Mutter-Kind-Kur Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Familienkur auf Schloss Rabenstein

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Sommer 1998 haben wir eine Familienkur gemacht, alleine hätte ich nicht fahren mögen, denn mein Mann hatte an dem Tod unseres Sohnes ebenso zu knabbern wie ich. Deshalb stand für mich fest, wenn Kur, dann wir alles zusammen, weil wir sie alle brauchten und verdient hatten. Geplat war diese Kur jedoch schon vor dem Tod unseres Sohnes, denn er war sehr krank und seine Pflegen anstrengend. Wir alle brauchten Luft zum atmen, dem Kleinen sollte dort natürlich auch geholfen werden, das war bei dem Antrag meine Hoffnung. Doch kaum war die Kur genehmig, das war unser Sohn tot, wir fuhren dann jedoch erst recht, hatten nun etwas anderes zu verarbeiten.

Die Kassen machten dabei mit, dank der Unterstüzung des Kurheimes und unseres Hausarztes. Sogar die Klinik hatten wir selber ausgesucht, war uns von der Kinderärztin empfohlen worden. Wir waren im Bayrischen Wald in der Klinik Schloss Rabenstein, von der ich sehr begeistert bin und wo ich gerne noch einmal eine Kur verbringen würde, derzeit würde es aber sicher auf Grund meiner Schwangerschaft abgelehnt werden, leider.

Da wir in Hamburg wohnen hatten wir eine recht lange Anfahrt, doch die war nicht so schlimm wie befürchtet, wir haben einen Zwischenstop bei meiner Schwägerin in Köln gemacht, was aber im Grunde ein recht großer Umweg war. Der offizielle Anreisetag war ein Dienstag. Wir wurden sehr nett und lieb empfangen, das Schloss war damals noch recht neu renoviert. Unsere Koffer wurde uns zu unseren Zimmer gebracht, die aber miteinander verbunden waren. Im Grunde war es eine kleine Wohnung, nur eben ohne Küche.

Das Badezimmer war zwar klein, doch es reichte vollkommen aus, es bestand aus einer Toilette, einem Waschbecken und einer Badewanne, die wir fast täglich nutzen. Der Wohnraum hatten vorne an einen Kleiderschrank, eine Wickelkommode mit Hängeregal und ein Bett. Dahinter kam dann eine kleine Sitzecke, ein Schreibtisch und ein Kühlschrank auf dem ein Fernseher stand, dieser eignete sich sehr gut, uns morgens zu wecken, denn wir hatten mal wieder unseren Wecker vergessen.

Es gab dann noch ein weiteres Schlafzimmer, wo zwei Betten und ein weitere Kleiderschrank standen. Die Betten standen zwar getrennt, aber sie wurden uns auf Wunsch zusammengestellt, so daß unsere Tochter dann ab und zu zwischen uns schlafen konnte.

Am ersten Tag war dann Treffen gegen späten Nachmittag und die Hausdame führte uns durch das Schloss, zeigte uns die Örtlichkeiten wie das Schwimmbad, die Sauna, den Waschraum wo sie die Waschmaschienen erklärte und den Plan wie man sich einträgt, wie auch die Zimmer der Ärzte und der Anwendungen. Danach ging es in den Speisesaal, von denen es im Schloss drei gibt. Wir wurden auf die Tische verteilt und gebeten, die Plätze auch so einzubehalten, da man sich ja Essen aussucht und es eben nach Plan an dem Platz serviert wird.

Morgens und Abends gab es Buffet wo sich jeder etwas nehmen konnte, es sei denn er hat eine Diät mitgemacht, dann gab es direkt etwas an den Platz. Mittags hatte man die Wahl zwischen drei Gerichten, was ich sehr gut fand. Auch für die Kinder stand einiges zur Wahl, die Kleinen konnten am Abend wie gewohnt ihren Brei bekommen, für Babys wurden die Flaschen zubereitet.

Am zweiten Tag ging es dann morgens nüchtern zum Blutabnehmen und wiegen, nach dem Frühstück gab es eine Vorstellungsrunde der Eltern und die Kinder konnten sich beschnuppern und die Kindergärtnerinnen kennenlernen. Anschließend kamen die gründlichen Utersuchungen durch die Klinkärzte und die Besprechnung des Therapieplanes. Am dritten Tag hatten wir Glück, es war ein Feiertag und somit konnten wir uns noch richtig erholen und im Wald spazieren gehen. Doch am Abend lagen dann die Kurpläne in unserem Fach, das man jeden Abend an der Rezeption leeren sollte, da sich auch schnell mal etwas am Plan ändern kann.

Wer glaubt, eine Kur wäre ein Urlaub, den die Kasse finanziert, der hat sich gewaltig geirrt, an Ausschlafen ist nicht zu denken, man hat ein volles Tagesprogramm das um 8.00 Uhr beginnt, aus diesem Grunde ist um 7.00 Uhr Frühstück angesagt, mit der Familie also wie immer um 6.00 Uhr aufstehen.
wir hatten volles Programm und kamen ganz schön in Streß, da zwischen den Anwendungen nur wenig Zeit war, besonders heftig, wenn man sich mit den Wegen noch zurechtfinden muß und von einem Teil des Schlosses in den anderen Teil mußte. Was ich aber genossen habe war, früh morgens Aquatraining und anschließend Massage, das tat richtig gut und war zum Glück nebeneinander. Doch ich hatte noch viele andere Anwendungen, z.B. Gordon Familientraining was ich sehr interssant fand, auch wenn es zum Teil einige Wunden bezüglich meines Sohnes aufgerissen hat, Autogenes Training, Gesprächsterapie, Fußreflexzonenmassage, Rückenschule, Qui Gong, Spaziergänge im Wald, mal alleine aber auch einmal die Woche mit den Kindern und natürlich Mutter und Kind Turnen. Jeden Motag mußte man in die Krankangymnastigabteilung und sich seine Bäder abholen, deswegen sind die Badezimmer mit Wannen ausgestattet.

Nicht nur wie Eltern gekamen Anwendungen, auch unsere Tochter, die bekam ebenso ihre wöchentlichen Bäder, wie auch Fußreflexmassagen, die kindgerecht gemacht wurden. Natürlich gehörten auch die Waldspaziergänge und das Mutter-Kindtrunen zur Terapie der Kinder, was ich sehr angenehm empfand. Auch meiner Tochter tat dies verdammt gut. Natürlich wurde auch sie gründlich untersucht, was ich beruhigend fand, da ich durch den Tod unseres Sohnes auch sehr viel Angst um sie hatte.

Auf der einen Seite ging es mir nicht gut, so weit weg von meiner Welt, mir fehlten die regelmäßigen Besuche am Grab meines Sohnes, doch es tat mir auch verdammt gut. Ich habe dort ein wenig gelernt, mit dem Tod meines Sohnes umzugehen, es nicht mehr als Strafe anzusehen. Vorallem habe ich wieder zu meiner Tochter gefunden, die ich zwar sehr liebe, aber mir auch zeigte, was ich mit meinem Sohn nie erleben würde, ich hatte ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber. Diese Gefühle konnte ich auf der Kur loslassen und ich fand wieder zu meiner Tochter, ebenso wie ich den Entschluß faßte, nach der Kur nicht Vollzeit arbeiten zu gehen, was für das Kind mit Sicherheit das Beste war, denn sie hatte unerwartet Probleme im Kindergarten zu bleiben, ihr fiel die Trennung von uns verdammt schwer.

Mit dem Wetter hatten wir nicht so viel Glück, es war recht kühl und regnete häufig, doch das machte nichts, wir konnten am Abend trotzdem draußen auf dem Spielplatz sitzen und die Kinder dort spielen sehen. An den Wochenende war frei und wir sahen uns die Gegend an, die sehr schön ist. Natürlich hatten wir dabei dann auch eine Menge Spaß, da man in der Nähe wunderbar auf einer Sommerrodelbahn fahren kann oder günstig einkaufen. Gegenüber des Schlosses war ein Glasbläser bei dem die Kurgäste die Möglichkeit haben, selber eine Kugel auszublasen, was eine sehr interessante Erfahrung ist.

Im Kurheim waren alle sehr nett zu uns, wir haben uns wirklich wohl gefühlt und unseren Schmerz ein wenig verarbeiten können. Nach einer Woche hatte unsere Tochter sich dann auch ein wenig im Kindergarten eingelebt und konnte die Zeit mit den anderen Kindern genießen.
In der Freizeit gab es die Möglichkeit, sich in der Kaffeeteria zu treffen, oder aber in der Malwerkstatt T-Shirts zu bemalen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Natürlich konnte auch das Schwimmbad jederzeit genutzt werden, ebenso wie auch die Sauna. Für die Kinder standen Babysitter zur Verfügung, doch die machten nur ihre Rundgänge auf dem Flur und holten dann die Eltern, wenn sie etwas in den Zimmern hörten. So wechselten mein Mann und ich uns mit den abendlichen Besuchen in der Kaffeteria oder im Schwimmbad ab, letzten Endes war unsere Tochter eh lange auf, da sie noch Mittagsschlaf machte, daß sie dann bei uns war und wir die Abende als Familie genießen konnten.

Richtig genossen habe ich die letzten beiden Wochen, wenn ich auch erst von einer Verlängerung nicht begeistert war, sollte es eine noch längere Trennung vom Grab meines Sohnes darstellen, wo war ich doch später froh, diese bekommen zu haben, denn drei Wochen reichen einfach nicht aus. Bis der Plan erstellt ist und man sich an die Örtlichkeiten gewöhnt hat. Man muß erst einmal seinen Rytmus finden und ist natürlich die ersten Tage gestreßt da alles neu ist. Nach der ersten Woche wäre ich am liebsten heim gefahren, doch die dritte und vierte Woche, die habe ich wirklich genossen und es hat mir eine Menge Erholung gebracht.

Fazit: Eine Kur kann wirklich sehr erholsam sein, auch wenn sie am Anfang eher Streß bedeutet, weil man sich eingewöhnen und an den neuen Tagesablauf gewöhnen muß. Auf der faulen Haut lieg man auf keinen Fall, trotzdem bekommt man eine Menge Entspannung, alleine beim Autogenentraining, den Massagen oder den Spaziergängen, dabei kann man wunderbar seine Gedanken baumeln lassen, wo sonst hat man im Alltag schon die Möglichkeit dazu.
Ich hoffe, bald wieder eine Kur machen zu können, und wenn es klappt, dann würde ich gerne wieder nach Zwiesel fahren. Der Weg ist zwar weit, doch dort kenne ich mich nun ein bisschen aus, weiß was mich erwatet und kann von Anfang an, die Kur genießen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-05-10 10:03:59 mit dem Titel Erholung für Mutter und Kind

Warum ich über dieses Thema schreibe:
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Eigentlich ganz einfach, bei mir wird es auch mal wieder Zeit für eine Mutter-Kind-Kur, denn meine letzte ist inzwischen fünf Jahre her und die hat mir sehr, sehr gut getan.
Doch manche sind von solchen Kuren noch immer voreingenommen und denken eher an alte Menschen, statt daran, daß man als Mutter ebenfalls eine solche Erholung braucht. Doch die Zeiten haben sich geändert, viele Mütter sind heute doppelt belastet, sie müssen Kinder, Haushalt und Job unter einen Hut bringen. Sicherlich gibt es ausreichend Hilfsmittel, wie z.B. Waschmaschiene und Geschirrspüler, die dieses erleichtern, trotzdem ist das Leben meiner Meinung nach in der heutigen Zeit viel, viel schwerer. Und das liegt daran, daß man einfach mehr tun muß, mehr Termnine einhalten muß, zumindest ist dies mein Problem. Früher lebten die Menschen in Großfamilien zusammen, wo man gemeinsam alle Arbeiten erledigt hat, da brauchten die Kinder keinen Kindergarten, um soziale Kontakte knüpfen zu können, sie hatten genug Familienmitglieder, die ihnen dies schon beigebracht haben, und voralle Tiere. Doch heute leben die meisten Familien anonym in ihrer Wohnung und müssen in Sportvereine etc. um überhaupt Kontakt zu anderen Menschen zu bekommen. Zwar tut dies gut, aber es bedeutet auch Stress, in erster Linie durch Zeitdruck, denn man lebt heute nur nach der Uhr und da tut eine Verschnaufpause sehr gut, auch wenn man bei der Kur ebenfalls nach der Uhr leben muß, denn eine Anwendung jagdt die andere, doch hier gewöhnt man sich gut dran und lernt dann nebenher, mit diesem Zeitdruck umzugehen. Außerdem kann man bei vielen der Behandlungen abschalten, was ich persönlich sehr wichtig finde.
Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut und die muß unbedingt erhalten werden, deswegen hat jeder einen Anspruch auf regelmäßige Kuren!!!

Wie sah meine Kur damals aus:
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Beantragt hatte ich meine Kur im Februar 1998, damals war mein Sohn schwer krank und das kostete meinem Mann und mich eine Menge nerven. So beantragte mein Mann ebenfalls ein Kur und wir konnten gemeinsam fahren.
Doch ich mußte für meine Kur stark kämpfen, denn mein Sohn starb im April 1998 und meine Krankenkasse meinte, nun bräuchte ich ja keine Kur mehr, doch mein Arzt bekam es durch daß ich im Juni 1998 mit meinem Mann und meiner damals knapp drei Jahre alten Tochter fahren konnte.

Um die Anfahrt muß man sich selber kümmern, die Kosten werden allerdings von der Krankenkasse ersetzt.

Gefahren sind wir nach Zwiesel, zur Klinik Schloss Rabenstein. Damit wir vor Ort auch ein bisschen beweglich waren, sind wir mit Auto gefahren, was natürlich von Hamburg aus eine enorme Strecke von einer Fahrtzeit über 8 Stunden bedeutete. Den Hinweg haben wir allerdings über Köln, wo meine Schwägerin wohnt genommen, so waren wir gegen späten Mittag in Zwiesel angekommen.
Ein bisschen skeptisch war ich damals immer noch, bei einer Kur dachte ich immer entweder an alte Menschen oder aber an Schicki-Micki Damen, ein bisschen schämte ich mich sogar, eine Kur zu machen. Doch glücklicher Weise war ich nicht alleine, ich hatte den Rest meiner Familie dabei und eine Nachbarin mit Freundin reiste ebenfalls an.

Der Anfang war für mich hart, die meisten Mütter hatten mindestens zwei Kinder dabei, und von einer kam dann sogar der Spruch, auch eine Möglichkeit, Familienurlaub zu machen. Ich wäre damals ehrlich gesagt lieber zu Hause gewesen, mit meinen zwei Kindern, doch ich sagte der Frau nicht, wie sehr ich sie beneidet habe, heute würde es das vielleicht tun, damals war nicht so weit.

Am ersten Tag gab es eine Führung, damit man das Haus kennen lernt, trotzdem dauerte es noch ein paar Tage, bis man wirklich jeden Raum kannte und sofort fand. Danach gab es Abendbrot und das war es. Es war also genug Zeit, die anderen Kurgäste kennenzulernen und sich einzugewöhnen, das Zimmer einzurichten.
Wir hatten insgesamt zwei Zimmer, ein Zimmer mit zwei Betten und einem Kleiderschrank, und ein Zimmer mit Sitzecke, Fernseher, kleinem Kühlschrank, einem Kleiderschrank und einem Bett. Außerdem noch ein Bad, mit einer Wanne, denn zur Kur gehören regelmäßige Bäder, die auf dem Zimmer eingenommen werden.

Gefrühstückt wurde immer sehr früh, denn eine Kur ist nun mal kein Urlaub und dann gab es den ersten Termin, eine Kennenlernrunde der neuen Kurgäste, die dann auch erzählten, warum sie überhaupt eine Kur machen. Aber es wurde hier auch niemand ausgelacht, der erklärte, daß er eine Kur macht, um sich vom Alltagsstress mit den Kindern zu erholen, im Gegenteil, jeder wurde dann akzeptiert. Und mein Mann war nicht der Einzige, es war auch ein Vater mit seinem Sohn angereist, der dann eine Vater-Kind-Kur machte.

Weiter ging es dann mit Untersuchungen beim Arzt, wo wir alle drei untersucht wurden, denn die Kasse von meinem Mann war so toll, daß auch meine Tochter kleine Anwendungen bekam, die ihr sehr gut getan haben. Hier wurde dann besprochen, was sich jeder von der Kur erhofft, und was es für Anwendungen geben wird. Nach diesem Gespräch gab es dann Mittag und am Nachmittag lagen die ersten Anwendungspläne vor.

Die Kinder wurden in einem sehr schönen Kindergarten betreut, die Betreuerinnen waren sehr nett und die Gruppen sinnvoll unterteilt. Vorallem ging man alles langsam an, so konnten sich dann die Kinder auch gut eingewöhnen. Anreise war am Dienstag, der erste Untersuchungstag am Mittwoch, wo die Kinder nur kurz im Kindergarten waren und ab Donnerstag ging es dann richtig los.
Meine Tochter fand den Kindergarten in den ersten Tagen super, war enttäuscht, wenn sie abgeholt wurde, doch nach einer Woche war sie es leid und machte Theater, was natürlich ein bisschen uns in unseren Anwendungen störte, doch auch das gab sich dann zum Glück wieder. Auch wurden die Kinder in die Anwendungen mit einbezogen, so gab es regelmäßig Wanderungen mit den Kindern oder aber Mutter und Kind Turnen, was meiner Tochter sehr gut gefiel.

Weitere Anwendungen, die ich bekommen hatte waren:

Aqua Training, was mir persönlich sehr gut gefallen, denn im Wasser werden die Gelenke gut geschont und man kann gut Fett abbauen,

Massagen, die immer gut tun,

Fußreflexmassagen,

Autogenes Training,

Qui Gong, das hat mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen, dazu bin ich nicht der Typ und das lange stehen in den Positionen kann ich einfach nicht, dabei wird mir Schwindelig und mein Kreislauf macht nicht mit. So hatte ich auch nicht das Gefühl, daß es mir etwas gebracht hat.

Ich bin regelmäßig zu Wanderungen in den Wald mit geschickt worden, was mir sehr gut getan hat. Ich liebe die Natur und frische Luft tut immer sehr gut, hier kann ich gut abschalten.

Dann habe ich an einem Training teilgenommmen, an dem Namen kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es galt eben zu Gunsten der Erziehung. Hier saßen wir in einer Runde und haben wirklich viel gelernt, so z.B. daß man seinem Kind sagen sollte: \"Ich möchte, daß du dein Zimmer jetzt aufräumst\" anstatt Räume bitte dein Zimmer auf. Die Botschaft käme besser an, was ich leider bei meinen Kindern nicht sagen kann, obwohl ich seit der Kur nur so mit meinen Kindern rede.

Zu guter Letzt gab es noch Gespräche mit einem Psyochologen, die meinem Mann und mir bei der Verarbeitung des Todes unseres Sohnes helfen sollte. Mein Mann und ich hatten einzelne Gespräche und wenn wir uns dann darüber unterhilten, dann kam es uns schon merkwürdig vor, denn er hat uns zu unterschiedlichen Dingen geraten. Angetan war ich von dem Psychologen nicht, aber zu Hause hatte ich eine sehr gut Therapeutin, die mir geholfen hat.

Trotzdem war die Kur für mich sehr, sehr hilfreich, denn nach dem Tod meines Sohnes, zwei Monate vor der Kur, ging für mich die Welt unter. Ich hatte keine Kraft mehr und eigentlich auch keinen Lebenswillen. Vorallem wußte ich nicht, wie ich mit meiner Tochter umgehen sollte, denn alles was mir mit und an ihr Freude machte, tat mir gleichzeitig weh, denn mir war klar, daß ich diese schönen Dinge mit meinem Sohn niemals erleben werde. Und so hatte ich mich ein bisschen von meiner Tochter zurückgezogen, um diesen Schmerz nicht zu spüren.
Durch die Kur habe ich wieder Lebensfreude gefunden, habe meine schwarze Kleidung abgelegt und wieder normale Sachen getragen und viel Zeit mit meiner Tochter verbracht, was ich dann auch wieder genießen konnte, ohne den heftigen Schmerz und zum Teil auch ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber zu spüren.

Am Wochenende hat man auf einer Kur immer frei, so konnten wir dann einige Ausflüge in der Umgebung unternehmen. Die der gesamten Familie Spaß gemacht haben, so haben wir dann doch ein bisschen Urlaub auf der Kur machen können, doch man soll sich ja auch erholen können.

Das Essen war sehr gut, zwar gab es Diät, doch trotzdem war das Essen sehr schmackhaft und ich wurde auch richtig satt. Mein Mann bekam normale Kost und das reichte ihm nicht aus, er brauchte regelmäßig Nachschlag.
Für die Kinder gab es extra Kinderteller, die kindgerecht angerichtet waren, und so aß auch meine Tochter sehr gut. Jeder hatte seinen festen Platz, so wußten die Mitarbeiter immer, wo sie das Essen hinstellen müssen. Kleine Kinder hatten ihren Hochstuhl, auf dem sie gut sitzen konnten und bei Bedarf wurfe Brei gekocht. Flaschennahrung mußte selber hergestellt werden, allerdings wurden die Flaschen in der Küche gereinigt und man bekam abgekochtes Wasser.

Zwischendurch gab es immer wieder ärztliche Untersuchungen, auch für Notfällt waren die Ärzte immer zur Stelle, gerade die Kinder wurden leider alle krank, was aber auf einer Mutter-Kind-Kur leider immer eintreten soll. Die Behandlung war sehr gut und die Ärzte kamen mit den Kindern sehr gut zurecht.

Vor der Tür des Kurhauses war ein sehr schöner Spielplatz, auf dem die Kinder sich am Abend gut austoben konnten, so saßen wir dann nach dem Abendessen oft noch vor der Tür des Kurhauses und die spielten auf dem Spielplatz, bis sie dann ihr abendliches Bad nehmen mußten und dann ins Bett.

Natürlich ist eine Kur nicht kostenfrei, ich habe damals DM 17,50 pro Tag zahlen müssen, mein Mann DM 25,--. Meine Tochter konnte kostenfrei mitfahren. Die Gesamtkosten konnten wir dann von der Steuer absetzen, so daß man die Kosten tragen kann, denn man wird ja auch komplett verpflegt. D.h. es gibt Frühstück, Mittag und Abendbrot. Für Zwischenmahlzeiten, wie extra Getränke muß man selber sorgen. Selter durfte man so viel trinken, wie man wollte und auch mit auf das Zimmer nehmen.

Da wir insgesamt vier Wochen zur Kur waren, fiel natürlich einiges an Wäsche an, doch die mußte ich nicht schmutzig mit nach Hause nehmen, es gab eine Waschmöglichkeit, die ich regelmäßig genutzt habe, so muß man nicht zu viel Kleidung mitnehmen.

Fazit:
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Mir hat meine Kur sehr gut gefallen, ich habe mich damals gut erholt, ebenso mein Mann und auch meine Tochter. Für unsere Familie war diese Kur besonders wichtig.
Doch auch derzeit würde ich gerne noch einmal zur Kur fahren, unser Bau hat mich ganz schön geschafft, ebenso meine drei Mäuse. Auch kann ich jeder Mutter, die sich reif für eine Kur fühlt, empfehlen eine beim Arzt einzureichen, ein Anrecht hat jeder darauf und unsere Gesundheit ist unser wichtigstes Gut.

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