unter der Plastikabdeckung die bei der Reparatur des GPS-Navigationssystems entfernt werden musste um die Verkleidung im Laderaum zu entfernen. Die dann aber nicht mehr richtig befestigt wurde. Das Auto, das ich vorher fuhr dessen Name auch Mit einem „M“ beginnt Zeigte selbst nach 12 Jahren trotz “ angespitztem Kotflügel “ kein Rost.
Die oben erwähnte Langlebigkeit wird sich somit wohl in Grenzen halten.

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