Rock und Pop Interpreten Testbericht

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Erfahrungsbericht von The_Wishmaster

DER ULTIMATIVE OHRGASMUS - So bekommt Ihr ihn!!!

Pro:

Verwirrt alle Sinne...

Kontra:

Verwirrt alle Sinne...

Empfehlung:

Nein

Jetzt hab ich schon dreimal diese ersten Zeilen wieder gelöscht, weil ich einfach nicht weiss, wie ich anfangen soll. Am besten ich sag's jetzt mal einfach so grade raus:

Ich hatte den ultimativen Ohrgasmus! - Und wie hab ich das angestellt? Wie war es denn? Könnt Ihr auch einen haben?


Ja, natürlich könnt Ihr das! Geht vorläufig aber erst ein wenig illegal, deswegen sag' ich da auch nicht viel drüber. Aber ab dem 04.03.2002 darf sich jeder offiziell und ganz Legal beim CD-Händler seines Vertrauens "A Night at the Opera" der Krefelder Band "Blind Guardian" kaufen und in den heimischen Wänden dem audialen Orgasmus fröhnen!

Aber ich habe natürlich weder Kosten und Mühen gescheut, um Euch hier exklusiv einen Vorbericht liefern zu können von dem Album, das die gesamte melodische Metalwelt seit nunmehr vier (4!!!) Jahren sehnsüchtig erwartet. Können die hohen Erwartungen erfüllt werden? Ich meine, mit "And then there was silence" erschien im November 2001 bereits eine Vorab-Single, die alle Fans restlos zufrieden gestellt haben sollte. Aber was bringt das komplette Album? Konnten die Jungs das Meisterwerk "Nightfall in Middle-Earth" tatsächlich übertreffen?



~~~WARNUNG: Der Bericht ist äußerst lang und beschreibt sowohl die Songs als auch die CD in vielen Einzelheiten. Wem's zu lang ist oder wer sich nicht dafür interessiert, der erspare sich bitte die Bewertung oder scrolle bitte über die Songbeschreibungen hinweg! Danke!~~~



Man hätte es nicht für möglich gehalten, aber es ist ihnen tatsächlich gelungen. Und um Euch nicht lange auf die Folter zu spannen, widme ich mich nun endlich mal den zehn neuen Songs...


1.) ~~~Precious Jerusalem~~~~ 6:21

Ein tribal-ähnliches Drumgewitter eröffnet die Scheibe, das mich irgendwie an Sepultura zu "Roots"-Zeiten erinnert. Die Leadgitarren steigen ein und Hansi singt in seiner unvergleichlichen Art und Weise die ersten Zeilen. Gebannt lausche ich dem, was da noch kommen wird - und schon ist es passiert: "Rising up from the heart of the desert, rising up from Jerusalem..." - die erste Bridge wird von massiven Chören geschmettert und war mir von den Samples der offiziellen Homepage bereits bekannt.

Es folgt eine Strophe in gemäßigtem Tempo, bei der man natürlich wieder auf komplett andere Melodien zurückgreift als bisher. Unweigerlich leitet sie auf den Chorus zu, man kann es förmlich spüren, wie sich die Spannung weiter steigert... und erneut ein Chor losbricht und uns in den höchsten Tönen den Refrain um die Ohren bläst. Die folgenden Sekunden sind geprägt von Wechsel akustischer Gitarren von Keyboards unterstützt und Uptempo-Drumming und wirren Gitarrenleads, wobei Hansi's hohe Stimme stets auf dem erzeugten Soundteppich schwebt und gottgleich und erhaben zum weiten Chorus gleitet. BOAH!

Daran schliesst sich nun ein Gitarrensolo an, das teilweise zweistimmig vorgetragen wird und in dessen Hintergrund die Rhythmusgitarren schon Druck machen. Wer also anhand der Vorab-Single dachte, Andre und Marcus würden nur noch frickeln, wird hier eines besseren belehrt! Jetzt wird's wieder leicht tribal-mäßig und drumorientiert, wobei der Gesang auch mit in den Vordergrund rückt: "Rise up and follow me, cause I will bring the light..."

Eine weitere Strophe wird von dramatischen Chören unterbrochen und gipfelt in einem finalen Chorus, der einfach nur wunderschön ist. Zum Abschluss gibt's wieder den vom Anfang bekannten Drum-Gitarren-Wechsel, der diesmal von einem leicht orientalischen Gitarrengefrickel noch verziert wird - dann ist der erste Song zu Ende...
10/10

2.) ~~~Battlefield~~~ 5:37

Akustische Gitarren und Keyboards eröffnen den Titel, bevor wuchtiges Drumming mit (erneut) leichtem tribal-Einschlag einsetzt: Treibend, aggressiv, unglaubliche Atmosphäre erzeugend. Dann ein phänomenaler Choreinsatz, der mit immer wieder Gänsehaut beschert: "It cannot be seen but there's blood on the green" - Hansi Solo: "Only God knows I'm innocent!" - "Take me, take me home!" (vom Chor in höchsten Tönen) - Dann wieder Hansi: "Stay and pray with me, the storm rules on the sea, I challenge thee to not cross this bridge... to death!"

BOAH! Erneut ein "BOAH!" - ist das geil! Sorry, aber diese unglaubliche Dramatik, das perfekte Zusammenspiel aller Instrumente, der Wechsel zwischen fulminanten Chor und Hansi's fast schon flehender Einzelstimme - ich weiss nicht mehr, wie man DAS noch mit Worten beshreiben soll!

Weiter im Song, denn hier herrschen immer noch epische Chöre vor, die nach einer Minuten auch im Refrain gipfeln: "There on the Battlefield he's lost, down on the Battlefield he's lost and on the Battlefield he'll end..." - Doch in typischer Blind Guardian-Manier gönnt man den Chorsängern auch in den Strophen ihren Spaß und so schmettern die Junge begeistert gleich noch ein paar Zeilen hinterher - selbstverständlich, nachdem sie Hansi noch ein paar Worte haben singen lassen...

Nach einem kurzen Gitarrensolo darf wieder die Truppe aus dem Gesangsraum antreten: "The fields are left in sorrow, the father and the son they're gone..." - anschließend teilt sich Hansi den Vordergrund mit fiedelnden Leadgitarren um kurz darauf vom Chor erneut vom Thron gestoßen zu werden. Kein Wunder, es steht ja wieder mal ein Chorus an! *zwinker*

Nun dürfen die Leadgitarren noch einmal mal etwas flotter, dann ein wenig gebremster die Führung übernehmen, bevor man in einen genialen Mittelalter-Teil überleitet, der ein wenig an den Chorus von "Time stands still" erinnert: "That's what th beast will seem, join in the horrible scream, take part im memorous dreams, scream out through your lion heart..." - Dieser Teil ist geprägt von flottem Drumming und dem schnellen Chorgesang, im Hintergrund ertönen leicht folkige Gitarrenmelodien. Ein weiterer Gesangsteil führt dann den Song zum finalen Chorus und lässt mich nach guten fünfeinhalb Minuten und einem von Gitarrensolo und Tribal-Drums geprägten Schluß mit einem offenen Mund, auf die Tastatur sabbernd zurück. Mit Abstand einer der besten Songs der Gruppe bisher!
11/10 *zwinker*

3.) ~~~Under the Ice~~~ 5:44

Leicht synthetisch klingende Gitarren (oder doch Keyboards?) werden hier sohleich von fetten Riffs (diesmal aber wirklich von Gitarren!) weggeschmettert, bevor Hansi und sein Chor zu einem fulminanten Duell ansetzen und im leicht erhöhten Tempo geradewegs auf den ersten Chorus zusteuern. Aber zuvor gibt's noch ein Break, ein weitere Strophe und einen gelungenen Solo-Einsatz von Hansi: "And I'll just stay here, welcome to the slaughterhouse..." - Ein kleiner Chor ("Released from blood, cause no more pain and no more blood...") und schon steht der Refrain bevor, im Gegensatz zum Rest des Songs aber im Midtempo gehalten:

"Under the ice you will believe, under the ice you will be free..." - es folgt eine weitere Strophe (wobei hier im Prinzip ALLE "Strophen" unterschiedliche Melodieführungen haben, es wiederholen sich also meist nur der Refrain!!!) und ein längeres Solo, unterbrochen von einer weiteren Gesangeseinlage. Die Gitarren klingen hier wieder recht künstlich, erzeugen aber eine ungewöhnliche Atmosphäre und passen sich so der Stimmung des gesamten Songs recht gut an.

Relativ konservativ neigt sich der Song dem Ende, soll heissen es stehen nochmal mit Bridge und Chorus die üblichen Songelemente an, wobei man sich noch ein kurzes Gitarrensolo zum Abschluss erlaubt. Es sei den Jungs gegönnt!
9/10

4.) ~~~Sadly Sings Destiny~~~ 6:03

Denkt man bei dem Titel nicht zuerst an eine herzergreifende Ballade? Eigentlich schon, oder? Tja, nix da! Fast schon modern klingende Gitarren mit leichten Wah-Wah-Effekten sind angesagt, werden aber bald von gewohnten Bratriffs und superbem Drumming unterstützt und begleiten nach einem kurzen Intermezzo Hansi's Gesang in der ersten Strophe. Erstaunlicherweise halten sich die Chöre hier erst mal dezent zurück - doch sobald man sich dem Chorus (also wenn die Bridge kommt) nähert, was nach knapp über einer Minute der Fall ist, erheben sich die Stimmen aus dem Hintergrund immer stärker und setzen zu einem "Sdaly sings destiny" an...

Ein kurzes Gitarrensolo und schon haben wir die zweite Strophe, die zum einen wieder mit Chören glänzen darf, zum anderen von einem riffbetonten Break durchsetzt ist. Die Bridge wird dann wieder recht gefühlvoll vorgetragen und auch der Chorus ist nicht so brachial geschmettert wie die vorherigen. Man kann den Song also trotz (oder gerade wegen?) seiner stets präsenten E-Gitarren als recht emotional betrachten.

Solotechnisch gibt's dann nochmal ne kleine Prise Gitarre, bevor ein komplett neuer Gesangsteil Abwechslung in den Song bringt (ach nee, als gäb's das sonst bei den Jungs nicht!) und erneut über die Bridge auf den Chorus zu sprechen kommt. Der Schluss wird dann wieder von den Gitarren dominiert, wobei auch der Bass hier ein kurzes Zwischenspiel abliefern darf und gut zur Geltung kommt.
9/10

5.) ~~~The Maiden and the Minstrel Knight~~~ 5:30

Hier kommen anfangs recht dominant die Synths und Keyboards zum Einsatz, aber nicht so wie Ihr Euch das vielleicht jetzt denkt (Marke "Crematory" - *pflaster* *pflaster*), sondern indem man leichte Streicher, ein Fagott und ein Glockenspiel simuliert, die Hansi's emotionalen Gesang begleiten: "The faithful crowd is gathered here, soon they'll appear... The high and mighty show of the king is in doubt. Apart from this beggar here there's no one like you my dear, tasting my lips, no one but you and he..."

Das Glockenspiel übernimmt nun zusammen mit der Gesangsstimme die leicht beschwingte Melodieführung: "Round the fire everyone should sing and praise the gracious queen..." - dann setzten leichte, leise Marschtrommeln ein und man darf gebannt dem ersten Chorus lauschen, diesmal vom Chor vorgetragen: "Will you still wait for me, will you still cry for me?" - Im Wechsel nun Hansi: "Come and take my hand..."

Es folgt noch ein wenig Gesang, dann ertönen fast schon sphärische, flottere Keyboardmelodien, die von einem plötzlichen Einsatz von Drums und Gitarren aus dem Weg gefegt werden und sogleich legt man mit einem weiteren, diesmal von wuchtigem Schlagwerk und Gitarren untermalten, Chorus los. Im folgenden Gitarrenlead erneut das Glockenspiel im Hintergrund präsent und man kommt wieder auf eine Strophe zurück, die von der Gesangsmelodie komplett neu ist und in einem Chor gipfelt. Im Midtempo darf Thomen nun einen konstanten Double Bass-Teppich ausbreiten, auf welchem dem Gesang der Weg zum nächsten, noch etwas bombastischeren Chorus geebnet wird.

Dann klingt der Song aus - denkt man. Denn als alle Instrumente schon fast verhallt sind, kommen sie mit einem Schlag nochmal alle aus der Versenkung zurück, Hansi darf noch ein paar Zeilen los werden und ein letztes Solo wird dem Titel auch noch gegönnt.
10/10

6.) ~~~Wait for an Answer~~~ 6:30

Strotzende Gitarrenriffs - und sogleich werden wir von Hansi's kraftvollem Gesang in den Song eingeführt. Ich bemerke übrigens beim zigsten Durchlauf gerade wieder das Glockenspiel im Hintergrund, das nach einem leisen, vom Chor dominierten Break, mit "volleren" Glockenklängen aufwarten kann. Kam die Strophe bisher ein wenih unspektakulär rüber, so werden wir nun spätestens beim Chorus von einer genialen und mitreissenden Melodie erschlagen, die sich sofort in den Gehörgängen festsetzt:

"Don't look back, tell me, is it where you belong? A place in the dark, a sun with a hole... Oh wait for an answer..." - Trotzdem kommt es mir so vor, als hätten wir es hier mit dem - hüstel - Schwachpunkt des Albums zu tun. Die ganzen Melodien in den Strophen sind zwar nett, mehr aber auch nicht. Und sie verursachen weder eine Gänsehaut noch lassen sie mich freudekreischend durch die Wohnung rennen. Lediglich der Chorus kommt echt gut rüber, aber das reicht bei einer Ausnahmeband wie Blind Guardian eben nicht.

Das Solo ist übrigens hier recht lange geworden und kann mit einigen verschiedenen Hintergrundrhythmen aufwarten, ergiesst sich letztendlich erneut in einen Gesangspart, wobei im Bakcground aber fleißig weiter gefrickelt wird. Nach einem weiteren Refrain folgt noch ein abschließener Gesangsteil, der von druckvollen Drums begleitet wird und ganz gut gefällt.
8/10

7.) ~~~The Soulforged~~~ 5:18

Mehrstimmige Gitarrenmelodien eröffnen den folgenden Titel unglaublich beschwingt und fröhlich und gleich wird klar, dass der vorherige "Ausrutscher" sofort vergessen gemacht werden kann: "I'm not insane!" beteuert Hansi - "That's how it seems though!" wird ihm aber gleich vom Chor vorgeworfen. LOL! Genial gemacht, kann man durchaus auch auf die ultra-aufwendige Produktion des ganzen Albums beziehen!

Im weiteren Verlauf duellieren sich Hansi und der Chor noch einige Male, wobei vor allem der gelungene Refrain heraussticht, von dem ich aber den Text nicht habe...: "And from the flames... The soulforged is coming..." - Nun darf Hansi im Alleingang zeigen was er drauf hat, wird aber bald wieder vom Chor unterstützt und überlässt das Feld nach einem erneuten Refrain dann der Sologitarre. Weise Entscheidung, denn der Sechssaiter spielt eine gar feine Melodie, die von den Drums erhaben und verspielt zugleich begleitet wird.

Nach einer Strophe folgt dann ein ruhiges Zwischenbreak - "And through the looking glass, I still feel mortality" - in das sich ein kleiner Chor einmischt und nach einem kurzen Riffing wieder auf den Chorus zurückkommt. "I will never change my mind, I will leave them all behind!" - Hansi klingt entschlossen - muss er ja auch, denn der Song ist gleih zu Ende... *zwinker*
10/10

8.) ~~~Age of false Innocence~~~ 6:05

Die atmosphärischen Klänge eines Pianos sind nun zu vernehmen, im Hintergrund ertönen leise Akkorde auf dem Keyboard. "Cut off the light, take a look, there's nothing beyond the pain, suffer in the deepest void, the flame of hope is gone..." - Depressiv, traurig, emotional - passend dazu Hansi's Gesang.

Bald schon setzen treibende Drumrhythmen ein, kraftvolle Gitarrenakkorde ertönen und Hansi klingt nun zwar immer noch verzweifelt und bedrückt, aber er lässt seine Stimme kraftvoller erklingen: "I cannot, I will not... deny this false Innocence!" wird im Refrain von einem Chor geschmettert. Dann ein seltsamer Zwischenton - ist das Absicht? Klingt ein wenig spacig...

Die folgende Strophe wird plötzlich von einem geheimnisvollen gregorianischen Chor unterbrochen, bevor Hansi wieder in gewohnter Manier sein Organ wahre Kunststücke vollführen lassen darf. Einen Chorus und ein längeres Solo später finden wir uns bei einem kurzen Gesangspart wieder - und ratet mal, nach dem letzten Refrain ertönt wieder dieses Geräusch. Klingt wie 'ne dumpfe Warnsirene oder so. Komisch... ausklingen tut der Song dann übrigens noch mit akustischen Gitarren, jawoll!
8/10

9.) ~~~Punishment Divine~~~ 5:45

Schon wieder kurz sphärische Keyboardklänge, haben die Jungs im Studio gekifft? Na wohl nicht, denn gleich setzen schneidende Gitarrenriffs ein. Die Drums wirken dazu aggressiv und treibend, bevor man sich auf's nette Begleiten verlegt, kein Wunder bei den feinen Gitarrenleads! Die herrschen übrigens auch noch vor, wenn Hansi zur Strophe ansetzt.

Lyrics hab ich hier leider wieder keine und die ganzen fulminanten Chöre richtig rauszuhören ist bei den Jungs verdammt schwer! Jedenfalls erhöht man nun das Tempo enorm ("Was I aware whom I enslaved?" - sollte aus dem Sample bekannt sein...) und Thomen lässt die Double Bass ordentlich knattern. "The faceless, the nameless, the bush set on fire..." - Dann der Chorus - BOAH!!! ( Das hatten wir schon lange nicht mehr...) - Mööönsch ist das genial! Da brettern die Gitarren, da schmettert der Chor und ich versteh den Texte nicht! Egal, das ist superb! "Reach to the point of no return" - Soviel bekomm ich mit...

Dann geht's akustisch weiter, wobei die Leadgitarren im Hintergrund immer fleißig Soli spielen. Doch sogleich setzt man wieder zum temporeichen Speedgesinge an, die Double Bass rattert, die Frickelgitarren frickeln und Hansi legt richtig viel Aggression und Nachdruck in seine Stimme. BOAH!!! (Hatten wir das schon mal? Egal!)

Es folgt ein mitreissendes Solo im Uptempo (Also, wenn'se den Song net live spielen, spring ich auf die Bühen und kill'se!), das einfach nur göttlich ist! Es folgen wieder Gesangsmelodien, bei denen Hansi letztendlich auf die Zeile mit "...this is the punishment divine" zurückkommt. Und dann? Richtig, der Chorus! Textlixch handelt der Song laut Aussage von Hansi übrigens von den letzten Minuten, bevor Nitzsche der Wahnsinn befällt und er die Engel hört, die er selbst immer verleugnet hat. Dazu passen auch perfekt die vielen Gesangsmelodien und die rasendne Gitarren. BOAH!!! (Ich kann's nur immer wieder betonen: BOAH!!!)
11/10

10.) ~~~And then there was Silence~~~ 14:06

Kommen wir nun also abschließend zum Mega-Epos "And then there was silence", welches im Vorfeld schon als Single veröffentlicht und es auf Platz 41 der deutschen Charts geschafft hat. Bedenkt, ne Metal-Single mit einer Spielzeit von über 14 Minuten!

Um Eure Augen etwas zu schonen werde ich diesen Song hier nicht mehr in aller Ausführlichkeit zerlegen, das hab ich in meinem Bericht über die entsprechende Single schon getan. Interessierte also bitte dort nachlesen.

Zu dem Song nur soviel: Größtenteils im Midtempo werden hier dutzende Soli und Gesangsmelodien aneinender gereiht, ohne das es gekünstelt wirkt. Nein, der Song hat Dramatik, Atmosphäre und wirkt wir aus einem Guss. Leise Akustikpassagen mit Keyboards stehen neben aggressiven, aufbäumenden Parts und martialischen Zwischenspielen, die alle nur ein Ziel haben: Den Untergang Trojas musikalisch zu dokumentieren. Un das gelingt. Und zwar perfekt!
10/10


~~~Das Coverartwork~~~

Zugegeben, hier werden wohl die meisten Diskussionen aufkommen und viele wohl auch den größten Schwachpunkt der Scheibe sehen. Aber man sollte mal folgendes bedenken: Wenn man nur am Artwork was auszusetzen hat, ist die Scheibe doch echt hervorragend! Wie sieht es aber nun aus? Nun, es wurde wie schon auch das Cover der Single entgegen den Gewohnheiten nciht mehr von Andreas Marshall gestaltet. Aber konnte das Singlecover Dank zweier umschlungener Drachen die Fans noch zufrieden stellen, scheiden sich am Cover von "A Night at the Opera" sicher die Geister.

Passend zum Titel wird zwar eine Nacht in der Oper dargestellt, aber wohl anders als man es gewohnt ist. Ein Dirigent im blauen Frack und mit einem dämlichen Grinsen auf den Lippen in der linken unteren Ecke kommandiert eine Reihe Elfen, Gnome, Hobbits, Zwerge und Trolle die zum größten Teil ein Instrument in der Hand haben und sich dich vro dem Dirigenten drängeln. Links oben fällt ein Orc mit einer Harfe auf, im Hintergrund trommelt ein Oger und rechts sitzt ein geflügelter Dämon an einer Orgel.

Das Cover ist recht bunt gestaltet, da von recht blaues, von links gelbes und von oben rotes Licht auf das Szenario fällt. Das Bandlogo ist diesmal rechts oben zu finden und goldumrandet, die einzelnen Buchstaben erscheinen im kristallklaren hellblau - darunter der gelbe Albumtitel "A Night at the Opera".

Mein Urteil? Interessant, mal was anderes, gewöhnungsbedürftig. Zwar wär mir ein Marhshall-Cover wohl lieber gewesen, aber schlecht ist es nicht...


~~~Der Sound~~~

Hier bekommen wir die akustische Vollbedienung, dass es eine wahre Pracht ist! Krachende Gitarren und wuchtiges Schlagwerke treffen auf unzählige Gesangsmelodien und fulminante Chöre, warmer Bass und spielerische Keyboardläufe untermalen das Geschehen und lassen immer wieder Platz für kleine Einschübe und Schmankerl wie das dezente Glockenspiel im Hintergrund bei manchen Songs.

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass Otto-Normal-Hörer mit dem Album hilflos überfordert sein werden. Lest den ersten Bericht von BillyBerserker, da bekommt Ihr genau erklärt warum: Die verschiedenen Instrumente, Gesangsmelodien, etc. werden dem unvorbereiteten Hörer wohl total verwirren, aber wer gerne komplexe Musik hört und sich im Metalbereich auskennt, wird schnell die einzelnen Spuren differenzieren können. Und auch nach dem dutzendsten Durchlauf stellt man immer wieder Feinheiten fest, auf die man zuvor nie geachtet hat. Phänomenal!


~~~Fazit~~~

Tja, hier haben wir es ohne Zweifel mit dem besten Album von Blind Guardian zu tun. "A Night at the Opera" kann auch getrost als eine der wichtigsten Scheiben des Genres und sicher als bester Silberlings im Jahre 2002 gesehen werden. Nie zuvor wurden komplexe Arrangements so genial mit eingängigem Melodien verknüpft wie hier, nie zuvor erreichte jemals ein Mensch den Status der Göttlichkeit wie Blind Guardian beim Komponieren dieser zehn Songs.

Wer auch nur ANSATZWEISE gerne Musik hört und nichts gegen Gitarren hat, MUSS hier zuschlagen! Vergesst Rhapsody, lacht über Britney Spears und lasst DJ Ötzi einen armen Irren bleiben, Blind Guardian zeigen ALLEN, wie PERFEKTE MUSIK zu klingenhat!


In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Operamaster

36 Bewertungen, 9 Kommentare

  • LittleSparko

    12.01.2007, 04:18 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • DeceptiveAngel

    09.10.2004, 22:45 Uhr von DeceptiveAngel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich kann auch nur noch BOAH sagen... O.O Ich wühl mich gerade hier durch ein paar ältere Berichte von dir..und ich stoß auf lauter so tolle Sachen... wow...(außerdem machst du mir ziemlich Lust auf diese Platte, die ich leider nicht

  • Silvia29

    07.03.2003, 10:54 Uhr von Silvia29
    Bewertung: sehr hilfreich

    Großes Lob! Ich könnte nie so ausführlich und sachkundig über einzelne Songs schreiben!

  • timeless

    09.09.2002, 12:01 Uhr von timeless
    Bewertung: sehr hilfreich

    ave saturia! thx für deinen Bericht! Ich bin sonst nich so auf Metal - aber BlindGuardian ist ein Muß! Weiter so - und viel Glück mit Deiner Band!!!

  • diewicca

    27.08.2002, 19:52 Uhr von diewicca
    Bewertung: sehr hilfreich

    werd ich mir gönnen...

  • eulenfan

    16.05.2002, 23:09 Uhr von eulenfan
    Bewertung: sehr hilfreich

    sabber... muss ich gleich morgen mal losziehen...

  • anonym

    23.02.2002, 19:59 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! Liebe Grüße, Lunalie

  • trilli7

    18.02.2002, 22:39 Uhr von trilli7
    Bewertung: sehr hilfreich

    super bericht, sher ausfuehrlich verfasst. mfg trilli7

  • monkey

    16.02.2002, 14:14 Uhr von monkey
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bewertest du auch einen von mir? Viele Grüße, Dein Monkey :o)