Jenapharm Petibelle Testbericht

Jenapharm-petibelle
ab 6,57
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Summe aller Bewertungen
  • Verträglichkeit:  sehr gut
  • Nebenwirkungen:  eher viele
  • Packungsbeilage:  sehr gut verständlich

Erfahrungsbericht von exilmama

Eigentlich prima verträglich, eigentlich...

Pro:

keine Gewichtszunahme, gute Haut und Stimmung

Kontra:

kann starke Migräne auslösen

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich mein Leid über die Antibabypille Valette geklagt habe, berichte ich heute über ihren Vorgänger, die Mikropille Petibelle von jenapharm. Erhältlich ist das gute Stück auf Privatrezept und kostet dann ca. 32€ für 3 Monate. Relativ teuer im Vergleich zu ähnlichen Pillem, aber letztlich geht es um ein entscheidendes Thema in der Lebensplanung, und dafür ist es mir nicht zu teuer.

Ich nahm das Präparat, welches eine Mikropille ist und aus 21 Tabletten für einen Zyklus à 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 3 mg Drospirenon besteht, etwa ein halbes Jahr ein und mußte sie dann leider absetzen, aber dazu später.

WIE KAM ICH ZUR PETIBELLE :
Ich hatte vor ungefähr 15 Jahren aufgehört hormonell zu verhüten, weil ich die damalig auf dem Markt gewesenen Pillen einfach nicht vertrug. Entweder ging ich auf wie ein Hefekuchen, oder ich bekam Depressionen, oder Kopfschmerzen, oder gleich alles auf einmal, und irgendwann sagte ich mit meinen damals Anfang 20 : das kann es ja wohl nicht sein, ich mach das nicht mehr mit, jetzt kommen mal die Kerle dran, bzw. ich versuch es mit mechanischen Barrieren ( er - Kondom und/oder ich - Diaphragma ).
Funktionierte auch prima, es gibt ja praktisch keine Nebenwirkungen, außer den gelegentlich auftretenden, nervenzerreißenden Wartephasen auf die Monatsblutung.....und das wurde mir dann im Laufe der Jahre zu blöd, ich ließ mir sagn, das die Forschung in den letzten Jahren laufend besser verträgliche Pillen auf den Markt gebracht hat, und so entschloß ich mich, es zu probieren. Mein Schlüsselerlebnis war allerdings ein \"Ausrutscher\" und das nötig werdende anwenden der \"Pille danach\".....


BEIM FRAUENARZT :
Etwas mulmig war mir schon, hatte ich doch die Nebenwirkungen von vor 15 Jahren im Kopf. Aber trotzdem war ich wild entschlossen, hatte ich doch einfach die Schnauze voll vom ewigen rummachen mit dem Diaphragma. ( mit dem ich im übrigen prima zurecht kam, mal abgesehen vom \"Ausrutscher\" )

Gut, nachdem die Beweggründe geklärt waren, und er sich vergewisserte, das ich wirklich nur wenig rauche ( rauchen und Pille ist gaaaaanz schlecht, erhöht z. B. die Thrombosegefahr immens ), verschrieb er mir petibelle, nicht zuletzt da ich schon leicht zu Übergewicht neige, und die petibelle als positive Nebenwirkung hat, das sie Wassereinlagerungen im Körper entgegenwirkt.


DIE ANWENDUNG :
Wie üblich nimmt man täglich eine Pille mit einer Karrenzzeit von 12 Stunden, was besonders für Frauen mit etwas unregelmäßigem Lebensrhytmus, z. B. wie bei mir durch Schichtdienst, sehr hilfreich ist.
Ich war schon extrem gespannt, wie sich die Pille auf mich auswirken würde, und anfangs fühlte ich mich auch fast euphorisch....ich nahm ein wenig ab, mein Hautbild verbesserte sich, meine Stimmung war total gut....kurzum ich fühlte mich schön und energiegeladen.


DIE NEBENWIRKUNGEN :
Bis zur ersten pillenfreien Phase, wo meine Stimmung schlagartig abfiel, und ich von einem zweitägigen, quälenden Migräneanfall attackiert wurde...
Na, ich dachte mir das Streß vielleicht die Ursache sei, da neige ich eh schon immer zu Migräne, und wollte mich nicht entmutigen lassen. Leider stellte sich die Migräne in jeder pillenfreien Phase ein ( in der auch die Periode stattfindet ), ich konnte schon regelrecht meine Uhr danach stellen, und war jedesmal 2 Tage arbeitsunfähig!!!!!!!!
Mein Frust wurde immer größer, die schlimmen Schmerzen waren mit nichts zu bekämpfen. Ich konnte und wollte mich auch nicht ständig mit Schmerzmitteln vollpumpen.
Mein Arzt erklärte mir, das die Migräneanfälle wahrscheinlich dadurch ausgelöst werden, das in der einnahmefreien Zeit ein starker Östrogenabfall im Körper stattfindet der die Anfälle auslöst. Also versuchten wir es mit einem Östrogenpflaster aufzufangen, aber auch das brachte keine Erleichterung.

Schweren Herzens mußte ich die Petibelle absetzen, denn eigentlich ging es mir ja ganz gut damit, hatte auch angenehme Nebenwirkungen das Ding, aber es hatte einfach keinen Zweck.
Ich wechselte auf anraten meines Arztes zu Valette, was aber die völlige Katastrophe war. ( Nachzulesen in meinem Bericht \" Oh Schmerz laß nach ...\" ).

Nun bin ich inzwischen bei Cerazette gelandet, welches ein Gestagen-Präparat ist, ohne pillenfreie Zeit und somit auch ohne Hormanabfall zur Periodenzeit. Noch komme ich gut damit zurecht, keine Kopfschmerzen mehr....endlich.
Aber diese Pille ist wieder einen eigenen Bericht wert.

MEIN FAZIT :
Wie schon von einigen anderen Schreiberinnen geschrieben gibt es eigentlich nur ein Fazit.....:
Jede Frau reagiert anders auf die Pille , sodaß auch jede für sich herausfinden muß, welche ihr am besten bekommt.
Ich fand die Petibelle eigentlich empfehlenswert, wenn nicht die starke Migräne wäre...

Also liebe Frauen, nicht den Mut verlieren und weiter wacker rumprobieren....!

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