Johnson & Johnson Nicorette Nicotin Kaugummi 2mg Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Wirkung:
- Verträglichkeit:
- Nebenwirkungen:
- Packungsbeilage:
Erfahrungsbericht von BlueYankee
Nicht nur kauen, auch wollen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es war nicht etwa die pure Vernunft oder gar der Gedanke an meine Mitmenschen, die mich zu dem Entschluss brachten, mit dem Rauchen aufzuhören. Nein, wer soviel Selbstlosigkeit von mir erwartet hatte, den muß ich bereits jetzt bitter enttäuschen. Es war vielmehr die Raffsucht unserer Regierung und deren Ankündigung, Zigarettenpreise mal wieder zu erhöhen, die in mir den lang verlustig geglaubten Willen erweckten: Schluß damit!
Ich rauche seit gut und gerne 12 Jahren. Nein, entschuldigung, ich muß die Vergangenheitsform noch üben: Ich rauchte. Eines kalten Morgens im Januar beschloss ich, die Qualmerei dranzugeben. Ich beschloss gleichzeitig, das mit der reinen Willenskraft zu schaffen und jeder Raucher wird bedächtig den Kopf wiegen, wenn er das liest. Ich gebe es zu: Das konnte nicht gutgehen. Nach etwa zwei Tagen war ich bereit, zum Axtmörder zu werden, wenn ich dadurch Zugang zu einer Zigarette hätte bekommen können. Ich hatte allerdings gerade keine Axt zur Hand, dafür aber eine Apotheke in Fußnähe, in der ich Nicorette Nikotinkaugummis erstand. Mit 7,50 Euro Verkaufspreis für eine Packung von 30 Kaugummis nicht gerade zum Schleuderpreis, aber einen Versuch war\'s wert.
Nachdem ich mich durch die mehrseitige Gebrauchsanleitung durchgelesen hatte (ja,tatsächlich, mit einer Anleitung zum richtigen Kauen), war ich um die Information reicher, dass ein Kaugummi 10 mg Nicotin-Polacrilin enthält, was wiederum 2 mg Nikotin entspricht. Um diesen Suchtstoff freizusetzen, kaut man gemächlich auf dem anfangs leicht (aber wirklich nur leicht) minzig schmeckenden Präparat herum, bis sich ein scharfer Geschmack bemerkbar macht. Man könnte durchaus glauben, dass man soeben die im Kaugummi versteckte Pfefferschote entdeckt hat, tatsächlich handelt es sich dabei aber um die Freisetzung des Nikotins. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, sollte man zu Kauen aufhören und das Ding in der Wange \"parken\", denn mit jedem Biss wird mehr Nikotin freigesetzt und glaubt\'s mir, das will man nicht. Denn erstens schmeckt das Zeug furchtbar und zweitens bekommt man ein Kratzen im Hals, als ob man die ganze Nacht durchgeraucht hätte. Wenn die Wirkung nachlässt, kaut man wieder ein wenig und so weiter. Vom Prinzip her also sogar für Nachwuchsraucher zu verstehen.
Die rein körperliche Sucht nach dem Nikotin kann man mit den Kaugummis tatsächlich prima stillen. Bei mir war es so, dass ich nach einer gewissen Zeit ohne Kippe fahrig, nervös und hektisch wurde; mit dem Kaugummi kommt die Ruhe dann zurück. Was man aber nicht unterschätzen darf, ist die psychische Abhängigkeit, die sich z.B. in dem Zwang darstellt, irgendwas mit den Händen anfangen zu wollen oder sich etwas in den Mund zu schieben. Hier muss man als williger Lehrling schon mitarbeiten und das ging in meinem Fall mit dem oben erwähnten starken Willen und Unmengen kleiner Süßigkeiten, etwa solche, die im Mund schmilzen und nicht in der Hand. Hat man diese Phase einmal überwunden, ist man tatsächlich auf dem besten Weg. Man sollte allerdings nicht den Empfehlungen des Herstellers folgen und sich jedesmal ein Kaugummi einwerfen, wenn man normalerweise rauchen würde. Ich würde stattdessen empfehlen, so lange zu warten, bis man UNBEDINGT rauchen will. Andernfalls ändert man nämlich nicht viel an seinen Gewohnheiten, außer der Tatsache, dass man kein Feuerzeug mehr braucht, um dem Körper Giftstoffe zuzuführen. Ich glaube, dass die \"Dosierungsanleitung\" des Nicorette-Herstellers, übrigens die Firma Pfizer, auch darauf abzielt, möglichst viele der Packungen zu erstehen, aber nicht unbedingt zielgerichtet zur Raucherentwöhnung ist.
Einen kleinen unangenehmen Nebeneffekt kann ich noch berichten: Nach den ersten paar Kaugummis bekam ich eine kleine Entzündung im Mundraum, die ich zwar nicht genau zuordnen kann, aber ich vermute, dass sie auf die direkte Nikotineinnahme zurückzuführen ist. Das allerdings nahm ich zum Anlass, noch weniger von den Dingern zu mir zu nehmen, was das Aufhören-Können beschleunigte. Nach einigen Tagen und nicht mal einer ganzen Kaugummipackung war ich schon so weit, dass ich mich selbst betrog, indem ich die Nicorette-Gummis klammheimlich und für mich selbst kaum sichtbar gegen Wrigley\'s Spearmint austauschte und auch das funktionierte. Ich habe heute zwar noch immer Nicorette-Kaugummis dabei, greife aber nur noch höchst selten darauf zurück. Der Prozess des Aufhörens dauerte bei mir etwa eine bis zwei Wochen und jetzt habe ich es (Selbsteinschätzungsmodus on) geschafft, ohne Glimmstengel zu leben (Selbsteinschätzungsmodus off).
Fazit: Wer wirklich ernsthaft aufhören will und bereit ist, Opfer zu erbringen, für den sind Nicorette Kaugummis tatsächlich eine gute Unterstützung. Ich glaube allerdings, dass man sich nicht zu stark und allein auf die Gummis verlassen darf, sondern dass man sie vielmehr zur Unterstützung nehmen sollte.
Wer sich das Ganze nochmal anschauen will: www.nicorette.de
Ich rauche seit gut und gerne 12 Jahren. Nein, entschuldigung, ich muß die Vergangenheitsform noch üben: Ich rauchte. Eines kalten Morgens im Januar beschloss ich, die Qualmerei dranzugeben. Ich beschloss gleichzeitig, das mit der reinen Willenskraft zu schaffen und jeder Raucher wird bedächtig den Kopf wiegen, wenn er das liest. Ich gebe es zu: Das konnte nicht gutgehen. Nach etwa zwei Tagen war ich bereit, zum Axtmörder zu werden, wenn ich dadurch Zugang zu einer Zigarette hätte bekommen können. Ich hatte allerdings gerade keine Axt zur Hand, dafür aber eine Apotheke in Fußnähe, in der ich Nicorette Nikotinkaugummis erstand. Mit 7,50 Euro Verkaufspreis für eine Packung von 30 Kaugummis nicht gerade zum Schleuderpreis, aber einen Versuch war\'s wert.
Nachdem ich mich durch die mehrseitige Gebrauchsanleitung durchgelesen hatte (ja,tatsächlich, mit einer Anleitung zum richtigen Kauen), war ich um die Information reicher, dass ein Kaugummi 10 mg Nicotin-Polacrilin enthält, was wiederum 2 mg Nikotin entspricht. Um diesen Suchtstoff freizusetzen, kaut man gemächlich auf dem anfangs leicht (aber wirklich nur leicht) minzig schmeckenden Präparat herum, bis sich ein scharfer Geschmack bemerkbar macht. Man könnte durchaus glauben, dass man soeben die im Kaugummi versteckte Pfefferschote entdeckt hat, tatsächlich handelt es sich dabei aber um die Freisetzung des Nikotins. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, sollte man zu Kauen aufhören und das Ding in der Wange \"parken\", denn mit jedem Biss wird mehr Nikotin freigesetzt und glaubt\'s mir, das will man nicht. Denn erstens schmeckt das Zeug furchtbar und zweitens bekommt man ein Kratzen im Hals, als ob man die ganze Nacht durchgeraucht hätte. Wenn die Wirkung nachlässt, kaut man wieder ein wenig und so weiter. Vom Prinzip her also sogar für Nachwuchsraucher zu verstehen.
Die rein körperliche Sucht nach dem Nikotin kann man mit den Kaugummis tatsächlich prima stillen. Bei mir war es so, dass ich nach einer gewissen Zeit ohne Kippe fahrig, nervös und hektisch wurde; mit dem Kaugummi kommt die Ruhe dann zurück. Was man aber nicht unterschätzen darf, ist die psychische Abhängigkeit, die sich z.B. in dem Zwang darstellt, irgendwas mit den Händen anfangen zu wollen oder sich etwas in den Mund zu schieben. Hier muss man als williger Lehrling schon mitarbeiten und das ging in meinem Fall mit dem oben erwähnten starken Willen und Unmengen kleiner Süßigkeiten, etwa solche, die im Mund schmilzen und nicht in der Hand. Hat man diese Phase einmal überwunden, ist man tatsächlich auf dem besten Weg. Man sollte allerdings nicht den Empfehlungen des Herstellers folgen und sich jedesmal ein Kaugummi einwerfen, wenn man normalerweise rauchen würde. Ich würde stattdessen empfehlen, so lange zu warten, bis man UNBEDINGT rauchen will. Andernfalls ändert man nämlich nicht viel an seinen Gewohnheiten, außer der Tatsache, dass man kein Feuerzeug mehr braucht, um dem Körper Giftstoffe zuzuführen. Ich glaube, dass die \"Dosierungsanleitung\" des Nicorette-Herstellers, übrigens die Firma Pfizer, auch darauf abzielt, möglichst viele der Packungen zu erstehen, aber nicht unbedingt zielgerichtet zur Raucherentwöhnung ist.
Einen kleinen unangenehmen Nebeneffekt kann ich noch berichten: Nach den ersten paar Kaugummis bekam ich eine kleine Entzündung im Mundraum, die ich zwar nicht genau zuordnen kann, aber ich vermute, dass sie auf die direkte Nikotineinnahme zurückzuführen ist. Das allerdings nahm ich zum Anlass, noch weniger von den Dingern zu mir zu nehmen, was das Aufhören-Können beschleunigte. Nach einigen Tagen und nicht mal einer ganzen Kaugummipackung war ich schon so weit, dass ich mich selbst betrog, indem ich die Nicorette-Gummis klammheimlich und für mich selbst kaum sichtbar gegen Wrigley\'s Spearmint austauschte und auch das funktionierte. Ich habe heute zwar noch immer Nicorette-Kaugummis dabei, greife aber nur noch höchst selten darauf zurück. Der Prozess des Aufhörens dauerte bei mir etwa eine bis zwei Wochen und jetzt habe ich es (Selbsteinschätzungsmodus on) geschafft, ohne Glimmstengel zu leben (Selbsteinschätzungsmodus off).
Fazit: Wer wirklich ernsthaft aufhören will und bereit ist, Opfer zu erbringen, für den sind Nicorette Kaugummis tatsächlich eine gute Unterstützung. Ich glaube allerdings, dass man sich nicht zu stark und allein auf die Gummis verlassen darf, sondern dass man sie vielmehr zur Unterstützung nehmen sollte.
Wer sich das Ganze nochmal anschauen will: www.nicorette.de
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