Skispringen Testbericht

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Erfahrungsbericht von InnocentAngel

Was so alles beim Skispringen passieren kann >>> Hinterzarten 2002

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich wieder im absoluten Skisprungfieber stecke schwelge ich auch in meinen Erinnerungen an diverse Springen .Daran möchte ich euch auch gerne teilhaben lassen, wenn ihr denn wollt.

Es geht um mein zweites Sommerskispringen in Hinterzarten im August 2002.
Beim Springen 2001 habe ich ja meine Mädels kennen gelernt, mit denen wir nun auch einen DSV-Adler-Fanclub leiten. Da uns eben jene Idee in Hinterzarten kam, war es klar, dass wir wieder da sein werden.
Es war das Event des Pechs --- aber lest selbst

***Anreise***
Am Donnerstagmorgen machte ich mich auf den Weg nach Rüsselsheim. Dort trafen wir uns um dann gemeinsam Richtung HiZa zu fahren. Spätestens seit der Vierschanzentournee weiß wohl jeder, wo Hinterzarten liegt. Für die, die es doch nicht wissen: Es liegt etwa 40 km von Freiburg entfernt. Mit dem Auto ist es sehr gut erreichbar. Der Weg durch das Höölental hat es aber schon in sich – Also Vorsicht!!!

Nach etwas Stau kamen wir dann auch endlich an. Dann erwartete uns auch schon der erste Schock. Unser Hotel hat die Buchung verschlampt. Wir hatten also erst ab dem nächsten Tag ein Zimmer. Wer schon einmal versucht hat, in der Umgebung ein Zimmer zu finden während Skispringen ist, der weiß, dass es fast hoffnungslos ist.
Wir hatten Glück im Unglück im Unglück (die Wiederholung ist Absicht !!!!)
Wir bekamen noch ein Zimmer für teures Geld in einem *****Hotel. Nichts brachte uns an diesem Tag Richtung Schanze. Wir genossen den Pool, Whirlpool, die Sauna und ließen es uns richtig gut gehen. Ein Fläschen Sekt und schon waren wir am Schlafen.

Am nächsten Morgen zogen wir erst mal in unser anderes Hotel um und machten uns anschließend auf den Weg zur Schanze. Das Wetter war nicht annähernd so schön wie im Vorjahr. Da haben wir uns nämlich einen Sonnenbrand geholt. Pünktlich zum Beginn des Trainings kam ein Sintflutartiger Regen herunter, der uns sofort völlig durchnässte.
Wir haben für diesen Tag erst mal genug gehabt und setzen uns in ein Cafe und wärmten uns etwas auf.

Am Abend haben wir unser Abendessen zu uns genommen, das tatsächlich durchschlagende Erfolge hatte. Solltet ihr mal in Hinterzarten sein und im Hotel BestWestern Hotel Sternen Breitnau/Hinterzarten sein, esst NIE die Familienplatte. Nachdem es die Übelkeit zuließ konnten wir endlich schlafen. Der Regen schien gar nicht mehr aufzuhören.

Am nächsten morgen fuhren wir wieder früh zur Schanze. Gott sei dank mussten wir uns diesmal das Gedrängel nicht antun, da wir VIP-Karten hatten.
Hach war das schön. Skispringen ohne Kreischies zu genießen. Dachten wir – Pustekuchen – woher auch immer die Kiddies das Geld hatten sie belagerten den ganzen Bereich. Na immerhin gab es gute Sicht und ne Menge zu essen. *lol*
Die gute Sicht kam v.a. durch die Kiddies, die sich nur im Zelt immer ind er Nähe von Hanni und Martin aufhielten…
Es war sehr faszinierend anzusehen. Martin saß vor dem Fernseher und verfolgte das Springen im Zelt…. Und die Kiddies standen ringsherum und starrten Martin an…
Muss toll gewesen sein. Draußen liefen die wirklich interessanten Dinge. Swida und Matti schienen ja topfit zu sein. Sie legten saubere Sprünge hin und das Publikum jubelte ohne Unterlass. Wie immer heizte der Stadionsprecher die Stimmung an. Es war supergeil – auch wenn die Deutsche noch nicht ganz so fit waren bzw. Verletzungsbedingt nicht am Start am waren. Im VIP-Bereich dagegen spielten sich schon halbe Katastrophen ab. Hanni versuchte verzweifelt zu essen oder zu telefonieren. Keine Sekunde wurde er in Ruhe gelassen. Er tat uns richtig leid. Das war wohl auch der Grund warum wir Abstand zu ihm hielten.
Bei Martin hatte ich früh am Tag Glück. Ich sah ihn bei Wolfi stehen und fragte ihn ob er mal etwas Zeit hätte. Er war sehr nett und gab mir auch ein Autogramm. Schon witzig, wie erstaunt und verdutzt die sind, wenn man freundlich ist und nicht kreischt. Sein Blick, als ich mich bedankte und ging war witzig…

Naja zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch Dieter Thoma genervt habe. Aber ich hatte so ein tolles Foto in Willigen von ihm geschossen – das signiert ist ein wahrer Traum. Er war auch überaus nett. Man sollte den Kiddies mal beibringen, dass sie sich immer Zeit nehmen für die Fans so lange die sich auch wie normale Menschen verhalten. Klar ist man nervös, wenn man diesen Leuten gegenüber steht… Aber immer im Hinterkopf behalten – sie sind auch nur Menschen---

Anschließend waren wir auch noch bei der Pressekonferenz der drei Sieger.

Der nächste Tag war wieder ähnlich dem Samstag. Nur das uns morgens das Auspuffendrohr abgefallen ist und wir nachmittags nicht ins Hotel kamen, da die Straße gesperrt war. Also erlaubten wir uns wieder mal einen Spaß. Vor dem Hotel der Deutschen standen haufenweise Kiddies und warteten mit Stiften und Fotos bewaffnet auf die Springer. Wir gingen rein und setzen uns an einen Tisch. Wir sehen ja nun wirklich nicht aus wie die typischen Kreischies und das Alter haben wir auch schon weit überschritten – trotz allem wird man als weibliches junges (wir sind zwischen 19 und 23) Wesen immer sehr komisch behandelt. Sofort kam die Besitzerin und fragte, was wir denn hier machen würden. Als wir ihr erklärten, dass wir nicht in unser Hotel kämen wurde sie skeptisch und meinte, dass wir aber um 18 Uhr verschwinden müssen. Erst nachdem sie im Internet nachgesehen hatte, dass wir die Wahrheit gesagt hatten, ließ sie uns ein. Wir tranken einen Kaffee und wärmten uns mal wieder auf. Sie war auch sichtlich beruhigt, dass wir Michael Uhrmann am anderen Tisch in Ruhe ließen.
Aber scheinbar sollte man solche Aktionen eher unterlassen. Die armen Bedienungen scheinen ja echt Höllenqualen zu leiden, wenn man in ihr Hotel kommt.
Witzig war es trotzdem.

Aber eins war nach dem Wochenende sicher. Wenn ich ncoh einen Regentropfen gegen eine Scheibe prasseln höre, dann drehe ich durch.

Ich hoffe, euch hat mein etwas anderer Bericht zu einem Skispringen gefallen. Wäre ja auch langweilig, wenn man immer nur von dem Springen an sich erzählen würde. Was im Hintergrund passiert oder passieren kann ist manchmal viel aufregender!

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