Peugeot 206 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2004
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von Seneca_X1
Klappfix à la francaise
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auf dem Weg zur rollenden Sonnenbank führt kein Weg am 206CC vorbei, wenn man Wert auf eine solide Dachkonstruktion bei gerade noch verträglichen Preisen legt. So begab es sich, dass auch dieses Auto zur Probefahrt herangenommen und ohne falsche Lobhudelei nun hier beschrieben werden soll.
Der erste Eindruck: ein aus nahezu jeder Perspektive gelungenes Fahrzeug, das mit seinen Limousinenkollegen nur wenig mehr als die Frontpartie gemein hat. Die Heckpartie wirkt eigenständig und findet sich so bei keinem anderen Cabrio auf dem Markt. Die beiden \"Bügel\" auf dem Kofferdeckel sind mehr als nur Designspielerei, denn an ihnen kann ein Kofferaufsatz befestigt werden, der die Ladekapazität des Cabrios noch weiter erhöht.
Die Frontscheibe zieht sich weit über den Innenraum und hat eine enorme Fläche, was sich bei eingehender Betrachtung des Dachkonzepts auch leicht erklären lässt: je grösser die Scheibe, desto kleiner das zu verstauende Dach. Somit wird auch klar, warum der 206CC eine so hohe Schulterpartie hat - derselbe Grund, möglichst wenig zu bewegende Flächen. Beim Einstieg in den geöffneten Wagen sollte man Vorsicht walten lassen und den Kopf ganz bewusst um den Frontscheibenrahmen herumbewegen, nur so habe ich eine Beule durch eine unbedachte Bewegung vermeiden können...
Der Innenraum des kleinen Löwen wirkt vertraut, alles entspricht der Limousine - abgesehen von dem Wippschalter zwischen den Sitzen, der das Dach betätigt. Die Sitzposition ist für mich mit 1,92m nicht ideal, da sich das Lenkrad nicht axial verstellen lässt, es ist zu weit entfernt, wenn der Sitz in der (nötigen) hintersten Position steht. Gleichzeitig ist der Fussraum nicht tief genug, so dass die Sitzposition mehr einer Hockstellung gleicht. Dennoch ist es leidlich bequem, was in erster Linie an den hervorragenden Sitzen liegt. Die Höhenverstellung des Fahrersitzes lässt genügend Distanz zum Dach entstehen, so dass die Kopffreiheit ausreichend gross ist.
Mir persönlich fehlt eine Mittelarmlehne, doch diese ist nicht für Geld und gute Worte erhältlich. Weiterhin sind nicht besonders viele Ablagen zu finden. Das Handschuhfach ist erfreulich gross. In der Mitte der \"Rücksitzbank\" (auf der niemand wirklich sitzen kann) befindet sich noch ein verschliessbares Fach.
Die Bedienung des Klappdaches ist einfach, wenn auch etwas aufwendiger als beispielsweise beim Mercedes SLK, denn vor dem Öffnen müssen noch auf althergebrachte Art zwei Spannhebel im Dach gelöst werden. Im Stand und bei langsamer Fahrt mit maximal Schrittgeschwindigkeit öffnet sich das Dach in ca. 25 Sekunden und verschwindet mit jaulenden Elektromotoren unter dem Heckdeckel. Der Schliessvorgang verläuft umgekehrt und wird mit elektronischem Piepen quittiert. Wichtig und in eigener Erfahrung gelernt: niemals die Spannhebel vor diesem Piepsen schliessen, sonst bleibt der Kofferdeckel in halb geöffneter Stellung stehen...Versuch macht kluch...wieder was gelernt.
Der Kofferraum ist riesig: 410 Liter bei geschlossenem Dach - da kommt auch der SLK nicht mit. Bei geöffnetem Dach sind es noch 175 Liter, die für das kleine Gepäck ausreichen sollten. Ein verschliessbares Fach im Kofferraumboden sorgt für Erstaunen, denn es ist wirklich tief und nimmt zusätzlich einiges an Kleinkram auf. Einen Reservereifen sucht man allerdings vergeblich.
Kommen wir nun zu den Fahrleistungen des Franzosen. Der gefahrene 2.0 weist einen 135 PS starken Vierzylinder auf, der keine grosse Mühe mit dem Peugeot hat. Er findet sich auch in anderen Produkten des PSA- Konzerns und ist ein alter Bekannter. Relativ ruhig geht es vorwärts, die Geräuschkulisse wird allerdings bei geschlossenem Dach durch mehrere Klappergeräusche aus dem Heckbereich getrübt. Diese waren auch auf glatter Strasse deutlich zu hören. Wäre es mein eigenes Auto gewesen, hätte ich das reklamiert. Die angegebene Spitze von 210 km/h wurde erst nach einigem Anlauf erreicht, der Verbrauch dürfte sich nicht wesentlich unter 9 Litern Super Bleifrei einpendeln - bei entsprechender Fahrweise gern auch mehr. Die Schaltung wirkte etwas schwammig, was auch an dem (zu) langen Schalthebel liegen dürfte. Wie es besser geht, zeigt Mazda mit dem MX-5, hier macht das Schalten mehr Spass.
Apropos Schalten: für den 110 PS-Motor gibt es auch ein Automatikgetriebe, das für mehr Fahrkomfort sorgen dürfte - bei entsprechend gebremstem Temperament.
Die Ausstattung des gefahrenen \"Platinum\"-Modells für etwas mehr als €22.000,-- ist nahezu komplett. Neben Lederausstattung, Klimaautomatik und CD-Radio sind Leichtmetallräder, Alupedale und Zierteile in Alu serienmässig - neben der Metallic-Lackierung sind keine weiteren Extras bestellbar. Die einfachste Version des 206CC kostet etwas über €18.000,- - mit dem 1,6 Liter-Motor.
Die Lieferzeit beläuft sich momentan auf 3-6 Monate, mittlerweile ist sogar wieder ein Rabatt drin: 3% räumte der Verkäufer ohne Diskussion ein. Vielleicht liegt das auch an den teilweise deutlich günstigeren EU- Importen, die bei gleicher Ausstattung schon mal €2.000,-- billiger sein können (sofern man sie denn tatsächlich bekommt).
Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich im 206CC durchaus wohl gefühlt habe und trotz der nicht optimalen Sitzposition gern in diesem Wagen gefahren bin. Das Raumangebot ist verhältnismässig üppig, die Funktionalität ausgezeichnet. Der Spassfaktor ist wegen der genialen Dachkonstruktion enorm, da keine Verrenkungen beim Öffnen des Daches nötig sind und auch keine Persenning umständlich auf das Verdeck gefummelt werden muss. Die Wintertauglichkeit ist ebenfalls hervorragend, die beheizbare Heckscheibe lässt in der kalten Jahreszeit vergessen, dass man in einem Cabrio sitzt. Einziger Wermutstropfen ist die ungünstige Versicherungseinstufung in Vollkaskoklasse 29 - ein nicht ganz billiges Vergnügen also.
Für mich ist der 206 CC als \"Vernunftauto\" eine interessante Alternative, zieht aber den Kürzeren gegen den offenen Smart, der aufgrund seiner konkurrenzlos günstigen Unterhaltskosten (VK 11) bei gleichem Spassfaktor das Rennen um den Kauf gewinnt (siehe separaten Bericht).
Der erste Eindruck: ein aus nahezu jeder Perspektive gelungenes Fahrzeug, das mit seinen Limousinenkollegen nur wenig mehr als die Frontpartie gemein hat. Die Heckpartie wirkt eigenständig und findet sich so bei keinem anderen Cabrio auf dem Markt. Die beiden \"Bügel\" auf dem Kofferdeckel sind mehr als nur Designspielerei, denn an ihnen kann ein Kofferaufsatz befestigt werden, der die Ladekapazität des Cabrios noch weiter erhöht.
Die Frontscheibe zieht sich weit über den Innenraum und hat eine enorme Fläche, was sich bei eingehender Betrachtung des Dachkonzepts auch leicht erklären lässt: je grösser die Scheibe, desto kleiner das zu verstauende Dach. Somit wird auch klar, warum der 206CC eine so hohe Schulterpartie hat - derselbe Grund, möglichst wenig zu bewegende Flächen. Beim Einstieg in den geöffneten Wagen sollte man Vorsicht walten lassen und den Kopf ganz bewusst um den Frontscheibenrahmen herumbewegen, nur so habe ich eine Beule durch eine unbedachte Bewegung vermeiden können...
Der Innenraum des kleinen Löwen wirkt vertraut, alles entspricht der Limousine - abgesehen von dem Wippschalter zwischen den Sitzen, der das Dach betätigt. Die Sitzposition ist für mich mit 1,92m nicht ideal, da sich das Lenkrad nicht axial verstellen lässt, es ist zu weit entfernt, wenn der Sitz in der (nötigen) hintersten Position steht. Gleichzeitig ist der Fussraum nicht tief genug, so dass die Sitzposition mehr einer Hockstellung gleicht. Dennoch ist es leidlich bequem, was in erster Linie an den hervorragenden Sitzen liegt. Die Höhenverstellung des Fahrersitzes lässt genügend Distanz zum Dach entstehen, so dass die Kopffreiheit ausreichend gross ist.
Mir persönlich fehlt eine Mittelarmlehne, doch diese ist nicht für Geld und gute Worte erhältlich. Weiterhin sind nicht besonders viele Ablagen zu finden. Das Handschuhfach ist erfreulich gross. In der Mitte der \"Rücksitzbank\" (auf der niemand wirklich sitzen kann) befindet sich noch ein verschliessbares Fach.
Die Bedienung des Klappdaches ist einfach, wenn auch etwas aufwendiger als beispielsweise beim Mercedes SLK, denn vor dem Öffnen müssen noch auf althergebrachte Art zwei Spannhebel im Dach gelöst werden. Im Stand und bei langsamer Fahrt mit maximal Schrittgeschwindigkeit öffnet sich das Dach in ca. 25 Sekunden und verschwindet mit jaulenden Elektromotoren unter dem Heckdeckel. Der Schliessvorgang verläuft umgekehrt und wird mit elektronischem Piepen quittiert. Wichtig und in eigener Erfahrung gelernt: niemals die Spannhebel vor diesem Piepsen schliessen, sonst bleibt der Kofferdeckel in halb geöffneter Stellung stehen...Versuch macht kluch...wieder was gelernt.
Der Kofferraum ist riesig: 410 Liter bei geschlossenem Dach - da kommt auch der SLK nicht mit. Bei geöffnetem Dach sind es noch 175 Liter, die für das kleine Gepäck ausreichen sollten. Ein verschliessbares Fach im Kofferraumboden sorgt für Erstaunen, denn es ist wirklich tief und nimmt zusätzlich einiges an Kleinkram auf. Einen Reservereifen sucht man allerdings vergeblich.
Kommen wir nun zu den Fahrleistungen des Franzosen. Der gefahrene 2.0 weist einen 135 PS starken Vierzylinder auf, der keine grosse Mühe mit dem Peugeot hat. Er findet sich auch in anderen Produkten des PSA- Konzerns und ist ein alter Bekannter. Relativ ruhig geht es vorwärts, die Geräuschkulisse wird allerdings bei geschlossenem Dach durch mehrere Klappergeräusche aus dem Heckbereich getrübt. Diese waren auch auf glatter Strasse deutlich zu hören. Wäre es mein eigenes Auto gewesen, hätte ich das reklamiert. Die angegebene Spitze von 210 km/h wurde erst nach einigem Anlauf erreicht, der Verbrauch dürfte sich nicht wesentlich unter 9 Litern Super Bleifrei einpendeln - bei entsprechender Fahrweise gern auch mehr. Die Schaltung wirkte etwas schwammig, was auch an dem (zu) langen Schalthebel liegen dürfte. Wie es besser geht, zeigt Mazda mit dem MX-5, hier macht das Schalten mehr Spass.
Apropos Schalten: für den 110 PS-Motor gibt es auch ein Automatikgetriebe, das für mehr Fahrkomfort sorgen dürfte - bei entsprechend gebremstem Temperament.
Die Ausstattung des gefahrenen \"Platinum\"-Modells für etwas mehr als €22.000,-- ist nahezu komplett. Neben Lederausstattung, Klimaautomatik und CD-Radio sind Leichtmetallräder, Alupedale und Zierteile in Alu serienmässig - neben der Metallic-Lackierung sind keine weiteren Extras bestellbar. Die einfachste Version des 206CC kostet etwas über €18.000,- - mit dem 1,6 Liter-Motor.
Die Lieferzeit beläuft sich momentan auf 3-6 Monate, mittlerweile ist sogar wieder ein Rabatt drin: 3% räumte der Verkäufer ohne Diskussion ein. Vielleicht liegt das auch an den teilweise deutlich günstigeren EU- Importen, die bei gleicher Ausstattung schon mal €2.000,-- billiger sein können (sofern man sie denn tatsächlich bekommt).
Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich im 206CC durchaus wohl gefühlt habe und trotz der nicht optimalen Sitzposition gern in diesem Wagen gefahren bin. Das Raumangebot ist verhältnismässig üppig, die Funktionalität ausgezeichnet. Der Spassfaktor ist wegen der genialen Dachkonstruktion enorm, da keine Verrenkungen beim Öffnen des Daches nötig sind und auch keine Persenning umständlich auf das Verdeck gefummelt werden muss. Die Wintertauglichkeit ist ebenfalls hervorragend, die beheizbare Heckscheibe lässt in der kalten Jahreszeit vergessen, dass man in einem Cabrio sitzt. Einziger Wermutstropfen ist die ungünstige Versicherungseinstufung in Vollkaskoklasse 29 - ein nicht ganz billiges Vergnügen also.
Für mich ist der 206 CC als \"Vernunftauto\" eine interessante Alternative, zieht aber den Kürzeren gegen den offenen Smart, der aufgrund seiner konkurrenzlos günstigen Unterhaltskosten (VK 11) bei gleichem Spassfaktor das Rennen um den Kauf gewinnt (siehe separaten Bericht).
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