Schloss Neuschwanstein Testbericht




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Erfahrungsbericht von __fachmann__
Einige Ratschläge von einem Stammgast
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Neuschwanstein ist die Burg schlechthin, die jeder einmal im Leben besucht haben muss bzw. die jeder Deutschland-Tourist auf sein Reiseprogramm stellt. Als Münchner hat man das Neuschwanstein-Vergnügen nicht nur einmal im Leben, vor allem wenn man Bekannte aus allen Erdteilen der Welt hat. Man gewöhnt sich schon an den Satz: \"Can you drive us to Neuschwanstein castle?\" Im Folgenden fasse ich einige Erfahrungen und Tips zusammen, die einem helfen, den Besuch so gemütlich wie möglich zu machen.
Eines sei vorweggesagt: Neuschwanstein ist wirklich eine Reise wert. Wer es sich leisten kann, und wer die Zeit dafür hat, dem empfehle ich, eine Nacht im malerischen Städtchen Füssen zu verbringen. Eine Reise nach \"Neuschwanstein\" bringt noch eine Menge faszinierender Eindrücke am Rande mit. Es ist nicht nur die Burg, die Jung und Alt beeindruckt, sondern das ganze Umland. Wer klares Wetter erwischt, wird vom Blick in die umliegenden Berge beeindruckt sein. Alleine schon der Blick über den Alpsee auf die 2000er im Hintergrund ist eine Reise wert.
Für einen Neuschwanstein-Besuch sollte man auf jeden Fall knapp einen ganzen Tag einrechnen, will man sowohl die Burg als auch das Umland besichtigen. Wer eine Schlossbesichtigung machen will, muss wissen, dass man ca. 2 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen muss. Wichtig zu wissen ist, dass es keine Tages- oder Jahreszeit gibt, in der es keine Wartezeit gibt. Selbst der Glaube, früh morgens da zu sein, um gleich ohne Wartezeit auf die erste Tour aufspringen zu können, ist falsch. Man muss nämlich wissen, dass man vom Tickethaus bis zur Burg mindestens eine halbe Stunde braucht, egal ob man zu Fuß geht oder per Pferdekutsche. Um die Burg auch noch von außen besichtigen zu können, wird beim Ticketverkauf gleich eine eineinhalbstündige Wartezeit einkalkuliert.
Die Wartezeit ist also keine fruchtlose, langweilige Schlangesteherei, sondern vielmehr der notwendige Zeitpuffer, um zum Schloss hochzukommen und das Umfeld anzusehen. Beträgt die Wartezeit jedoch deutlich über 2 Stunden, so muss man sich irgendwie die Zeit vertreiben.
Ich persönlich empfehle keinem, Neuschwanstein von innen zu betrachten. So prächtig und märchenhaft die Burg auf von außen aussieht, so bider wirkt sie im Inneren. Bider sage ich, wenn ich die Burg mit anderen Schlössern vergleiche. Ein Besuch von Herrenchiemsee oder dem nahegelegenen Schloss Linderhof beeindruckt den Besucher von Innen weit mehr als Neuschwanstein. Deshalb mein Tip: Wer Neuschwanstein besucht, sollte besser das weiter unten gelegene Schloss Hohenschwangau besichtigen. Dieses ist im Innern beeindruckender, und die Wartezeit beträgt meist nur eine Stunde. Neuschwanstein ist in erster Linie faszinierend von außen.
Wer dennoch die Besichtigung von Neuschwanstein bucht, der findet zahlreiche Möglichkeiten, die Wartezeit zu verbringen. Selbstverständlich gibt es in Parkplatznähe eine Unzahl von Restaurants und Souvenir-Shops. Viel interessanter ist jedoch ein Spaziergang zum Aussichtspunkt \"Jugend\", von wo aus man einen herrlichen Blick auf das Schloss Hohenschwangau sowie das Umland hat. Besonders der Blick auf den Alpsee und die dahinter liegenden Berge ist unvergesslich schön. Alleine an diesem Aussichtsfleck könnte ich jedes Mal erneut eine halbe Stunde lang mich nur auf das Absperrgeländer lehnen und in die Berge blicken.
Wer noch mehr Zeit hat, dem sei eine Fortsetzung des Spazierganges 15 Minuten weiter bergauf empfohlen. Man gelangt zur Marienbrücke, unter der ein Wasserfall steil nach unten durchschießt. Und als sei dies nicht gigantisch genug, hat man auch noch einen exzellenten Blick auf das Schloss Neuschwanstein. Von dieser Brücke muss jeder Besucher mindestens ein Photo schießen. Achtung: Der Aufstieg zu Neuschwanstein bzw. zum oben beschriebenen Aussichtspunkt erfordert etwas Kondition, besonders, wenn die Temperaturen im Sommer hoch sind. Alternativ kann man sich mit der Pferdekutsche hochfahren lassen; dieser Spaß kostet jedoch 4 Euro pro Person. Wer glaubt, dass man dadurch schneller oben sei, sieht falsch; 4 PS für eine Kutsche mit 15 Personen ist nämlich nicht gerade üppig. Auch mit Privatbussen kann man sich hochkutschieren lassen; eine Fahrt kostet \"nur\" 2 Euro und geht ruckzuck.
Bei der Schlossbesichtigung kommt man sich vor, wie ein Produkt aus einer Fließbandfabrik. Man wird durch das Schloss nur so hindurchgeschleust; kaum hat man einen Raum verlassen, folgt schon die nächste Gruppe. Der Einlass ist perfekt organisiert: Auf seinem Ticket findet man eine Zugangsnummer, die auf einem Display angezeigt wird. Ein Tip: Wenn auf einem Ticket steht: Zugang um 14.15 Uhr am Gate 365, dann kommt man wirklich exakt um 14.15 Uhr in die Warteschlange (noch nicht in die Burg). Man braucht also nicht eine Viertelstunde vorher da zu sein. Bis die Führung losgeht, vergehen weitere 10 Minuten. Apropos Ticket: 7 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Studenten und sonstige Ermäßigte.
Noch ein Tip zum Thema Parken. Im Bereich des Schlosses gibt es zahlreiche Parkplätze, die alle gleich viel kosten, nämlich 3,50 Euro für einen Tag. Wer sich die 3,50 Euro sparen will und eine Viertelstunde mehr Zeit mitbringt, kann einen km vor dem Schloss kostenlos parken.
Ganz wichtig: Hat man erst einmal sein Auto abgestellt, dann muss die erste Aktion der Ticketkauf sein. Hierauf kann man während seiner Wartephase noch allerhand Dinge erledigen, vom Heißhunger bis zum Souvenirkauf); aber auf alle Fälle zuerst das Ticket kaufen.
Zum Schluss noch ein Tip für Leute, die gerne wandern und mehr Zeit haben. Direkt über Schloss Neuschwanstein erhebt sich der 2047m hohe Säuling. Von keinem Fleck aus hat man einen besseren Blick auf die beiden Schlösser als vom Säuling aus. Man gelangt zum Gipfel vom Zentralparkplatz aus. Für den Aufstieg muss man mindestens 3 Stunden, für den Abstieg deutlich über 2 Stunden rechnen. Eine deftige Mahlzeit im Säuling-Haus auf 1694m Höhe schmeckt garantiert besser als jedes Essen unten auf dem Touristenparkplatz. Diese Tour sollte man jedoch nur im Sommer unternehmen. Mit Stöckelschuhen oder einfachen Turnschuhen sollte man nicht antreten. Die Route hat einzelne hochalpine Akzente; nicht selten muss man sich auch an Drahtseilen entlangangeln.
Mein Tip zum Abschluss an Tagsausflügler: Eine Besichtigung von Neuschwanstein von außen reicht völlig aus, d.h. Wanderung zum Aussichtspunkt Jugend sowie zur Marienbrücke. Die gesparte Zeit nutze man besser für eine grandiose Alpenfahrt: Zuerst durch das malerische Städtchen Füssen, dann durch Österreich hindurch zurück nach Deutschland, an der Stadt Reute vorbei, vielleicht ein Päuschen am traumhaft schönen Plansee, und dann Besichtigung von Schloss Limmerhof von innen. Wer dann immer noch Zeit hat, dem sei ein Stadtbummel durch Oberammergau empfohlen. Und wer das letzte Sahnehäubchen noch draufsetzen will, der kann sich noch das Kloster Ettal anschauen. Dann dürfte es aber schon dunkel sein, und die Rückfahrt steht ja auch noch bevor.
Eines habe ich vergessen: Die beste Jahreszeit für eine Besichtigung ist entweder der Sommer oder der Winter. Während man die Burg immer besichtigen kann, ist die umliegende Bergwelt im Frühjahr und im Herbst oft von Wolken behangen. Während man im Winter fast immer eine klare Sicht auf die Berge hat (es sei denn es schneit gerade), hat man im Sommer nur vormittags klaren Bergblick; am Nachmittag bilden sich bereits Quellwolken, und der Blick wird getrübt.
Viel Spaß am Südwestzipfel Deutschlands.
Eines sei vorweggesagt: Neuschwanstein ist wirklich eine Reise wert. Wer es sich leisten kann, und wer die Zeit dafür hat, dem empfehle ich, eine Nacht im malerischen Städtchen Füssen zu verbringen. Eine Reise nach \"Neuschwanstein\" bringt noch eine Menge faszinierender Eindrücke am Rande mit. Es ist nicht nur die Burg, die Jung und Alt beeindruckt, sondern das ganze Umland. Wer klares Wetter erwischt, wird vom Blick in die umliegenden Berge beeindruckt sein. Alleine schon der Blick über den Alpsee auf die 2000er im Hintergrund ist eine Reise wert.
Für einen Neuschwanstein-Besuch sollte man auf jeden Fall knapp einen ganzen Tag einrechnen, will man sowohl die Burg als auch das Umland besichtigen. Wer eine Schlossbesichtigung machen will, muss wissen, dass man ca. 2 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen muss. Wichtig zu wissen ist, dass es keine Tages- oder Jahreszeit gibt, in der es keine Wartezeit gibt. Selbst der Glaube, früh morgens da zu sein, um gleich ohne Wartezeit auf die erste Tour aufspringen zu können, ist falsch. Man muss nämlich wissen, dass man vom Tickethaus bis zur Burg mindestens eine halbe Stunde braucht, egal ob man zu Fuß geht oder per Pferdekutsche. Um die Burg auch noch von außen besichtigen zu können, wird beim Ticketverkauf gleich eine eineinhalbstündige Wartezeit einkalkuliert.
Die Wartezeit ist also keine fruchtlose, langweilige Schlangesteherei, sondern vielmehr der notwendige Zeitpuffer, um zum Schloss hochzukommen und das Umfeld anzusehen. Beträgt die Wartezeit jedoch deutlich über 2 Stunden, so muss man sich irgendwie die Zeit vertreiben.
Ich persönlich empfehle keinem, Neuschwanstein von innen zu betrachten. So prächtig und märchenhaft die Burg auf von außen aussieht, so bider wirkt sie im Inneren. Bider sage ich, wenn ich die Burg mit anderen Schlössern vergleiche. Ein Besuch von Herrenchiemsee oder dem nahegelegenen Schloss Linderhof beeindruckt den Besucher von Innen weit mehr als Neuschwanstein. Deshalb mein Tip: Wer Neuschwanstein besucht, sollte besser das weiter unten gelegene Schloss Hohenschwangau besichtigen. Dieses ist im Innern beeindruckender, und die Wartezeit beträgt meist nur eine Stunde. Neuschwanstein ist in erster Linie faszinierend von außen.
Wer dennoch die Besichtigung von Neuschwanstein bucht, der findet zahlreiche Möglichkeiten, die Wartezeit zu verbringen. Selbstverständlich gibt es in Parkplatznähe eine Unzahl von Restaurants und Souvenir-Shops. Viel interessanter ist jedoch ein Spaziergang zum Aussichtspunkt \"Jugend\", von wo aus man einen herrlichen Blick auf das Schloss Hohenschwangau sowie das Umland hat. Besonders der Blick auf den Alpsee und die dahinter liegenden Berge ist unvergesslich schön. Alleine an diesem Aussichtsfleck könnte ich jedes Mal erneut eine halbe Stunde lang mich nur auf das Absperrgeländer lehnen und in die Berge blicken.
Wer noch mehr Zeit hat, dem sei eine Fortsetzung des Spazierganges 15 Minuten weiter bergauf empfohlen. Man gelangt zur Marienbrücke, unter der ein Wasserfall steil nach unten durchschießt. Und als sei dies nicht gigantisch genug, hat man auch noch einen exzellenten Blick auf das Schloss Neuschwanstein. Von dieser Brücke muss jeder Besucher mindestens ein Photo schießen. Achtung: Der Aufstieg zu Neuschwanstein bzw. zum oben beschriebenen Aussichtspunkt erfordert etwas Kondition, besonders, wenn die Temperaturen im Sommer hoch sind. Alternativ kann man sich mit der Pferdekutsche hochfahren lassen; dieser Spaß kostet jedoch 4 Euro pro Person. Wer glaubt, dass man dadurch schneller oben sei, sieht falsch; 4 PS für eine Kutsche mit 15 Personen ist nämlich nicht gerade üppig. Auch mit Privatbussen kann man sich hochkutschieren lassen; eine Fahrt kostet \"nur\" 2 Euro und geht ruckzuck.
Bei der Schlossbesichtigung kommt man sich vor, wie ein Produkt aus einer Fließbandfabrik. Man wird durch das Schloss nur so hindurchgeschleust; kaum hat man einen Raum verlassen, folgt schon die nächste Gruppe. Der Einlass ist perfekt organisiert: Auf seinem Ticket findet man eine Zugangsnummer, die auf einem Display angezeigt wird. Ein Tip: Wenn auf einem Ticket steht: Zugang um 14.15 Uhr am Gate 365, dann kommt man wirklich exakt um 14.15 Uhr in die Warteschlange (noch nicht in die Burg). Man braucht also nicht eine Viertelstunde vorher da zu sein. Bis die Führung losgeht, vergehen weitere 10 Minuten. Apropos Ticket: 7 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Studenten und sonstige Ermäßigte.
Noch ein Tip zum Thema Parken. Im Bereich des Schlosses gibt es zahlreiche Parkplätze, die alle gleich viel kosten, nämlich 3,50 Euro für einen Tag. Wer sich die 3,50 Euro sparen will und eine Viertelstunde mehr Zeit mitbringt, kann einen km vor dem Schloss kostenlos parken.
Ganz wichtig: Hat man erst einmal sein Auto abgestellt, dann muss die erste Aktion der Ticketkauf sein. Hierauf kann man während seiner Wartephase noch allerhand Dinge erledigen, vom Heißhunger bis zum Souvenirkauf); aber auf alle Fälle zuerst das Ticket kaufen.
Zum Schluss noch ein Tip für Leute, die gerne wandern und mehr Zeit haben. Direkt über Schloss Neuschwanstein erhebt sich der 2047m hohe Säuling. Von keinem Fleck aus hat man einen besseren Blick auf die beiden Schlösser als vom Säuling aus. Man gelangt zum Gipfel vom Zentralparkplatz aus. Für den Aufstieg muss man mindestens 3 Stunden, für den Abstieg deutlich über 2 Stunden rechnen. Eine deftige Mahlzeit im Säuling-Haus auf 1694m Höhe schmeckt garantiert besser als jedes Essen unten auf dem Touristenparkplatz. Diese Tour sollte man jedoch nur im Sommer unternehmen. Mit Stöckelschuhen oder einfachen Turnschuhen sollte man nicht antreten. Die Route hat einzelne hochalpine Akzente; nicht selten muss man sich auch an Drahtseilen entlangangeln.
Mein Tip zum Abschluss an Tagsausflügler: Eine Besichtigung von Neuschwanstein von außen reicht völlig aus, d.h. Wanderung zum Aussichtspunkt Jugend sowie zur Marienbrücke. Die gesparte Zeit nutze man besser für eine grandiose Alpenfahrt: Zuerst durch das malerische Städtchen Füssen, dann durch Österreich hindurch zurück nach Deutschland, an der Stadt Reute vorbei, vielleicht ein Päuschen am traumhaft schönen Plansee, und dann Besichtigung von Schloss Limmerhof von innen. Wer dann immer noch Zeit hat, dem sei ein Stadtbummel durch Oberammergau empfohlen. Und wer das letzte Sahnehäubchen noch draufsetzen will, der kann sich noch das Kloster Ettal anschauen. Dann dürfte es aber schon dunkel sein, und die Rückfahrt steht ja auch noch bevor.
Eines habe ich vergessen: Die beste Jahreszeit für eine Besichtigung ist entweder der Sommer oder der Winter. Während man die Burg immer besichtigen kann, ist die umliegende Bergwelt im Frühjahr und im Herbst oft von Wolken behangen. Während man im Winter fast immer eine klare Sicht auf die Berge hat (es sei denn es schneit gerade), hat man im Sommer nur vormittags klaren Bergblick; am Nachmittag bilden sich bereits Quellwolken, und der Blick wird getrübt.
Viel Spaß am Südwestzipfel Deutschlands.
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