Praktikum Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jascherka

Praktikum im Fotostudio? Klingt vielversprechend! Ist es das auch?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als ich in der 9. Klasse war, musste ich ein dreiwöchiges Praktikum durchführen. Im Grunde war mir das Praktikum sowieso nicht besonders wichtig und deshalb habe ich mich auch nicht um einen Platz bei großen Firmen bemüht. Meine Klassenkameraden dagegen wurden bei Industriebetrieben angenommen, um sich auf diese Weise einen Ausbildungsplatz zu verschaffen.
Ich jedoch dachte noch nicht an meine Zukunft und bewarb mich kurzerhand bei einem Fotoatelier, weil mich das einigermaßen interessierte und nur 5 Minuten von zu Hause entfernt war.
Und ich habe es bereut! Es war dermaßen langweilig, dass es sich nicht mit Worten beschreiben lässt. keiner von den Mitarbeitern war in der Lage mir beizubringen, wie man Bestellungen an Labore aufschreibt. Dabei war das doch so einfach!
Die Arbeiten, die ich erledigen sollte, waren: Post abholen, Geld bei der Bank umtauschen, Atelier aufräumen, Inventur! Wahnsinn!!! Das hatte ja herzlich wenig mit Fotografie zu tun! Die brauchten keine Praktikantin, sondern eine Putzfrau! Ein Mädchen für alles!

Als ich dann bei einem Fototermin ein wenig helfen sollte, gab der Fotograf mir ein Objektiv, das ich die Fensterbank legen sollte. Das habe ich auch gemacht ohne mir etwas dabei zu denken.
Einen Tag später schneit derselbe Mensch herein und fährt mich wegen dem Objektiv an. Ich hätte es auf die falsche Seite gelegt und dort wären irgendwelche kleinen empfindlichen Teile, die sich leicht hätten verbiegen können. So etwas sollte ich nie wieder tun!

Hallo? Weiß ich das? Hat man mir denn nur ansatzweise etwas erklärt? Wenn mir niemand auch nur erklärt, wie man einen Film in eine Mittelfilmkamera einlegt, dann weiß ich das mit Sicherheit auch nicht. Das habe ich ihm auch gesagt.
Der Fotograf wollte den großen Mann vor seinen Kunden spielen, indem er mich dreist herumkommandierte. Ging nur schief! Selbst Schuld, der Mensch!

Zu allem Überfluss musste ich für die Schule für jeden Tag einen Bericht schreiben, was ich denn schönes gemacht hatte, noch mal einen Wochenbericht und einen Sonderbericht, in dem ich den technischen Fortschritt in der Fotografie darstellen sollte.

Insgesamt hat mir das Praktikum wenig gefallen, danach war ich genauso schlau wie vorher.
Aber ein Gutes hatte es: als Dankeschön wurden von mir Fotos gemacht, die ich natürlich behalten durfte. Zusätzlich bekam ich einen Gutschein für ein Portrait.

Ein paar Monate nach dem Praktikum rief mich das Studio an und bittet mich darum, Model für ein paar Fotos zu spielen. Gerne doch! Die Fotografin wollte ein paar Experimente machen, die auch prima gelangen.
Kurze Zeit später hing das ganze Schaufenster voll mit meinen Bildern. Das hatte ich natürlich nicht erwartet! Spätestens nun kannte mich jeder in meiner Kleinstadt vom Äußeren!

Kurz: Das Praktikum hat mir schon etwas gebracht, aber nicht das, was ich wollte: Erfahrungen!
Also verschwendet Eure Zeit nicht so wie ich! Sucht Euch qualifizierte Unternehmen für das Praktikum aus!

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