Rasenpflege Tipps & Tricks Testbericht

No-product-image
ab 6,53
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(6)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von kulosa

Das Schaf hat ausgedient

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich mir kein Schaf leisten kann, muß ich den Rasen im Garten auf die herkömmliche Art und Weise kurz halten. Nach über 15 Jahren habe ich mir dabei so einige Kniffe einfallen lassen um diese ungeliebte Tätigkeit zu vereinfachen. Diese möchte ich Euch in diesem Bericht heute weitergeben.


Benzin oder Elektro?

Als erstes sollte man sich überlegen, für welche Antriebsart man sich entscheiden möchte. Ist keine Steckdose in der Nähe, hat sich die Sache für den E-Rasenmäher schon geklärt. Aber selbst wenn ein Stromanschluß vorhanden ist, kann ein Benziner die bessere Wahl sein. Beispielweise bei sehr großen Flächen würde man zu viele Verlängerungskabel benötigen. Auch wenn das Gras oder Unkraut sehr hoch steht reicht die Leistung eines Elektrorasenmähers meist nicht aus. Hingegen ist bei kleineren Wiesen und hellhörigen Nachbarn von einem Beziner abzusehen. Wer die Vorteile beider Systeme vereint haben möchte, muß sich einen Akkumäher zulegen. Diese sind aber nur für kleine Flächen geeignet und durch den Akku etwas schwerer.


Das Verlängerungskabel

Um einen Elektromäher betreiben zu können, benötigt man natürlich ein Verlängerungskabel. Dieses sollte eine helle Farbe haben. Meist sind daher Rasenmäherverlängerungen orange. Ein schwarzes Kabel könnte man im Gras übersehen und darüberfahren, was nicht selten eine Zerstörung desselben zur Folge hat. Es sollte auch mindestens 1-1,5 Quadratmillimeter Leiterquerschnitt haben, damit der Rasenmäher noch genügend Spannung zur Verfügung hat. Keinesfalls sollte man 3-4 kurze Verlängerungen, mit geringem Querschnitt, aneinanderstecken. Soche sind nur zum Gebrauch im Haushalt, etwa für einen Fernseher geeignet. Dadurch bestünde die Gefahr, daß bei einem Kurzschluß die Sichering nicht auslöst, da nicht genügend Kurzschlußstrom fließt, und es an der Kurzschlußstelle zum Brand kommen könnte.


Kabelhandhabung

Beim Mähen sollte man immer von der Stekdose, an der der Rasenmäher angeschlossen ist, weg arbeiten. Also fängt man am Haus an und arbeitet sich zu der Seite der Wiese vor, die vom Haus abgewandt ist. Dadurch liegt das Kabel immer an der Stelle auf dem Rasen, dieschon fertig ist. Bei Hindernissen sollte man so mähen, daß das Kabel nicht mehfach um diese herumgewickelt werden. Immer wieder zum Ausgangspunkt zurrück und dann zum nächsten Hindernis.
Ich halte immer das Kabel mit ca 1m Schlaufe in der linken Hand und bediene den Rasenmäher mit der rechten Hand. Dadurch kann ich die Lage beeinflussen und es liegt immer da wo mich das Kabel nicht stört.


Benziner

An hügeligen Wiesen sollte man sich überlegen, einen Rasenmäher mit Radantrieb zu kaufen. Ansonsten gilt, je größer und teurer er ist, desto schwerer ist er auch. Man kann zwar mit einmal eine größere Breite mähen, aber beim Wenden und an Hindernissen sind sie sehr unpraktisch. Unter dem Strich ist man also meist mit einem großen Gerät auch nicht viel schneller fertig. Außer man hat ein ganzes Fußballfeld zu Mähen. Aber hier ist dann doch wohl eher ein Rasentraktor angebracht. Ansonsten ist ein 4 Takter natürlich umweltfreundlicher und preiswerter im Betrieb. 2 Takterbenzin bekommt man nicht mehr überall und ist außerdem teurer.
Man hat zwar hier nicht den Nachteil des Kabels, aber die höhere Läutstärke und kompliziertere Handhabung stehen dem als Nachteil entgegen.


Sicherheit

Natürlich gibt es auch hier Arbeitsschutzhinweise zu beachten. Als erstes ist natürlich festes Schuhwerk zu Tragen. Ich finde es immer sehr leichtsinnig, wenn ich jemanden sehe, der im Garten mit Badelatschen seinen Rasen mäht. Normalerweise hällt man zwar nicht den Fuß unter den Mäher, aber wenn man mal unglücklich abrutscht? Elektromäher müssen an eine Stekdose angeschlossen werden, die über einen FI, auch Personenschutzschalter genannt, betrieben wird.
Wenn mal das Gras das Messer angehalten hat und man das Gerät auf die Seite legt um es wieder gangbar zu machen, sollte man den Stecker ziehen. Zwar sind die Rasenmäher heute so gebaut, daß ein unbeabsichtigtes Einschalten fast unmöglich ist, aber eben nur fast. Bei Benzinern entfällt das natürlich.


Tipps zum richtigen Mähen

Bevor man anfängt einen Rasen zu mähen, sollte man darauf achten, das keiner vorher an einigen Stellen es niedergelatscht hat. Wenn man dann nämlich mit dem Mäher darüberfährt, erwischt man die umgeknickten Grashalme nicht richtig. Nach einigen Stunden richten sie sich dann wieder auf, so daß nun wieder der niedergetrampelte Teil des Rasens steht und der Rest ordentlich gemäht ist. Das sieht dann irgendwie komisch aus. Auch wenn man Beispielsweise Gartenmöbel wegräumen muß um zu Mähen, sollta man das nicht unmittelbar vorher tun, sondern erst wenn man mit dem Rasenmäher diese erreicht hat. Dann kann man sie, ohne das ungemähte Gras umzutreten, auf die schon gemähte Fläche stellen.
Hindernisse und schlecht zugängliche Stellen kann man anschließend mit einem Rasentrimmer oder Rasenkantenschneider, nachbehandeln.
An Hängen ist es besser immer von oben nach unten zu Mähen. Man kann ihn besser nach ober ziehen als schieben. Regelmäßiges leeren der Grasfangbox, falls vorhanden, sollte selbstverständlich sein. Wenn sie erst 3/4 voll ist kann sie nicht mehr alle Grashalme aufnehmen, die dann liegen bleiben was Nacharbeit erforderlich macht.
Abschließend sei noch angemerkt, daß an Sonn- und Feiretagen das Rasenmähen in Gartenanlagen und Wohngebieten verboten ist. Auch ist die Mittagsruhe von 12-15 Uhr einzuhalten. In der Mittagssonne ist das für den Rasen ohnehin nicht gut, da er dann verbrennen kann. Die Zeiten sind aber von Gemeinde zu Gemeinde möglicherweise unteschiedlich.


So das waren nun meine Erfahrungen aus 15 Jahren Rasenmäherfahrung mit den verschidensten Rasenmähern und Rasenflächen.


In diesem Sinne viel Spaß beim Rasenmähen wünscht Jan

39 Bewertungen