Nokia 5110 Testbericht

Nokia-5110-mit-vertrag
ab 37,08
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Ausstattung:  gut

Erfahrungsbericht von loope

Gutes Handy zum kleinen Preis!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einleitende Worte:
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Eigentlich gehört das Nokia 5110 inzwischen schon zum alten Eisen, und außer im Rahmen von Prepaid-Paketen gibt es dieses Handy eigentlich gar nicht mehr richtig zu kaufen.
Doch gerade in diesem Bereich gehört es zu den beliebtesten Handies, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, daß es z.B. von D2 in einem Paket günstig zusammen mit der „CallYa“-Karte, einer Prepaid-Telefonkarte, für 129,- DM angeboten wird.

Das Äußere:
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Vom Aussehen her sieht das 5110 heutzutage zwar schon etwas altbacken aus (im Vergleich zu moderneren Handies wie dem Nokia 6210 oder dem Siemens SL 45, siehe auch meine Meinung zu diesen Handies, die man hier auch lesen kann), aber dies ist keineswegs ein Nachteil, denn dadurch, daß das Handy auch etwas größer ist (es wiegt übrigens ca. 170 Gramm, wobei dies auch vom Akku abhängt), liegt es gut in der Hand, und man vertippt sich nicht bei den Tasten, was z.B. in Sachen SMS ein deutlicher Pluspunkt ist.
Das Display besteht aus fünf Zeilen, wobei eine Zeile für die Menüführung vorgesehen ist. Die Zeichen werden auf dem Display gut angezeigt, und dank der guten Hintergrundbeleuchtung kann man auch im Dunkeln alles gut lesen. Hier ist das 5110 auch besser als neuere Handies, wie z.B. dem Nokia 6210 (siehe meine Meinung zum Nokia 6210) – oder aber mein Nokia 6210 hat ein kleines Hardware-Problem.
Im Display selbst wird das Betreiberlogo (T-D1 oder D2) angezeigt, wobei es hier auch möglich ist, ein alternatives Logo zu benutzen, da das Display voll grafikfähig ist. Leider jedoch nicht so grafikfähig wie die neueren Nokia-Displays die auch Bildmitteilungen anzeigen können.

Zentrales Bedienungselement ist die sogenannte Navikey-Taste, deren genaue Funktion das jeweilige Menü im Display vorgibt. Da es neben der Navikey-Taste nur noch eine C(ancel)-Taste und zwei Pfeiltasten (z.B. zum Navigieren innerhalb des Telefonverzeichnisses) gibt ist dieses Handy leicht zu bedienen und dadurch für Einsteiger sehr empfehlenswert.

Innere Werte:
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Folgende Eigenschaften bzw. Menüs bietet das Nokia 5110:

Telefonverzeichnis: Leider kann das Nokia 5110 selber keine Telefonnummern abspeichern, sprich es hat keinen internen Speicher dafür, so daß man nur auf der SIM-Karte die Einträge abspeichern kann. Bei den meisten SIM-Karten hat man insgesamt Platz für 100 Einträge im Telefonbuch, was eigentlich auch ausreichen sollte. Leider kann man jedoch den Verzeichnis-Einträgen nur begrenzt Namen zuordnen, denn schon nach nur 16 Zeichen ist Schluß, und manche lange Namen kann man so kaum eingeben – geschweige denn zusätzliche Infos wie z.B. „Vorname Nachname HANDY/PRIVAT/FIRMA“. Den Tasten 2 bis 9 kann man einen Eintrag zuordnen, so daß man diese Einträge durch einfaches Drücken (ca. 2 sec) der jeweiligen Taste anwählen kann ohne den Eintrag langwierig im Telefonbuch zu suchen. Unter der 1 erreicht man übrigens üblicherweise die mobile Mailbox.

SMS: Anfangs als „Abfallprodukt“ des GSM-Systems vor allem für die Benachrichtigungen von der Mailbox genutzt, werden die Kurzmitteilungen inzwischen vor allem zur schnellen mobilen Kommunikation genutzt, und die Netzbetreiber verdienen sich daran eine goldene Nase. Leider bietet das 5110 nicht die neue T9-Eingabehilfe für Kurzmitteilungen an, so daß man zum Schreiben einzelner Nachrichten etwas länger braucht als wenn man T9 benutzt. Dank des vierzeiligen Displays ist das Lesen der einzelnen SMS recht komfortabel, und insgesamt werden ca. 10 Nachrichten auf den handelsüblichen SIM-Karten gespeichert.

Anruflisten: Wenn man das Handy angeschaltet hat, aber nicht auf Anrufe reagiert (z.B. weil man es auf „lautlos“ eingestellt hat) werden hier u.a. die angekommenden und nicht beantworteten Anrufe aufgelistet. Wenn der jeweilige Anrufer seine Rufnummern-Übermittlung nicht deaktiviert hat wird die Nummer auch angezeigt, und wenn die Nummer im Verzeichnis enthalten ist wird auch gleich der Name mit angezeigt.
Doch auch die letzten acht vorgenommenen Anrufe und die letzten angenommenen Anrufe werden in diesem Menü angezeigt. Außerdem läßt sich hier auch die Dauer der Anrufe anzeigen (erschreckend wie lange vermeintlich kurze Anrufe dauern).

Einstellungen: Hier kann man alles mögliche einstellen was mit dem Handy zu tun hat, ob nun die Telefonnummer übermittelt wird, welche Sprache das Handy benutzt (Suomi aka Finnisch ist schön...), ob die PIN-Abfrage beim Einschalten aktiviert ist oder nicht usw. Übrigens: Gerade letzteres sollte man unbedingt aktiviert lassen, denn das wird in vielen AGBs der Netzbetreiber gefordert – und die hat man ja als Kunde unterschrieben und damit auch akzeptiert...

Rufumleitung: Wenn man Anrufe auf andere Nummern umleiten möchte (z.B. wenn man gerade selber spricht und es für den Anrufer somit besetzt ist, oder wenn man nach einer gewissen Zeit nicht abhebt) ist dieses Menü dafür da.

Taschenrechner: Nicht mehr als die üblichen vier Grundrechenarten beherrscht der Rechner (neben einer Währungsumrechnung), doch ist der Taschenrechner nützlicher als man denkt, denn oft reichen auch dessen an sich beschränkte Möglichkeiten um mal eben was wichtiges auszurechnen, wenn man keinen normalen Rechner zur Verfügung hat und der interne Rechner (vulgo „das Kopfrechnen“) streikt...

Uhr: Eine ganz und gar nicht unwichtige Funktion ist die interne Uhr des 5110, die im Display oben rechts die aktuelle Uhrzeit anzeigt – wenn man sie vorher natürlich richtig eingestellt hat. Zusätzlich gibt es auch eine Wecker-Funktion, die zum festgelegten Zeitpunkt den Handy-Nutzer lautstark auf sich aufmerksam macht. Dabei wird der Klingelton immer lauter und nervt am Ende so sehr, daß man schon freiwillig aufsteht um das nervige Piepen abzustellen. Positiv ist es auch, daß der Wecker auch bei eigentlich ausgeschaltetem Handy funktioniert – so lange der Akku noch Saft hat. Schade nur, daß man nur die Uhrzeit und kein Datum einstellen kann, so daß der Wecker nur innerhalb der nächsten 24 Stunden nutzbar ist.

Töne und Klänge: 30 verschiedene Klingeltöne bietet das Nokia 5110 und damit dürfte eigentlich für jeden Geschmack was dabei sein, auch wenn einige der Klingeltöne meiner Meinung nach indiskutabel sind. Schade auch, daß solche Melodien wie Happy Birthday und Jingle Bells fehlen, die zumindestens beim Nokia 3210 enthalten sind. Schade auch, daß das Nokia 5110 nicht in der Lage ist neue Klingeltöne via SMS zu empfangen.
Für Kurzmitteilungen gibt es jedoch leider keine verschiedenen Klingeltöne, sondern nur ein paar wenige Signaltöne, und wenn in einem Umfeld mehrere Nokia-Handies vorhanden sind, und dann ein SMS-Ton ertönt schauen fast alle erstmal nach, ob die SMS beim eigenen Handy angekommen ist. Dies geschieht bei Klingeltönen eher weniger, denn hier kann man ja seinen favorisierten Klingelton einstellen.
Sicherlich positiv ist auch noch, daß man alle Töne in der Lautstärke regulieren kann und mittels der Funktion „Lautlos“ auch komplett deaktivieren kann.

Spiele: Sicherlich nicht die wichtigste Funktion bei einem Handy sind die beigelegten Spiele, doch gehören laut Untersuchungen die eingebauten Spiele bei vielen Handy-Nutzern zu den meistgenutzten Funktionen. Insgesamt drei Spiele gibt es im Nokia 5110, und eigentlich ist nur Snake (welches alten DOS-Nutzern eventuell als Nibbles von QBasic bekannt sein könnte) einigermaßen empfehlenswert.

Weitere wichtige Eigenschaften des Nokia 5110:

Mitgeliefert wird ein NiMh-Akku (also ein Akku mit sogenanntem Memory-Effekt, so daß man den Akku nur dann aufladen sollte wenn er zuvor komplett entladen wurde), der eine große Standby-Zeit besitzt (mehrere Tage) und Gespräche von mehreren Stunden ermöglicht. Statt dem mitgelieferten Akku können auch weitere benutzt werden, so z.B. ein LiIon-Akku (wo es keinen Memory-Effekt mehr gibt) oder einen Akku mit eingebauten Vibrationsalarm.
Wenn man den Akku öfters wechselt (falls man z.B. einen Ersatzakku besitzt) gibt es bei manchen Geräten nach einiger Zeit Probleme, denn nach einiger Zeit lockert sich der Akku ein wenig und wackelt am Gerät herum.
Das Nokia 5110 funkt leider nur im GSM-Bereich von 900 MHz, ist also nur für die D-Netze geeignet (wiewohl manche D-Netze teilweise auch schon Frequenzen im 1800 MHz-Bereich nutzen).
Wer jedoch als ePlus-Nutzer dieses Handy haben will kann sich die GSM 1800 MHz-Variante namens Nokia 5130 holen. Für Interkom-Nutzer wäre das Nokia 5130 an sich auch nützlich, aber aufgrund der Kooperation von Interkom mit D1 sollten Interkom-Nutzer auf jeden Fall ein Dualband-Handy kaufen welches sowohl im 900 als auch im 1800 MHz-Bereich funktioniert.
Das schwarze Cover des Handies kann man durch andere farbenfrohe Cover austauschen, wobei ich hier den Tip gebe, daß man nur Original-Nokia-Cover nutzen sollte, denn bei manchen „Nachbauten“ paßt das Cover nicht wirklich auf das Handy drauf und behindert einige Tasten.

Fazit:

Auch wenn das Nokia 5110 sicherlich nicht die „state of the art“-Funktionen neuerer Handies (T9-Texterkennung, Bildmitteilungen, empfangbare Klingeltöne, Infrarot-Verbindung etc.p.) hat erfüllt das 5110 seine Zwecke.
Es ist vor allem für Einsteiger ein gutes Handy, denn es ist – wie eigentlich bei Nokia üblich – sehr einfach zu bedienen und Leute die sich mit Handies an sich nicht auskennen, dürften mit diesem Handy deutlich einfacher umgehen können als mit manchen Geräten von Mitbewerbern wie z.B. von Motorala... *grins*
Die normalen Handy-Funktionen wie das Telefonbuch, die SMS-Funktionen usw.usf. sind in diesem Handy gut realisiert worden und es gibt eigentlich in diesen Bereichen keine Fehler des Handies, so daß es für „Anfänger“ und Einsteiger zu empfehlen ist, während ich „Profi-Nutzern“ doch neuere Modelle des Hauses Nokia empfehlen würde.

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Stefanl8

    05.07.2002, 12:13 Uhr von Stefanl8
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht, Gruß Stefan