Reisen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ondyx

Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 1 -

Pro:

Viel Natur

Kontra:

Wenig Hügel

Empfehlung:

Ja

Mein Geburtstagsgeschenk zum 40. war diese Reise.

21 Tage lang war ich auf Einladung meines - ACHTUNG!!! - Schwiegervaters mit meiner Frau und ihm auf Reise durch Namibia und Botswana.

In einem Rutsch alles niederzuschreiben wird mir nicht gelingen.


Gleich geht’s los:

Reisefieber par excellence und dazu noch ein Reisesponsor mit einem leichten Hang zur Überorganisation und einer Tochter bzw. meiner Ehefrau, die in diese Fußstapfen zu treten beginnt, das sind wahrscheinlich nicht die besten Voraussetzungen für einen entspannten Reisebeginn.

Auf der anderen Seite war ich aber ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten wirklich überaus zeitgerecht mit dem Gröbsten an Vorbereitungen (Impfungen, Internat. Führerschein, Koffer-Zahlenschlösser und dergl. mehr besorgen) im Soll, hinzu kam, dass sich diesmal gleich drei Erwachsene um alles ihre Gedanken machten und dass wir nur an unser Gerümpel und nicht auch noch das der sonst bis zu zwei mitreisenden Kinder denken mussten, kurzum: wir sind \"gut davongekommen\".

\"Gut\" heißt in diesem Falle sogar: \"Sehr gut\", ja beinahe schon \"erstklassig\", denn mein lieber Schwiegervater (Neid ist geil - wenn man auf der Empfängerseite sitzt!) hatte uns und der gewichtigen Fotoausrüstung Plätze in LTU´s \"First Comfort Class\" (auf dem Plan unseres Reisebüros stand witziger Weise \"Forst Comfort Class\" und ich musste dabei irgendwie an Holzstühle denken) spendiert, d. h. die vier Kameras, Dutzende an Objektiven, drei Stative, Festplatte, Adapter, Konverter etc. flogen aufpreisfrei mit dem Airbus und uns mit nach Windhoek.

Knapp zehn Stunden ist man unterwegs von München und weil der Abflug kurz vor 22.00 Uhr lag, kam man mächtig unausgeruht - trotz bequemer Sitzabstände - am frühen Morgen am \"Hosea Kutako International Airport\" nahe Windhoek an. Unterwegs gab es eine feine Auswahl an netten Filmchen, ich glaube, mich an Fragmente von \"Charlies Angels\" und \"Johnny English\" erinnern zu können. Etwas Neues habe ich auch dazu gelernt. In der Menüauswahl gab es ein Gericht, das \"Pangasius-Filet\" beinhaltete. Vorher wusste ich nicht, von welchem Lebewesen dieses wohl stammen mag, aber heute bin ich klüger!

Was Pangasius ist, wollte ich eigentlich erst beim Rückflug beantworten, da gab es das nämlich noch Mal und erst da habe ich es gegessen! Ist das denn für den dramaturgischen Spannungsbogen von Bedeutung, dass ich schon jetzt die werte, zahlreiche Leserschaft wissen lasse, was Pangasius ist?
Auf dem Hinflug hatte ich mich, soweit ich mich recht entsinne, für die Ente entschieden.

Die Abfertigung bei der Ankunft ist hier in Windhoek ziemlich rustikal, man geht die Gangway hinab und steht dann auf dem Asphalt der Rollbahn.
Über 300 Fluggäste durften sich selber zu Fuß über das Vorfeld des Flughafens zum Abfertigungsgebäude begeben, auch einer Erfahrung, die einem in Europa kaum noch zuteil wird.

Lustig wurde es erst, als wir drei aus der Schlange vor dem Passkontrollschalter von einer Uniformierten in ein Büro, ein \"Separee\" gebeten wurden. Ein sanfter Schreck durchfährt mein übernächtigtes Gemüt - was haben wir falsch gemacht?

Es stellte sich schnell heraus, dass jegliche Nervosität unnötig war. Mangels freier Kontrollschalter wurde ein Teil der Touristen in den Büros der Einwanderungsbehörde abgefertigt, so eben auch wir - ob das jetzt an unserem privilegierten \"First Class Comfort Flyer\"-Status lag, bezweifle ich, denn in der Schlange waren wir als solche nicht zu erkennen gewesen.

Noch eine interessante Erkenntnis gewannen wir, als wir auf die Freigabe des großen Videokamerastativs, welches in einer langen, gepolsterten Tragetasche steckte, warteten. Dieses wurde nämlich zu unserer Belustigung - und auch zu unserer Zeitverzögerung - fälschlicher Weise als Schießinstrument verkannt und musste in einem weiteren, separaten Schusswaffen-Einfuhr-Büro ausgelöst werden, kostenfrei und auch unbürokratisch. Bemerkenswert war dennoch, dass sich unter den Passagieren des LTU-Airbusses doch eine große Zahl an \"TrophäenJÄGERN\" befand, denn in dem Büro tummelte sich recht schnell eine größere Anzahl an Personen, die sicherlich nicht nur verdächtig verpackte Stative zu deklarieren hatten.



.

Gibt es noch etwas, was den Hinflug bemerkenswert gemacht hat? Dass es meine erste Reise südlich des Äquators war? Dass - Achtung, Zeitsprung - die \"Business Lounge\" am Flughafen in München gegenüber der am Flughafen in Windhoek (ich bin bereits am Rückflugtag und allen, die jetzt vielleicht erleichtert aufatmen, sei gesagt: niemand wird gezwungen, das alles zu lesen! Jetzt aber: Zeitrücksprung) um ca. zwei Klassen schlechter war?

Zurück nach Windhoek, \"luggage claim\" and \"immigration control\" sind erfolgreich hinter uns gebracht, unsere insgesamt 13 Taschen/Rucksäcke sind statisch korrekt auf drei Gepäckwagen verteilt und wir warten, dass der Angestellte bei \"budget rent-a-car\" Zeit für uns hat.

Tatsächlich ist der bürokratische Teil eines Automietvertragsabschlusses nicht wirklich spannend.

Wir kriegen einen Toyota HiLux, also einen Pick-Up mit einem Aufbau auf der Ladefläche, der unsrige hat eine viertürige Kabine, einen 2,7 Liter-Vierziylinder-Motor mit, ca. 140 PS, einen zweiten Ersatzreifen und einen Zusatztank, der das Gesamtvolumen auf 120 Liter Benzin erhöht. Erst bei der Rückgabe des Fahrzeugs zwei Wochen später erfahre ich, dass die Tankanzeige nur auf den Haupttank mit den 70 Litern eingestellt ist und wir alle drei uns die ganze Zeit umsonst gewundert haben, warum über Hunderte von Kilometern die Nadel an der Anzeige gar keine Anstalten macht, sich zu bewegen, danach aber - also wenn vom Zusatz- auf den Haupttank umgeschaltet wird (das geht automatisch) die Nadel umso rapider sinkt.

Am bedeutendsten aber fand ich an dem Wagen das: Der Fahrer sitzt rechts und die Autos fahren links. DAS war gewöhnungsbedürftiger als ich dachte, mit links schalten und dennoch ist der Blinker rechts, zwei Wochen lang habe ich bei jedem Abbiegevorgang die Scheibenwischer statt des Fahrtrichtungsanzeigers betätigt.

Egal, die Fahrt beginnt, wir müssen nach Windhoek, dort wartet im Hotel Heinitzburg ein Einzel- und ein Doppelzimmer auf unsere kleine Reisegruppe.

Die Straßen, die wir heute befahren, sind alle geteert und in sehr gutem Zustand und führt durch leicht hügeliges Gelände, links und rechts des Weges sind die Farmgelände eingezäunt, dahinter eher karger Boden mit ebenso karger Vegetation, wenig Bäume, einige Sträucher und mal und hier eine Kuh hinter dem Zaun oder einige Paviane auf dem Zaun oder sogar diesseits des Zaunes. Die Farmen in der Umgebung von Windhoek dienen zum Großteil der Farm- und Rinderzucht, vereinzelt wird auch lediglich Wild \"gehütet\", welches entweder der Trophäenjagd oder auch der industriellen Fleischerzeugung dient. Tourismus alleine würde keine der hier sehr zahlreich zu findenden Gästefarmen oder -lodges tragen.

Die Fahrt vom Flughafen in die Hauptstadt dauert ca. eine Stunde, es sind gute 40 Kilometer, wenn ich mich recht erinnere. Angenehme zwanzig Grad Celsius Außentemperatur, allerdings ist das um knapp 10.00 Uhr auch kein wirkliches Kunststück.

Die überaus informative und ausführliche Wegbeschreibung unseres Reiseveranstalters warnt uns vor einer Polizei-Straßensperre ca. 15 km vor der Stadtgrenze, tatsächlich fordern dort Verkehrszeichen (was nur bedeuten allerdings die unterwegs immer wieder aufgestellten runden Schilder mit dem durchgestrichenen \"S\" in der Mitte?) zum langsamen Fahren und auch zum Stoppen auf, der Uniformierte aber an dem Kontrollhäuschen hat kein gesteigertes Interesse an einer näheren Untersuchung unseres Wagens oder unserer Papiere und winkt uns durch.

Windhoek, die Hauptstadt Namibias, liegt ziemlich genau in der Mitte des Landes und ist im Westen von den Khomas-Hochland, im Südosten von den Auas-Bergen und im Nordosten von den Eros-Bergen umgeben. Alle Bergrücken überragen die Stadt und sind einem der typischen stimmungsvollen afrikanischen Sonnenuntergänge eher hinderlich. Dennoch sorgt das bergige Umland für ein interessantes Panorama.

Was uns Germanen auffällt: viele der Straßen Windhoeks sind tatsächlich deutsch benannt, es gibt zum Beispiel eine wahrhaftige \"Bahnhofsstraße\" dort, viele Geschäfte oder Betriebe werden offensichtlich von deutschstämmigen Namibiern betrieben und wie wir später erfahren werden, ist dies nicht nur offen\"sichtlich\", sondern bei näherem Kennenlernen auch nicht zu über\"hören\", denn tatsächlich gilt hier an ganz vielen Stellen: \"man spricht deutsch\" - und das viel besser, als man glauben mag!

Unser Hotel liegt auf einem der vielen Hügel Windhoeks und die Aussicht lässt den Schluß zu, dass Schwiegerpapa wohl Wert auf gediegenes Absteigen legt, das \"Heinitzburg\" gehört zur Kette der \"Relais & Chateaux\" und jeder darf sich selber gerne ein Bild von der Kette machen: http://www.relaischateaux.com/site/us/rc_heinitzburg.html

Wir kommen zu früh an, die Zimmer sind noch nicht fertig. Ein großes Hindernis ist das nicht, unser Gepäck dürfen wir dort lassen, die hier doch ausnahmsweise aus Deutschland -aus dem Frankenland, um genau zu sein - stammende Chefin gibt uns noch letzte Ratschläge und Fahrtrichtungen, man gönnt sich noch einen Latte macchiatto und ein Apfelschorle, die Kameraausrüstung meiner „besten Hälfte von Allen“ erfährt ihren ersten Härtetest, denn auf der Terrasse des Hotels, wo wir die Getränke einnehmen, tummeln sich zahlreiche und farblich überaus interessante Eidechsen.

Halb amüsiert nehmen auch zwei weitere auf der Terrasse weilende Hotelgäste dies zur Kenntnis, dieses Pärchen saß bezeichnender Weise auch bereits in unserem Flieger just nur eine Sitzreihe vor uns.

Im Kellergang vor den Toiletten des Hotelrestaurants hängen Fotos von Prominenten samt Widmungen, demnach waren sie ja schon fast alle hier, Genscher, Strauß selig und noch so manche mehr.

Irgendwann sind Kaffee und Saft ausgetrunken und alle Reptilien entweder verscheucht oder ausreichend auf Silikon gebannt (ich behaupte mal einfach, dass bei der Digital-Fotografie Silikon das Speichermdium darstellt) dann fahren wir hinein in die Ortsmitte. Was wir brauchen: eine Bank zum Geldwechseln, einen Schlüsseldienst für einen Ersatzschlüssel für unseren Mietwagen, einen Supermarkt für Linsen oder Bohnen oder Reis zum Füllen der mitgebrachten Bohnensäcke - diese dienen den Teleobjektiv nutzenden mitgereisten Naturfotografen (also meiner Frau und ihrem Vater) als Auflagefläche beim schnellen \"Schießen\" aus dem Auto.

Links-Kreisverkehr, aber nicht nur mit vier, sonder mit sechs bis acht einmündenden Straßen, dazu noch ziemlich übernächtigt und das in einem Auto, mit dessen Bedienung ich noch vertraut werden muss... dennoch, die Fahrt bleibt unfallfrei und auch das Geldinstitut, der Schlüsseldienst und der Supermarkt lassen sich finden.

Ärgerlich im Moment, dass wir keinen Nachschlüssel kriegen können, der Eisenwarenladen hat nämlich über Mittag geschlossen - auch das eine Erinnerung an Deutschland, jedenfalls an das Deutschland, wie es vor zwanzig Jahren noch war.

Eine große Behinderung unserer Pläne stellt aber auch dieser etwas antiquiert wirkende Ladenschluss nicht dar, in der Zwischenzeit werden erste folkloristische Fotomotive aufs Korn genommen und Adressen getauscht mit dem Ziel, die Fotos den bereitwilligen \"Kinder-Models\" bzw. deren Mama zukommen zu lassen, unser Reiseführer empfiehlt die Besichtigung einer bemerkenswerten Kirche samt benachbarten Reiterdenkmals, beides liegt in fünfminütiger Fußmarschnähe und will mit dem Weitwinkel statt des Tele-Zooms abgelichtet werden. Auf dem Bürgersteig vor der Kirche findet der Objektivwechsel statt und das sollte Folgen haben.

Kirche von außen, Kirche von innen, Reiterdenkmal von nah und von fern, mit und ohne - schon wieder - Eidechsen und der nächste Objektivwechsel steht an. Verflixt aber auch, wo ist jetzt der Deckel für den Kamerabody, der den Konverter vorne verschließen soll. Vorhin war er doch noch da. Sämtliche Fächer im Kamerarucksack sind doch schon durchsucht, sollten wir tatsächlich schon am ersten Tag ein wirklich überaus wichtiges Zubehörteil verlieren? Das wäre ein schlechtes Omen.

Aber noch ist nicht aller Tage Abend und Windhoek ist groß und ziemlich international. Die Hauptgeschäftsstraße ist lang und gut bestückt, ich denke, an diesem Nachmittag lernen wir so ziemlich alle Fotogeschäfte in der Stadt kennen. Nutzbringend ist das allerdings nicht, denn der gesuchte Deckel ist hier nirgends erhältlich.

Eine ähnliche Odyssee spielt sich bei der Beschaffung eines Nachschlüssels für den Mietwagen ab. Als das Schlüsselfachgeschäft offen hat, gibt es im Laden keinen passenden Rohling. Das heißt, einen passenden Rohling gibt es wohl, nicht aber einen, der in der Lage wäre, die elektronische Wegfahrsperre zu überwinden. Einen solchen gibt es beim Toyota-Händler und von diesen gibt es zwei, je einen am nördlichen und am südlichen Ortsrand. Der nördliche ist angeblich näher und leichter zu finden, hat aber den passenden Rohling samt Wegfahrsperrenöffnungschip nicht auf Lager, der südliche hingegen schon. Auf diese Weise und auf den Wegen hin und her sehen wir wenigstens was von der Stadt. Schade nur, dass keiner von uns behaupten kann, dass die Stadt wirklich eine einzige Sehenswürdigkeit darstellt.

Der passende Rohling wird uns dann von dem sehr hilfsbereiten Junior-Inhaber des Schlüssel-Fachgeschäfts zurecht geschliffen, dient aber dann immer noch lediglich als Türöffner, denn die Wegfahrsperre bleibt unüberwindbar. Es hätte, wie wir vermuten, aber nie erfahren, am Ende noch der korrekten Kodierung bedurft, um den Schlüssel als echten Ersatz nutzen zu können. Als uns dies bewusst wird, haben alle Toyota-Händler der Stadt aber bereits geschlossen.

Wenigstens aber ist es uns noch gelungen, ca. sechs Kilo Reis käuflich zu erwerben und damit die Reis- oder Bohnensäcke zu füllen.

Wir kommen so rechtzeitig zum Hotel zurück, um frisch geduscht den ersten Sonnenaufgang im südlichen Afrika zu fotografieren und zu videografieren. In der Nachbarschaft des Hotels hat ein Anwohner eine bayerische Flagge gehisst.

Das Diner findet im überaus stilvoll und dezent eingerichteten Restaurant des Hotels statt, die Chefin sowie zwei Ober sind uns zu Diensten, es werden delikate Fisch- und Wildgerichte offeriert und auch die Weinauswahl ist fürwahr exquisit.

Dass die Gerichte übertrieben stilvoll unter der Silberhaube kredenzt und für alle am Tisch befindlichen Gäste durch das Personal synchron durch Lupfen der Haube präsentiert werden, halte ich für übertrieben, schmälert aber nicht den Genuss von Mahlzeit und Wein.

Der erste Tag ist vorüber, bis demnächst!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-04-12 22:46:18 mit dem Titel Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 2 -


Wie es weiterging...

Das höchstfürnehm-feine Abendessen habe ich fertig beschrieben, der dazu
ausgeschenkte südafrikanische Wein mundete ebenso vortrefflich, die
fränkischstämmige Chefin des Hauses bot noch die eine oder andere
Information über Land und Leute, so wird in Namibia zwar an einigen wenigen
Orten Wein angebaut, zum Keltern und zur Weinherstellung ist dieser aber -
angeblich - nicht geeignet, die namibischen Weinbauern verarbeiten ihre
Früchte lieber zu Rosinen.

Angeblich gibt es in Südafrika auch keine empfehlenswerten Roséweine - ein
solcher wäre nämlich dem Menü unserer kleinen Reisegesellschaft am besten
entgegengekommen, da die Wein trinkenden Herren (meine Frau trinkt keinerlei
Alkohol) zum einen ein Fischgericht (Schwiegerpapa) und ein Wildgericht
gewählt hatten.

Empfohlen und gewählt wurde dann ein sehr junger, leichter und auch zu
Fisch passender Rotwein. Ich bin mir allerdings auch heute noch nicht ganz
sicher, ob es sich bei dem tatsächlich um die beste Wahl oder nur um den
Artikel gehandelt hat, der halt \"raus\" musste.

Müde waren wir alle redlich/reichlich, die Nacht war kurz, jedenfalls bin
ich sehr schnell eingeschlafen und das war gut so, denn es ging ja sehr früh
weiter.

Interessant, wie leicht einem das Aufstehen fällt, wenn der neue Tag mit
garantiert neuen Erfahrungen und Erlebnissen lockt. Zunächst lockte aber
erst mal das Frühstück und zwar mit frischen Säften, frischem Obst und auch
sonst so ziemlich allem, was das Herbst begehrt. Das einzige, was ich
vermisst habe, war Bio-Rote-Bete-Saft. Es ist jetzt nicht so, dass ich zum
Aufwachen so einen Saft brauche, auch zuhause wird so was nicht getrunken.
Aber vor nicht allzu langer Zeit hatte ich das Vergnügen, ein
Frühstücksbuffet genießen zu dürfen, welches eben noch reichhaltiger als
das hier ausgestattet war und das seitdem als Referenz dient.

Der Samstagmorgen-Verkehr von Windhoek stellt uns vor keine größeren
Probleme - denn ein solcher ist quasi nicht existent. Auf dem Weg Richtung
Norden nach Okonjima passieren wir erneut einen der schon am Vortag
aufgesuchten Toyota-Händler und da war ja noch der nutzlose Schlüssel.
Soviel Zeit war übrig und es war zufällig grad die Ladenöffnungszeit.
Zufällig war aber auch hier der Programmierer für die Wegfahrsperren in
Schlüsseln nicht da und wir ziehen unverrichteter Dinge mit unserem
Schlüssel wieder ab.

Moment, mir fällt grad was ein. Ich bin noch die Auflösung eines Rätsels
schuldig, das Rätsel der verschwundenen Body-Kappe. Die ist natürlich wieder
aufgetaucht. Sie hatte sich lediglich im Foto-Rucksack zwischen Taschenboden
und eine Trennwand geschmiegt gehabt und war so fast unsichtbar. Immerhin
bescherte uns der Aufwand um die Neubeschaffung einen tiefen Einblick in die
Weltläufigkeit der Metropole Windhoek und die Ausstattung und das Sortiment
der örtlichen Fotogeschäfte.

Nach wie vor führt uns die Wegbeschreibung auf ausgezeichnet ausgebauten,
schlaglochfreien Teerstraßen voran. Ab und zu sieht man wieder Paviane
neben der Straße.

Ca. 70 km später sind wir in Okahandja, das Stammeszentrum der Herero, einer
der größten Stämme Namibias. Ein Abstecher in die Ortschaft bringt uns zu
einem Spar-Supermarkt (ja! Übrigens: in dem Supermarkt in Windhoek, wo der
Reis gekauft wurde, gab es original deutsches Weihnachtsgebäck, d.h.
Lebkuchen, Dominosteine und dergl).

Im Spar decken wir uns mit einem kleinen Vorrat an Trinkwasser ein, dann
geht’s weiter.

Nach wie vor ist die Aussicht links und rechts der Straße durch die
allgegenwärtigen Zäune beeinträchtigt. Um aber ehrlich zu bleiben: außer
Termitenhügeln gibt es lange Zeit nicht viel interessantes zu entdecken.

Abwechslung bietet die Wegbeschreibung, die einige kleinere Diskrepanzen zu
dem hinzu gekauften Kartenmaterial (eine wurde vom Reiseveranstalter
mitgeliefert, vom Autovermieter gab es eine, Schwiegerpapa hatte seine
eigene und dann die im Hotel gekaufte) aufweist.

Trotzdem finden wir dank der guten, unübersehbaren Beschilderung die
Abzweigung, die uns nach links Richtung Okonjima führt.

Zum ersten Mal die ersehnte Schotterstrecke. Kurz angehalten, den Wählhebel
auf \"H4\" (Vierrad-Schnellgang) und weiter geht’s. Nicht, dass es wirklich
notwendig gewesen wäre, aber wenn schon, denn schon.

Erst nach einigen Dutzend Kilometern fällt mir ein, dass ich die
Freilaufnaben an der Vorderachse nicht verriegelt habe und ich immer noch
bloß mit Hinterradantrieb unterwegs bin.

Zum Glück wollten wir aber ehwieso (Wortschöpfung meines Sohnes, bestehend
aus \"eh\" und \"sowieso\") anhalten, denn links, da, im Baum, ein ganz, ganz
toller Vogel mit großem, krummen Schnabel. Auf englisch heißt der \"hornbill\", auf deutsch \"Toko\", wie wir später erfahren werden. Ach ja, auch diese Geschichte der Vogelnamen-Übersetzung verdient ein eigenes Kapitel, aber alles zu seiner Zeit.

Dumm nur, dass ihn das Geräusch eines anhalten Wagens und das sich öffnender
Türen nicht mag. Schwupps verlegt er seinen Standort einige Äste höher und
drei Bäume weiter hinten.

Nebenbei gesagt: das Licht war ehwieso nicht das schönste, aber ein paar
hundert Meter weiter der nächste Vogel im straßennahen Baum. Annäherung nun
vorsichtiger, Kameras liegen schon bereit, dazu noch die Konverter
draufschrauben und auf die Pirsch!

Wäre nett gewesen, wenn die Reissäcke schon befüllt gewesen wären, aber man
kann nicht alles haben. Zum Trost werden noch interessante
Käfer/Falter/Tausendfüssler abgelichtet und alleine schon diese Tätigkeit zu
videografieren lohnt den Aufenthalt.

Weiter geht´s, durch einige Wildgitterroste und diverse trockene
Flussbetten, irgendwo dann beim dritten oder siebten Flussbett (diese
Ungenauigkeit ist beabsichtigt, damit man mir nicht allzu große Pedanterie
und Detailverliebtheit vorzuwerfen vermag!) erspähen wir ... ja, was war
jetzt das? Soweit ich mich erinnere, waren das die ersten Oryx-Antilopen.
Schöne Tiere, zum ernsthaften Fotografieren aber eigentlich viel zu weit -
gäbe es da nicht diesen Grundsatz: Nutze jede Chance und Gelegenheit, Du
weißt nicht, ob eine bessere kommt.

Tja...

Im Verlaufe des frühen Nachmittags erreichen wir unser Okonjima Bush Camp.

Eine interessante Stimmung herrscht hier, sicherlich ist diese zum Teil der geänderten Wetterlage zu verdanken, es ist mittlerweile stark bewölkt und immer wieder geht ein ganz leichter Sprühregen nieder. Das Camp wirkt auch auf den ersten Blick verlassen.

Wer sich ein eigenens Bild machen möchte: http://www.okonjima.com/site/lodge/bush/index.html

Wir betreten das Hauptgebäude, der Teil der Anlage, in dem wir untergebracht sind, besteht aus eben jenem Hauptgebäude und insgesamt acht \"Chalets\" oder Rundhütten.

Momentan aber betreten wir Lobby der Gemeinschafts- und Speiseräume.

Natascha kommt uns entgegen, eine junge Südafrikanerin, gelernte Goldschmiedin und seit zwei Jahren hier in Okonjima. Interessant ist, dass sie nicht die typische Ranger- oder Bush-Guide-Kleidung anhat, der hellgraue Kittel und die hellgraue Hose erinnern eher an das, was der Chirurg im OP zu tragen pflegt.

Wir melden uns an, lesen die Warnhinweise (Kinder unter zwölf Jahren sind dort gar nicht zugelassen - zu viele wilde Tiere) bevor uns Natascha zu unseren Hütten bringt.

Nach dem Einzug in unsere Hütten gibt es ein kleines, spätes Lunch.

Diese liegen ca. drei- bis vierhundert Meter vom Haupthaus entfernt und man hat ein ganz ordentliches Stück Fußweg durch die dort ziemlich offene Savanne zurückzulegen. Somit verdient die Anlage den Namen \"Bush Camp\" zurecht, auf der Homepage steht dabei \"luxury\" und auch das ist verdient.

Die Hütten selber sind nämlich wirklich fantastisch. Die Hälfte der Seitenwände bestehen aus Zeltplanen, die lediglich per Velcro (Klett) an die Tragesäulen geheftet sind und die sich komplett hoch rollen lassen. Wer also möchte, kann im Freien bzw. zur Hälfte im Freien dort übernachten. Gegen unerwünschtes Kriechgetier schützt ein halbmeterhoher Betonsockel unter dem Zeltboden und noch mal schienbeinhohe Seitenwände unterhalb der hoch gerollten Planen.

Jede Hütte hat ein eigenes kleines Vogelbad und ein Töpfchen mit Vogelfutter, die Dusche ist halboffen und nur durch eine spiralförmige, absteigende Wand vom Rest des Wohnbereichs abgetrennt, Kühlschrank, Safe, Ventilator und gottlob zwei Bettdecken sowie Stecker, die das Laden all unserer Strom verbrauchenden Ausrüstungsteile erlauben.

Wie gesagt, mitten im Busch ist das in der Tat überaus luxuriös. (Man merkt, dass ich eine Schwäche für das Wort \"überaus\" habe, ich baue es überaus oft in meinen Text ein...)

Neben der Hütte gibt es noch einen carport, ebenso wie die Hütte Reet gedeckt, dort schlüpft unser Toyota unter. Wie wir am nächsten und übernächsten Tag feststellen, erregt unser Auto den Unmut eines kleinen einheimischen Vogels, der sich zunächst am linken Außenspiegel niederlässt und dann anfängt, unseren Wagen regelrecht zu attackieren. Meine Vermutung geht dahin, dass sich dieser kleine gefiederte Freund vermutlich nicht mit seinem eigenen Spiegelbild anzufreunden vermochte, jedenfalls - ich greife etwas voraus - ist der linke Außenspiegel und die Scheibe der Beifahrertüre nach zwei Tagen regelrecht \"beschissen\", offenbar muss sich das Vögelchen sehr heftig echauffiert haben.

Gegen halb vier trifft man sich wieder im Haupthaus, es gibt Tee und Kuchen und die erste Ausfahrt steht an. Wir treffen jetzt doch andere Gäste es Camps und unseren Guide Dean.
Dieser wird sich während der folgenden Ausfahrt durch seine \"außer-tourlichen\" Tätigkeiten heute noch wärmstens für die Ferrarri-Formel1-Boxencrew bewerben.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-04-29 06:37:51 mit dem Titel Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 3 -

Allen Neulesern wird empfohlen, die anderen gleichbetitelten Beiträge zu lesen

Wir steigen in den Safaris-Landrover mit den vier Sitzreihen ein und freuen uns noch, dass wir offensichtlich die einzigen Fahrgäste heute sind. Die Freude währt nicht allzulange, als wir erfahren, dass es zunächst zum Hauptcamp (das mit den nicht so edlen Hütten) geht und wir dort noch andere Mitfahrer aufnehmen müssen.

Wenigstens aber haben wir hier im Landrover ganz hinten und somit ganz oben die \"besten\" Plätze - dachten wir.

Im Hauptcamp erfahren wir, dass aus organisatorischen Gründen \"unser\" Wagen nicht zu den Leoparden fährt, sprich: wir müssen umsteigen und sitzen jetzt \"in der ersten Reihe\". Na gut.

Unser Führer ist Dean und Dean gibt uns erst mal die nötigen Anweisungen, die verhindern sollen, dass die Raubkatzen auf Menschenfleichgeschmack kommen. Der Landrover ist übrigens proppevoll, lauter Südafrikaner/Briten/Zimbabwesen etc.

Die Anlage Okonjima bestand wohl früher auch aus einer bzw. mehreren Farmen, das heißt, auch hier sind die Zäune allgegenwärtig. Unsere Tour führt uns in das \"Gehege\" (wenn man 40000 hektar so nennen kann) mit den Leoparden. Die Leoparden hier tragen alle (klingt besser als es ist, \"alle\" sind genau zwei Stück) ein Funkhalsband und Dean hat ein Peilgerät dabei.

Irgendwie klingt das ein bisschen enttäuschend auf den ersten \"Blick\" (sofern man bei Gehörtem von \"blicken\" reden kann), denn das ist dann doch nicht viel anders als im Zoo.

Zur Beruhigung: es ist anders als im Zoo und dieser Leopard wird der einzige sein, den wir in ganzen drei Wochen zu sehen bekommen. Leoparden sind die klügsten und scheuesten aller Raubkatzen und sie meiden den Menschen viel mehr, als es z.B. die Löwen oder die Geparden tun.

Also rumpeln wir mit ca. 12 Safari-Touristen und Dean in das Gehege hinein. Darin haben die Leoparden sicherlich mehr Auslauf als im Zoo und ihr Futter wird ihnen auch nicht tagtäglich kredenzt, das müssen sie sich schon selber organisieren und reißen.

In Zehnminutenabständen hält Dean an, steigt auf die Motorhaube und hält die Antenne seines Peilgeräts in die Luft. Vom Zaun ist ja bereits nach wenigen hundert Metern schon nichts mehr zu sehen.

Es dauert vielleicht eine halbe Stunde, bis das erste Signal empfangen wird. Ungefähr zeitgleich zwingen uns widrige Umstände/Murphy´s law/der felsige Untergrund/morsches Gummi zum außerplanmäßigen Halt. Ein Plattfuß hinten rechts, alle steigen aus und machen Pause, während Dean sich abmüht.

Dann geht´s weiter und aus dem Dickicht im felsigen Terrain springt auf einmal... nicht der Leopard, ein oder zwei Bergzebras, ebenfalls extrem scheue und seltene Tiere. Ans Fotografieren ist hier und jetzt nicht zu denken, auch meine Videokamera ist verdeckelt, ausgeschaltet und liegt im Ruckack. Viele andere Tiere wie Kudus (richtig mächtige, elchgroße und graufellige Antilopen mit wunderschön gedrehten Hörnern), kleinere Springböckchen, Hasen etc. kreuzen unseren Weg oder sie den unsrigen und dann wird das Signal lauter.

Ein anderer Safariwagen, der auch im selben Areal fährt, empfängt ebenfalls ein Signal und über Funk verständigen sich die Fahrer, dass der Standort des Leoparden im Triangulationsverfahren ziemlich gut bestimmt werden kann.

Tatsächlich schaffen wir es, uns so aufzustellen, dass der halsbandgeschmückte Leopard nur wenige Meter an unserem Rover vorbeizieht. Vornehm ignoriert er uns und das Klicken all der Kameras. Schöne Bilder gelingen sowieso keinem, das Funkhalsband stört den wahren Naturfoto-Liebhaber viel zu sehr.

Dean würde der Katze gerne folgen, vielleicht lässt sie sich ja irgendwo im Abendlicht nieder und man kann sie dann etwas fotogener erhaschen.

Vereitelt wird dieser Plan durch den nächsten Plattfuß, jetzt hinten links. Leider ist der letzte Ersatzreifen schon aufgezogen. Und diesmal gelingt es aufgrund der Tatsache, dass ein Reifen fehlt (Moment, war das nicht mal bei BMW-Williams so, dass ein Reifen gefehlt hat? Oder doch bei Ferrarri?), wie beim ersten Mal in sechs Sekunden... Minuten waren´s, aber immerhin.

Also stehen wir ein bisschen herum und gucken der Sonne beim Untergehen zu. Dauert ja bloß eine halbe Stunde, bis der andere Rover zu uns findet. Einige der Urlauber fangen bald an zu murren.

Und der Leopard war natürlich weg und ward nicht mehr gesehen.. Schade!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-04-29 06:43:26 mit dem Titel Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 4 -

Wir kommen zurück ins Hauptgebäude des Bush-Camps.

Dort erwartet uns Tristan. Ja, der heißt so und Tristan spricht ein komplett akzent- oder dialektfreies Deutsch, daher ist ganz klar: er ist Namibier.

Es ist übrigens schon dunkel und kurz vor dem Abendessen. Das Lagerfeuer knistert schon sehr behaglich und grad mal fünf Meter daneben sitzt im Gras ein Luchs. Brav und still und - leider - auch mit Funkhalsband (böse Zungen mögen jetzt behaupten, dass sich darin eine Funkfernsteuerung befindet und dass dies die Entschädigung für die nur so kurze Sichtung des Leoparden wegen der Reifenpannen war).

Beinahe möchte man den Luchs streicheln, wovon aber Tristan heftigst abrät. Der Luchs scheint ein häufiger Gast am Abend zu sein, \"angefütter\" ist er halt und jetzt sitzt er da und wartet auf seinen Happen.

Das tun wir auch, allerdings gibt es für uns doch ein ordentlich magenfüllendes und wohlschmeckendes Diner mit Rind und zwei Nachtischen für mich, meine Frau mag Süßes nicht so und so zeichnet sich jetzt schon ab, was sich nach dem Urlaub recht mächtig auf der Waage und meinen Hüften niederschlagen wird...

Das Tagesprogramm ist mit dem Diner noch nicht abgeschlossen. Es gibt hier nämlich einen sogenannten \"Night-Hide\" oder Nacht-Ansitz.

Mit Tristan und einem Fahrer geht es wieder los, es ist ziemlich spannend, so durchs schwarze Afrika (haha!!!) zu fahren, ein starker Suchscheinwerfer wird hin und her geschwenkt, wir schrecken eine Eule auf, irgendwo hüpft ein Schakal in Deckung.

Der Nacht-Ansitz ist ein eigenes Gebäude und die Verhaltensmaßregeln sind um einiges strenger als bei der Nachmittags-Tour: absolute Stille, nicht atmen, husten oder flüstern, Tiere nicht blenden etc.... und auch das ist gut so. Vielleicht kommt ja noch mal ein Leopard (netter Versuch des Spannungsaufbaus, leider vergeblich!) oder ein Honigdachs (schon besser, oder) oder ein paar Stachelschweine oder Fleckenhyänen oder... surprise, surprise...

Das Gebäude bietet immerhin Sitzplätze für jeden sowie ein \"Fensterbrett\" zum Anlehnen oder Auflegen der Kameras/Blitze etc. Blitzlicht ist erlaubt, das Anleuchten der Tiere mit Taschenlampen oder dergl. aber nicht. Dafür ist aber der Ansitz außen mit einer kleinen, fest montierten Lichtquelle versehen und Tristan bedient bei Bedarf noch einen Rotlicht-Handscheinwerfer, der die Tiere nicht blendet.

Wir nehmen Platz und lassen erst mal wieder Stille einkehren. Das Außenlicht ist noch nicht eingeschaltet und die Blende vor dem Sehschlitz noch nicht hochgelassen. Es dauert ein Weilchen, bis jeder seine Blitzgeräte und richtige Linsen montiert und/oder eingeschaltet hat.

Dann geht die Luke auf und das Licht ist an. Zur Erhöhung der Sichtungswahrscheinlichkeit wird auch hier \"angefütter\", d.h. Futter ausgelegt. Ich bin doch eine ziemlich dumm-ehrliche Haut, so sind meine Stories recht unspektakulär, gell?

Was wir zu sehen bekommen: Stachelschweine, Stachelschweine und nochmals Stachelschweine, zu hören bekommen wir leise, unterdrückte Flüche von Fotografen mit leeren Blitzlichtbatterien und die Versuche, diese im Stockdunklen zu wechseln, Auslöse- und Rückspulgeräusche und das Schmatzen der Stachelschweine.

Offensichtlich waren diese Schweine am nächsten und weil die schon mal da waren, traut sich kein anderes Tier mehr her... nochmals: Schade!

Schade? Ja, in der Retrospektive schon ein bisschen, denn auch in den nächsten drei Wochen werden wir keinen Honigdachs, keine Hyäne und keinen Leoparden (ich sagte es bereits) mehr zu sehen bekommen.

Dafür begegnet meine Frau später am Abend noch auf dem Weg zu unserer Hütte einem Skorpion. Unbewaffnet wie sie war, gelingt es ihr leider nicht, ein Beweisfoto davon zu schießen.
Aber auf der Toilette in der Hütte, hinter dem Spülkasten, da sitzt noch einer! Jedenfalls erzählt sie dies ziemlich aufgelöst (und unverrichteten Geschäfts), als sie zurückgeeilt kommt.

Offensichtlich ist das Männersache... also... ich mein, ein bisschen vorsichtig war ich auch bei der Angelegenheit und ... doch, eher schon mutig, oder?

Hinter dem Spülkasten sehe ich ein paar insekten- oder spinnengleiche Gehwerkzeuge hervorlugen. Mehr geht nicht, das Tier will auch nicht hervorkommen und zum Provozieren bin ich an dem Abend auch nicht aufgelegt. Was tun?

Unsere Hütte ist neben einem Insekten-Repellent (Autan auf südafrikanisch) auch mit \"Doom\" (nicht zu verwechseln mit dem Video-Baller-Spiel) ausgestattet, einer Sprühdose gegen unerwünschte Wirbellose. Soll ich oder soll ich nicht und wenn nicht, wo geht dann meine Frau aufs Klo?

Ich begehe den Frevel, denn ich sah keine andere gangbare Methode (Spülkasten abschrauben? Nur mit meinem Leatherman bewaffnet erschien mir das nicht als die beste Lösung...) und sprüh zwei kleine Wolken.

Hui, da saust was raus, rauf die Wand und hinter das Wasserrohr.

Dort bleibt das Teil dann stehen/hängen/sitzen und geht ein.

Was genau es jetzt war, weiß ich auch heute noch nicht. Für mich sah es wie ein Insekt aus, angeblich nennt man solche Tiere \"Wasser-Skorpion\" (wegen des Spülkastens vielleicht?), es hatte eine Art von Scheren, dabei könnte es sich aber auch um Fühler gehandelt haben, ein Stachelschwanz ging dem Viech aber komplett ab.

Jedenfalls war es jetzt tot.

Und das Klo ist \"clean\".

Und die Nacht kann kommen.

Ruhig war sie nicht wirklich, ein paar andere Krabbeltieren machen ein paar unheimliche Geräusch, ich muss noch ein paar Mal aufstehen, nachgucken oder drauftreten.

Für ein paar Stunden Schlaf reicht es aber dann doch noch, bevor uns die Vögel mit ihren Stimmen sehr früh aufwecken.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-05-04 06:38:37 mit dem Titel Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 5 -

Habe mir etwas Zeit gelassen und auf den Musenkuss, den hochfliegenden Pegasus gewartet. Beides hat nicht stattgefunden, aber die Geschichte geht ja dennoch weiter und bevor ich noch mehr vergesse...

Die Nacht mit den echt afrikanischen Geräuschen (Windhoek zählte hier nicht) hatte noch eine kleine Episode: meine bessere Hälfte hat heute, also um Mitternacht, Geburtstag und ich kredenze das Zubehörteil für ihre Kamera, das so oder so demnächst fällig gewesen wäre, einen 1,4fach Konverter, damit lässt sich aus der Distanz doch noch das eine oder andere ablichten.

Kurz war sie auch, die Nacht, denn es geht schon gegen sechs Uhr mit einem Kurzfrühstück, bestehend aus Kaffee und Muffins weiter. Grund hierfür: der frühe Morgen bietet angenehmere Ausflugstemperaturen, ab elf Uhr ist es ziemlich unerträglich.

Heute früh stehen weniger die Tiere auf dem Programm, wir machen eine Wanderung auf dem \"Bushman-Trail\", geführt werden wir von Dex, einem europäisch-stämmigen (\"weißen\" ist das politisch korrekt? Und wieso stell ich mir überhaupt diese hirnverbrannte Frage?) Führer mit auffällig dünnen Beinen.

Auffällig auch, dass er nicht selber den Landrover ins Hauptcamp (zum unvermeidbaren Abholen der anderen Teilnehmer) fährt. Dex hat eine Muskelschwund-Erkrankung, wie wir andernorts und anderntags erfahren.

Unseren Respekt und mein unausgesprochendes Mitgefühl hat er. Man kann sich geeignetere Orte vorstellen, an dem man mit so einem Schicksal leben kann. Genug davon, seine Führung ist überaus interessant und unterhaltsam.

Wir fahren, wie erwähnt, ein Stück in die Wildnis und gehen dann zu Fuß durch die Savanne. Ziemlich bald am Anfang lässt uns ein lautes Brüllen die Köpfe umdrehen. Irgendwo, tatsächlich einige Kilometer weit entfernt, haben die Löwen gebrüllt, ob vor Hunger, zur Brunft oder aus anderen Gründen, die Antwort bleibt uns Dex schuldig, nur so viel wird verraten: zwischen den Löwen und uns liegt mindestens ein Zaun und wir glauben das einfach mal.

Dex und sein Assistent zeigen uns Hütten, in denen Buschmanns lebten, wie sie jagten (na gut, \"zeigten\" ist übertrieben, aber die Erzählungen waren überaus anschaulich), Seile herstellten, Fallen stellten und Feuer machten.

Sehr faszinierend war es zu erfahren, wie z.B. Straußeneierschalen zu Schmuck, Wassergefäßen oder Werkzeugen verarbeitet wurden, wie ein ausgeblasenes Straußenei vermittels Honigwassers und Termitenhilfe zu einem Wasser-Vorratsbehälter (darin blieb Wasser neun Monate lang frisch und trinkbar) umfunktioniert wurde oder wie eine Stachelschweinfalle funktioniert, in der das Tier gefangen, aber nicht sofort getötet wurde. Buschmanns waren so eins mit der Natur, dass die Stachelschweinfalle nur für den Fall benötigt wurde, wenn auf der Jagd nichts erbeutet wurde. War man erfolgreich und die Falle mit einem Stachelschwein bestückt, wurde dieses wieder freigelassen und Buschmann entschuldigte sich dann bei seinem Häftling. Entschuldigt hätte er sich übrigens auch beim Stachelschwein, wenn die Jagd auf etwas Größeres erfolglos geblieben wäre: \"Tut mir leid, Stachelschwein, Zebra/Giraffe/Antilope waren diese Woche schlauer/schneller als wir und meine Familie hungert, heute stehst Du auf dem Speiseplan\" und dann wurde die Keule geschwungen. Buschmanns glaubten nämlich an Wiedergeburt und man wusste ja nicht, ob man grad den Uronkel hier vor sich hatte.

Nach dem Buschmann-Trail gibt es ein ordentliches Frühstück, mit Omelett und lecker Brot.
Mich wunderten schon gestern diese tönernen Buttertöpfchen, die allesamt bis auf ein bisschen Eiswasser leer waren. Der merkwürdig tiefe Deckel war mir zwar aufgefallen, aber erst unser Tischgast, ein akzent- und dialektfrei sprechender.... Namibier, was denn sonst .... klärt mich auf: die Butter ist im Deckel, einmal umdrehen und Butter entnehmen.

Danach ist wohlverdiente Siesta angesagt

Während die Fotofanatiker (also unsere Reisegruppe ohne mich) noch am Haupthaus und dem dortigen Weiher weilen, um Libellen, Vögel und kleinere Säuger zu fotografieren (sie haben ja recht, die Libellen hier waren so was von kooperativ und es gelingen ja auch zahlreiche sehr schöne Bilder) gehe ich zu unserer Hütte, wenn ich mich recht erinnere, um einen Konverter/ein Stativ/einen Distanzring oder ähnliches zu holen.

Es folgt jetzt die Schilderung des titelgebenden Vorfalls. Ein \"hüpfender Schildermaler\" ist nämlich kein Lurch oder ein Frosch oder eine Heuschrecke mit blödem Namen, sondern ...

... also, in der Mittagshitze unterwegs zur Hütte, der \"Weg\" dorthin ist ja ziemlich lang und nicht befestigt, man läuft auf Sandboden bzw. Erde, an hohem Gras und unter kahlen Bäumen hindurch. In den Bäumen allüberall zu hören, aber kaum zu sehen, schrillen die Zikaden wie ein kurz vorm Kollaps stehender Hochspannungstransformator, das Geräusch lässt sich tatsächlich für uns technisierten Mitteleuropäer am besten als \"elektrisch\" beschreiben, ein hochfrequentes Sirren, das einem beinahe das Ohrenschmalz gerinnen lässt...

... und der hüpfende Schildermaler? Nein, die Zikaden, vor Ort \"Christmas Cicada\" genannt, ist es auch nicht.

Geschmeidig federnden Schrittes (protz! gehört aber zur Story, denn gleich kommt der hopsende...) \"tigere\" ich, auf diesem Kontinent passt aber wohl besser \"leoparde\" ich also gen unserer Hütte und da sehe ich ihn auch schon stehen, den Schildermaler. Er frischt die Farbe auf den Wegweisern zu den einzelnen Hütten auf und ist, wie es scheint, recht in seine Arbeit vertieft, gar versunken, er sieht mich nicht, da er mit dem Rücken zu mir da steht und er hört mich nicht... noch nicht...

Ich komme also \"angeschlichen\". Das war ja gar nicht meine Absicht, ich ging tatsächlich ganz normal meines Weges und plötzlich reißt es den guten Mann in einer Art und Weise, dass ich ihn beinahe einen halben Meter in der Luft stehen sehe und beinahe sein Herz hören kann.

Und wie er die Augen aufreißt, auf der dunklen Haut wirkt das ja gleich noch viel stärker.

Ich stammle vor lauter Verlegenheit ein \"hello\" und auch seiner Kehle entringt sich ein Geräusch, das entfernt an einen Gruß erinnert, dann setzt er den Pinsel, den er abwehrbereit in der Hand umklammert gehalten hat, am Farbeimer - nur gut, dass er diesen nicht in der Hand gehalten hatte, wer weiß, wo dieser hingeflogen wäre - ab und fängt sich langsam wieder, fängt an zu grinsen und auch ich gewinne meine Fassung wieder und entschuldige mich für diesen ihm zugefügten Schrecken.

So amüsant dieses Vorkommnis war, so aufschlussreich fand ich es auch. Anscheinend war es vor Ort ganz und gar üblich, so wachsam und schreckhaft zu sein, weil eben trotz vieler Zäune ringsum immer mit dem Auftauchen von wilden Tieren zu rechnen war.

Später filmen und fotografieren wir noch mit Stativen und fast vom Bett aus die Vögel im Vogelbad vor unserer Hütte, eine Eidechse gesellt sich bald auch noch hinzu und als die Siesta rum ist, geht es mit Natasha auf Fahrt zu den Geparden.

Die Africat-Foundation kümmert sich ja, wie - hoffentlich - schon erwähnt, um Afrikas Raubkatzen.

Unter anderem werden dort in Gefangenschaft geborene Geparde wieder ausgewildert. Dies ist keine sehr leichte Aufgabe, denn diese Raubkatzen müssen in ihrer Kindheit normaler Weise durch Beobachtung der Alt-Tiere diese Fertigkeit erwerben. Wächst der Gepard in Gefangenschaft auf und wird er in der Wildnis auf sich allein gestellt, ist er verloren.

Solche Geparden, die hier ihr Gnadenbrot erhalten, weil sie es nicht lernten und nicht mehr lernten, werden wir heute nachmitttag sehen, wieder führt unsere Route übers Haupthaus. Vor der Abfahrt gibt uns Dean, unser Führer vom vorherigen Nachmittag (Schwiegerpapa hatte ihn mit einem üppigen Trinkgeld für seine Radwechselmühen entschädigt) den Tipp, die vorderen Sitzplätze im Landrover einzunehmen und glücklicher Weise müssen wir im Hauptcamp nicht das Fahrzeug wechseln, die anderen Tour-Teilnehmer steigen bei uns hinten mit ein.

Natasha klärt uns unterwegs auf, dass die Geparden nicht im klassischen Sinne \"zahm\" sind. Allerdings sind sie auf das Futter angewiesen, das wir jetzt im Auto dabei haben.

Am Gatter warten die hungrigen Mäuler schon. So hungrig sind die, dass es Natascha gar nicht gelingt, das Tor zur Einfahrt zu öffnen, weil sich die Meute aus insgesamt... fünf? Geparden so frech davor breit macht, dass es zu gefährlich wäre, hier einzufahren und das Tor wieder zu schließen.

Na gut, dann eben woanders, hoffentlich riechen die Geparden nicht den \"Braten\" (sie bekamen tatsächlich rohes Fleisch)! Nein, wir gelangen an anderer Stelle in das Gehege.

Der Nachmittag ist bewölkt, tatsächlich fallen ab und zu ein paar Tropfen und am Horizont blitzt es. Innerhalb des Geparden-Geheges bekommen wir noch Gelegenheit, ganz, ganz tolle Bilder von einem ganz, ganz tollen \"Weißbürzel-Singhabicht\" zu machen (ich nicht, ich filme), einem Raubvogel mit sehr hellem, fast bläulich wirkendem Fell und knall-orangefarbenem Schnabel und ebenso farbigen Krallen.

Die Leoparden entdecken uns und die Raubtierfütterung beginnt. Zwei der Geparden (die mit vier gesunden Beinen, einer der fünf hat nur drei Beine) springen tatsächlich auf die Motorhaube des Landrovers, mein Schwiegerpapa sitzt in der ersten Reihe und zeigt tatsächlich ob so viel Nähe richtig Respekt. Wirklich beeindruckend und auch rührend, wie fürsorglich die Geparden auch den dreibeinigen Artgenossen mitfressen lassen.

Fotoapparate klicken ohne Unterlass, im Hintergrund grollt der Donner.

Im Anschluss besichtigen wir noch kurz die Tierarzt-Station und Natasha appelliert ein bisschen an die spendierhosentragenden Touristen, kurz vorm großen Regenguss erreichen wir wieder unser Bush-Camp.

Umziehen, duschen... oder andersrum, mit Regenjacke zurück zum Futtertopf. Das Geburtstagskind hat einen besonders schön gedeckten Tisch, dazu eine Flasche Sekt und ... ein Schokoladenkuchen, ein richtig mächtiger und großer und meine Frau isst partout keine Schokolade, gar nie nicht niemals! Heute allerdings, aus Höflichkeit, macht sie eine riesengroße Ausnahme, ich hätte diese Eigenheit vielleicht erwähnen sollen, als ich bei Tristan dezent auf diesen Festtag hingewiesen hatte.

Das Wetter wird ziemlich schlimm, der seitlich offene Essbereich muss mittels Segeltuch-Plane zugeklettet werden und aufgrund des Wetters fällt heute auch der sonst übliche Nacht-Ansitz aus. Unterm Strich können wir aber auch damit gut leben, denn wir sind rechtschaffen müde und jede Minute früher ins Bett tut uns nur gut.

Auf dem Weg zur Hütte - es hat wohl grad aufgehört zu regnen - entdecken wir einen mächtig großen, weißen Frosch, vielleicht war es aber auch eine Kröte. Das dumme an der Sache: keine Kamera zur Hand und so hüpft dieser Frosch wohl noch heute von uns unabgelichtet durch die Savanne Mittel-Namibias.

Der Abend ist aber noch nicht zu Ende: vor der Hütte stehen wir jetzt und weil diese vom aufmerksamen Personal wetterbedingt rundum verschlossen ist, macht sich das Fehlen unseres Hüttenschlüssels unangenehm bemerkbar.

Ich dackel also (merkt Ihr was? Die Raubtier-Gangart habe ich mir abgewöhnt!) zurück zum Haupthaus, wo es auch schon mächtig dunkel ist, kein Mensch mehr da.

Doch, einer ist das noch, so ein Typ mit Taschenlampe und der bin ich. Komme mir sehr komisch vor, ich finde keinen Lichtschalter, keinen Menschen und auch keinen Schlüssel, dafür fuhrwerke ich aber hinter dem Tresen am Empfang konspirativ herum und hoffe, dass niemand hier mit der Flinte aufpasst...

Nein, unser Schlüssel hängt nicht da, wo er sollte und ich fange an, mich geistig auf eine gute Ausrede für aufgeschlitzte Segeltuchplanen und eine unzufrieden Ehefrau vorzubereiten, als plötzlich doch noch jemand den Empfangsbereich betritt.

Hmmm.... wäre jetzt meine Chance gewesen, auch ein bisschen zu hüpfen.

So schlimm war es aber dann doch nicht. Es war Natasha, die hatte mittlerweile per Auto den Schlüssel meiner Frau gebracht und hatte mir noch schnell mitteilen wollen, dass das Problem gelöst sei.

Gut, gut, zurück zur Hütte und ab ins Bett. Vor lauter Sturm und Wind konnte man diese Nacht nicht unterscheiden, ob was Kleines übers Dach krabbelt oder ob es nur das Wehen war...



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-05-04 06:40:42 mit dem Titel Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 6 -

Die Nacht war stürmisch, aber wie es scheint, doch lang genug, denn wir werden wieder sehr früh wach. Der Sturm hat aufgehört und die Vögel geben ihr Morgenkonzert.

Irgendetwas muss aus dem Auto noch geholt werden und meine Frau öffnet die Tür und beinahe gibt es schon wieder Anlass zum Hüpfen, jedenfalls reißt es zwei Frauen gleichzeitig: Natasha steht just vor der Türe, als diese von innen geöffnet wird. Guten Morgen, aufstehen, das wollte uns Natasha nur mitteilen, damit wir nicht die Morgen-Tour mit Dean in ein anderes Geparden-Gehege versäumen.

Wie gestern wird nur kurz Kaffee getrunken, ein Muffin (weniger Kaffee als gestern, denn auf dem gestrigen Buschmann-Trail gab es leider kein Buschmann-WC und die Gruppe war zu groß, um mal eben hinter dem nächsten Baum zu verschwinden und sich mal eben abzusondern, erschien mir auch nicht optimal), dann fährt uns Dean ins Hauptcamp, dort steigen ein paar Briten und ein deutsches Paar hinzu.

Das deutsche Pärchen verdient sich in kürzester Zeit den Beinamen \"Oberlehrerpärchen\", meine Frau und ich konnten uns nur nicht einig werden, wer von den beiden jetzt schlauer war. SIE (die \"Oberlehrerin\") wusste ja so viel und davon auch meist den lateinischen Namen, ER (seine Begleiterin war definitiv von Beruf Lehererin, bei ihm war es nicht ganz klar) setzt sich in die Nesseln, als er die digitale Spiegelreflex-Canon meiner besseren Hälfte mit einem schmähenden und zugleich die eigene Unwissenheit bloßstellende Kommentar versieht (es ging um das Auslöse-Geräusch der Canon: ER meinte, dass das Auslösegeräusch doch sicher nur \"fake\" sei, denn eine Digi-Cam würde ja keine Geräusche \"per se\", sonder nur \"per sound-chip\" machen. Fakt aber: weil Spiegelreflex, daher Geräusch des hochklappenden Spiegels und deswegen kein \"fake\"!)

Dean also fährt uns in das Geparden-Gehege, wo diese noch selber jagen können. Und Dean weiß auch schon (woher bloß? Vielleicht handelt es sich hier auch um ein bisschen \"fake\"?), dass die zwei dort jagenden Geparden ein Kudu gerissen haben. Beide Geparden ziert auch hier ein Funk-Kragen und unsere Pirsch wird zu Fuß fortgesetzt. Dean trägt einen Revolver am Gürtel.
Und dieser ist nicht mit Schreckschuss-, sondern mit scharfer Munition geladen, wie Dean auf meine Frage erklärt.

Das Peilgerät hat unser Führer dabei und ich finde es klasse, mal wieder zu Fuß zu gehen.

Unterwegs finden wir die verblichenen, knöchernen Überreste eines der Vorfahren der hier lebenden Geparden, ich finde eine weggeworfene Whiskey- bzw. Gin-Flasche, die aber von Deans Assistenten sogleich mitgenommen und entsorgt wird.

Schließlich erreidchen wir die fetten, faulen Geparde und den fliegenumschwirrten Kudu-Kadaver.

Wieder hebt das Klicken und Surren von einem halben Dutzend Fotoapparaten an. Die satten Raubkatzen liegen im Schatten und sind nicht recht gewillt, eine fotogene Pose für die Lichtbildner abzugeben. Ich lasse die Videokamera laufen und als alle Bilder im Kasten sind (ob und wie gut, das muss sich für meinen Video-Teil noch zeigen) geht es retour zum Auto und zum Camp und dann wird gepackt, denn heute wollen wir ja noch nach Swakopmund.

Diverse andere Gäste, auch Tristan und Natasha gaben uns diese Strecke Tipps, die von dem von unserem Reiseveranstalter vorgeschlagenen Fahrtweg abwichen. Dessen Route hätte großteils wieder über schon bekannte Strecken geführt. Wir werden uns einig, die etwas kürzere, landschaftlich reizvollere und weniger geteerte Streckezu fahren.

Gegen ca. elf Uhr geht es los, die nächste Ortschaft heißt Kalkfeld und ich bin wieder der Fahrer (war ich nicht dafür auch engagiert worden?). Unterwegs versuchen wir vergebens, ein paar Bilder von Straußen neben der Fahrbahn (und hinterm Zaun, Zäune hat´s hier überall, erwähnte ich das schon?) zu schießen, ein paar Paviane kreuzen auch unseren Weg.

Autos sehen wir nur ganz wenige. Ab und zu passieren wir die beschilderte Einfahrt zu Ranches und auch ein paar Arbeiter machen sich abseits der Straße zu schaffen.

Der Fahrtweg ist abwechslungsreich, die Straße sandig/schotterig und dennoch erlaubt diese ein zügiges Fahrttempo. Das Gelände ist leicht hügelig und Buschland wechselt sich mit felsigem Hügelland ab, ab und zu lässt sich das eine oder andere Nutztier, Rinder, Schafe oder Pferde sehen.

Meine Frau auf dem Beifahrersitz - nicht rechts von mir, wohlgemerkt! - schreckt plötzlich aus ihrem Schlummer hoch. \"Mein Anorak! Den hab ich nicht eingepackt!\"

Ja, der hängt noch in Okonjima, fein säuberlich und ganz entgegen meiner Gewohnheit von mir dortselbst auf den Kleiderbügel und in der Garderobe aufgehängt.

Es ist jetzt nicht unbedingt so, dass die Witterung das Tragen eines solchen Stücks erforderlich gemacht hätte, aber wir müssen ja auch an die Heimkehr ins novemberliche Deutschland denken und ein Sündenbock ist schnell gefunden, nämlich ich, aber die Fahrt geht weiter.

Kalkfeld, der Ort heißt so, ist bald erreicht, wobei: einen Ort erspähen wir erst so ziemlich im letzten Augenblick, wäre das Bahngleis nicht gewesen, hätten wir sicherlich gemeint, dass wir falsch gefahren sind.

Auf asphaltierter Straße geht es weiter, wir sollten demnächst nach Omaruru kommen.

Ein bisschen Sorge bereitet mir die Tankanzeige: über 500 km gefahren und der Zeiger rührt sich nicht von der Stelle. Wenn die Anzeige defekt ist, dann heißt es ab sofort den Kilometerzähler gut im Auge zu behalten. Angst vor leeren Tank habe ich noch nicht, die 120 Liter, die uns bei der Anmietung versprochen wurden, sollten noch locker reichen.

Omaruru klingt sehr afrikanisch, aber auch dort gibt es ein \"Café\", in dem man nach altdeutscher Sitte Kaffee und Kuchen kredenzt bekommen kann.

Wonach uns allerdings im Augenblick der Sinn steht, gibt es bei Shell. Vorsichtshalber lassen wir dort den Tank füllen und - oh Benzinwunder? - es gehen nur ca. 20 Liter in den Tank. Ist das meiner höchst ökonomischen Fahrweise, dem Rückenwind oder einem Wunder zu verdanken? Wir sind knapp 600 Kilometer gefahren und haben nur 20 Liter verbraucht? Der 3-Liter-Lieferwagen mit Vierrad-Antrieb?

Nein, ganz, ganz profan: die Zapfsäule hat ihren Geist aufgegeben und wir pressen ca. 60 Liter in den Tank.

Aus dem Shell-Shop holen wir uns noch eine kalte Cola-Light, meine Frau lädt mich ein und weil die Kreditkartenzahlung durch den Schwiegerpapa etwas dauert, guckt sich meine bessere Hälfte noch etwas im Shop um. Plötzlich kommt sie halb ent- und noch mehr begeistert wieder raus.

Da hatte sie doch noch vor dem Urlaub versucht, einen deutschsprachigen Vogelführer für die Vögel des südlichen Afrikas zu ergattern. Aufgelegt wird dieser in Südafrika, aber bei den deutschen Buchversendern und sonstigen Bezugsquellen war dieses Buch ratzekahl ausverkauft.

Und jetzt sollte ich raten, was hier in Omaruru bei der Shell-Tankstelle in der Verkaufsvitrine stand.

Die aktuelle Ausgabe der \"Gala\" war´s nicht, die hatte meine Frau ja schon auf dem Flug ergattert gehabt und eine neuer gab es noch nicht, nein, es war natürlich der deutschsprachige Vogelführer. Auch wenn es absurd klingt, aber so hat´s sich zugetragen.

Der Tank war voll, die Cola im Cupholder verstaut und die neueste Errungenschaft eingepackt und bezahlt, weiter ging es.

Nächster größerer Ort war Karibib und die Straßen blieben ausgesprochen gut ausgebaut, keine Schlaglöcher, kein Stau, keine Panne.

Unter den wenigen Fahrzeugen, die uns unterwegs begegneten, waren ein VW Touran (ein so neues Modell?), ein nagelneuer VW Transporter (das ist doch ein Modell von 2003?) und gleich zwei Golf V, einen solchen hatte ich in Deutschland grade mal erst beim Händler im Schaufenster stehen gesehen gehabt. Ich vermutete Test- oder Pressefahrten und dachte mir ansonsten nicht viel mehr. Da wusste ich aber noch nicht, dass ich am nächsten Tag noch etwas viel, viel besseres zu Gesicht bekommen sollte.

Aber jetzt zurück zu heute, an der Spitzkoppe (markanter Bergzug) geht es vorbei, die Landschaft wird langsam karger, heißer, trockener. Wir stoppen kurz für ein paar Panorama-Aufnahmen der Berge und ich packe bei der Gelegenheit auch gleich Camcorder und Sachtler (so heißt das dazugehörige Stativ aus) und filme ein bisschen die Weite der Landschaft und die Einsamkeit der Straße samt flirrendem Asphalt. Oh, was leuchtet da im Display meiner Kamera?
Videoköpfe reinigen? Jetzt? Hier? Ein Reinigungsband hatte leider beim besten Willen nicht mehr inden Kamerakoffer gepackt... um ehrlich zu bleiben: an sowas hatte ich nicht gedacht!

Und jetzt das Dilemma? Sag ich´s dem Kamerabesitzer, meiner Frau und setze mich damit der Gefahr aus, wieder einen Reisetag mit der Suche nach exotischem Video-Zubehör zu verplempern? Allerdings wo solten wir \"shoppen\" gehen? Wenn ich nichts sage und der Camcorder geht zu Klump, oh weh...!!

Egal, ich hatte irgendwie so ein leicht euphorisches Halb-Leck-mich-Gefühl und doch war ein bisschen Optimismus dabei, mal gucken, vielleicht in Swakopmund und davon versuchte ich auch die besorgte Kamera-Besitzerin zu überzeugen, was mir aber nicht wirklich gut gelang.

Im Augenblick half aber alles Laminieren... Lamentieren nichts, wir wollten/mussten weiter.

Mittlerweile war die Landschaft schon komplett ver\"wüstet\", nur noch Sand und Geröll und im Westen, wo wir hinfuhren, schien eine Art Nebel aufzuziehen.

Tatsächlich, es waren nur noch einige Dutzend Kilometer zu fahren, wurde es diesig. Kühl wurde es auch und schließlich fuhren wir rein nach \"Schwakopp\", wie manche Einheimische es formulierten.

Eine putzige, saubere und nette Stadt, auf dem Reißbrett quadratisch und praktisch entworfen und bemerkenwart war, dass bereits eine weihnachtliche Dekoration die Straßenlampen zierte.
Motive waren hier u.a. neben den allfälligen Sternen und Kerzen und Christbäumen auch Palmen, springende Delphine und Liegestühle am Strand samt Wellenreiter.

Annähernd jedes zweite Gebäude war deutsch beschriftet, laut unserem Reiseplan ist diese Swakopmund auch die \"deutscheste\" Stadt im Land.

Unser Hotel \"Adler\" liegt beinahe direkt am Strand, von dem wir aber nicht viel haben, weil der Ozean im Dunst liegt. Kalt war es auch, sicherlich nur 15° C.

Dafür bekam meine Frau direkt neben dem Hotel ihren ersten Pelikan vor die Linse und getreu dem Motto, jede Chance zu nutzen, trug ich die Koffer ins Haus, während sie ziemlich unbrauchbare weil katastrophal beleuchtete Bilder schoss.

Das Hotel war einfach... einfach! Zimmer mit TV, dort wurde auch das ZDF empfangen und ich gestehe, dass ich die Glotze angemacht habe um zu sehen, ob tatsächlich deutsches Fernsehen... Ausrede, Ausrede, nur soviel: ja, es lief dort Deutsches Fernsehen.

Es war schon nach 17 Uhr mittlerweile und im Lande gelten noch ähnlich strenge Ladenschlusszeiten wie bei uns vor zehn Jahren, also wenn wir noch was besorgen wollten (Mitbringsel für Babysitter, Blumen- und Briefkastensitter und andere Anverwandte und Freunde), dann sollten wir das jetzt tun, denn laut unserem Reiseplan war kein nennenswerter Aufenthalt in dichter besiedeltem Gebiet mehr vorgesehen.

Schwiegerpapa blieb im Hotel und wir zogen los. Dieser Linksverkehr, aber gejammert habe ich schon genug.

Nette Geschäfte gibt es hier und auch recht interessante Sachen, z.B. Lederwaren aus Robbenhaut, aber auch ein gut sortiertes T-Shirt-Geschäft. Die Verkäuferin hier legt uns so überzeugend eine Bootsrundfahrt in Walvish Bay ans Herz und verkauft uns dann noch ca. fünf T-Shirts, woanderg gibt es einen Eisvogel aus Holz für die Schwiegermama und dann noch die Ersatz-Regenjacke für den verlorenen ... halt, nein, der war gar nicht verloren! Die guten Leute in Okonjima hatten schon hier in unserem Hotel Adler angerufen, dass sie einen Anorak gefunden hätten! Das war aber aufmerksam!

Die Jacke wird an das Reisebüro in Windhoek geschickt, das gibt uns die Chance, sie zum Rückflug noch wiederzukriegen.

Aber im Augenblick hilft das nicht gegen das Nieselwetter hier, also wird eine neue Jacke gekauft.

Und was wollten wir noch? Ach ja, eine Mini-DV-Reinigungskassette, wie vermessen!

Wir schlendern ein Stück die Hauptstraße entlang, die ersten Geschäfte machen schon zu, da seh ich eine \"Fuji\"-Werbetafe an der Hauswand prangen, das Schaufenster ist auch noch beleuchtet und schon sind wir drinnen. Hier gibt es CDs, Musikinstrumente und auch Kamerazubehör und, man lese und staune: Mini-DV-Reinigungskassetten! Der deutschsprechende Verkäufer entschuldigt sich beinahe für den recht happigen Preis, aber happig hin oder her: wir sind happy! (Wortspiel, haha!)

Dann scouten wir noch das Lokal fürs Diner, das Hotel bietet nur Frühstück (und auch das lassen wir zweimal sausen). Die Empfehlung im Hotel wäre das \"The Tug\" gewesen, aber an diesem Abend ist dort kein Tisch mehr zu bekommen, wir reservieren aber für morgen.

Heute brauchen wir ein anderes Restaurant. Ein Namibia-Reiseführer empfiehlt das \"De Kelder\" oder das Restaurant im besten Hotel am Platze, im \"Hansa\".

Das \"De Kelder\" liegt in einer winzigen Einkaufspassage und wirkt leicht düster, dennoch reservieren wir dort mal prophylaktisch. Im Hansa machen wir das gleiche, obwohl dort das Gegenteil der Fall sein dürfte - vermutlich Smoking-Zwang oder zumindenst Schlips-Pflicht, beides haben wir alle drei nicht dabei. Aber wenigstens hat man uns so wie wir dort aufliefen, einen Tisch reservieren lassen.

Das vom Hotel empfohlene \"The Tug\" war übrigens in Schwiegerpapas Namibia-Reiseführer noch gar nicht aufgenommen worden.

Zurück zum Hotel, Duschen, Umziehen (Puuuh! Diese Luftfeuchtigkeit! Das ganze Bad steht voller Wassserdampf und überhaupt... iiiih!) und Reisesponsor entscheidet sich fürs \"De Kelder\".
Irgendwie wäre das \"Hansa\" auch zu nobel gewesen, speziell in Relation zu unserem Hotel.

Immerhin, bevor ich übers Hotel schimpfe. Dort reserviert man uns für den nächsten Tag eine die so heiß empfohlene Bootstour! Ich freu mich drauf!

Das Abendessen ist eher interessant als superlecker, das Lokal ist offensichtlich ein Familienbetrieb und fest in deutscher Hand, sowohl was Eigentümer als auch was Gäste betrifft.
Es gibt Fisch und Calamari und einen dann doch sehr leckeren (aber eben nicht \"superlecker!!!) Blaubeerenkäsekuchen.

Die Fahrt und der Tag war lang und ich bin ordentlich müde.

Außerdem soll es morgen früh los gehen!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-05-07 05:35:12 mit dem Titel Afrika vom Feinsten - Reisebericht aus Namibia und Botswana - 7 -

Swakopmund, fünfter Tag unserer Reise:

Auf ausdrücklichen Wunsch von Sponsorenseite („BITTE DIESMAL PÜNKTLICH! Die Abreise am Vor-Vormittag hatte statt um elf Uhr erst gg. ca. 11.20 Uhr stattgefunden…)
stehen wir gestiefelt und gespornt vor unserem eng eingeparkten Toyota, das notwendige Gepäck verstaut und ich lass mich aus dem engen Hotelhof herauslotsen von Frau und Schwiegervater. Nach erfolgreichem Wenden allerdings stehen wir vor einem verschlossenen Hoftor.

Immerhin befindet sich ein Wächter, ein Nachtwächter, vor dem verschlossenen Tor.

Bemerkenswert ist der Vorfall aus ein paar Gründen. In Gesprächen mit einheimischen aus Namibia bzw. den Nachbarländern wie Südafrika oder auch aus Zimbabwe war auch der viel gelobte Demokratisierungsprozess Namibias, die „Vorbildfunktion“ für andere Staaten ein Thema gewesen. Allerdings: wer hier lebt, hatte eine andere Einstellung aufgrund des tagtäglichen Einblicks. Irgendwann kam die Sprache auch auf die Polizei. Schmeichelhaftes darüber war nicht zu hören. Es scheint, dass es eine Polizei wohl gibt in Namibia. Große Stücke hält man aber nicht auf sie. Und das ist der Grund, warum wir einen Wächter vor dem Tor stehen hatten, warum auch unser Wagen am Abend zuvor auf dem Parkplatz auf der Straße vor dem „De Kelder“ trinkgeldpflichtig bewacht wurde und man auch sonst auf den Straßen in den Städten überall Parkwächter sieht.

Vielleicht erklärt das aber auch, dass unser Nachtwächter hier und jetzt im Hotelhof keinen Schlüssel für das Tor hat. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist wohl besser. Ich verkneif mir erstmal einen Kommentar bzgl. des frühen und überaus pünktlichen Wegfahrens in die falsche Richtung, anstatt dessen wecken wir einfach die Hausherren, das geht ganz einfach vermittels der Türklingel. So kostet das versperrte Tor uns nur wenig Minuten, die Weg- Zeitberechnung für den Trip nach Walvish Bay und die dortige Bootsfahrt mit „Levo-Tours“ ist bei knapp 50 km auf Teerstraße noch nicht ad absurdum geführt. Daran ändert auch eine kleine Irrfahrt in Swakopmunds rechtwinkligen Straßenschema nichts („… ist aber auch schlecht beschildert die Abfahrt Richtung Walvish Bay…“).

Das Wett

16 Bewertungen, 2 Kommentare

  • emcee_reefer@yahoo.de

    05.12.2007, 20:31 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    perfekter bericht

  • seakerfisch

    26.04.2006, 12:12 Uhr von seakerfisch
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. Bin beeindruckt und möchte das auch mal erleben.