Peugeot 206 Testbericht

Peugeot-206
Abbildung beispielhaft
ab 41,84
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von magnifico

Zwei Autos in einem!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Peugot 206 CC ermöglicht, was sich viele Autofahrer wohl schon seit langem wünschen: die Möglichkeit, ein geräumiges Coupe ohne großen Zeit- und/oder Arbeitsaufwand in ein sportliches Cabrio zu verwandeln – und umgekehrt, versteht sich. Die Wartezeit hat ein Ende: Peugot hat, man darf wohl zu Recht sagen, als erster Automobilhersteller, eine solche Möglichkeit zu einem Preis entwickelt, durch den das betreffende Gefährt nicht gleich in die Oberklasse katapultiert wird – losgefahren kann bereits für 34.500,- DM! Wie das geht? Ganz einfach – zumindest sieht es so aus: anstelle der obligatorischen, in der Mittelklasse anzutreffenden, Stoffdächern verwendet Peugot ein Metall-Klappdach, das vielen Autofreaks – ich selbst mußte natürlich erst darauf hingewiesen werden – dem Variodach des SLK-Roadster entspricht – der nur einige Tausender mehr in der Anschaffung verschlingt! Mit dem Peugot-Verdeck sind dabei auch die Zeiten des winterfesten Hardtop oder der Probleme einer zügigen Verstauung im Heckbereich vorbei.

Optisch kann sich das Coupe-Cabrio dabei auch sehen lassen. Mit einer Länge von 3,83 Metern, in der Breite 1,67 Meter und immerhin 1,37 Meter Höhe kann das zwei plus zwei Gefährt, das darüber hinaus einen Radabstand von 2,44 Metern hat, durchaus auf der Straße Eindruck schinden. Denn in einer Gesamtbetrachtung kann man eigentlich nur feststellen, daß der 206 CC gänzlich aus der üblichen Peugot-Familie ausbricht – im positiven, versteht sich.

Auch in puncto Fahrverhalten kann eigentlich kaum geklagt werden. Der „kleine Franzose“ erweist seinem Fahrer durch die sportlich-straffe Auslegung des Fahrwerks, das in angenehmer Weise aber nicht gänzlich unkomfortabel konstruiert wurde, grundsätzlich ein gutmütiges Fahrverhalten – nur leider neigt es bisweilen zum „stempeln“, dem dann nur mit einer sanften Dosierung des Gaspedals beizukommen ist. Doch keine Sorge, der „Floh“ versteht sich auch auf flotte Fahrten. Dazu schöpft er aus einem 2,0-Liter-Hubraum Vierzylinderblock stolze 136 PS, die bei 6.000 U/min und einer Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h zur Verfügung stehen. Das maximale Drehmoment von 190 Nm wird erst – insoweit ein kleiner Minuspunkt – bei 4.000 U/min erreicht. Zudem, das fällt auch nicht sehr angenehm auf, können die 100 km/h zwar in 9,3 Sekunden erreicht werden, wer jedoch nicht tagtäglich an der Zapfsäule weinen will, kommt nicht umhin, sich mit dem Fünfganggetriebe in reger Weise auseinanderzusetzen: der frontgetriebene 206er will, mag die Schaltung noch so leichtgängig sein, ordentlich in den fünf Gängen „durchgeschaltet“ werden – Automatik ist hier durchaus zu überlegen!

Auf der anderen Seite kann man trotz des dann nicht mehr ganz so geringen Verbrauchs, der insbesondere bei dem etwas kleinen 50 Litertank augenfällig wird, sowohl durch den „Stadtdschungel“ düsen, als auch über die Autobahn „brettern“. Dabei werden Gespräche jenseits der 170 km/h-Marke schon mal zu einer gewissen Lautstärke gezwungen, denn auch das Stahldach vermag nicht alle Geräusche, die Fahrtwind und Fahrzeug hervorrufen, gänzlich zu dämmen. Nichtsdestotrotz macht der Urenkel des 402 Eclipse aus den späten 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in beinahe jedem Straßenumfeld einfach eine gute Figur – und erlaubt seinem Fahrer zumindest nach vorne und zu den Seiten einen ungetrübten (Aus-)Blick. Lediglich die leicht, aber dennoch sichtbar ansteigende Kofferraumlinie stößt zumindest am Anfang nicht unbedingt auf Gegenliebe, läßt sich doch das Rückwärtseinparken zu einem gewissen Übung erfordernden Manöver werden, das insbesondere bei „Parkschwachen“ schon mal die ein oder andere böse Überraschung mit sich bringen könnte – schade eigentlich, denn ansonsten ist die Sicht wirklich gut.

Nicht ganz so rühmenswert sind auch die Platzverhältnisse: trotz Auslegung als Coupe ist das Cabrio doch mehr für die vordere Sitzreihe, Fahrer und Beifahrer, angenehm, wohingegen, der Ausweisung als Viersitzer zum Trotz, auch (noch) kleine Kinder auf der Rücksitzbank nicht unbedingt dauerhaft bequem und entspannt sitzen können. Hier schlägt die Cabrio-Natur dann doch zu, und spätestens anhaltendes Gequängel von den „billigen Plätzen“ läßt dieses Umstand wieder ins Bewußtsein rücken – sofern die Insassen in der ersten Reihe nicht gänzlich abgehoben sind. Denn dazu lädt das Verwöhnpanorama durchaus ein: Ledersportsitze, die auf Wunsch auch beheizbar sind und auch lange Fahrten nicht zu einem „Frostbeulensammeln“ werden lassen, bieten einen sehr guten Halt und laden förmlich zu längeren Fahrten ein – bequem wie Wohnzimmersessel kann ich da nur sagen.

Auch Ausstattung und Sicherheit sind Kürelemente, bei denen hohe Punkte zu vergeben sind – zumindest, was die mir bekannte Platinum-Version, die auch etwas mehr als nur die 34.520-DM-Basispreis verschlingt, betrifft: neben ABS mit EBV und innenbelüfteten Scheibenbremsen vorne und Scheibenbremsen hinten, die mit Hilfe der 205/45 ZR 16 W Reifen einen schnellen und sicheren Stand ermöglichen, kommen Fahrerairbag sowie ein abschaltbarer – wozu das auch immer gut sein soll – Beifahrerairbag sowie zwei Seitenairbags daher, die auch bei zu langen Bremsstrecken noch Sicherheit verschaffen. Zentralverriegelung, Wegfahrsperre, Climatronic, Soundsystem ... alles da, was man sich eigentlich nur wünschen kann – gut, beinahe 42.000,- DM sind ja auch kein Pappenstiel!

Ach ja, bevor ich es vergesse, der Verbrauch: wie schon einmal erwähnt, könnte der 50-Liter-Tank durchaus, so sehe ich das zumindest, etwas größer sein, denn im Stadtverkehr fließen durchaus auch mal mehr als die prospektangegebenen 11,2 Liter Super durch den Motor. Und auch wenn auf der Landstraße Werte zwischen 5,8 und 7,1 Litern bzw. auf der Autobahn 7,8 bis 9,4 Liter möglich sind, wäre eine etwas größere Reichweite, vorgegeben durch den Tank, doch nicht zu verachten! Aber gut, es ist, wie es ist, und dafür ist es eigentlich gar nicht schlecht – Schadstoffklasse Euro 3 dabei mal mit eingeschlossen!

Als Fazit läßt sich kurz und bündig sagen, daß der 206 CC neben einem festen Dach über dem Kopf auch die Möglichkeit eines angenehmen luftigen Fahrspaß bereit hält und, benötigt man kein familientaugliches Gefährt, mit dem gebotenen Komfort und Platzangebot durchaus Lob und Anerkennung verdient – wie bereits eingangs erwähnt, kann man bereits für 34.520,- DM – ohne Nachlaßverhandlungen ;-)) – davon düsen!

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • mus21

    29.03.2003, 10:40 Uhr von mus21
    Bewertung: sehr hilfreich

    mein Traum... noch hab ich seinen kleinen Bruder!!