Pflegekinder Testbericht
ab 12,07 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von bettybo
Pflegekinder im Lande Bremen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo Ihr Lieben,
heute möchte ich einmal über den Pflegekinderdienst in Bremen schreiben und meinen Frust mal schriftlich loswerden.
Wo fange ich nur an. OK Im Jahre 1994 wurde meine leibliche Tochter Kimberley geboren. Leider hatte ich in den nächsten 2 Jahren einige Fehlgeburten und mein Arzt rat mir vor einer weiteren Schwangerschaft ab. Da ich aus einer großen Familie komme ( 6 Brüder ) wollten mein Mann und ich auf eine andere Weise unsere Familie vergrößern.
Das Wort \"Adoption\" stand im Raume. So machten wir uns frohen Mutes zum Weg zum zuständigen Jugendamt um uns beraten zu lassen. Eine Frau Eilers begrüsste uns auch sehr nett und teilte mit, daß Sie leider für unseren Bezirk nicht zuständig sei. Leider gebe es auch im Moment keinen Mitarbeiter und ich sollte es in einem Jahr wieder versuchen. Tief enttäuscht wollten wir schon gehen, aber dann fragte sie uns, ob wir uns nicht ein Dauerpflegekind vorstellen könnten.
Dauerpflegekind - wie ? was? Ja, es gibt genug Kinder, die gerne in eine Intakte Familie möchten. Kinder aus schlimmen familiären Verhältnissen, die z.b. vorübergehend in Heimen oder in einer Übergangspflegestelle wären. Zu Hause angekommen haben wir uns in den darauffolgenden Tagen gedanken gemacht, ob so etwas für uns in Frage käme. Ich rief also beim zuständigen Jugendamt an und wurde zu einem Beratungsgespärch eingeladen.
Hier wurden dann meine Fragen auch gut beantwortet. Wie z.b. wie lange wird es dauern, bis ein Kind da sein könnte - oder, wie ist es mit dem Kontakt zu den leiblichen Eltern usw. Natürlich ist es von Fall zu Fall verschieden, denn einige Kinder haben Kontakt, der auch gepflegt wird und einige Kinder haben alle Brücken hinter sich lassen müssen.
Gesagt, getan. Motiviert haben wir dann die entsprechenden Anträge gestellt. Polizeiliches Führungszeugnis, Schufa-Auskunft - Gesundheitszeugnis und noch einige persönliche Angaben - wie Lebenslauf, Lebensverhältnisse (Wohnung etc.)
Nachdem alle Formular bei Jugendamt da waren, kam der damalige Mitarbeiter dann zu uns um die Wohnverhältnisse anzusehen. Da wir eine große 4 Zimmer Eigentumswohung haben, war hier also keinerlei Problem.
Tja, und dann begann das große Warten. Alle 6 Monate musste ich mich telefonisch melden um zu bekunden, daß noch Interesse da war. Nach 2 Jahren wurde mir dann mitgeteilt, daß der Mitarbeiter nicht mehr für das Jugendamt arbeitet und in nächster Zeit keine Stelle für Vermittlung zuständig sein würde. Man würde sich schon wieder bei mir melden. Wieder vergingen 2 Jahre des ewigen Wartens und dann eines schönen Tages laß ich in der Zeitung einen Artikel, daß dringend Pflegefamilien in Bremen gesucht werden.
Das war schon komisch, wo wir doch so lange schon auf der Liste waren. Bei uns hatte sich keiner gemeldet. Ich rief also dort an um zu erfahren, daß es nicht mehr über das Jugendamt ginge, sonder über PiB -
das bedeutet (Pflegekinder in Bremen). Ich schilderte also meinen Fall und ein neuer Mitarbeiter, der jetzt für mich zuständig war, wollte meine Akten einsehen. Aber wo waren die nur? Niemand konnte etwas finden und so mussten wir also alle notwenigen Formulare noch einmal anfordern.
Nach einigen Wochen kam dann der neue Mitarbeiter auch wieder zu uns, sah sich alles an und versprach, bald ( da ich ja schon so lange auf der Liste war ) etwas für uns zu tun.
Tja, diesmal rief ich alle 3 Monate an und das jetzt schon wieder ca. 2 Jahre lang. Es tat sich garnichts.
Jetzt muss ich aber erst erwähnen, daß ich in den letzten Jahren, daß heisst in der Zwischenzeit, als Tagesmutter gearbeitet habe, die auch beim Jugendamt gemeldet ist. Und als Diese habe ich hier im Umkreis einen ganz guten Ruf. Denn das Jugendamt ruft immer wieder an und fragt, ob wieder ein Platz frei ist. Zur Zeit habe ich 3 Tageskinder im Alter von 5 bis 7 Jahren, die auch nach der Einschulung im August halbtags bei mir bleiben werden.
Die super nette zuständige Mitarbeiterin für die Tageskinder sagte mir, nachdem ich Ihr einmal alles geschildert habe, warum bewerben Sie sich nicht im Umkreis. Geht denn das? Mir wurde doch gesagt, im könnte mich nur in einer Stadt bewerben. Das war natürlich überhaupt nicht richtig. Ich ging also ins Internet und suchte mir so ca. 20 Jugendämter aus, die im Umkreis von Bremen bis in den Raum Hannover gehören und schrieb frohes Mutes alle an.
Und siehe da, gleich 6 Ämter hatten großes Interesse und haben gleich Akteneinsicht in Bremen angefordert. Der dortige Mitarbeiter machte große Augen, als ich ihm mitteilte, jetzt habe ich mich auch woanders beworben. Natürlich habe ich immer mitgeteilt, wie lange ich schon auf der Liste bin und in den Jugendämtern, in denen ich nun auf Warteliste bin, war nur erstaunen. Stand doch in meiner Akte - ich wollte nur ein Mädchen im Alter von 3 - 12 Jahren. Das hatte ich nie gesagt.
Natürlich war ich jetzt Stinksauer - so viele vergeudete Jahre.
Ich bin jetzt im regelmäßigen Kontakt zu den anderen Ämtern, die mir Mut machen, nur noch ein kleines bischen Geduld aufzubringen.Ich bin bei all diesen Ämtern jetzt an erster Stelle und hoffe, daß es bald so weit sein wird, daß unsere Familie einem oder auch zwei anderen Kindern, denen es nicht so gut geht, ein schönes Zuhause geben zu können.
An alle Mütter, die Interesse an einer Dauerpflegestelle haben, kann ich nur raten. Bewerbt Euch nicht nur in eurer Heimatstadt, sondern geht ins Umland und schreibt so viele wie mögliche Jugendämter an, dann sind die Chancen groß genug, daß Ihr nicht so lange warten müsst, wie ich.
heute möchte ich einmal über den Pflegekinderdienst in Bremen schreiben und meinen Frust mal schriftlich loswerden.
Wo fange ich nur an. OK Im Jahre 1994 wurde meine leibliche Tochter Kimberley geboren. Leider hatte ich in den nächsten 2 Jahren einige Fehlgeburten und mein Arzt rat mir vor einer weiteren Schwangerschaft ab. Da ich aus einer großen Familie komme ( 6 Brüder ) wollten mein Mann und ich auf eine andere Weise unsere Familie vergrößern.
Das Wort \"Adoption\" stand im Raume. So machten wir uns frohen Mutes zum Weg zum zuständigen Jugendamt um uns beraten zu lassen. Eine Frau Eilers begrüsste uns auch sehr nett und teilte mit, daß Sie leider für unseren Bezirk nicht zuständig sei. Leider gebe es auch im Moment keinen Mitarbeiter und ich sollte es in einem Jahr wieder versuchen. Tief enttäuscht wollten wir schon gehen, aber dann fragte sie uns, ob wir uns nicht ein Dauerpflegekind vorstellen könnten.
Dauerpflegekind - wie ? was? Ja, es gibt genug Kinder, die gerne in eine Intakte Familie möchten. Kinder aus schlimmen familiären Verhältnissen, die z.b. vorübergehend in Heimen oder in einer Übergangspflegestelle wären. Zu Hause angekommen haben wir uns in den darauffolgenden Tagen gedanken gemacht, ob so etwas für uns in Frage käme. Ich rief also beim zuständigen Jugendamt an und wurde zu einem Beratungsgespärch eingeladen.
Hier wurden dann meine Fragen auch gut beantwortet. Wie z.b. wie lange wird es dauern, bis ein Kind da sein könnte - oder, wie ist es mit dem Kontakt zu den leiblichen Eltern usw. Natürlich ist es von Fall zu Fall verschieden, denn einige Kinder haben Kontakt, der auch gepflegt wird und einige Kinder haben alle Brücken hinter sich lassen müssen.
Gesagt, getan. Motiviert haben wir dann die entsprechenden Anträge gestellt. Polizeiliches Führungszeugnis, Schufa-Auskunft - Gesundheitszeugnis und noch einige persönliche Angaben - wie Lebenslauf, Lebensverhältnisse (Wohnung etc.)
Nachdem alle Formular bei Jugendamt da waren, kam der damalige Mitarbeiter dann zu uns um die Wohnverhältnisse anzusehen. Da wir eine große 4 Zimmer Eigentumswohung haben, war hier also keinerlei Problem.
Tja, und dann begann das große Warten. Alle 6 Monate musste ich mich telefonisch melden um zu bekunden, daß noch Interesse da war. Nach 2 Jahren wurde mir dann mitgeteilt, daß der Mitarbeiter nicht mehr für das Jugendamt arbeitet und in nächster Zeit keine Stelle für Vermittlung zuständig sein würde. Man würde sich schon wieder bei mir melden. Wieder vergingen 2 Jahre des ewigen Wartens und dann eines schönen Tages laß ich in der Zeitung einen Artikel, daß dringend Pflegefamilien in Bremen gesucht werden.
Das war schon komisch, wo wir doch so lange schon auf der Liste waren. Bei uns hatte sich keiner gemeldet. Ich rief also dort an um zu erfahren, daß es nicht mehr über das Jugendamt ginge, sonder über PiB -
das bedeutet (Pflegekinder in Bremen). Ich schilderte also meinen Fall und ein neuer Mitarbeiter, der jetzt für mich zuständig war, wollte meine Akten einsehen. Aber wo waren die nur? Niemand konnte etwas finden und so mussten wir also alle notwenigen Formulare noch einmal anfordern.
Nach einigen Wochen kam dann der neue Mitarbeiter auch wieder zu uns, sah sich alles an und versprach, bald ( da ich ja schon so lange auf der Liste war ) etwas für uns zu tun.
Tja, diesmal rief ich alle 3 Monate an und das jetzt schon wieder ca. 2 Jahre lang. Es tat sich garnichts.
Jetzt muss ich aber erst erwähnen, daß ich in den letzten Jahren, daß heisst in der Zwischenzeit, als Tagesmutter gearbeitet habe, die auch beim Jugendamt gemeldet ist. Und als Diese habe ich hier im Umkreis einen ganz guten Ruf. Denn das Jugendamt ruft immer wieder an und fragt, ob wieder ein Platz frei ist. Zur Zeit habe ich 3 Tageskinder im Alter von 5 bis 7 Jahren, die auch nach der Einschulung im August halbtags bei mir bleiben werden.
Die super nette zuständige Mitarbeiterin für die Tageskinder sagte mir, nachdem ich Ihr einmal alles geschildert habe, warum bewerben Sie sich nicht im Umkreis. Geht denn das? Mir wurde doch gesagt, im könnte mich nur in einer Stadt bewerben. Das war natürlich überhaupt nicht richtig. Ich ging also ins Internet und suchte mir so ca. 20 Jugendämter aus, die im Umkreis von Bremen bis in den Raum Hannover gehören und schrieb frohes Mutes alle an.
Und siehe da, gleich 6 Ämter hatten großes Interesse und haben gleich Akteneinsicht in Bremen angefordert. Der dortige Mitarbeiter machte große Augen, als ich ihm mitteilte, jetzt habe ich mich auch woanders beworben. Natürlich habe ich immer mitgeteilt, wie lange ich schon auf der Liste bin und in den Jugendämtern, in denen ich nun auf Warteliste bin, war nur erstaunen. Stand doch in meiner Akte - ich wollte nur ein Mädchen im Alter von 3 - 12 Jahren. Das hatte ich nie gesagt.
Natürlich war ich jetzt Stinksauer - so viele vergeudete Jahre.
Ich bin jetzt im regelmäßigen Kontakt zu den anderen Ämtern, die mir Mut machen, nur noch ein kleines bischen Geduld aufzubringen.Ich bin bei all diesen Ämtern jetzt an erster Stelle und hoffe, daß es bald so weit sein wird, daß unsere Familie einem oder auch zwei anderen Kindern, denen es nicht so gut geht, ein schönes Zuhause geben zu können.
An alle Mütter, die Interesse an einer Dauerpflegestelle haben, kann ich nur raten. Bewerbt Euch nicht nur in eurer Heimatstadt, sondern geht ins Umland und schreibt so viele wie mögliche Jugendämter an, dann sind die Chancen groß genug, daß Ihr nicht so lange warten müsst, wie ich.
Bewerten / Kommentar schreiben