Peugeot 206 Testbericht

Peugeot-206
Abbildung beispielhaft
ab 41,84
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von JSo75

Der Kleine bringt wirklich Sonne ins Herz

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Kleine bringt wirklich Sonne ins Herz

Im Sommer hatte es nun ein Ende mit unserem guten alten Passat. Ein wenig wehmütig war uns schon ums Herz, als der nun von unserem Hof rollte, um einem neuen Besitzer treue Dienste zu erweisen. Ende Juli kam dann endlich der ersehnte Anruf des Peugeot-Händlers mit der Nachricht, dass unser Peugeot 206 CC bei ihm eingetroffen wäre und wir ihn nun abholen könnten. So hatten wir immerhin in diesem Jahr noch etliche Tage, in denen wir das Dach verschwinden lassen konnten.

Zuerst ein paar technische Details über den Kleinen:
Wir haben uns für den Peugeot 206 CC Platinum 110 mit dem 1.6 Liter-Benzinmotor und Schaltgetriebe entschieden. Die Daten haben wir, wie folgt, einfach aus dem Prospekt, bzw. dem Fahrzeugschein entnommen:

109 PS / 80 kW, 1587 ccm Hubraum, Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h (fährt aber schneller), Länge / Breite / Höhe: 3,84 m / 1,67 m / 1,37 m, Leergewicht: 1170 KG

Die Ausstattung des Platinum-Paketes ist äußerst umfangreich. Hier eine Aufstellung in Stichworten:

Servolenkung, ABS, Scheibenbremsen vorne und hinten, 4 Airbags, beheizbare Ledersitze, Lederlenkrad, CD-Radio mit Fernbedienung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaautomatik, Bordcomputer, Regensensor, Dämmerungssensor, Ölstandsanzeige beim Start, Nebelscheinwerfer, beiheizte Scheinwerferwaschanlage, Alufelgen, Alu-Fußleisten, Alu-Pedale, Alu-Schaltknauf, Metallic-Lackierung.

Unsere Erfahrungen in der letzten Zeit:

Der Peugeot 206 CC ist ein kleines, handliches Fahrzeug. Allerdings ist er nicht sonderlich wendig, was das Wenden auf kleines Straßen, etc., betrifft. Wir haben leider keine konkrete Meterangabe für den Wendekreis, aber von „Vergleichswerten“ unseres Opel Astra können wir sagen, dass dieser weniger Platz benötigt, um die Kurve zu kriegen. Ehrlicherweise müssen wir uns aber fragen, wozu man auf Landstraßen oder besser noch auf Alleen kleine Wendekreise benötigt. J Sollte man trotzdem mal anecken, so ist das nicht ganz so tragisch, da der Peugeot schwarze Kunststoff-Stoßfänger hat.
Ansonsten ist das Auto ziemlich spritzig, hängt gut am Gas. Man muß keinerlei Sorgen haben, wenn man mal überholen will. Was der Kleine aber nicht mag, ist untertouriges Fahren, erst ab ca. 1800 Umdrehungen hört das Brummen auf. Das bedeutet für den Stadtverkehr max. 4. Gang.
Die Bremsen sind im positiven Sinne gewöhnungsbedürftig – man muß sich schon daran gewöhnen, dass sie hart reagieren, wenn man mal etwas kräftiger drauftritt.
Im Fahrbetrieb mussten wir aber auch negative Seiten erfahren. Zum einen ist die Schaltung ein wenig hakelig. Die Hupe könnte sich besser bedienen lassen – im Dreispeichenlenkrad hat man nur zwei kleine Schalter, die nicht immer schnell reagieren, wenn es darauf ankommt.

Während der sonnigen Tage (lang ist es her) hatten wir eine ganze Menge Spaß, offen mit dem Peugeot durch die Gegend zu fahren. Uns als Neu-Cabrioaner kam eine ganz neue Erfahrung daher: Man muß mächtig Ordnung im Auto halten, herumliegende Sachen sind zum einen ziemlich nervig, wenn man den Wagen mal offen stehen lassen will. Zum anderen sind Tankbelege und ähnliches bei der Fahrt relativ schnell weggeflogen. Gleichzeitig schränkt man sich ohne Dach über dem Kopf auch im Kofferraum kräftig ein. Damit man nicht vergisst, dass doch noch Ladung an Bord ist, die das Dach beschädigen könnte, muß man vor Öffnen und Versenken des Daches im Kofferraum eine Abdeckung spannen. In den Befestigungen befinden sich Kontakte, die, wenn sie nicht aktiviert sind, ein Öffnen des Verdecks nicht ermöglichen. Nichtsdestotrotz kann man auch offen noch problemlos zu zweit für ein langes Wochenende wegfahren, denn das Kofferraumvolumen langt dann immer noch für ein paar Reisetaschen.
Und so ganz nebenbei – die Technik des Daches ist mal von Peugeot erfunden worden und 1938 schon mal im Peugeot Eclipse eingebaut gewesen. Also SLK-Fahrer, Ihr ward nicht die Ersten!!!

Der Innenraum ist äußerst harmonisch gestaltet (finden wir zumindest). Wir haben uns für anthrazit-farbene Ledersitze entschieden. In den Ausstattungspaketen können die Sitze auch zweifarbig bestellt werden (z.B. schwarz mit rot). Leder findet man auch auf dem Lenkrad und in den Türverkleidungen wieder. Die Sitze sind fest und haben einen guten Seitenhalt. Auf der hinteren Sitzbank sind Sicherheitsgurte für weitere zwei Personen angebracht. Es ist besser, sie werden nie benutzt. Wir haben es ausprobiert, aber dabei saßen 4 unzufriedene Menschen in diesem Wagen. Trotzdem kann der 206 CC später auch als Familienauto genutzt werden – zumindest für Mutter und Kind. Die Beifahrerairbags sind einfach per Zündschlüssel zu deaktivieren. Das ist bei vielen Fahrzeugen absolut nicht möglich.
Der Armaturenträger ist mit Kunststoff überzogen – immerhin pflegeleicht. Genau wie die Pedalen und die Türeinstiegsleisten ist der Schaltknauf ist aus Alu. Das ist dieser Tage allerdings nicht immer angenehm.

Last not least das leidige Thema, die Kosten:
Ganz einfach, der Neuwagenpreis: € 21.270,- (Gilt für das Platinum-Paket!)
In der Versicherung ist der Kleine aber plötzlich ganz groß. Typenklasse 16 in der Haftpflicht und 27 in der Vollkasko. Damit ist der Peugeot trotz Stahldach eines der teuersten Seriencabrios.
Steuerlich gibt es keine Vergünstigungen und so zahlt man ab Erstzulassung € 81,81 per anno.
Was die Werkstattkosten angeht, so haben wir damit noch keinerlei Erfahrung und können daher auch keine Preise angeben, da die Inspektionsintervalle bei 30.000 km liegen (nach 30.000 km Ölwechsel / nach 60.000 km große Inspektion). Bei Erfahrung wird nachgeliefert!

Fazit:
Wir haben es nicht bereut, den Schritt vom großen Kombi zum kleinen Spaßmobil zu gehen (immerhin gibt es ja noch ein praktisches Auto!). Das Peugeot 206 CC liefert eine Menge Spaß zu einem angemessenen Preis, ist vernünftig verarbeitet und überzeugt unter anderem auch durch die Menge an kleinen Details, die zeigt, dass man sich beim Entwurf des Wagens Gedanken gemacht hat. Jederzeit wieder.

Tut uns leid, wenn der Artikel ein wenig länger geworden ist, aber es gibt nun mal auch eine Menge über unseren neuen kleinen Freund zu berichten. Bis zum nächsten Mal, JSo75.

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