Monument Valley Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von rofis
Rote Götter aus Sandstein
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wo sind wir denn hier eigentlich gelandet? Mitten in der Marlboro-Werbung? Fehlt nur noch, dass aus dem Sandsteinfelsen vor uns plötzlich eine Zigarette herausspringt...
An der Grenze zwischen Utah und Arizona, grob im Viereck der Orte Kayenta - Mexican Water - Bluff - Mexican Hat liegt diese Landschaft, die wir aus unzähligen Werbespots und zahlreichen Western-Filmen kennen.
Und sie sieht in Wirklichkeit genauso aus wie in der Werbung. Wer hätte das gedacht...
Von Kayenta (Arizona) aus folgen wir der Straße in Richtung Mexican Hat (Utah) und tauchen ein in diese unsere Sinne betörende Landschaft. Schon die ersten Eindrücke lassen den Reisenden verstehen, dass die Navajos hier einen heiligen Ort sehen und ihm übernatürliche Kräfte zuschreiben.
Eine seltsame Faszination ergreift Besitz vom Besucher und nimmt ihn in ihre mystischen Fänge.
Nach einigen Meilen biegt die Zufahrtsstraße rechts ab, vorbei an zahlreichen Hütten, in denen Navajos allerlei mehr oder weniger authentische Produkte feilbieten (zu nicht gerade bescheidenen Preisen...), führt sie uns zum Eingang des Parks, zur Zahlstelle.
Hier werden die Nationalpark-Pässe wie z. B. Golden Eagle Pass (der freien Eintritt in alle amerikanischen Nationalparks gewährt) nicht anerkannt, steht das Monument Valley doch komplett unter der Verwaltung durch Navajos. Wir löhnen unsere paar Dollar (beim letzten Mal waren es um die 3 $ pro Person) und dürfen dann weiter fahren in Richtung auf das Visitor Center.
Heute, mitten in der Woche, ist der Andrang nicht gerade riesig, wir haben keinerlei Probleme einen Parkplatz zu finden. Kaum ausgestiegen, werden wir schon von allen Seiten mit Angeboten für Rundfahrten durch das Tal überschüttet. Wir widerstehen den verlockenden Anpreisungen, kämpfen uns zunächst mal durch in Richtung zum Visitor Center, genauer zum Mäuerchen davor, von dem sich uns ein grandioser Blick ins Tal eröffnet. Dieser Blick Zu den \"Mitten Towers\" ist wohl der bekannteste des ganzen Tals...
Für die Fans des Freilandübernachtens: ganz in der Nähe des Visitor Centers befindet ein ein etwas mager ausgestatteter Campingplatz, der den fehlenden Komfort durch fantastische Bilder aber bei weitem wett machen dürfte.
Im Visitor-Center informieren wir uns kurz über die Geschichte des Tals und seine Bedeutung für die Navajo Nation, bevor wir uns auf den Weg hinein machen.
Es gibt eine öffentliche Straße, nein, Straße ist die falsche Bezeichnung, es handelt sich um eine „dirt road“, die sich knapp neben dem Visitor Center hinunter schlängelt und dem wagemutigen Fahrer die Möglichkeit bietet, auf einem kleinen und bescheidenen Rundkurs die fahrerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Aus zwei Gründen verzichten wir auf diese Tortur: ersten wollen wir unseren Leihwagen möglichst unbeschädigt zurückgeben und zweitens bietet der öffentliche Rundkurs keinen wirklichen Einblick in das Tal und seine Bedeutung.
Also auf, zurück zum Parkplatz, zu den eifrigen Angeboten einen Verdienst witternder Navajo-Guides.
Eines der Unternehmen trägt meinen Namen - also ist es keine Frage, welchem Guide wir unsere Geldbörse öffnen. Etwa 60$ müssen wir für 4 Personen bezahlen und bekommen dafür eine etwa dreistündige Rundfahrt geboten, die sich langanhaltend in unser Gedächtnis eingebrannt hat.
Ein vierradgetriebener Jeep, versehen mit drei großen Sitzbänken soll uns tief in das heilige Tal bringen, mitten in die bis zu 350m hohen Sandsteintürme, hin zu Plätzen, die dem geizigen Selbstfahrer vorenthalten werden.
Zunächst folgen wir der öffentlichen Straße bis hin zum „Fords Place“, benannt nach dem Filmregisseur John Ford, der hier zahlreiche bekannte Filme gedreht hat.
Während wir noch die Landschaft bestaunen, erleidet unser Fahrer und Führer einen Herzanfall und muss umgehend ins Krankenhaus transportiert werden. Man verspricht uns, dass wir bald von einem neuen Fahrer abgeholt werden, der dann die weitere Rundfahrt mit uns durchführt.
Es wird uns nicht langweilig während der Wartezeit, wir streichen durch die Gegend, schauen uns die Felsformationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln an. Der Fotoapparat beginnt langsam, heiß zu laufen...
Nach etwa 20minütiger Wartezeit braust der Ersatzjeep heran, allerdings bereits mit zwei Personen besetzt, einem japanischen Ehepaar. RoFis freut sich schon auf ausgiebige Fotopausen - Japaner sind ja bekannt dafür...
Wir entern die beiden noch freien Sitzreihen und ab geht es in den Teil des Parks, der der Öffentlichkeit nicht frei zugänglich ist.
Wir sehen steile Felsen, teils versehen mit alten Zeichnungen früher Navajo-Generationen, sehen und besichtigen einen Hogan, das traditionelle, meist sechs- oder achteckige Wohngebäude der Navajos, dessen Dach aus Erde besteht. Eine alte Navajo bietet auch hier Webereien und andere Dinge zum Kauf an.
Unsere japanischen Mitreisenden sind an alle dem überhaupt nicht interessiert. Warum fahren die eigentlich mit ? Bin halt doch wieder ich derjenige, der für längere Fotopausen verantwortlich ist...
Gottseidank hat unser Führer die nötige Geduld und wartet...
Die Fahrt über Stock und Stein beansprucht unser Auto nun doch mehr als gedacht, jedenfalls beginnt der rechte Hinterreifen sich mehr und mehr aufzulösen. Große Gummifladen machen sich selbständig und tragen zur Verschandelung der Landschaft bei.
Gottseidank halten wir bei einem großen \"Hole in the Wall\", ein kurzer Spaziergang die letzten paar Meter über Geröll und Sand ist angesagt. Wir vier machen uns auf den Weg, der Führer bleibt (mit den Japanern) beim Auto zurück und begutachtet den maroden Reifen und überlegt wohl, was zu tun sei.
Wir sind guten Mutes, irgendwie werden wir aus den Tiefen des Parks wieder herauskommen.
Nach kurzer Zeit geht es dann weiter, der Reifen wurde für gut befunden, uns wieder bis nach Hause zu bringen...
So langsam wird es aber auch Zeit, sich wieder Richtung Parkplatz zu begeben, der Sonnenuntergang naht und ein paar Bilder wollen doch noch geschossen werden. Wir halten noch an einigen mehr oder weniger mystischen Plätzen, erfahren von den Seelen der Vorfahren, die hier ihr Unwesen treiben, sehen ihre Versteinerungen und lassen uns wieder und wieder gefangen nehmen von der jetzt langsam unheimlich wirkenden Landschaft.
Schließlich haben wir es geschafft, nach mehr als drei Stunden holpernder Fahrt lädt uns unser Fahrer wieder beim Parkplatz ab. Gewisse Körperteile sind trotz gepolsterter Sitzflächen mehr oder weniger leicht in Mitleidenschaft gezogen, so dass wir nicht sofort wieder in ein Auto steigen wollen, erst mal muss für etwas Erholung gesorgt werden.
Wir genießen die letzten Minuten eines farbenprächtigen Sonnenuntergangs vom Visitor-Center aus und machen uns dann voll von Eindrücken, die wir erst noch verarbeiten müssen, auf den Weg zu unserem Motel in Mexican Hat, einem kleinen Kaff, dessen Name von einer Felsformation herrührt, die mit viel gutem Willen von bestimmten Punkten aus gesehen eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Sombrero aufweist.
An der Grenze zwischen Utah und Arizona, grob im Viereck der Orte Kayenta - Mexican Water - Bluff - Mexican Hat liegt diese Landschaft, die wir aus unzähligen Werbespots und zahlreichen Western-Filmen kennen.
Und sie sieht in Wirklichkeit genauso aus wie in der Werbung. Wer hätte das gedacht...
Von Kayenta (Arizona) aus folgen wir der Straße in Richtung Mexican Hat (Utah) und tauchen ein in diese unsere Sinne betörende Landschaft. Schon die ersten Eindrücke lassen den Reisenden verstehen, dass die Navajos hier einen heiligen Ort sehen und ihm übernatürliche Kräfte zuschreiben.
Eine seltsame Faszination ergreift Besitz vom Besucher und nimmt ihn in ihre mystischen Fänge.
Nach einigen Meilen biegt die Zufahrtsstraße rechts ab, vorbei an zahlreichen Hütten, in denen Navajos allerlei mehr oder weniger authentische Produkte feilbieten (zu nicht gerade bescheidenen Preisen...), führt sie uns zum Eingang des Parks, zur Zahlstelle.
Hier werden die Nationalpark-Pässe wie z. B. Golden Eagle Pass (der freien Eintritt in alle amerikanischen Nationalparks gewährt) nicht anerkannt, steht das Monument Valley doch komplett unter der Verwaltung durch Navajos. Wir löhnen unsere paar Dollar (beim letzten Mal waren es um die 3 $ pro Person) und dürfen dann weiter fahren in Richtung auf das Visitor Center.
Heute, mitten in der Woche, ist der Andrang nicht gerade riesig, wir haben keinerlei Probleme einen Parkplatz zu finden. Kaum ausgestiegen, werden wir schon von allen Seiten mit Angeboten für Rundfahrten durch das Tal überschüttet. Wir widerstehen den verlockenden Anpreisungen, kämpfen uns zunächst mal durch in Richtung zum Visitor Center, genauer zum Mäuerchen davor, von dem sich uns ein grandioser Blick ins Tal eröffnet. Dieser Blick Zu den \"Mitten Towers\" ist wohl der bekannteste des ganzen Tals...
Für die Fans des Freilandübernachtens: ganz in der Nähe des Visitor Centers befindet ein ein etwas mager ausgestatteter Campingplatz, der den fehlenden Komfort durch fantastische Bilder aber bei weitem wett machen dürfte.
Im Visitor-Center informieren wir uns kurz über die Geschichte des Tals und seine Bedeutung für die Navajo Nation, bevor wir uns auf den Weg hinein machen.
Es gibt eine öffentliche Straße, nein, Straße ist die falsche Bezeichnung, es handelt sich um eine „dirt road“, die sich knapp neben dem Visitor Center hinunter schlängelt und dem wagemutigen Fahrer die Möglichkeit bietet, auf einem kleinen und bescheidenen Rundkurs die fahrerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Aus zwei Gründen verzichten wir auf diese Tortur: ersten wollen wir unseren Leihwagen möglichst unbeschädigt zurückgeben und zweitens bietet der öffentliche Rundkurs keinen wirklichen Einblick in das Tal und seine Bedeutung.
Also auf, zurück zum Parkplatz, zu den eifrigen Angeboten einen Verdienst witternder Navajo-Guides.
Eines der Unternehmen trägt meinen Namen - also ist es keine Frage, welchem Guide wir unsere Geldbörse öffnen. Etwa 60$ müssen wir für 4 Personen bezahlen und bekommen dafür eine etwa dreistündige Rundfahrt geboten, die sich langanhaltend in unser Gedächtnis eingebrannt hat.
Ein vierradgetriebener Jeep, versehen mit drei großen Sitzbänken soll uns tief in das heilige Tal bringen, mitten in die bis zu 350m hohen Sandsteintürme, hin zu Plätzen, die dem geizigen Selbstfahrer vorenthalten werden.
Zunächst folgen wir der öffentlichen Straße bis hin zum „Fords Place“, benannt nach dem Filmregisseur John Ford, der hier zahlreiche bekannte Filme gedreht hat.
Während wir noch die Landschaft bestaunen, erleidet unser Fahrer und Führer einen Herzanfall und muss umgehend ins Krankenhaus transportiert werden. Man verspricht uns, dass wir bald von einem neuen Fahrer abgeholt werden, der dann die weitere Rundfahrt mit uns durchführt.
Es wird uns nicht langweilig während der Wartezeit, wir streichen durch die Gegend, schauen uns die Felsformationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln an. Der Fotoapparat beginnt langsam, heiß zu laufen...
Nach etwa 20minütiger Wartezeit braust der Ersatzjeep heran, allerdings bereits mit zwei Personen besetzt, einem japanischen Ehepaar. RoFis freut sich schon auf ausgiebige Fotopausen - Japaner sind ja bekannt dafür...
Wir entern die beiden noch freien Sitzreihen und ab geht es in den Teil des Parks, der der Öffentlichkeit nicht frei zugänglich ist.
Wir sehen steile Felsen, teils versehen mit alten Zeichnungen früher Navajo-Generationen, sehen und besichtigen einen Hogan, das traditionelle, meist sechs- oder achteckige Wohngebäude der Navajos, dessen Dach aus Erde besteht. Eine alte Navajo bietet auch hier Webereien und andere Dinge zum Kauf an.
Unsere japanischen Mitreisenden sind an alle dem überhaupt nicht interessiert. Warum fahren die eigentlich mit ? Bin halt doch wieder ich derjenige, der für längere Fotopausen verantwortlich ist...
Gottseidank hat unser Führer die nötige Geduld und wartet...
Die Fahrt über Stock und Stein beansprucht unser Auto nun doch mehr als gedacht, jedenfalls beginnt der rechte Hinterreifen sich mehr und mehr aufzulösen. Große Gummifladen machen sich selbständig und tragen zur Verschandelung der Landschaft bei.
Gottseidank halten wir bei einem großen \"Hole in the Wall\", ein kurzer Spaziergang die letzten paar Meter über Geröll und Sand ist angesagt. Wir vier machen uns auf den Weg, der Führer bleibt (mit den Japanern) beim Auto zurück und begutachtet den maroden Reifen und überlegt wohl, was zu tun sei.
Wir sind guten Mutes, irgendwie werden wir aus den Tiefen des Parks wieder herauskommen.
Nach kurzer Zeit geht es dann weiter, der Reifen wurde für gut befunden, uns wieder bis nach Hause zu bringen...
So langsam wird es aber auch Zeit, sich wieder Richtung Parkplatz zu begeben, der Sonnenuntergang naht und ein paar Bilder wollen doch noch geschossen werden. Wir halten noch an einigen mehr oder weniger mystischen Plätzen, erfahren von den Seelen der Vorfahren, die hier ihr Unwesen treiben, sehen ihre Versteinerungen und lassen uns wieder und wieder gefangen nehmen von der jetzt langsam unheimlich wirkenden Landschaft.
Schließlich haben wir es geschafft, nach mehr als drei Stunden holpernder Fahrt lädt uns unser Fahrer wieder beim Parkplatz ab. Gewisse Körperteile sind trotz gepolsterter Sitzflächen mehr oder weniger leicht in Mitleidenschaft gezogen, so dass wir nicht sofort wieder in ein Auto steigen wollen, erst mal muss für etwas Erholung gesorgt werden.
Wir genießen die letzten Minuten eines farbenprächtigen Sonnenuntergangs vom Visitor-Center aus und machen uns dann voll von Eindrücken, die wir erst noch verarbeiten müssen, auf den Weg zu unserem Motel in Mexican Hat, einem kleinen Kaff, dessen Name von einer Felsformation herrührt, die mit viel gutem Willen von bestimmten Punkten aus gesehen eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Sombrero aufweist.
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