Serviettentechnik Testbericht
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Erfahrungsbericht von Christine03
Ein vielseitiges Hobby
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich euch mal eines meiner liebsten Hobbys vorstellen. Und zwar die Serviettentechnik. Dieses Hobby betreibe ich seit über 2 Jahren.
Was ist Serviettentechnik?
==========================
Obwohl viele inzwischen wissen, worum es sich bei dieser Technik handeln, glauben immer noch sehr viele, wenn sie diesen Ausdruck hören, dass es sich um Servietten falten handelt. Weit gefehlt. Hier werden keine Servietten gefaltet, sondern Papierservietten auf verschiedenste Träger raufgeklebt.
Die Serviettentechnik stammt von einer sehr alten Französischen Kunstform ab. Nämlich der Decoupage. Bei dieser Kunstform wurden schon früher Bilder, wie z.B. Oblaten (Papierservietten wird es wohl noch nicht gegeben haben), auf verschieden Flächen wie Holz, Keramik usw. aufgebraucht. Da die Oblaten natürlich etwas dicker als die Servietten waren, war das Ganze schon ein wenig aufwendiger, da man da die Flächen hinterher glatt schmirgeln musste. Heutzutage ist es schon wesentlich einfacher. Und dazu komme ich jetzt.
Was brauche ich für die Serviettentechnik?
==========================================
1. einen Gegenstand, den ich verzieren möchte
2. eine Papierserviette mit Motiv
3. eine Schere
4. einen Pinsel (da muss man selber ausprobieren, mit welchem man am besten zurecht kommt) oder Schwamm (da kann man jeden normalen Haushaltsschwamm nehmen)
5. Serviettenkleber
6. Farben
7. evtl. Klar- oder Mattlack
Wie funktioniert Serviettentechnik?
===================================
Wie gesagt, bei der Serviettentechnik werden Papierservietten verarbeitet.
1. Man sucht sich einen Träger, wie Blumentopf, Tablett, Holzkiste usw. den man verschönern möchte.
2. Dann braucht man natürlich auch ein Serviettenmotiv, das man auf den Träger aufkleben möchte. Die Hersteller von Servietten, schwimmen natürlich auf der Serviettentechnikwelle mit und daher gibt es unendlich viele Servietten verschiedenster Motive. Es gibt kaum etwas, was man nicht auf einer Serviette finden kann. Daher ist eigentlich auch für jeden etwas dabei.
3. Der Träger sollte immer einen hellen Untergrund haben. Da die Serviette sehr dünn ist, würde das Motiv auf einem dunklen Untergrund überhaupt nicht zur Geltung kommen. Ich male eigentlich fast alles erst einmal weiß an.
4. Wenn man nicht die ganze Serviette auf seinen Gegenstand kleben möchte, schneidet man entweder das Motiv aus. Oder man reißt es aus. Dadurch werden die Übergänge schön weich. Man muss ein wenig vorsichtig dabei arbeiten, damit das Motiv nicht kaputt geht. Aber wenn man das ein paar Mal gemacht hat, ist das auch kein Problem.
5. Dann nimmt man die Serviette auseinander. Die Serviette besteht aus 3 Schichten. Und es wird nur die oberste Schicht aufgeklebt. Das ist die bedruckte. Die anderen beiden werden zum basteln nicht mehr benötigt. Und darauf achten, dass man wirklich nur eine Schicht hat.
6. So, jetzt ist der Gegenstand dran. Dort wo man das Motiv hinhaben möchte, streicht man den Serviettenkleber rauf. Aber bitte nur ganz dünn. Das sage ich nicht, weil ich zu geizig bin. Aber wenn er zu dick aufgetragen wird, nimmt die Serviette zu viel Feuchtigkeit auf und wird sehr faltig. Es ist auch nicht schlimm, wenn der Kleber schon ein wenig antrocknet. Und auch keine Angst, wenn man den Kleber zu großflächig aufträgt. Das sieht man später nicht mehr. Lieber zu viel als zu wenig.
7. Wenn der Kleber aufgetragen wurde, legt man das Motiv ganz vorsichtig auf die entsprechende Stelle. Zum üben würde ich mir erst einmal ein kleines Motiv aussuchen, damit man das Gefühl dafür bekommt. Die Serviette wird dann ganz vorsichtig mit dem Finger glatt gestrichen. Und zwar immer von der Mitte nach außen. Wenn es nicht ganz glatt geworden ist, macht es nichts, denn man kann es gleich mit dem Pinsel nachkorrigieren.
8. Gleich nachdem man nämlich die Serviette aufgeklebt hat, geht man noch einmal mit dem Kleber darüber. Jetzt kann man auch ruhig etwas mehr Kleber nehmen. Aber auch hier bitte vorsichtig sein. Nicht zu doll mit dem Pinsel aufdrücken, sondern ganz leicht über das Motiv gehen. Und auch hier unbedingt darauf achten, dass man von der Mitte nach außen streicht. Sonst läuft man schnell Gefahr, dass die Serviette reißt.
9. Eine andere Variante, die ich auch gern anwende ist folgenden: Ich streiche den Gegenstand z.B. ein Holzbrett mit dem Kleber ein und lasse ihn trocknen. Wenn der Kleber getrocknet ist, lege ich mein Motiv darauf , darüber lege ich Backpapier und dann bügel ich das Bild. Als Bügeltemperatur nehme ich die höchste. Das Bügeleisen kann ruhig ganz heiß sein. Durch die Hitze des Bügelns, verbindet sich der Kleber mit der Serviette. Und ich habe überhaupt keine Falten. Das bietet sich aber nur bei ganz geraden Flächen an, da man da am besten überbügeln kann. Ist aber gerade bei sehr großen Motiven sehr hilfreich.
10. Wenn alles getrocknet ist, kann man noch Farbe ins Spiel bringen. Entweder pinselt man Farbe um das Motiv herum oder arbeitet mit dem Schwamm. Ich bevorzuge die 2. Variante. Ich mache die Farbe auf den Schwamm und tupfe um das Motiv herum. Dadurch wirkt das Ganze ein wenig ungleichmäßig und wenn ich dann noch verschiedene Farben verwende, kann ich doch sehr schöne Effekte erzielen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
11. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird zum Schluss der ganze Gegenstand mit Klar- oder Mattlack lackiert. Es gibt auch Serviettenkleber, der Kleber und Lack in einem ist. Da wird dann zum Schluss der Kleber noch einmal darüber gegeben. Das steht dann aber jeweils auf den Informationen der Hersteller.
Was kann man alles mit Servietten bekleben?
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Eigentlich alles. Mir ist jedenfalls noch nichts untergekommen, was nicht zu bekleben ist. Das geht über Holz, Terrakotta, Keramik. Kunststoff usw. Es gibt auch noch Spezialkleber z.B. für Kerzen, Textilien oder für Porzellan. Beim Porzellankleber wird das Motiv im Backofen reingebrannt.
Was gibt es für weitere Möglichkeiten und Ideen?
================================================
Eine weiterführende Idee ist das Arbeiten mit einem sogenannten Krakelierlack. Da dieser Lack je nach Hersteller anders verarbeitet wird, möchte ich nicht darauf eingehen, wie er angewandt wird. Es ist aber immer sehr gut auf der Verpackung beschrieben und geht auch relativ einfach. Der Effekt bei diesem Krakelierlack ist, dass man mit 2 verschiedenen Farben arbeitet. Und durch diesen Lack reißt die obere Farbschicht auf und das Ganze wirkt Antik. Das sieht wirklich sehr schön aus.
Dann gibt es noch die 3D-Technik. Die möchte ich aber auch nur kurz ansprechen. Für die 3D-Technik gibt es wiederum 2 Möglichkeiten:
1. Man bringt erst einmal das ganze Motiv auf den Gegenstand auf. Dann werden einzelne Segmente dieses Motivs, wie z.B. Blütenblätter oder spezielle Gegenstände auf dem Bild noch einmal ausgeschnitten und auf festes Papier geklebt. Diese Segmente werden dann ganz exakt ausgeschnitten und einzeln in einer oder auch in mehreren Schichten auf das ganze Motiv geklebt. Geklebt werden die Schichten mit sogenannten Distanzplättchen. Das sind kleine Klebeplättchen, die etwas dicker sind. Dadurch werden die Segmente sozusagen erhöht und man hat einen 3D-Effekt.
2. Auch hier wird erst einmal das ganze Motiv aufgebracht. Dann nimmt man luftltrocknende Leichtknetmasse. Die Knetmasse wird ganz dünn ausgerollt. Darauf klebt man auch wieder einzelne Segmente des Motivs. Die Knete wird dann wieder auf das ganze Motiv geklebt. Bei der Knete hat man den Vorteil, dass man sie entsprechend formen kann. Ein Blatt kann z.B. auch mal geknickt werden. Auch hiermit kann man sehr schöne Effekte erzielen.
Fazit:
=======
Diese Technik ist wirklich sehr einfach anzuwenden. Selbst Kinder sind in der Lage, Dinge mit Servietten zu verschönern. Und ich kenne auch Leute, die meinen, dass sie überhaupt kein kreatives Geschick haben und die begeistert sind von dieser Technik.
Der Vorteil ist, dass man auch nicht unbedingt viele Sachen kaufen muss, die man verzieren kann. Ich habe z.B. ein altes Tablett meiner Mutter, was sie schon lange nicht mehr sehen konnte, wieder aufgearbeitet. Und nun ist es ein Schmuckstück.
Wir hatten einen Klodeckel, der leider nicht richtig verarbeitet war und dadurch vergilbt war und scheußlich aussah. Dieser Klodeckel hat jetzt ein neues Outfit bekommen und zwar habe ich da ein Bild mit Strandhäuschen und Heißluftballons drauf. Und alle die jetzt zu Besuch kommen, sind total begeistert über meinen Designer-Klodeckel. Den hat nämlich keiner.
Sehr schön sehen auch Dachpfannen aus. Wenn man vorn drauf z.B. einen Blumentopf befestigt und bepflanzt, hat man eine sehr schöne Außendekoration.
Im Winter habe ich Meisentöpfe hergestellt. Und zwar habe ich normale Terrakotta Blumentöpfe so beklebt, dass der Boden nach oben geschaut hat. Dann habe ich von unten einen Meisenknödel reingezogen und befestigt. Das Ganze sah aus wie eine Glocke.
Natürlich habe ich auch schon diverse Blumentöpfe, Acrylkugeln, Ostereier, Holzkisten, Orangenkisten usw. verschönert.
Da das ja auch sehr schnell geht, kann man auch mal auf die Schnelle ein schönes Geschenk zaubern.
Ach so, zu den Servietten kann ich noch sagen, dass man sie natürlich ganz normal im Paket mit 20 Stück kaufen kann. Die erhält man in Geschenkartikelläden, im Supermarkt, Kaufhaus usw. Es gibt aber auch schon Bastelgeschäfte, die Servietten einzeln verkaufen. Über Auktionshäuser werden sie z.T. auch im Pack mit 4-5 Servietten versteigert. Die Servietten sind im Vergleich zum ganzen Paket natürlich teurer, aber 20 Stück von einem Motiv braucht man meistens ja nicht. Und zum Mund abwischen sind sie eigentlich zu schade. Im Internet auf einigen Bastelseiten habe ich auch schon Serviettentauschbörsen gesehen.
Über die Preise kann ich nicht so viel sagen, da die doch sehr unterschiedlich sind. Für meinen Kleber habe ich selber ca. EUR 4,00 bezahlt. Meine Farben haben ungefähr auch so viel gekostet. Es gibt bestimmt auch noch günstigere.
Wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt, schreibt einfach.
Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Basteln.
Was ist Serviettentechnik?
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Obwohl viele inzwischen wissen, worum es sich bei dieser Technik handeln, glauben immer noch sehr viele, wenn sie diesen Ausdruck hören, dass es sich um Servietten falten handelt. Weit gefehlt. Hier werden keine Servietten gefaltet, sondern Papierservietten auf verschiedenste Träger raufgeklebt.
Die Serviettentechnik stammt von einer sehr alten Französischen Kunstform ab. Nämlich der Decoupage. Bei dieser Kunstform wurden schon früher Bilder, wie z.B. Oblaten (Papierservietten wird es wohl noch nicht gegeben haben), auf verschieden Flächen wie Holz, Keramik usw. aufgebraucht. Da die Oblaten natürlich etwas dicker als die Servietten waren, war das Ganze schon ein wenig aufwendiger, da man da die Flächen hinterher glatt schmirgeln musste. Heutzutage ist es schon wesentlich einfacher. Und dazu komme ich jetzt.
Was brauche ich für die Serviettentechnik?
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1. einen Gegenstand, den ich verzieren möchte
2. eine Papierserviette mit Motiv
3. eine Schere
4. einen Pinsel (da muss man selber ausprobieren, mit welchem man am besten zurecht kommt) oder Schwamm (da kann man jeden normalen Haushaltsschwamm nehmen)
5. Serviettenkleber
6. Farben
7. evtl. Klar- oder Mattlack
Wie funktioniert Serviettentechnik?
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Wie gesagt, bei der Serviettentechnik werden Papierservietten verarbeitet.
1. Man sucht sich einen Träger, wie Blumentopf, Tablett, Holzkiste usw. den man verschönern möchte.
2. Dann braucht man natürlich auch ein Serviettenmotiv, das man auf den Träger aufkleben möchte. Die Hersteller von Servietten, schwimmen natürlich auf der Serviettentechnikwelle mit und daher gibt es unendlich viele Servietten verschiedenster Motive. Es gibt kaum etwas, was man nicht auf einer Serviette finden kann. Daher ist eigentlich auch für jeden etwas dabei.
3. Der Träger sollte immer einen hellen Untergrund haben. Da die Serviette sehr dünn ist, würde das Motiv auf einem dunklen Untergrund überhaupt nicht zur Geltung kommen. Ich male eigentlich fast alles erst einmal weiß an.
4. Wenn man nicht die ganze Serviette auf seinen Gegenstand kleben möchte, schneidet man entweder das Motiv aus. Oder man reißt es aus. Dadurch werden die Übergänge schön weich. Man muss ein wenig vorsichtig dabei arbeiten, damit das Motiv nicht kaputt geht. Aber wenn man das ein paar Mal gemacht hat, ist das auch kein Problem.
5. Dann nimmt man die Serviette auseinander. Die Serviette besteht aus 3 Schichten. Und es wird nur die oberste Schicht aufgeklebt. Das ist die bedruckte. Die anderen beiden werden zum basteln nicht mehr benötigt. Und darauf achten, dass man wirklich nur eine Schicht hat.
6. So, jetzt ist der Gegenstand dran. Dort wo man das Motiv hinhaben möchte, streicht man den Serviettenkleber rauf. Aber bitte nur ganz dünn. Das sage ich nicht, weil ich zu geizig bin. Aber wenn er zu dick aufgetragen wird, nimmt die Serviette zu viel Feuchtigkeit auf und wird sehr faltig. Es ist auch nicht schlimm, wenn der Kleber schon ein wenig antrocknet. Und auch keine Angst, wenn man den Kleber zu großflächig aufträgt. Das sieht man später nicht mehr. Lieber zu viel als zu wenig.
7. Wenn der Kleber aufgetragen wurde, legt man das Motiv ganz vorsichtig auf die entsprechende Stelle. Zum üben würde ich mir erst einmal ein kleines Motiv aussuchen, damit man das Gefühl dafür bekommt. Die Serviette wird dann ganz vorsichtig mit dem Finger glatt gestrichen. Und zwar immer von der Mitte nach außen. Wenn es nicht ganz glatt geworden ist, macht es nichts, denn man kann es gleich mit dem Pinsel nachkorrigieren.
8. Gleich nachdem man nämlich die Serviette aufgeklebt hat, geht man noch einmal mit dem Kleber darüber. Jetzt kann man auch ruhig etwas mehr Kleber nehmen. Aber auch hier bitte vorsichtig sein. Nicht zu doll mit dem Pinsel aufdrücken, sondern ganz leicht über das Motiv gehen. Und auch hier unbedingt darauf achten, dass man von der Mitte nach außen streicht. Sonst läuft man schnell Gefahr, dass die Serviette reißt.
9. Eine andere Variante, die ich auch gern anwende ist folgenden: Ich streiche den Gegenstand z.B. ein Holzbrett mit dem Kleber ein und lasse ihn trocknen. Wenn der Kleber getrocknet ist, lege ich mein Motiv darauf , darüber lege ich Backpapier und dann bügel ich das Bild. Als Bügeltemperatur nehme ich die höchste. Das Bügeleisen kann ruhig ganz heiß sein. Durch die Hitze des Bügelns, verbindet sich der Kleber mit der Serviette. Und ich habe überhaupt keine Falten. Das bietet sich aber nur bei ganz geraden Flächen an, da man da am besten überbügeln kann. Ist aber gerade bei sehr großen Motiven sehr hilfreich.
10. Wenn alles getrocknet ist, kann man noch Farbe ins Spiel bringen. Entweder pinselt man Farbe um das Motiv herum oder arbeitet mit dem Schwamm. Ich bevorzuge die 2. Variante. Ich mache die Farbe auf den Schwamm und tupfe um das Motiv herum. Dadurch wirkt das Ganze ein wenig ungleichmäßig und wenn ich dann noch verschiedene Farben verwende, kann ich doch sehr schöne Effekte erzielen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
11. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird zum Schluss der ganze Gegenstand mit Klar- oder Mattlack lackiert. Es gibt auch Serviettenkleber, der Kleber und Lack in einem ist. Da wird dann zum Schluss der Kleber noch einmal darüber gegeben. Das steht dann aber jeweils auf den Informationen der Hersteller.
Was kann man alles mit Servietten bekleben?
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Eigentlich alles. Mir ist jedenfalls noch nichts untergekommen, was nicht zu bekleben ist. Das geht über Holz, Terrakotta, Keramik. Kunststoff usw. Es gibt auch noch Spezialkleber z.B. für Kerzen, Textilien oder für Porzellan. Beim Porzellankleber wird das Motiv im Backofen reingebrannt.
Was gibt es für weitere Möglichkeiten und Ideen?
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Eine weiterführende Idee ist das Arbeiten mit einem sogenannten Krakelierlack. Da dieser Lack je nach Hersteller anders verarbeitet wird, möchte ich nicht darauf eingehen, wie er angewandt wird. Es ist aber immer sehr gut auf der Verpackung beschrieben und geht auch relativ einfach. Der Effekt bei diesem Krakelierlack ist, dass man mit 2 verschiedenen Farben arbeitet. Und durch diesen Lack reißt die obere Farbschicht auf und das Ganze wirkt Antik. Das sieht wirklich sehr schön aus.
Dann gibt es noch die 3D-Technik. Die möchte ich aber auch nur kurz ansprechen. Für die 3D-Technik gibt es wiederum 2 Möglichkeiten:
1. Man bringt erst einmal das ganze Motiv auf den Gegenstand auf. Dann werden einzelne Segmente dieses Motivs, wie z.B. Blütenblätter oder spezielle Gegenstände auf dem Bild noch einmal ausgeschnitten und auf festes Papier geklebt. Diese Segmente werden dann ganz exakt ausgeschnitten und einzeln in einer oder auch in mehreren Schichten auf das ganze Motiv geklebt. Geklebt werden die Schichten mit sogenannten Distanzplättchen. Das sind kleine Klebeplättchen, die etwas dicker sind. Dadurch werden die Segmente sozusagen erhöht und man hat einen 3D-Effekt.
2. Auch hier wird erst einmal das ganze Motiv aufgebracht. Dann nimmt man luftltrocknende Leichtknetmasse. Die Knetmasse wird ganz dünn ausgerollt. Darauf klebt man auch wieder einzelne Segmente des Motivs. Die Knete wird dann wieder auf das ganze Motiv geklebt. Bei der Knete hat man den Vorteil, dass man sie entsprechend formen kann. Ein Blatt kann z.B. auch mal geknickt werden. Auch hiermit kann man sehr schöne Effekte erzielen.
Fazit:
=======
Diese Technik ist wirklich sehr einfach anzuwenden. Selbst Kinder sind in der Lage, Dinge mit Servietten zu verschönern. Und ich kenne auch Leute, die meinen, dass sie überhaupt kein kreatives Geschick haben und die begeistert sind von dieser Technik.
Der Vorteil ist, dass man auch nicht unbedingt viele Sachen kaufen muss, die man verzieren kann. Ich habe z.B. ein altes Tablett meiner Mutter, was sie schon lange nicht mehr sehen konnte, wieder aufgearbeitet. Und nun ist es ein Schmuckstück.
Wir hatten einen Klodeckel, der leider nicht richtig verarbeitet war und dadurch vergilbt war und scheußlich aussah. Dieser Klodeckel hat jetzt ein neues Outfit bekommen und zwar habe ich da ein Bild mit Strandhäuschen und Heißluftballons drauf. Und alle die jetzt zu Besuch kommen, sind total begeistert über meinen Designer-Klodeckel. Den hat nämlich keiner.
Sehr schön sehen auch Dachpfannen aus. Wenn man vorn drauf z.B. einen Blumentopf befestigt und bepflanzt, hat man eine sehr schöne Außendekoration.
Im Winter habe ich Meisentöpfe hergestellt. Und zwar habe ich normale Terrakotta Blumentöpfe so beklebt, dass der Boden nach oben geschaut hat. Dann habe ich von unten einen Meisenknödel reingezogen und befestigt. Das Ganze sah aus wie eine Glocke.
Natürlich habe ich auch schon diverse Blumentöpfe, Acrylkugeln, Ostereier, Holzkisten, Orangenkisten usw. verschönert.
Da das ja auch sehr schnell geht, kann man auch mal auf die Schnelle ein schönes Geschenk zaubern.
Ach so, zu den Servietten kann ich noch sagen, dass man sie natürlich ganz normal im Paket mit 20 Stück kaufen kann. Die erhält man in Geschenkartikelläden, im Supermarkt, Kaufhaus usw. Es gibt aber auch schon Bastelgeschäfte, die Servietten einzeln verkaufen. Über Auktionshäuser werden sie z.T. auch im Pack mit 4-5 Servietten versteigert. Die Servietten sind im Vergleich zum ganzen Paket natürlich teurer, aber 20 Stück von einem Motiv braucht man meistens ja nicht. Und zum Mund abwischen sind sie eigentlich zu schade. Im Internet auf einigen Bastelseiten habe ich auch schon Serviettentauschbörsen gesehen.
Über die Preise kann ich nicht so viel sagen, da die doch sehr unterschiedlich sind. Für meinen Kleber habe ich selber ca. EUR 4,00 bezahlt. Meine Farben haben ungefähr auch so viel gekostet. Es gibt bestimmt auch noch günstigere.
Wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt, schreibt einfach.
Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Basteln.
14 Bewertungen, 3 Kommentare
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28.03.2002, 19:14 Uhr von Goldband
Bewertung: sehr hilfreichInteressanter Bericht.
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28.03.2002, 16:55 Uhr von Pakki
Bewertung: sehr hilfreichJetzt weiß ich was Serviettentechnik ist. Pakki
-
28.03.2002, 16:45 Uhr von MichaelW97614
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöne meinung! Meine Bekannte macht das auch ganz gut!
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