Erfahrungsbericht von tobi.birkner
Nikotinkonsum, seine Geschichte, die Wirkung und Gefahren
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hallo Leute, jetzt noch ein Bericht über Nikotinkonsum, seine Geschichte, seine Wirkung und seine Folgen von mir , ich hab diese Berichte, mal innerhalb des Seminarkurses in der Schule geschrieben
Übrigens, die Bewertung gut liegt einfach daran, dass ich selber Raucher bin, objektiv betrachtet müsste ich natürlich ein mangelhaft geben
Geschichte des Tabakrauchens
Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 begann der Siegeszug des Tabaks um die ganze Welt. In ihrer Heimat Amerika hatte die Droge in Erster Linie Bedeutung für religiöse Zeremonien, beispielsweise war das Tabakrauchen zur Kontaktaufnahme mit den Göttern gedacht. Auch das Rauchen der Friedenspfeife hatte einen großen Symbolgehalt. 1560 brachte Jean Nicot, ein französischer Arzt die Tabakpflanze mit nach Europa. Nach ihm wurde auch die Tabakpflanze (Nicotinia tabacum) benannt. Von da an begann der Siegeszug des Tabaks um die ganze Welt. Zuerst wurde der Tabak nur geschnupft, als aber Siedler aus Virginia Pfeifen mit nach England brachten, war auch in der westlichen Welt das Rauchen von Tabak bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Rauchen mit aller Härte bekämpft. so exkommunizierte der Papst Raucher, in Rußland wurden Raucher gar verbannt oder hingerichtet. Im ausklingenden 17. Jahrhundert wurden dann sowohl in England als auch in Österreich oder Frankreich sogenannte Monopole gegründet, die Zigaretten herstellten, damals noch in Handarbeit. Erst im Jahre 1881 wurde die erste Zigarettendrehmaschiene, die schon 200 Zigaretten pro Minute herstellte, in den USA in Betrieb genommen. Schon 1910 waren in Deutschland dann 20000 Zigarettenmarken beim Patentamt eingetragen, während in Amerika schon die großindustrielle Fertigung begann. Ein Beispiel für die Produktionssteigerung bei den Zigarettenherstellern ist die zahl der Jährlich gerauchten Zigaretten. Während es um 1930 noch 450 Stück pro Kopf und Jahr waren, sind es im Jahr 1990 schon 2000 Zigaretten pro Kopf der Bevölkerung und Jahr gewesen.
Eigenschaften des Nikotins
Der Stoff, um den es geht, ist eine relativ einfache chemische Verbindung. Entdeckt wurde er 1828 in Heidelberg. "De Nicotiniana" - "Über die Tabakpflanze" nannten zwei Studenten, der Chemiker Reimann und der Mediziner Posselt, ihre preisgekrönte lateinisch geschriebene Studie über den Wirkstoff in den Tabakblättern. Sie gaben ihm auch gleich seinen Namen "Nikotin", unter Chemikern auch als 3-(1-Methyl-2-pyrrolidinyl)-pyridin bekannt. Nicotiniana Tabacum, die Tabakpflanze ist ein Nachtschattengewächs. Das Nikotin erzeugt sie in ihren Wurzeln. Wenn die Pflanze reift, wandert der Stoff in die Blätter. Nikotin ist eines der stärksten Pflanzengifte. Die tödliche Dosis für den Menschen beträgt nur 50 mg. Beim Rauchen wird das nicht erreicht, weil Nikotin im Körper sehr schnell abgebaut wird. Die Giftproduktion liegt bei den Nachtschattengewächsen in der Familie: Tollkirsche, Bittersüß, Bilsenkraut gehören dazu, aber auch Nutzpflanzen wie Kartoffel, Tomate und Paprika. Wenn der Tabak glimmt, wird das Nikotin freigesetzt. Gebunden an die winzigen Teerteilchen im Rauch gelangt es in die Lunge und von dort ins Blut. Schon 7 Sekunden später erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn, heften sich dort an die Nervenzellen und beeinflussen deren Aktivität. Nikotin hat zunächst einen anregenden, in höheren Dosen einen beruhigenden und muskelentspannenden Einfluß. Es mildert Hunger- und Angstgefühle und auch Aggression. "Trotz seiner erheblichen Giftigkeit ist Nikotin, das mit dem Tabakrauch aufgenommen wird, selten die Ursache von Vergiftungen, wenn man absieht von ersten Rauchversuchen oder vom Verzehr von Zigaretten durch Kleinkinder. Der Raucher erlebt praktisch keine Nikotinvergiftung, er scheidet das Nikotin ja auch schnell aus, und sein Körper gewöhnt sich daran. Raucher genießen Nikotindosen, die bei Nichtrauchern bereits leichte Vergiftungserscheinungen auslösen würden. Nikotin wirkt weder krebserzeugend noch teratogen [= Mißbildungen erzeugend], noch ist es verantwortlich für die chronischen Gesundheitsschäden der Raucher. Die gehen zu Lasten von Kohlenmonoxid, Cyanwasserstoff, Benzol, Cadmium, Nitrosaminen und zahlreichen anderen gesundheitsschädlichen Bestandteilen des Tabakrauchs."
Wirkung des Nikotins im Gehirn
Gelangen Nikotinmoleküle über die Lunge ins Blut und von dort dann in ca. 7 Sekunden ins Gehirn, spielen sie dort an den Übergangsstellen der einzelnen Gehirnzellen ihre Wirkung als Nervengift aus. Indem sie sich in den Rezeptorstellen der postsynaptischen Membran festsetzten, blockieren sie diese für die körpereigenen Transmitterstoffe wie Acetylcholin. Damit wirkt Nikotin wie das tödliche Pfeilgift Curare, das Gift der Tollkirsche (Atropin) oder das Gift des Fliegenpilzes (Muskarin). Haben sich die Nikotinmoleküle in den Rezeptorstellen festgesetzt können sie durch körpereigene Enzyme nicht aus diesen entfernt werden und führen so zu einer Dauererregung der nachgeschalteten Nervenzelle.
Zum Schluß noch Angaben über den Nikotingehalt von üblichen Zigarettenmarken:
Milligramm Nikotin pro Zigarette
Marke: "normal" "light"
Marlboro 12,0 11,8
HB 12,3 11,9
West 11,8 10,9
Camel 12,7 11,5
Stuyvesant 11,0 9,8
Lord 12,1 14,0
Nikotin im Tabak in Prozent
Marke: "normal" "light"
Marlboro 1,77 2,15
HB 1,83 2,06
West 1,85 1,98
Camel 1,84 1,88
Stuyvesant 1,74 1,84
Lord 1,75 2,37
Einige Inhaltsstoffe einer Zigarette
kanzerogen (erwiesen krebserzeugende Stoffe):
· 3,4-Benzpyren
· Dioxine
· N-Nitrosamine
· Dimethylnitrosamin
· s-Methylcholanthren
· Phenol
· Benzol
· Vinylchlorid
· Arsenverbindungen
· Nickelkomplexe
· Zinkoxid
kanzerogen-verdächtig (Stoffe mit begründetem Verdacht):
· Acrolein
· Formaldehyd
· Anilin
· N-Dimethylnitrosamin
· Cadmiumverbindungen
· Blei
giftig:
· Pyridin
· Nikotin
· Toluol
· Styrol
· Ethylbenzol
· Naphthalin
Quellen:
Inhaltstoffe von Zigaretten: Deutsche Medizinische Wochenschrift 112 (1987), Seite .154ff. Tabakrauch: der für den Menschen gefährlichste Schadstoff in der Luft unserer Umwelt. Prof. Dr. Dr. med. h.c. Herbert Remmer. Direktor des Instituts für Toxologie der Universität Tübingen.
Rausch und Realität: Broschüre über eine Ausstellung zum Thema Drogen.
Nikotin: Broschüre der Barmer Ersatzkasse zum Thema Rauchen
Übrigens, die Bewertung gut liegt einfach daran, dass ich selber Raucher bin, objektiv betrachtet müsste ich natürlich ein mangelhaft geben
Geschichte des Tabakrauchens
Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 begann der Siegeszug des Tabaks um die ganze Welt. In ihrer Heimat Amerika hatte die Droge in Erster Linie Bedeutung für religiöse Zeremonien, beispielsweise war das Tabakrauchen zur Kontaktaufnahme mit den Göttern gedacht. Auch das Rauchen der Friedenspfeife hatte einen großen Symbolgehalt. 1560 brachte Jean Nicot, ein französischer Arzt die Tabakpflanze mit nach Europa. Nach ihm wurde auch die Tabakpflanze (Nicotinia tabacum) benannt. Von da an begann der Siegeszug des Tabaks um die ganze Welt. Zuerst wurde der Tabak nur geschnupft, als aber Siedler aus Virginia Pfeifen mit nach England brachten, war auch in der westlichen Welt das Rauchen von Tabak bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Rauchen mit aller Härte bekämpft. so exkommunizierte der Papst Raucher, in Rußland wurden Raucher gar verbannt oder hingerichtet. Im ausklingenden 17. Jahrhundert wurden dann sowohl in England als auch in Österreich oder Frankreich sogenannte Monopole gegründet, die Zigaretten herstellten, damals noch in Handarbeit. Erst im Jahre 1881 wurde die erste Zigarettendrehmaschiene, die schon 200 Zigaretten pro Minute herstellte, in den USA in Betrieb genommen. Schon 1910 waren in Deutschland dann 20000 Zigarettenmarken beim Patentamt eingetragen, während in Amerika schon die großindustrielle Fertigung begann. Ein Beispiel für die Produktionssteigerung bei den Zigarettenherstellern ist die zahl der Jährlich gerauchten Zigaretten. Während es um 1930 noch 450 Stück pro Kopf und Jahr waren, sind es im Jahr 1990 schon 2000 Zigaretten pro Kopf der Bevölkerung und Jahr gewesen.
Eigenschaften des Nikotins
Der Stoff, um den es geht, ist eine relativ einfache chemische Verbindung. Entdeckt wurde er 1828 in Heidelberg. "De Nicotiniana" - "Über die Tabakpflanze" nannten zwei Studenten, der Chemiker Reimann und der Mediziner Posselt, ihre preisgekrönte lateinisch geschriebene Studie über den Wirkstoff in den Tabakblättern. Sie gaben ihm auch gleich seinen Namen "Nikotin", unter Chemikern auch als 3-(1-Methyl-2-pyrrolidinyl)-pyridin bekannt. Nicotiniana Tabacum, die Tabakpflanze ist ein Nachtschattengewächs. Das Nikotin erzeugt sie in ihren Wurzeln. Wenn die Pflanze reift, wandert der Stoff in die Blätter. Nikotin ist eines der stärksten Pflanzengifte. Die tödliche Dosis für den Menschen beträgt nur 50 mg. Beim Rauchen wird das nicht erreicht, weil Nikotin im Körper sehr schnell abgebaut wird. Die Giftproduktion liegt bei den Nachtschattengewächsen in der Familie: Tollkirsche, Bittersüß, Bilsenkraut gehören dazu, aber auch Nutzpflanzen wie Kartoffel, Tomate und Paprika. Wenn der Tabak glimmt, wird das Nikotin freigesetzt. Gebunden an die winzigen Teerteilchen im Rauch gelangt es in die Lunge und von dort ins Blut. Schon 7 Sekunden später erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn, heften sich dort an die Nervenzellen und beeinflussen deren Aktivität. Nikotin hat zunächst einen anregenden, in höheren Dosen einen beruhigenden und muskelentspannenden Einfluß. Es mildert Hunger- und Angstgefühle und auch Aggression. "Trotz seiner erheblichen Giftigkeit ist Nikotin, das mit dem Tabakrauch aufgenommen wird, selten die Ursache von Vergiftungen, wenn man absieht von ersten Rauchversuchen oder vom Verzehr von Zigaretten durch Kleinkinder. Der Raucher erlebt praktisch keine Nikotinvergiftung, er scheidet das Nikotin ja auch schnell aus, und sein Körper gewöhnt sich daran. Raucher genießen Nikotindosen, die bei Nichtrauchern bereits leichte Vergiftungserscheinungen auslösen würden. Nikotin wirkt weder krebserzeugend noch teratogen [= Mißbildungen erzeugend], noch ist es verantwortlich für die chronischen Gesundheitsschäden der Raucher. Die gehen zu Lasten von Kohlenmonoxid, Cyanwasserstoff, Benzol, Cadmium, Nitrosaminen und zahlreichen anderen gesundheitsschädlichen Bestandteilen des Tabakrauchs."
Wirkung des Nikotins im Gehirn
Gelangen Nikotinmoleküle über die Lunge ins Blut und von dort dann in ca. 7 Sekunden ins Gehirn, spielen sie dort an den Übergangsstellen der einzelnen Gehirnzellen ihre Wirkung als Nervengift aus. Indem sie sich in den Rezeptorstellen der postsynaptischen Membran festsetzten, blockieren sie diese für die körpereigenen Transmitterstoffe wie Acetylcholin. Damit wirkt Nikotin wie das tödliche Pfeilgift Curare, das Gift der Tollkirsche (Atropin) oder das Gift des Fliegenpilzes (Muskarin). Haben sich die Nikotinmoleküle in den Rezeptorstellen festgesetzt können sie durch körpereigene Enzyme nicht aus diesen entfernt werden und führen so zu einer Dauererregung der nachgeschalteten Nervenzelle.
Zum Schluß noch Angaben über den Nikotingehalt von üblichen Zigarettenmarken:
Milligramm Nikotin pro Zigarette
Marke: "normal" "light"
Marlboro 12,0 11,8
HB 12,3 11,9
West 11,8 10,9
Camel 12,7 11,5
Stuyvesant 11,0 9,8
Lord 12,1 14,0
Nikotin im Tabak in Prozent
Marke: "normal" "light"
Marlboro 1,77 2,15
HB 1,83 2,06
West 1,85 1,98
Camel 1,84 1,88
Stuyvesant 1,74 1,84
Lord 1,75 2,37
Einige Inhaltsstoffe einer Zigarette
kanzerogen (erwiesen krebserzeugende Stoffe):
· 3,4-Benzpyren
· Dioxine
· N-Nitrosamine
· Dimethylnitrosamin
· s-Methylcholanthren
· Phenol
· Benzol
· Vinylchlorid
· Arsenverbindungen
· Nickelkomplexe
· Zinkoxid
kanzerogen-verdächtig (Stoffe mit begründetem Verdacht):
· Acrolein
· Formaldehyd
· Anilin
· N-Dimethylnitrosamin
· Cadmiumverbindungen
· Blei
giftig:
· Pyridin
· Nikotin
· Toluol
· Styrol
· Ethylbenzol
· Naphthalin
Quellen:
Inhaltstoffe von Zigaretten: Deutsche Medizinische Wochenschrift 112 (1987), Seite .154ff. Tabakrauch: der für den Menschen gefährlichste Schadstoff in der Luft unserer Umwelt. Prof. Dr. Dr. med. h.c. Herbert Remmer. Direktor des Instituts für Toxologie der Universität Tübingen.
Rausch und Realität: Broschüre über eine Ausstellung zum Thema Drogen.
Nikotin: Broschüre der Barmer Ersatzkasse zum Thema Rauchen
15 Bewertungen, 4 Kommentare
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13.05.2002, 19:07 Uhr von Tut_Ench_Amun
Bewertung: sehr hilfreichmacht nix - ich qualm weiter - es gibt nur einen Weg zur Lunge und der muss geteert werden...damit der Tod auf seinem Weg nicht stolpert *Gruss Jürgen
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13.05.2002, 00:56 Uhr von THOR1984
Bewertung: sehr hilfreichguter beitrag fürn raucher wie mich sehtr informativ
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13.05.2002, 00:40 Uhr von Avengelina
Bewertung: sehr hilfreichDu scheinst hier der Drogenfachmann zu sein ;-) Cu Avengelina
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13.05.2002, 00:40 Uhr von dani___
Bewertung: sehr hilfreichWow! Der Bericht ist echt gut...

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