Erfahrungsbericht von campino
Oma sieht das so......
Pro:
Ic weiß wirklich nicht, was ich hier schreiben soll. Das lässt sich nicht so kurz zusammenfassen.
Kontra:
?
Empfehlung:
Nein
Einige Berichte dieser Rubrik habe ich gelesen bevor ich mich entschlossen habe, einen im wahrsten Sinne des Wortes Erfahrungsbericht über das Thema zu schreiben.
Ein Bericht, der nicht aus der Sicht der (zu) jungen Mutter, sondern aus der Sicht der zu dieser Zeit auch noch nicht alten Großmutter geschrieben ist.
Die Scheidung vom Vater meiner Kinder lag gerade mal 4 Jahre zurück und ich hatte mich grade mal wieder so „aufgerappelt“ und sah wieder Land am anderen Ufer.
Meine kleine Tochter war 8 Jahre, die Große 15 Jahre alt.
Die Kleine, recht „pflegeleicht“, die Große, ein Papakind (ich meine das nicht negativ), die sehr um ihren Vater trauerte, der sich so gut wie nie um seine Mädels kümmerte.
Die erste Liebe kam und die erste Liebe ging und der Kummer war groß. Die zweite Liebe kam, auch ein „Scheidungskind“. Gemeinsamkeiten verbinden.
Zwei Junge Menschen, beide noch Kinder, beschlossen eine eigene Familie zu gründen und alles viel besser zu machen als ihre Eltern.
Soweit zur (stark gekürzten) Vorgeschichte,
Ich war nicht begeistert, als ich eines Tages durch Zufall erfuhr: Ein Kind ist unterwegs. Es war noch früh, für eine Abtreibung wäre noch Zeit genug gewesen. – Aber kann ICH das entscheiden? Ganz klar: N E I N !
Ich habe meiner Tochter die Nachteile aufgezählt, aber ich habe durchaus auch Vorteile gesehen. Zusammen sind wir zur Beratungsstelle für Schwangere gegangen und haben uns angehört, was denn der Staat, bzw. einzelne Organisationen und die Kirche an Hilfe anbieten, was es für Möglichkeiten gibt. Finanziell war ich nämlich zu dieser Zeit nicht gerade reich gesegnet. Der Unterhalt meines Ex-Mannes kam schleppend und der Verdienst als Tagesmutter war auch nicht „das gelbe vom Ei“.
In unserer Stadt gibt es einen Fond, aus dem junge Mütter eine Beihilfe für die Erstausstattung des Kindes bekommen: Kleidung, Bettchen, Kinderwagen, etc. Das war ja schon mal was.
Meine Wohnung war groß genug. Also richteten wir für die zukünftige kleine Familie ein Zimmer ein.
Ich bestand darauf, das meine Tochter bis zum Beginn des Mutterschutzes weiter die Schule besuchte. Sie machte in dieser Zeit ihren Abschluss und die ganze Klasse inklusiver der Lehrer waren sehr besorgt um „ihr“ Baby.
An einem kalten Januartag war es dann soweit. Die Wehen setzten ein. Schnell meine Jüngste bei Freunden untergebracht und ab gings ins Krankenhaus.
Da stand ich nun, mitten zwischen werdenden, nervösen Vätern und war doch genau so nervös, denn Großmutter werden ist mindestens so aufregend wie Vater werden. Die Entbindung habe ich von Anfang bis Ende miterlebt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes miterlebt. Ein zwiespältiges Gefühl: Das eigene Kind so leiden zu sehen und nicht helfen zu können.
Fast 5 Stunden dauerte es, dann war SIE da, meine Enkeltochter, unsere Jeanne. Eine letzte gewaltige Presswehe beförderte sie direkt in meine Arme. Im Hintergrund von CD John Lennons Stimme: Woman. Für immer wird dieses Lied in meinen Gedanken mit dieser Geburt verbunden sein.
Wie ging es weiter?
Noch während des Mutterschutzes suchte meine Tochter nach einer Lehrstelle. Das war schwierig, aber sie gab nicht auf. Heute ist sie examinierte Altenpflegerin. Der Vater des Kindes ward nicht mehr gesehen und hielt es auch nicht für nötig, finanziell für seine Tochter aufzukommen. Ich selbst arbeitete als Pflegemutter weiter, bis meine Enkeltochter in den Kindergarten kam.
Finanziell haben wir einige Durststrecken hinter uns, aber irgendwie ging es immer weiter.
Ich bin froh und ich bin glücklich über meine Enkeltochter und ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Ohne sie hätte ich mich auch nicht zur Adoption meiner Tochter entschlossen, die nur ein paar Monate jünger ist. (Über sie habe ich in einem anderen Bericht geschrieben).
Mittlerweile sind meine Großen „ausgeflogen“. Meine Jüngste und ich leben mit Dzuna der Tibetterrierein, Moritz Kampfhase, seines Zeichens Zwergkaninchen, Max dem Meerschwein und Pink, Yellow und Noname den Wellensittichen zusammen in einem immer noch etwas chaotischen Weiber-Haushalt.
Es geht uns gut. Ich würde alles wieder genauso machen.
©ampino
Ein Bericht, der nicht aus der Sicht der (zu) jungen Mutter, sondern aus der Sicht der zu dieser Zeit auch noch nicht alten Großmutter geschrieben ist.
Die Scheidung vom Vater meiner Kinder lag gerade mal 4 Jahre zurück und ich hatte mich grade mal wieder so „aufgerappelt“ und sah wieder Land am anderen Ufer.
Meine kleine Tochter war 8 Jahre, die Große 15 Jahre alt.
Die Kleine, recht „pflegeleicht“, die Große, ein Papakind (ich meine das nicht negativ), die sehr um ihren Vater trauerte, der sich so gut wie nie um seine Mädels kümmerte.
Die erste Liebe kam und die erste Liebe ging und der Kummer war groß. Die zweite Liebe kam, auch ein „Scheidungskind“. Gemeinsamkeiten verbinden.
Zwei Junge Menschen, beide noch Kinder, beschlossen eine eigene Familie zu gründen und alles viel besser zu machen als ihre Eltern.
Soweit zur (stark gekürzten) Vorgeschichte,
Ich war nicht begeistert, als ich eines Tages durch Zufall erfuhr: Ein Kind ist unterwegs. Es war noch früh, für eine Abtreibung wäre noch Zeit genug gewesen. – Aber kann ICH das entscheiden? Ganz klar: N E I N !
Ich habe meiner Tochter die Nachteile aufgezählt, aber ich habe durchaus auch Vorteile gesehen. Zusammen sind wir zur Beratungsstelle für Schwangere gegangen und haben uns angehört, was denn der Staat, bzw. einzelne Organisationen und die Kirche an Hilfe anbieten, was es für Möglichkeiten gibt. Finanziell war ich nämlich zu dieser Zeit nicht gerade reich gesegnet. Der Unterhalt meines Ex-Mannes kam schleppend und der Verdienst als Tagesmutter war auch nicht „das gelbe vom Ei“.
In unserer Stadt gibt es einen Fond, aus dem junge Mütter eine Beihilfe für die Erstausstattung des Kindes bekommen: Kleidung, Bettchen, Kinderwagen, etc. Das war ja schon mal was.
Meine Wohnung war groß genug. Also richteten wir für die zukünftige kleine Familie ein Zimmer ein.
Ich bestand darauf, das meine Tochter bis zum Beginn des Mutterschutzes weiter die Schule besuchte. Sie machte in dieser Zeit ihren Abschluss und die ganze Klasse inklusiver der Lehrer waren sehr besorgt um „ihr“ Baby.
An einem kalten Januartag war es dann soweit. Die Wehen setzten ein. Schnell meine Jüngste bei Freunden untergebracht und ab gings ins Krankenhaus.
Da stand ich nun, mitten zwischen werdenden, nervösen Vätern und war doch genau so nervös, denn Großmutter werden ist mindestens so aufregend wie Vater werden. Die Entbindung habe ich von Anfang bis Ende miterlebt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes miterlebt. Ein zwiespältiges Gefühl: Das eigene Kind so leiden zu sehen und nicht helfen zu können.
Fast 5 Stunden dauerte es, dann war SIE da, meine Enkeltochter, unsere Jeanne. Eine letzte gewaltige Presswehe beförderte sie direkt in meine Arme. Im Hintergrund von CD John Lennons Stimme: Woman. Für immer wird dieses Lied in meinen Gedanken mit dieser Geburt verbunden sein.
Wie ging es weiter?
Noch während des Mutterschutzes suchte meine Tochter nach einer Lehrstelle. Das war schwierig, aber sie gab nicht auf. Heute ist sie examinierte Altenpflegerin. Der Vater des Kindes ward nicht mehr gesehen und hielt es auch nicht für nötig, finanziell für seine Tochter aufzukommen. Ich selbst arbeitete als Pflegemutter weiter, bis meine Enkeltochter in den Kindergarten kam.
Finanziell haben wir einige Durststrecken hinter uns, aber irgendwie ging es immer weiter.
Ich bin froh und ich bin glücklich über meine Enkeltochter und ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Ohne sie hätte ich mich auch nicht zur Adoption meiner Tochter entschlossen, die nur ein paar Monate jünger ist. (Über sie habe ich in einem anderen Bericht geschrieben).
Mittlerweile sind meine Großen „ausgeflogen“. Meine Jüngste und ich leben mit Dzuna der Tibetterrierein, Moritz Kampfhase, seines Zeichens Zwergkaninchen, Max dem Meerschwein und Pink, Yellow und Noname den Wellensittichen zusammen in einem immer noch etwas chaotischen Weiber-Haushalt.
Es geht uns gut. Ich würde alles wieder genauso machen.
©ampino
121 Bewertungen, 2 Kommentare
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27.01.2007, 16:36 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh & lg Sarah
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15.08.2006, 12:15 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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