Scout Classic II Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann
Im Schulalltag hat er sich bestens bewährt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
In vier Wochen ist es hier in NRW wieder soweit – dann sind die Ferien vorüber und der Schulalltag beginnt aufs neue. Und wie in jedem Jahr werden wieder viele kleine I-Dötzchen (so nennen wir hier die Schulanfänger) in den sogenannten „Ernst des Lebens“ einberufen;-)
Neben der obligatorischen Schultüte (für die I-Dötzchen natürlich das wichtigste) gehört eine ordentliche Schulausrüstung zum Start dazu, unter anderem eben auch ein Tornister oder auch Ranzen genannt. Hier sollte man als Elternteil nicht am falschen Ende sparen, sondern schon vor dem Kauf eines Schulranzen auf gewisse Dinge, wie Sicherheit, Gewicht und Tragekomfort achten. Schließlich sollte man von vorn herein daran denken, dass dieser Ranzen das Kind zumindest die nächsten 4 Jahre im Schulalltag begleiten wird (spätestens ab dem 5. Schuljahr wollen die Kinder dann aber doch meist etwas cooleres – sprich einen Rucksack;-)).
Ich habe mich bei meinen beiden von Anfang an für den Scout Classic entschieden. Warum, werde ich nun näherbringen.
Für mich waren vor dem Kauf eines Ranzens einige Dinge sehr wichtig. So wollte ich einen Tornister, der nicht schon im leeren Zustand so schwer ist, schließlich haben auch Schulanfänger schon eine Menge Dinge, die sie zur Schule schleppen müssen. Des weiteren sollte er so geformt sein, dass der Rücken nicht falsch belastet wird, die Tragegurte sollten zudem nicht auf der Schulter einschneiden. Ein weiterer Punkt, der für mich wichtig war, war die Sicherheit. Der Tornister sollte auch im Dunkeln gut sichtbar sein. Zu guter letzt sollte ein Tornister auch robust sein, schließlich kostet er doch eine Menge Geld und muß eine Menge über sich ergehen lassen (ich mag gar nicht daran denken, als ich das erste Mal sah, wie Sohnemann auf dem Schulhof damit Fußball spielte).
All diese Dinge habe ich im Scout Classic gefunden.
Den Scout Classic gibt es in zwei Größen zu kaufen. Für meine Tochter kaufte ich damals die normale Größe. Dieser Ranzen mit einem Leergewicht von nur 1400 g und einer Größe von 35 cm x 37 cm x 20 cm (B x H x T) bietet im Innern genügend Stauraum für Bücher und die dazugehörigen Hefte inklusive Federmappe. Zudem besitzt er vorne an der Außenseite ein zusätzliches Reißverschlußfach, welches groß genug ist, um z.B. die Brotdose und ein kleines Getränk oder aber Kleinteile wie Kleber, Schere, Wachsmalstifte, Farbkasten etc. darin aufzubewahren.
Im Innern besteht der Scout Classic aus einem bruchsicheren, formstabilen und auswaschbarem Kompaktkern aus Polypropylen, welcher laut Aussagen des Herstellers zu 100% recyclingfähig ist. Dieser Kompaktkern sowie die Innenbeschichtung des Polyestergewebes sind zudem wasserundurchlässig. Von außen ist das Material wasserabweisend imprägniert.
Der Innenraum selber ist einmal unterteilt. So kann man in die eine Hälfte die Bücher hineingeben und in die andere die ganzen Hefte, was für mich persönlich einen ordentlicheren Eindruck macht, zumal die Hefte so auch eher vor den unliebsamen Eselsohren geschützt sind.
Am inneren des Deckels ist dann noch einmal eine transparente Einschubmöglichkeit, wo man den Stundenplan hineinschieben und direkt einsehen kann.
Geöffnet bzw. verschlossen wird der Scout Classic mittels zweier Schnappschlösser, in denen bereits sogenannte Katzenaugen integriert sind. Die Schlösser sind wirklich kinderleicht zu handhaben. Ich persönlich finde auch gerade die integrierten Katzenaugen (die aber bereits bei vielen Ranzen zu finden sind) sehr positiv. Sie gewährleisten eine zusätzliche Sicherheit der Kinder, gerade in den dunklen Monaten, da sie das Licht reflektieren und die Autofahrer somit schon von weitem auf die Schulkinder aufmerksam machen.
A propos Reflektoren. Der Scout Classic besitzt sowohl auf der Vorder- als auch auf den Seitenteilen zusätzliche Reflektionsstreifen, auch hier ist eine frühzeitige Wahrnehmung der Schulkinder durch Autofahrer bei Dunkelheit gewährleistet. In puncto Sicherheit ist hier also meiner Meinung nach nichts negatives festzustellen.
Die Tragegurte sind gut gepolstert. Das finde ich persönlich besonders wichtig, da ja die Kleinen bereits oftmals schon schwer zu tragen haben. Hier ist gewährleistet, dass die Gurte nicht auf der Schulter einschneiden können. Des weiteren sind die Tragegurte leicht zu verstellen. Meine Kinder haben es immer so gemacht, dass sie zum Anziehen des Scout die Tragegurte weiter gestellt haben und sobald der Ranzen richtig auf dem Rücken saß, haben sie sie mittels eines Rucks an beiden Enden so eingestellt, dass der Tornister bequem und doch fest am Rücken saß.
Der Tornister selbst besitzt eine rechteckige Form und ist am Rücken durch den innenliegenden Kompaktkern steif. Das hat meiner Meinung nach den Vorteil, dass die Kinder automatisch mit geradem Rücken gehen. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Tornister erinnern, er war eher breit denn lang und für Kinderrücken alles andere als geeignet.
Oben an den Tragegurten befindet sich dann noch eine kleine Halterung mit Öse. An dieser Halterung kann der Tornister in der Schule am Tisch (oder wenn vorhanden zu Hause am Schreibtisch) befestigt werden. Dies finde ich ebenfalls vorteilhaft, so fliegt der Ranzen nicht durch die Gegend.
An der Seite besitzt der Scout Classic nochmals zwei kleinere „Taschen“. Die obere ist transparent. Hier kann man entweder ein Namensschild mit Adresse (falls der Tornister mal „verloren“ geht – meinem Sohn schon passiert) oder aber das Schülerticket für den Bus aufbewahren, welches dann gleich für den Busfahrer sichtbar ist und somit ein zusätzliches Portemonnaie überflüssig macht. Wir haben jedoch dieses Fach immer als Adressfach genutzt. Das untere Fach ist groß genug, um ein flaches Kinderportemonnaie unterzubringen. Hier sei aber dann doch zur Vorsicht ermahnt, denn schnell kann sich ein Langfinger desselben bedienen. Bei uns ist dieses Fach immer leer.
Ein weiterer Vorteil in meinen Augen sind die herausziehbaren kleinen Kläppchen am oberen Tornisterdeckel. Denn sie schließen den kleinen offenen Rand oben ab, so dass bei starkem Regenwetter kein Wasser in den Tornister durch diesen kleinen Spalt fließen kann.
Zum Tragen besitzt der Scout Classic dann natürlich auch einen Tragegriff. Dieser ist auch gleichzeitig ein Wiegegriff, was mir persönlich sehr gut gefällt. Durch zur Seite klappen der Sicherungen am Tragegriff wird die „Waage“ freigelegt. Wenn man nun den Ranzen anhebt, werden drei Markierungen sichtbar. Diese Markierungen zeigen an, wie schwer der Tornister ist.
Markierung 1 zeigt ein Gesamtgewicht von 3,1 kg an. Dieses Gewicht sollte für 6 – 8 jährige nicht überschritten werden.
Markierung 2 zeigt ein Gesamtgewicht von 3,8 kg an, welches für 8 – 10 jährige nicht überschritten werden sollte.
Markierung 3 zeigt ein Gesamtgewicht von 4,6 kg an, welches für 10 – 13 jährige nicht überschritten werden sollte.
Diese Funktion finde ich wie gesagt optimal, denn hier kann regelmäßig überprüft werden, ob die Kinder zuviel im Tornister bei sich tragen. Das ganze geht schnell und mühelos. Stellt man dann fest, dass das empfohlene Gewicht überschritten wird, sollte man mit den Lehrern sprechen, inwieweit Bücher eventuell im Klassenraum verbleiben können. Bei meinen Kindern hatte ich das Glück, dass die Schulbücher stets in der Schule verblieben und nur diejenigen mit nach Hause genommen werden mußten, die zur Verrichtung der Hausaufgaben benötigt wurden. Doch es sind ja nicht immer nur die Schulsachen, die unsere lieben Kleinen mit sich herumschleppen. Gerade meine Tochter ist ein Meister im Mitschleppen von unnötigen Dingen (Puppen, Spielzeug etc.). Hier hat man also eine schnelle Gewichtskontrolle, die ich persönlich auch für wichtig halte. Da man gerade Kinderrücken nicht zu viel Gewicht zumuten sollte.
Zu guter letzt besitzt der Scout Classic an den beiden unteren Seiten Kunststoffecken, damit der Tornister beim Abstellen einen sicheren Halt hat und zudem das Material nicht unnötig abgenützt wird.
Wie ich anfangs bereits erwähnte, gibt es den Scout Classic in zwei Größen. Während meine Tochter den beschriebenen Ranzen bekam, kauften wir meinem Sohn die kleinere Ausführung. Der einzige Unterschied zum oben beschriebenen besteht in der Größe. Der kleinere Scout hat die Maße 34 cm x 35,5 cm x 11 cm (B x H x T) und besitzt ein Leergewicht von 1040 g. Wir hatten uns bei meinem Sohn damals für die kleinere Größe entschieden, weil er im Gegensatz zu seiner Schwester doch um einiges kleiner und schmächtiger war.
Die kleinere Größe ist meiner Meinung nach für die ersten 4 Schuljahre vollkommen ausreichend.
Den Scout Classic gibt es in verschiedenen Designs. So wollte meine Tochter damals unbedingt den pinkfarbenen mit den Pandabären haben, während mein Sohn sich für das Modell Monza (blau mit Rennautos) entschied.
DER PREIS:
Für den Scout Classic meiner Tochter habe ich vor 5 Jahren 149,-- DM bezahlt, dieser kostet heute um die 79,95 €. Die kleinere Ausführung für meinen Sohn kostete vor 3 Jahren 139,-- DM und wird heute wohl so um die 69 € kosten.
MEINE MEINUNG und MEIN FAZIT:
Den größten Teil meiner Meinung habe ich ja bereits im obigen Text mit einfließen lassen.
Was mir persönlich neben den bereits geschilderten Vorteilen am Scout Classic besonders gut gefällt ist, dass er unheimlich robust ist. Meine Tochter hat ihren Scout die komplette Grundschulzeit genutzt und erst im 5. Schuljahr auf einen Rucksack bestanden, weil das eben „cooler“ ist.
Auch mein Sohn, der nun ins 4. Schuljahr kommt, nutzt seinen Scout seit dem 1. Schuljahr. Gerade er, der manchmal doch recht wild ist und dementsprechend auch mit dem Tornister umgeht, hat mich von der Robustheit des Scout Classic überzeugt.
Da wird der Tornister mal eben in die Ecke geschmissen, auf dem Schulhof als Fußball mißbraucht etc. pp., doch bis heute hat er davon keinen Schaden genommen. Lediglich der Stoff ist nicht mehr so strahlend sauber wie zu Anfang. Hier jedoch kann ich auch die leichte Reinigung bestätigen. Der Scout kann sowohl von innen als auch von außen mit einem feuchten Lappen gereinigt werden und das Material trocknet sehr schnell.
So ist meiner Meinung nach auch das Preis-/Leistungsverhältnis vollkommen gerechtfertigt. Sicher auf den ersten Blick hört sich das sehr teuer an, doch wenn man bedenkt, dass man dafür zumindest die komplette Grundschulzeit keinen neuen Tornister mehr kaufen muß, überzeugt der Scout Classic meiner Meinung nach auch preislich. Hier habe ich im Bekanntenkreis schon des öfteren die Erfahrung gemacht, dass die billigeren Tornister bereits nach 2 Jahren erste Mängel aufwiesen, indem die Nähte einrissen, der Stoff kaputtging oder die Schnappschlösser versagten und ein neuer Ranzen gekauft werden mußte.
Ich denke, dass der Scout auch länger als 4 Jahre genutzt werden könnte, doch scheitert dies zumindest bei uns daran, dass der Trend ab dem 5. Schuljahr bei Kindern eben leider eindeutig zu Rucksäcken tendiert und man dann als Elternteil schon schwer gegen die Argumente seiner Sprößlinge ankommt;-).
Mein Fazit fällt hier sehr positiv aus. Ich vergebe hier die volle Punktzahl und kann jedem, der nun vor der Qual der Wahl nach dem richtigen Schultornister steht den Scout Classic empfehlen. Meiner Meinung nach wäre es falsch, gerade hier am falschen Ende zu sparen. Ich denke, Stiftung Warentest hat diesen Tornister nicht umsonst mit der Note „gut“ (1,7) bewertet. Ich persönlich zumindest kann hier keine negativen Aspekte finden.
© by Claudia Retzmann 2002
Neben der obligatorischen Schultüte (für die I-Dötzchen natürlich das wichtigste) gehört eine ordentliche Schulausrüstung zum Start dazu, unter anderem eben auch ein Tornister oder auch Ranzen genannt. Hier sollte man als Elternteil nicht am falschen Ende sparen, sondern schon vor dem Kauf eines Schulranzen auf gewisse Dinge, wie Sicherheit, Gewicht und Tragekomfort achten. Schließlich sollte man von vorn herein daran denken, dass dieser Ranzen das Kind zumindest die nächsten 4 Jahre im Schulalltag begleiten wird (spätestens ab dem 5. Schuljahr wollen die Kinder dann aber doch meist etwas cooleres – sprich einen Rucksack;-)).
Ich habe mich bei meinen beiden von Anfang an für den Scout Classic entschieden. Warum, werde ich nun näherbringen.
Für mich waren vor dem Kauf eines Ranzens einige Dinge sehr wichtig. So wollte ich einen Tornister, der nicht schon im leeren Zustand so schwer ist, schließlich haben auch Schulanfänger schon eine Menge Dinge, die sie zur Schule schleppen müssen. Des weiteren sollte er so geformt sein, dass der Rücken nicht falsch belastet wird, die Tragegurte sollten zudem nicht auf der Schulter einschneiden. Ein weiterer Punkt, der für mich wichtig war, war die Sicherheit. Der Tornister sollte auch im Dunkeln gut sichtbar sein. Zu guter letzt sollte ein Tornister auch robust sein, schließlich kostet er doch eine Menge Geld und muß eine Menge über sich ergehen lassen (ich mag gar nicht daran denken, als ich das erste Mal sah, wie Sohnemann auf dem Schulhof damit Fußball spielte).
All diese Dinge habe ich im Scout Classic gefunden.
Den Scout Classic gibt es in zwei Größen zu kaufen. Für meine Tochter kaufte ich damals die normale Größe. Dieser Ranzen mit einem Leergewicht von nur 1400 g und einer Größe von 35 cm x 37 cm x 20 cm (B x H x T) bietet im Innern genügend Stauraum für Bücher und die dazugehörigen Hefte inklusive Federmappe. Zudem besitzt er vorne an der Außenseite ein zusätzliches Reißverschlußfach, welches groß genug ist, um z.B. die Brotdose und ein kleines Getränk oder aber Kleinteile wie Kleber, Schere, Wachsmalstifte, Farbkasten etc. darin aufzubewahren.
Im Innern besteht der Scout Classic aus einem bruchsicheren, formstabilen und auswaschbarem Kompaktkern aus Polypropylen, welcher laut Aussagen des Herstellers zu 100% recyclingfähig ist. Dieser Kompaktkern sowie die Innenbeschichtung des Polyestergewebes sind zudem wasserundurchlässig. Von außen ist das Material wasserabweisend imprägniert.
Der Innenraum selber ist einmal unterteilt. So kann man in die eine Hälfte die Bücher hineingeben und in die andere die ganzen Hefte, was für mich persönlich einen ordentlicheren Eindruck macht, zumal die Hefte so auch eher vor den unliebsamen Eselsohren geschützt sind.
Am inneren des Deckels ist dann noch einmal eine transparente Einschubmöglichkeit, wo man den Stundenplan hineinschieben und direkt einsehen kann.
Geöffnet bzw. verschlossen wird der Scout Classic mittels zweier Schnappschlösser, in denen bereits sogenannte Katzenaugen integriert sind. Die Schlösser sind wirklich kinderleicht zu handhaben. Ich persönlich finde auch gerade die integrierten Katzenaugen (die aber bereits bei vielen Ranzen zu finden sind) sehr positiv. Sie gewährleisten eine zusätzliche Sicherheit der Kinder, gerade in den dunklen Monaten, da sie das Licht reflektieren und die Autofahrer somit schon von weitem auf die Schulkinder aufmerksam machen.
A propos Reflektoren. Der Scout Classic besitzt sowohl auf der Vorder- als auch auf den Seitenteilen zusätzliche Reflektionsstreifen, auch hier ist eine frühzeitige Wahrnehmung der Schulkinder durch Autofahrer bei Dunkelheit gewährleistet. In puncto Sicherheit ist hier also meiner Meinung nach nichts negatives festzustellen.
Die Tragegurte sind gut gepolstert. Das finde ich persönlich besonders wichtig, da ja die Kleinen bereits oftmals schon schwer zu tragen haben. Hier ist gewährleistet, dass die Gurte nicht auf der Schulter einschneiden können. Des weiteren sind die Tragegurte leicht zu verstellen. Meine Kinder haben es immer so gemacht, dass sie zum Anziehen des Scout die Tragegurte weiter gestellt haben und sobald der Ranzen richtig auf dem Rücken saß, haben sie sie mittels eines Rucks an beiden Enden so eingestellt, dass der Tornister bequem und doch fest am Rücken saß.
Der Tornister selbst besitzt eine rechteckige Form und ist am Rücken durch den innenliegenden Kompaktkern steif. Das hat meiner Meinung nach den Vorteil, dass die Kinder automatisch mit geradem Rücken gehen. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Tornister erinnern, er war eher breit denn lang und für Kinderrücken alles andere als geeignet.
Oben an den Tragegurten befindet sich dann noch eine kleine Halterung mit Öse. An dieser Halterung kann der Tornister in der Schule am Tisch (oder wenn vorhanden zu Hause am Schreibtisch) befestigt werden. Dies finde ich ebenfalls vorteilhaft, so fliegt der Ranzen nicht durch die Gegend.
An der Seite besitzt der Scout Classic nochmals zwei kleinere „Taschen“. Die obere ist transparent. Hier kann man entweder ein Namensschild mit Adresse (falls der Tornister mal „verloren“ geht – meinem Sohn schon passiert) oder aber das Schülerticket für den Bus aufbewahren, welches dann gleich für den Busfahrer sichtbar ist und somit ein zusätzliches Portemonnaie überflüssig macht. Wir haben jedoch dieses Fach immer als Adressfach genutzt. Das untere Fach ist groß genug, um ein flaches Kinderportemonnaie unterzubringen. Hier sei aber dann doch zur Vorsicht ermahnt, denn schnell kann sich ein Langfinger desselben bedienen. Bei uns ist dieses Fach immer leer.
Ein weiterer Vorteil in meinen Augen sind die herausziehbaren kleinen Kläppchen am oberen Tornisterdeckel. Denn sie schließen den kleinen offenen Rand oben ab, so dass bei starkem Regenwetter kein Wasser in den Tornister durch diesen kleinen Spalt fließen kann.
Zum Tragen besitzt der Scout Classic dann natürlich auch einen Tragegriff. Dieser ist auch gleichzeitig ein Wiegegriff, was mir persönlich sehr gut gefällt. Durch zur Seite klappen der Sicherungen am Tragegriff wird die „Waage“ freigelegt. Wenn man nun den Ranzen anhebt, werden drei Markierungen sichtbar. Diese Markierungen zeigen an, wie schwer der Tornister ist.
Markierung 1 zeigt ein Gesamtgewicht von 3,1 kg an. Dieses Gewicht sollte für 6 – 8 jährige nicht überschritten werden.
Markierung 2 zeigt ein Gesamtgewicht von 3,8 kg an, welches für 8 – 10 jährige nicht überschritten werden sollte.
Markierung 3 zeigt ein Gesamtgewicht von 4,6 kg an, welches für 10 – 13 jährige nicht überschritten werden sollte.
Diese Funktion finde ich wie gesagt optimal, denn hier kann regelmäßig überprüft werden, ob die Kinder zuviel im Tornister bei sich tragen. Das ganze geht schnell und mühelos. Stellt man dann fest, dass das empfohlene Gewicht überschritten wird, sollte man mit den Lehrern sprechen, inwieweit Bücher eventuell im Klassenraum verbleiben können. Bei meinen Kindern hatte ich das Glück, dass die Schulbücher stets in der Schule verblieben und nur diejenigen mit nach Hause genommen werden mußten, die zur Verrichtung der Hausaufgaben benötigt wurden. Doch es sind ja nicht immer nur die Schulsachen, die unsere lieben Kleinen mit sich herumschleppen. Gerade meine Tochter ist ein Meister im Mitschleppen von unnötigen Dingen (Puppen, Spielzeug etc.). Hier hat man also eine schnelle Gewichtskontrolle, die ich persönlich auch für wichtig halte. Da man gerade Kinderrücken nicht zu viel Gewicht zumuten sollte.
Zu guter letzt besitzt der Scout Classic an den beiden unteren Seiten Kunststoffecken, damit der Tornister beim Abstellen einen sicheren Halt hat und zudem das Material nicht unnötig abgenützt wird.
Wie ich anfangs bereits erwähnte, gibt es den Scout Classic in zwei Größen. Während meine Tochter den beschriebenen Ranzen bekam, kauften wir meinem Sohn die kleinere Ausführung. Der einzige Unterschied zum oben beschriebenen besteht in der Größe. Der kleinere Scout hat die Maße 34 cm x 35,5 cm x 11 cm (B x H x T) und besitzt ein Leergewicht von 1040 g. Wir hatten uns bei meinem Sohn damals für die kleinere Größe entschieden, weil er im Gegensatz zu seiner Schwester doch um einiges kleiner und schmächtiger war.
Die kleinere Größe ist meiner Meinung nach für die ersten 4 Schuljahre vollkommen ausreichend.
Den Scout Classic gibt es in verschiedenen Designs. So wollte meine Tochter damals unbedingt den pinkfarbenen mit den Pandabären haben, während mein Sohn sich für das Modell Monza (blau mit Rennautos) entschied.
DER PREIS:
Für den Scout Classic meiner Tochter habe ich vor 5 Jahren 149,-- DM bezahlt, dieser kostet heute um die 79,95 €. Die kleinere Ausführung für meinen Sohn kostete vor 3 Jahren 139,-- DM und wird heute wohl so um die 69 € kosten.
MEINE MEINUNG und MEIN FAZIT:
Den größten Teil meiner Meinung habe ich ja bereits im obigen Text mit einfließen lassen.
Was mir persönlich neben den bereits geschilderten Vorteilen am Scout Classic besonders gut gefällt ist, dass er unheimlich robust ist. Meine Tochter hat ihren Scout die komplette Grundschulzeit genutzt und erst im 5. Schuljahr auf einen Rucksack bestanden, weil das eben „cooler“ ist.
Auch mein Sohn, der nun ins 4. Schuljahr kommt, nutzt seinen Scout seit dem 1. Schuljahr. Gerade er, der manchmal doch recht wild ist und dementsprechend auch mit dem Tornister umgeht, hat mich von der Robustheit des Scout Classic überzeugt.
Da wird der Tornister mal eben in die Ecke geschmissen, auf dem Schulhof als Fußball mißbraucht etc. pp., doch bis heute hat er davon keinen Schaden genommen. Lediglich der Stoff ist nicht mehr so strahlend sauber wie zu Anfang. Hier jedoch kann ich auch die leichte Reinigung bestätigen. Der Scout kann sowohl von innen als auch von außen mit einem feuchten Lappen gereinigt werden und das Material trocknet sehr schnell.
So ist meiner Meinung nach auch das Preis-/Leistungsverhältnis vollkommen gerechtfertigt. Sicher auf den ersten Blick hört sich das sehr teuer an, doch wenn man bedenkt, dass man dafür zumindest die komplette Grundschulzeit keinen neuen Tornister mehr kaufen muß, überzeugt der Scout Classic meiner Meinung nach auch preislich. Hier habe ich im Bekanntenkreis schon des öfteren die Erfahrung gemacht, dass die billigeren Tornister bereits nach 2 Jahren erste Mängel aufwiesen, indem die Nähte einrissen, der Stoff kaputtging oder die Schnappschlösser versagten und ein neuer Ranzen gekauft werden mußte.
Ich denke, dass der Scout auch länger als 4 Jahre genutzt werden könnte, doch scheitert dies zumindest bei uns daran, dass der Trend ab dem 5. Schuljahr bei Kindern eben leider eindeutig zu Rucksäcken tendiert und man dann als Elternteil schon schwer gegen die Argumente seiner Sprößlinge ankommt;-).
Mein Fazit fällt hier sehr positiv aus. Ich vergebe hier die volle Punktzahl und kann jedem, der nun vor der Qual der Wahl nach dem richtigen Schultornister steht den Scout Classic empfehlen. Meiner Meinung nach wäre es falsch, gerade hier am falschen Ende zu sparen. Ich denke, Stiftung Warentest hat diesen Tornister nicht umsonst mit der Note „gut“ (1,7) bewertet. Ich persönlich zumindest kann hier keine negativen Aspekte finden.
© by Claudia Retzmann 2002
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