Ryanair Testbericht

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Erfahrungsbericht von T_Goose

Der Billigflug

Pro:

Kurze Wartezeiten, billige Preise, gute Verkehrsanbindung

Kontra:

die Flughäfen liegen weit außerhalb

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser. Mein Flug mit der Ryanair nach London und zurück verlief soweit ganz gut. Auch die Zeit in London war super und auch darüber gibt es in den nächsten Tagen noch einiges zu berichten. Aber ich möchte in meiner Reihe über London ganz am Anfang beginnen und da steht nun mal der Flug mit der irischen Fluggesellschaft Ryanair. Nachdem ich euch schon ausgiebig über deren Internetseite und die Flugbuchung berichtet habe, wünsche ich euch nun viel Spaß beim Lesen über meine Erfahrungen beim Flug.

Hinflug von Flughafen Hahn :
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Letzte Woche Dienstag, den 08. April, war unser Hinflug nach London. Unser Flug ging ab Frankfurt – Hahn um 13.35 Uhr. Die Bezeichnung Frankfurt – Hahn ist zwar meiner Meinung nach etwas irreführend, da der Flughafen in Hahn gut 100 km von Frankfurt entfernt im Hunsrück liegt, aber das nur am Rande. Meine Freundin und ich machten uns gegen 10 Uhr am Morgen mit dem Auto auf den Weg. Nach knapp 2 Stunden und ca. 200 km kamen wir dann um 12 Uhr an. Den Flughafen zu finden war wirklich sehr einfach. Bereits ab Mainz war der Flugplatz ausgeschildert und so konnten wir unser Ziel überhaupt nicht verfehlen. Mein Auto konnte ich auf einem der zahlreichen, teils kostenlosen Parkplätzen stehen lassen. Eine sehr gute Einrichtung, da auf anderen Flughäfen teils horrende Beträge für die Parkplätze verlangt werden! Und der Weg ins Terminal war auch nicht besonders weit.
Das Terminal selbst war wirklich winzig! Ich in schon ein paar Mal vom Frankfurter Flughafen aus geflogen und da kann man sich wirklich verlaufen. Aber nicht so in Hahn. Das Terminal war insgesamt vielleicht 100 Meter lang und 25 Meter breit. Das ist schon alles. Die Anzeigetafel war auf vier Monitoren aufgeteilt und somit ebenfalls sehr übersichtlich. Ich schaute nach unserem Check-In Schalter und hatte ihn auch schnell entdeckt. Insgesamt gab es bloß 8 solcher Schalter und es wurden pro Flug immer zwei Schalter geöffnet. Wir stellten uns also bei unseren Schaltern an. Das Einchecken ging sehr schnell und zügig voran und wir waren schnell an der Reihe. Ich legte unsere Buchungsbestätigung aus dem Internet und unsere beiden Personalausweise vor und der Mitarbeiter hakte uns auf seine Liste ab. Wir gaben unsere beiden Rücksäcke auf und bekamen unsere beiden Bordkarten. Da meine Freundin wegen ihres Kreuzbandrisses vorsichtshalber noch ihre Krücken dabei hatte, wurde uns gesagt, dass wir beide als erstes in das Flugzeug gehen könnten. Eine wirklich tolle Sache, wie wir beide fanden, auch wenn es nichts besonderes ist und bei anderen Fluggesellschaften zum Standard gehört. Damit war unser Einchecken bereist erledigt. Also gingen wir durch die Passkontrolle, die ohne Probleme verlief und setzten uns nach einem kurzen Besuch im Duty-free-Shop in den Wartebereich. Von dort konnten wir direkt auf das Vorfeld des Flughafens sehen. Der Wartebereich füllte sich so langsam immer mehr, bis dann gegen 13 Uhr unsere Maschine landete.
Viele sprangen bereits aufgeregt auf und stellten sich am Schalter an. Eigentlich schon sinnvoll, da auf den Boarding-Karten keine Sitzplätze draufstanden. Es ging einfach nach dem Motto, wer zuerst kommt, malt zuerst. So war es für uns schon verständlich, dass sich gerade Familien oder Reisegruppen anstellten, damit sie einen Platz nebeneinander bekommen. Doch wir hatten glücklicherweise das Glück, wegen der Verletzung meiner Freundin als erstes an Bord gehen zu dürfen. Deswegen konnten wir noch beruhigt sitzen bleiben und abwarten.
Draußen konnten wir sehen, dass unsere Maschine, eine Boing 737-800 entladen wurde und die Passagiere zu Fuß über einen Teil des Vorfeldes die Maschine ins Terminal verließen. Als der letzte die Maschine verlassen hatte, durften wir an Bord gehen. Auch wir mussten demnach über das Vorfeld zur Maschine gehen. Insgesamt waren das vielleicht 200 Meter, so dass wir bald im Flugzeug saßen. Da wir die ersten waren und die freie Platzwahl unter den 184 Sitzplätzen hatten, setzten wir und recht weit vorne ans Fenster. Die Sitze standen je in zwei Dreierreihen, die durch den Mittelganz getrennt waren. Der Abstand zu den vorderen Sitzen waren vollkommen ausreichend und boten genügend Platz. Auch ich mit meinen langen Beinen hatte genügend Platz und konnte so den Flug nach London genießen.
Das Handgepäck verstaute ich noch im Fach über uns dann warteten wir, bis die restlichen Passagiere eingestiegen waren. Das dauerte auch gar nicht mehr lang und als der letzte saß, wurde die Tür geschlossen und wir rollten in Richtung Starbahn! Es war einfach unglaublich, aber das Flugzeug hatte keine 25 Minuten gestanden, bis es schon wieder zum Abheben bereit war! Eine phantastische Leistung wie ich finde. Jetzt wird mir auch klar, wodurch Ryanair die Kosten so gering halten kann, wenn lange Pausen vermeiden werden.

Der Flug :
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Wir rollten mit unserer Boing 737-800 wie gesagt auf die Startposition zu. Währenddessen wurde von einer der beiden Stewardessen die übliche Sicherheitsdemonstration vorgeführt. Wir bekamen gezeigt, wo die Ausgänge bzw. Notausgänge sind, wie wir uns anzuschnallen hatten, wie die Sicherheitsweste benutzt wird und was wir zu tun hatten, wenn bei einem Druckverlust die Atemmasken von oben herabfielen. Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass an Bord der Ryanair absolutes Rauchverbot besteht und eine Missachtung hart bestraft werden würde. Das finde ich mal absolut hervorragend und konsequent! Alles wurde gut von der Stewardess vorgeführt, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass sie dabei ein wenig gelangweilt war. Kann ich auf der einen Seite zwar schon verstehen, da es für sie immer wieder das Gleich ist und an diesem Tag auch bestimmt nicht das erste Mal. Aber auf der anderen Seite, ist es kein guter Eindruck, den man als Fluggast bekommt. Nachdem sie mit ihrer „Show“ fertig war, hatten wir unsere Startposition erreicht und sie setzte sich auch hin.
Die beiden Triebwerke heulten laut auf und schon bald schossen wir über die Startbahn. Es dauerte auch nicht lang, bis wir abhoben und uns in der Luft befanden. Schnell stiegen wir auf und die Anschnallzeichen erloschen. Jetzt kam es doch zur großen Überraschung für uns. An Bord der Ryanair gab es doch Service! Die Stewardessen schoben ihren kleinen Wagen mit warmen und kalten Getränken und Sandwichs durch den Gang. Der Service ist eben nur nicht kostenlos. Wer eben etwas haben wollte, musste bezahlen. Aber bei bloß einer Stunde Flug, konnten wir beide auf etwas zu Essen oder zu Trinken verzichten.
Doch es bleibt nicht nur bei den Getränken und den Sandwichs, es wurden auch Tickets für den Stansted-Express verkauft. Das ist die schnellste und einfachste Verbindung vom Flughafen in Stansted in die Innenstadt von London. Da meine Freundin und ich noch keine Karten hatten, kauft ich zwei für uns. Der Preis für die Karte, die für die Hin- und Rückfahrt gültig war, kostete pro Person 20,- Pfund. Das sind umgerechnet ca. 30,- €. Wirklich sehr sinnvoll, dass die Karten bereits an Bord verkauft werden. So hat man sich für später das lange Anstehen am Schalter gespart.
Es dauerte auch nicht mehr lange, bis wir zum Landeanflug ansetzten. Die Landung fand ich persönlich etwas hart, da ich das Gefühl hatte, dass wir auf den Boden aufsetzten und noch mal ein kleines Stück hochsprangen. Aber trotzdem verlief die Landung bestens und wir rollten zu unsere Position am Terminal. Die Türen öffnete sich und wird konnten die Maschine wieder verlassen. Diesmal gingen wir als letztes von Bord, da es uns doch einfacher erschien, erst einmal alle raus zu lassen. Als wir das Flugzeug verlassen hatten, sollten wir unser Handgepäck über den Boden halten, da ein Hund des britischen Zolls daran schnüffeln sollte. Anscheinend suchte er nach Drogen, fand aber bei keinem etwas.
Jetzt kam es zu einem etwas anstrengenden Part. Da der Flughafen in Stansted deutlich größer war wie der in Hahn, musste wir einiges mehr laufen. So ging es die Treppen rauf und wieder runter. Einen Gang entlang, dann wieder eine Rolltreppe usw. Es war ein ganz schön weiter weg, bis in die Gepäckhalle. Das einzig gute daran war, dass unser Gepäck bereits auf dem Gepäckband lag, wir es aufnehmen konnten und direkt weiter konnten. Wir schauten uns um und dank der guten Beschilderung fanden wir schnell den Bahnhof. Also mit dem Aufzug hinunter und schon standen wir auf dem Gleis. Der Stansted-Express wartete bereits. Also steigen wir ein und schon kurz darauf, fuhr der Zug los.

Stansted-Express :
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Wie schon gesagt, der kürzeste und einfachste Weg vom Flughafen Stansted nach London ist der Stansted-Express. Der Zug fährt in 45 Minuten bis zum Bahnhof in der Liverpool Street. Da waren wir zwar noch nicht in unserem Hotel, aber schon ein gutes Stückchen weiter.

Rückflug von Stansted :
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Nachdem wir eine wundervolle Woche in London verbracht hatten, mussten wir auch irgendwann wieder den Heimflug antreten :-( Nachdem wir wieder mit dem Zug zum Flughafen gefahren sind, gingen wir in die Abflughalle zum Einchecken. Aus unserer E-Mail wussten wir, dass wir diesmal früher beim Check-In sein mussten, da die Schalter bereits 40 Minuten vor Abflug schließen sollten. Doch so einfach wie in Hahn, war es beim Rückflug allerdings nicht. Die Abflughalle ist deutlich größer und verfügt über ca. 140 Schalter. Das ist schon eine ganze Menge und so mussten wir erst mal eine Weile nach unserem Schalter suchen. Bald hatten wir aber die beiden Schalter 138 und 139 gefunden, die für uns zuständige waren. Es war bereits eine lange Schlange zu sehen und wir reihten uns geduldig ein. Die Geduld mussten wir auch mitbringen, denn das einchecken verlief diesmal nicht so sittlich und geordnet, wie beim Hinflug. Aber nach einiger Zeit, waren auch wir an der Reihe. Wieder legte ich die Bestätigungs-E-Mail und unsere Pässe vor. Im Prinzip war es das gleiche Prozedere, wie schon beim Hinflug. Wir bekamen unsere Abflug-Gate genannt und machten uns auch schon gleich auf den Weg, da wir noch die langen Wege von der Ankunft im Gedanken hatten. Das war auch wirklich gut so, denn der Weg zum Gate war wieder sehr weit.
Nach einer kurzen Wartezeit konnten wir ins Flugzeug, wieder als erstes ;-) Die Abfertigung der Maschine verlief ähnlich schnell, wie noch eine Woche zuvor. Allerdings dauerte das Auftanken etwas länger, so dass wir mit 5minütiger Verspätung abhoben.
Der Rückflug und vor allen die Landung in Hahn war deutlich besser, als noch eine Woche zuvor. So lag die raue Landung wohl daran, dass der Pilot einen schlechten Tag hatte.
In Hahn angekommen, gingen wir wieder über das Vorfeld zur Gepäckausgabe, nahmen uns unsere Gepäck und verließen den Flughafen in Richtung Auto, dass noch immer unversehrt auf dem Parkplatz stand!

Fazit :
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Meine Meinung zu Flügen mit der Ryanair sind durchaus positiv. Die Abfertigung am Flughafen verläuft deutlich schneller und unkomplizierter, als ich es gewohnt war. Aller verlief, zumindest in Hahn, sehr gesittet und vernünftig. Die Flugzeuge sind meiner Meinung nach in einem tadellosen Zustand und ich hatte nie ein ungutes Gefühl. Der Sitzkomfort im Flugzeug ist ausgezeichnet, so dass der Flug problemlos vorübergeht. Auch der Service an Bord ist in Ordnung. Allerdings ist er kostenpflichtig, wenn er in Anspruch genommen wird. Bei einem 1stündigen Flug kann man aber getrost darauf verzichten. Ein weiteres großes Plus ist die ausgezeichnete Verkehrsanbindung an die beiden Flughäfen. Den Flugplatz in Hahn haben wir problemlos gefunden und auch der Transfers von Stansted nach London klappte ausgezeichnet.
Das einzige Manko was es bei Ryanair gibt, sind die abgelegenen Flugplätze. Auch wenn sie hervorragend zu erreichen sind, so braucht man doch eine gewisse zeit, bis man sein Ziel erreicht hat. Aber daraus resultieren eben die hohen Kostenersparnisse, die Ryanair anbieten kann. Bei meiner Freundin und mir, hat der Preis für die beiden Flugtickets, Hin- und Rückflug, inkl. Fahrtkosten zum Flughafen und zurück ca. 220,- € betragen. Wären wir direkt vom Frankfurter Flughafen aus geflogen, was für uns beide näher und einfacher gewesen wäre, so hätten wir ca. 450,- € zahlen müssen. Das ist also ein Ersparnis von 230,- €!!! Ich finde, dafür kann man schon einmal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, denn das Geld konnten wir in London sehr gut anderweitig ausgeben!
Ich vergebe für die Flüge der Ryanair die Note 2 und kann sie euch nur empfehlen. Falls ihr in der Nähe des Flughafens wohnen solltet, dann probiert es auf alles Fälle.

Ich danke euch allen fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.

Ciao T_Goose

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