Nirvana - Nirvana Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von brutalitae

Nirvana - Nevermind

4
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  gut

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In so ziemlich jeder Hitliste der besten Alben aller Zeiten taucht Nirvanas `Nevermind` ganz oben auf. Und das nicht zu Unrecht. Denn mit dem 1991 erschienenen Album zeigte Kurt Cobain (R.I.P.) erstmals sein gesamtes Potential. Er kreierte mit seiner Band einen ganz neuen Stil, der bis heute unzählige Nachahmer gefunden hat: Grunge. Brettharte Gitarrenriffs treffen auf echte Melodien und bilden eine einzigartige Symbiose. Und genau das geschieht auf `Nevermind`. Durch den ersten Megahit `Smells Like Teen Spirit` wurde Cobain zum Idol einer ganzen Generation. Und für viele Kritiker überraschend, hielten die folgenden Singles `In Bloom` und `Come As You Are` das hohe Niveau. Und das tut die gesamte Scheibe. Doch diese CD trug auch zum Tod von Cobain bei, da er es nicht verstehen konnte, dass seine Musik plötzlich von der breiten Masse gehört wurde, obwohl sich die Texte ja eigentlich, wie schon am Cover zu sehen ist, gegen diese richtenn, sondern eger eine Ablehnung (...`A Denial`...) darstellen sollten. Außerdem ertrug er nicht ein Idol einer ganzen Generation zu sein. Aber das ist eine andere Geschichte...
Nach durchschnittlichem Start wurde `Nevermind` vor allem in den USA zum echten Megaseller. Bis heute wurde sie ca. 10 Millionen mal verkauft. Natürlich gab es auch Kritik: Einige Stimmen regten sich darüber auf, die nur aus vier Akkorden bestehenden Gitarrensounds als genial zu bezeichnen. Andere klagten über die Texte, die ihrer Ansicht nach ein 10-jähriger hätte schreiben können. Doch gerade diese Texte sind im Hinblick auf Cobains Selbstmord (1994) sehr interessant.
Die Songs: Der musikalische Aufbau ist maßgebend für den Grunge. Es werden abwechselnd ruhige und fast elegische, und dann wieder extrem kraftvolle und laute Passagen verwendet, wie schon am ersten Stück, `Smells Like Teen Spirit` zu erkennen ist. Es folgt `In Bloom`, ein sehr melodischer, aber auch harter Song, eine Protesthymmne gegen `Normalität`. Wurde schon vor den eigentlichen Aufnahmesessions aufgenommen. Anschließend grummelt einem der charakteristische Bass von `Come As You Are` entgegen. Dieser Track ist geprägt von seinem ruhigen Hintergrund und Cobains wütender Stimme (`...No, I Don`t Have A Gun...`). Durch eine markante Gitarrenspur zeichnet sich `Breed` aus. Schnell und ein Paradebeispiel für einen Grunge-Song. Das der Refrain vom folgenden `Lythium` lyrisch gesehen mit einem kritisch gesehen uninspirierten `Yeah, Yeah...` aufwartet, macht gar nichts. Denn der Track wirkt durch die Gitarren wirklich sehr gelungen, versprüht unglaubliche Kraft und hat die besten Lyrics der vielleicht gesamten Platte . Mit `Polly` steht die erste Ballade an. Der ruhige Text wird nur durch eine Akkustik- Gitarre unterstützt. Der Nirvana-Klassiker handelt vin Vergewaltigung. Danach das genaue Gegenteil: `Territorial Pissings` ist extrem wutgeladen und gitarrenlastig, einer der mitreissensten Songs. `Drain You` ist musikalisch ein Auf und Ab, mal ruhig, mal druckvoll, so wie eigentlich jeder Nirvana-Song. Wie bei Track 2 steht auch beim schnelleren `Lounge Act` der Bass im Vordergrund. Und zusammen mit Cobains emotionsgeladener Stimme gibt das eine explosive Mischung. `Stay Away` wartet mit weniger Melodie auf, dafür aber mit sehr charakteristischem (geklauten?) Gitarrenriff. `On A Plain` fehlt anders als die anderen Songs die richtigen Stimmungswandel, dafür aber sehr eingängiges Stück, was zweifelsohne ein Highlight darstellt. Zum (offiziellen) Schluss gibt’s mit `Something In The Way` nochmal eine Ballade, in der kaum Gitarren vorkommen. Der Hidden-Track ist anschließend sehr experimentell. Cobain schreit nur, so dass es sich wie bei einer Probe anhört.
Fazit: Jeder der es besitzt wird mir zustimmen: `Nevermind` ist ein Stück Musikgeschichte`. Ein Meilenstein der neue, bis heute unerreichte Standards setzte. Wer es noch nicht besitzt, der verpasst etwas.

6 Bewertungen