Queen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von eulenfan
A Day At the Races - Queen at their best!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mein Lieblingsalbum von Queen ist das grandiose 1976er Werk „A Day At The Races". Zwar habe ich von Queen bisher noch überhaupt keinen Schund gehört, aber „A Day…" bietet mir einfach 10 Songs, von denen ich alle ausnahmslos und ohne Einschränkung richtig gut finde. Was mir auch so gut gefällt an dem Album ist, dass Brian May und Roger Taylor auch ihre Stimmen erklingen lassen durften, und das nicht nur für den Chor. Ich bin mir sicher, wenn John Deacon gewollt hätte, er hätte auch gedurft. Und „A Day…" zeigt am deutlichsten die einzelnen Stilrichtungen der Bandmitglieder auf, welche diese bevorzugten, ist jeder Song doch in Einzelarbeit eines einzelnen Mitgliedes entstanden.
So schrieb Brian May zum Beispiel den Opener „Tie Your Mother Down", ein fetziger, direkter Rocksong, der den Hörer genau trifft, und zwar mitten ins Ohr. So stellt man sich Rockmusik vor! Eine krachende Rhythmus-Sektion, knallharte Gitarrensounds und Freddie Mercury At His Best. Er brüllt sich die Seele aus dem Leib und Brian May spielt sich die Finger wund, vor allem in dem herrlichen Solo, das so richtig gut rüberkommt. Es passt einfach alles. Kein Wunder, dass in den darauffolgenden Jahren viele Bands diesen Rocksound kopierten, manche mehr, manche weniger erfolgreich.
Danach wird es herrlich sanft und schmusig und mein zweites Lieblingslied von „A Day…" beginnt: „You Take My Breath Away", ein traumhaftes Liebeslied, geschrieben von Freddie Mercury. Der Vokaleinstieg kündigt schon das Sanfte des Songs an, doch nicht so gut, wie das dann folgende Klaviervorspiel, bevor Freddie zu singen beginnt und dabei, wie von mir schon gerühmt, die Kraft fast vollständig aus seiner Stimme verbannt. Das Instrumental in der Mitte des Stückes ist teilweise ein klitzekleines bisschen zu hart, im Großen und Ganzen aber einfach toll. Somit ist „You Take My Breath Away" einfach ein traumhaftes Stück, das besonders durch seine Einfachheit besticht. Für mich ist es auch das beste Lied, um meinem Wölfchen „Ich Liebe Dich" zu sagen. Das perfekte Liebeslied eben.
Für „Long Away" griff Brian May nicht nur wieder zum Stift fürs Komponieren, sondern auch zum Mikrophon für die Lead Vocals. Die sanfte, leise Stimme steht in einem krassen Kontrast zu Freddie Mercurys kraftvoller Stimme, doch genau das ist es, was Queen auszeichnet: Vier individuelle Musiker, die als Band jedoch noch besser harmonieren und alle sich selbst komplett einbringen. „Long Away" ist auch eines der Stücke, die wieder eine sehr melodiöse Bassline haben, was mir persönlich ja immer wieder sehr gut gefällt. „Long Away" ist wohl das poppigste Stück auf „A Day…", aber das gehört genauso zu Queen wie die beiden Stücke zuvor. Wie ich schonmal sagte: Queen gehören in kein Genre, Queen SIND ein eigenes Genre.
Wie sonst kann man sich erklären, dass das total witzige „Millionaire Waltz", ein richtig schöner Walzer es auf ein Album geschafft hat? Es ist kein Rock, kein Pop, es ist wirklich ein Walzer, ein Wiener dazu, auch wenn elektrische Gitarren und ein wiederum sehr melodiöser Bass und etwas später im Stück auch richtig fetzige Drums mitmischen. Als ich „A Day…" das erste Mal anhörte, war es der „Millionaire Waltz", der die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog, eben, weil er so ungewöhnlich war. Da hat Freddie Mercury ganze Arbeit geleistet, und es wird wieder einmal deutlich, dass der Queen-Sänger sich nicht nur für moderne Musik begeistern konnte, sondern auch für Klassik. Das "walzende" Gitarrensolo im Mittelteil ist besonders witzig durch den einzeln eingeworfenen Triangel-Ton. Da musste ich mir beim ersten Hören ein lautes Auflachen doch kräftig verkneifen (Wäre damals nicht so gut gekommen, da ich im Zug mit lauter älteren Herrschaften saß).
Auch John Deacon kann hervorragende Musik schreiben, das beweist das peppig-poppige „You And I", das trotz allem mehr rockt „Long Away". Manch einer mag einen anderen Eindruck haben, das liegt meiner Meinung nach dann aber an Freddies Zurückhaltung in Sachen Kraft in der Stimme und dem leisen Drumspiel. Dafür ist „You And I" der größere Ohrwurm, da die Melodie eingängiger ist als bei „Long Away".
Da ich wieder mal so dämlich war und aus Kostengründen (und weil ich keinen CD-Spieler im Auto habe) mir mal wieder „nur" die MC-Version gekauft habe (der Ton leidet inzwischen deutlich und bei „You Take My Breath Away" wird das Band wohl demnächst reißen, denn da ist es am dünnsten) muss ich mal wieder aufstehen und die Kassette drehen…
Seite 2 auf der Kassette wird eingeleitet von „Somebody To Love" (geschrieben von Freddie Mercury) einem der Riesenhits von Queen. So grandios auch George Michaels Version bei dem legendären „Concert For Life" am Ostermontag 1992 war, so kommt keiner an die Original-Version heran. Der schunkelnde Rhythmus, der geniale Chor, der melodiöse Bass (das ist immer wieder was, worauf ich gerne hinweise, da ich selbst nichts besser finde als melodiöse Basslines!!!), ein fantastisches Solo von Brian May und Freddie Mercury’s leidenschaftlicher Gesang machen „Somebody To Love" nicht nur zu einer der erfolreichsten Hits von Queen, sondern auch musikalisch zu einem der besten. Mehr gibt es hier nicht zu sagen. Punkt.
Mit „White Man" aus der Feder von Brian May gibt es nun den zweiten Rockkracher nach „Tie Your Mother Down". Hier dürfen die Drums wieder mal richtig krachen, der Bass röhren, die Gitarren am Rückenmark kratzen und Freddie Mercury mit aller Kraft seiner Stimme ins Mikro pläken wie er möchte. Ähnlich wie bei „Tie …" leuchten dem old-fashioned Rockfan hier verzückt die Augen: So muss ordentlicher, handgemachter Rock klingen, so und nicht anders! Da ist die Aggression beinahe physisch zu spüren, wenn Roger Taylor auf die Trommelfelle eindrischt wie ein Wahnsinniger oder wenn Brian May die Saiten seiner Gitarre bis zum Anschlag quält! Hach, das musste ich einfach mal schreiben! Let’s Get Rocked! (nein, das war javon Def Leppard;-), nichts durcheinanderbringen, eulenfan!)
Es wird wieder skurril und witzig: „Good Old Fashioned Lover Boy" von Freddie Mercury steht auf dem Programm. Ich erwische mich mal wieder beim Schunkeln auf meinem altersschwachen Stuhl und mein Fuß hält trotz größter Anstrengungen nicht still. Wenn ich den Text richtig interpretiere, geht es um einen abgetakelten, gealterten Callboy, oder? Anlehnungen an ein bestimmtes Genre kann ich hier nicht benennen, der Song ist einfach gut. Queen eben, oder? Der in der populären Musik äußerst ungewöhnliche 2/2-Takt (es ist kein 4/4!) trägt zur Skurrilität des Stückes bestimmt zusätzlich noch bei, und steigert aber auch den Mitschunkel-Faktor.
Auch Roger Taylor griff für „A Day…" zu Stift und Papier und komponierte: Das 6/8-Stück „Drowse" darf er dann auch singen. Seine Stimme ist ähnlich dünn wie Brian May’s, aber etwas rauher. Kommt bei der getragenen, schwelgenden Komposition aber ganz gut. Die Gitarren schwelgen zu arg, sonst hätte ich „Drowse" wohl noch am ehesten dem Blues zugeordnet, aber so ist das nun mal mit Queen: Egal, wer die Stücke schreibt, es kommt immer Queen raus und nichts anderes. Mist - wie soll ich den Leuten da draußen dann verklickern, wie „Drowse" klingt! Egal, das Stück ist ohnehin schon vorbei (Mann, habe ich lange für die paar Zeilen gebraucht!)
Nach „You Take My Breath Away" gibt es nun mit dem letzten Titel auf „A Day…" noch einmal eine Ballade, und die ist noch schöner, noch besser, noch großartiger, so dass hier die zweite Stelle auf meinem Band ist, wo wohl in naher Zukunft die Materie dem Alter Tribut zollt. Mit „Teo Torriate (Let Us Cling Together)" verneigte sich Brian May beim Schreiben und Queen beim Performen vor den vielen, vielen japanischen Fans, die Queen hatte. Ein fantastisches, sanftes Klavierintro, begleitet von leisen Synthi-Klängen, und dann der Einsatz von Freddies grandioser Stimme, die wohl niemals sanfter geklungen hat. Selbst im etwas rockigeren Refrain bleibt Mercury sanft und beinahe schon zärtlich. Auch die Instrumentalisten May, Deacon und Taylor spielen so sanft es nur geht, um die wunderbare Atmosphäre nicht zu zerstören. Das Lied, offenbar an japanische Traditionale angelehnt, klingt exotisch trotz der Rockinstrumente. Und dass die Bridge im letzten Drittel des Songs dann doch etwas aggressiver, kraftvoller ist, wird durch den abschließenden Kinderchor, der mit Queen zusammen den Refrain noch einmal intoniert, wieder wettgemacht. Und ich muss mich arg zurückhalten, um nicht noch einmal zurückzuspulen.
Den Sinn des darauf folgenden Instrumentals habe ich nie richtig verstanden. Da es aber das gleiche Instrumental ist, welches auch „Tie Your Mother Down" einleitet, wird es wohl als Symbol für das Abgerundete des Albums dienen.
Okay, das waren also die 10 Stücke von meinem absoluten Lieblings-Queen-Album. Ich hoffe, es ist durchgekommen, wie sehr ich jeden einzelnen der Songs mag, wenn nicht - WEHE! Für mich ist „A Day At The Races" das wohl abwechslungsreichste Album von Queen, eine Meisterleistung, die Queen trotz aller Genialität der einzelnen Bandmitglieder und als Einheit auf späteren Alben nie wieder so hinbekommen haben. „A Day…" hat wirklich für jeden Queen-Fan, egal, welches Lied ihn/sie zum Fan machte, das Richtige parat, aber es wird sicherlich auch den ein oder anderen geben, der nicht alle Lieder nicht so mag. Potentielle „Äh-das-finde-ich-aber-nicht-gut"-Lieder sind wohl „Drowse" und „White Man", obgleich ich diese Lieder wirklich prima finde. Doch „Tests" mit Freunden haben gezeigt, dass bei diesen beiden Stücken doch einige geschaut haben, ob das Lied noch lange geht. Aber sie mussten durch, denn ich wollte sie komplett hören!
Und was bleibt zu sagen? Nun, ich werde mich wohl demnächst an der Kasse eines CD-Geschäftes wieder finden mit „A Day At The Races" und „Innuendo" in den CD-Fassungen in der Hand und mich verfluchen, dass ich nicht von Anfang an die CD’s gekauft habe…
Diese Meinung wurde auch bei dooyoo.de und ciao.de von eulenfan veröffentlicht.
So schrieb Brian May zum Beispiel den Opener „Tie Your Mother Down", ein fetziger, direkter Rocksong, der den Hörer genau trifft, und zwar mitten ins Ohr. So stellt man sich Rockmusik vor! Eine krachende Rhythmus-Sektion, knallharte Gitarrensounds und Freddie Mercury At His Best. Er brüllt sich die Seele aus dem Leib und Brian May spielt sich die Finger wund, vor allem in dem herrlichen Solo, das so richtig gut rüberkommt. Es passt einfach alles. Kein Wunder, dass in den darauffolgenden Jahren viele Bands diesen Rocksound kopierten, manche mehr, manche weniger erfolgreich.
Danach wird es herrlich sanft und schmusig und mein zweites Lieblingslied von „A Day…" beginnt: „You Take My Breath Away", ein traumhaftes Liebeslied, geschrieben von Freddie Mercury. Der Vokaleinstieg kündigt schon das Sanfte des Songs an, doch nicht so gut, wie das dann folgende Klaviervorspiel, bevor Freddie zu singen beginnt und dabei, wie von mir schon gerühmt, die Kraft fast vollständig aus seiner Stimme verbannt. Das Instrumental in der Mitte des Stückes ist teilweise ein klitzekleines bisschen zu hart, im Großen und Ganzen aber einfach toll. Somit ist „You Take My Breath Away" einfach ein traumhaftes Stück, das besonders durch seine Einfachheit besticht. Für mich ist es auch das beste Lied, um meinem Wölfchen „Ich Liebe Dich" zu sagen. Das perfekte Liebeslied eben.
Für „Long Away" griff Brian May nicht nur wieder zum Stift fürs Komponieren, sondern auch zum Mikrophon für die Lead Vocals. Die sanfte, leise Stimme steht in einem krassen Kontrast zu Freddie Mercurys kraftvoller Stimme, doch genau das ist es, was Queen auszeichnet: Vier individuelle Musiker, die als Band jedoch noch besser harmonieren und alle sich selbst komplett einbringen. „Long Away" ist auch eines der Stücke, die wieder eine sehr melodiöse Bassline haben, was mir persönlich ja immer wieder sehr gut gefällt. „Long Away" ist wohl das poppigste Stück auf „A Day…", aber das gehört genauso zu Queen wie die beiden Stücke zuvor. Wie ich schonmal sagte: Queen gehören in kein Genre, Queen SIND ein eigenes Genre.
Wie sonst kann man sich erklären, dass das total witzige „Millionaire Waltz", ein richtig schöner Walzer es auf ein Album geschafft hat? Es ist kein Rock, kein Pop, es ist wirklich ein Walzer, ein Wiener dazu, auch wenn elektrische Gitarren und ein wiederum sehr melodiöser Bass und etwas später im Stück auch richtig fetzige Drums mitmischen. Als ich „A Day…" das erste Mal anhörte, war es der „Millionaire Waltz", der die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog, eben, weil er so ungewöhnlich war. Da hat Freddie Mercury ganze Arbeit geleistet, und es wird wieder einmal deutlich, dass der Queen-Sänger sich nicht nur für moderne Musik begeistern konnte, sondern auch für Klassik. Das "walzende" Gitarrensolo im Mittelteil ist besonders witzig durch den einzeln eingeworfenen Triangel-Ton. Da musste ich mir beim ersten Hören ein lautes Auflachen doch kräftig verkneifen (Wäre damals nicht so gut gekommen, da ich im Zug mit lauter älteren Herrschaften saß).
Auch John Deacon kann hervorragende Musik schreiben, das beweist das peppig-poppige „You And I", das trotz allem mehr rockt „Long Away". Manch einer mag einen anderen Eindruck haben, das liegt meiner Meinung nach dann aber an Freddies Zurückhaltung in Sachen Kraft in der Stimme und dem leisen Drumspiel. Dafür ist „You And I" der größere Ohrwurm, da die Melodie eingängiger ist als bei „Long Away".
Da ich wieder mal so dämlich war und aus Kostengründen (und weil ich keinen CD-Spieler im Auto habe) mir mal wieder „nur" die MC-Version gekauft habe (der Ton leidet inzwischen deutlich und bei „You Take My Breath Away" wird das Band wohl demnächst reißen, denn da ist es am dünnsten) muss ich mal wieder aufstehen und die Kassette drehen…
Seite 2 auf der Kassette wird eingeleitet von „Somebody To Love" (geschrieben von Freddie Mercury) einem der Riesenhits von Queen. So grandios auch George Michaels Version bei dem legendären „Concert For Life" am Ostermontag 1992 war, so kommt keiner an die Original-Version heran. Der schunkelnde Rhythmus, der geniale Chor, der melodiöse Bass (das ist immer wieder was, worauf ich gerne hinweise, da ich selbst nichts besser finde als melodiöse Basslines!!!), ein fantastisches Solo von Brian May und Freddie Mercury’s leidenschaftlicher Gesang machen „Somebody To Love" nicht nur zu einer der erfolreichsten Hits von Queen, sondern auch musikalisch zu einem der besten. Mehr gibt es hier nicht zu sagen. Punkt.
Mit „White Man" aus der Feder von Brian May gibt es nun den zweiten Rockkracher nach „Tie Your Mother Down". Hier dürfen die Drums wieder mal richtig krachen, der Bass röhren, die Gitarren am Rückenmark kratzen und Freddie Mercury mit aller Kraft seiner Stimme ins Mikro pläken wie er möchte. Ähnlich wie bei „Tie …" leuchten dem old-fashioned Rockfan hier verzückt die Augen: So muss ordentlicher, handgemachter Rock klingen, so und nicht anders! Da ist die Aggression beinahe physisch zu spüren, wenn Roger Taylor auf die Trommelfelle eindrischt wie ein Wahnsinniger oder wenn Brian May die Saiten seiner Gitarre bis zum Anschlag quält! Hach, das musste ich einfach mal schreiben! Let’s Get Rocked! (nein, das war javon Def Leppard;-), nichts durcheinanderbringen, eulenfan!)
Es wird wieder skurril und witzig: „Good Old Fashioned Lover Boy" von Freddie Mercury steht auf dem Programm. Ich erwische mich mal wieder beim Schunkeln auf meinem altersschwachen Stuhl und mein Fuß hält trotz größter Anstrengungen nicht still. Wenn ich den Text richtig interpretiere, geht es um einen abgetakelten, gealterten Callboy, oder? Anlehnungen an ein bestimmtes Genre kann ich hier nicht benennen, der Song ist einfach gut. Queen eben, oder? Der in der populären Musik äußerst ungewöhnliche 2/2-Takt (es ist kein 4/4!) trägt zur Skurrilität des Stückes bestimmt zusätzlich noch bei, und steigert aber auch den Mitschunkel-Faktor.
Auch Roger Taylor griff für „A Day…" zu Stift und Papier und komponierte: Das 6/8-Stück „Drowse" darf er dann auch singen. Seine Stimme ist ähnlich dünn wie Brian May’s, aber etwas rauher. Kommt bei der getragenen, schwelgenden Komposition aber ganz gut. Die Gitarren schwelgen zu arg, sonst hätte ich „Drowse" wohl noch am ehesten dem Blues zugeordnet, aber so ist das nun mal mit Queen: Egal, wer die Stücke schreibt, es kommt immer Queen raus und nichts anderes. Mist - wie soll ich den Leuten da draußen dann verklickern, wie „Drowse" klingt! Egal, das Stück ist ohnehin schon vorbei (Mann, habe ich lange für die paar Zeilen gebraucht!)
Nach „You Take My Breath Away" gibt es nun mit dem letzten Titel auf „A Day…" noch einmal eine Ballade, und die ist noch schöner, noch besser, noch großartiger, so dass hier die zweite Stelle auf meinem Band ist, wo wohl in naher Zukunft die Materie dem Alter Tribut zollt. Mit „Teo Torriate (Let Us Cling Together)" verneigte sich Brian May beim Schreiben und Queen beim Performen vor den vielen, vielen japanischen Fans, die Queen hatte. Ein fantastisches, sanftes Klavierintro, begleitet von leisen Synthi-Klängen, und dann der Einsatz von Freddies grandioser Stimme, die wohl niemals sanfter geklungen hat. Selbst im etwas rockigeren Refrain bleibt Mercury sanft und beinahe schon zärtlich. Auch die Instrumentalisten May, Deacon und Taylor spielen so sanft es nur geht, um die wunderbare Atmosphäre nicht zu zerstören. Das Lied, offenbar an japanische Traditionale angelehnt, klingt exotisch trotz der Rockinstrumente. Und dass die Bridge im letzten Drittel des Songs dann doch etwas aggressiver, kraftvoller ist, wird durch den abschließenden Kinderchor, der mit Queen zusammen den Refrain noch einmal intoniert, wieder wettgemacht. Und ich muss mich arg zurückhalten, um nicht noch einmal zurückzuspulen.
Den Sinn des darauf folgenden Instrumentals habe ich nie richtig verstanden. Da es aber das gleiche Instrumental ist, welches auch „Tie Your Mother Down" einleitet, wird es wohl als Symbol für das Abgerundete des Albums dienen.
Okay, das waren also die 10 Stücke von meinem absoluten Lieblings-Queen-Album. Ich hoffe, es ist durchgekommen, wie sehr ich jeden einzelnen der Songs mag, wenn nicht - WEHE! Für mich ist „A Day At The Races" das wohl abwechslungsreichste Album von Queen, eine Meisterleistung, die Queen trotz aller Genialität der einzelnen Bandmitglieder und als Einheit auf späteren Alben nie wieder so hinbekommen haben. „A Day…" hat wirklich für jeden Queen-Fan, egal, welches Lied ihn/sie zum Fan machte, das Richtige parat, aber es wird sicherlich auch den ein oder anderen geben, der nicht alle Lieder nicht so mag. Potentielle „Äh-das-finde-ich-aber-nicht-gut"-Lieder sind wohl „Drowse" und „White Man", obgleich ich diese Lieder wirklich prima finde. Doch „Tests" mit Freunden haben gezeigt, dass bei diesen beiden Stücken doch einige geschaut haben, ob das Lied noch lange geht. Aber sie mussten durch, denn ich wollte sie komplett hören!
Und was bleibt zu sagen? Nun, ich werde mich wohl demnächst an der Kasse eines CD-Geschäftes wieder finden mit „A Day At The Races" und „Innuendo" in den CD-Fassungen in der Hand und mich verfluchen, dass ich nicht von Anfang an die CD’s gekauft habe…
Diese Meinung wurde auch bei dooyoo.de und ciao.de von eulenfan veröffentlicht.
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