Sparda-Bank Testbericht

Sparda-bank
ab 16,80
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Summe aller Bewertungen
  • Filialnetz:  groß
  • Support & Service:  sehr gut
  • Online Banking:  sehr gut
  • Fachliche Beratung:  kompetent

Erfahrungsbericht von willibald-1

Gute Bank für den täglichen Bedarf:

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit mehreren Jahren habe ich jetzt mein Girokonto bei der SpardaBank Wuppertal, die jetzt mit anderen SpardaBanken zur SpardaBank West fusionierte. Ich hatte mich damals über die Gebühren bei der Postbank geärgert. Auch mit Sparkassen hatte ich meine (schlechten) Erfahrungen gemacht. Bei der Verbraucherzentrale gab es dann einen Vergleich der unterschiedlichen Banken, der mich dazu brachte, mein neues Konto bei der SpardaBank zu eröffnen.

Gebührenfreiheit für die Kontoführung gab es damals bei anderen Banken noch nicht. Und die Bedingungen dafür sind auch heute noch manchmal sehr merkwürdig. Bei einer Bank wurde mir vor einiger Zeit mal erklärt, daß zwar mindestens 2000 Mark (damals eben noch DMark) pro Monat eingehen müßten; sie erklärten dann auch gleich, wie man das manipulieren kann, wenn man leider nur 1700 Mark verdient: die restlichen 300 hebt man ab und zahlt sie gleich wieder ein, Monat für Monat... Seriös? Da habe ich doch lieber ein Konto bei einer Bank, die diese Bedingung nicht hat!

Daß man einen Geschäftsanteil in Höhe von damals 100 DMark, heute 52 Euro, kaufen muß, liegt an der Organisationsform: die SpardaBank ist eine Genossenschaftsbank. Und in Genossenschaften muß man sich einkaufen. Dieser Anteil wirft Jahr für Jahr eine Rendite von 8% ab, was doch ganz ordentlich ist. Wenn man mag, darf man auch noch mehr (ich glaube, maximal 10 weitere) Anteile kaufen, die man mit einer Frist von einem Jahr auch wieder kündigen kann. - Ein Sparkonto, auf das man sich auch Geld überweisen lassen kann, kann man aber auch ohne diesen Anteil eröffnen.

Die Guthabenzinsen liegen im Allgemeinen etwas über dem üblichen Satz. Allerdings: Direktbanken liegen da im Augenblick oft noch günstiger. - Und auch die Kreditzinsen (Dispo, Hypothek...) sind meistens günstiger als die der anderen Banken. Da mache ich bei meiner SpardaBank fast immer ein gutes Geschäft.

Die Öffnungszeiten meiner Bank haben sich auch sehr verbessert gegenüber der Zeit, zu der ich mein Konto eröffnete. Mehrmals in der Woche kann ich meine Filiale auch bis 18 Uhr besuchen. Das ist besonders nützlich, da das Filialnetz nicht so dicht ist, daß man nur mal eben um die Ecke muß. Und manche Dinge muß man nun mal persönlich erledigen. Dafür ist es dann gut, daß die Bank zentral gelegen ist.
Was ich allerdings auch nutze ist das Bank-Terminal, an dem ich meine Überweisungen und Umbuchungen und auch andere Dinge (Freistellungsauftrag z.B.) direkt erledigen kann.
Der Kontoauszugdrucker steht gleich daneben, so daß ich alles schwarz auf weiß mit nach Hause nehmen kann.
Auch die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Geldautomaten hat in der letzten Zeit zugenommen. Das war in früheren Jahren das größte Ärgernis, daß diese Automaten so oft ausfielen. Bei anderen Banken mußte man dann oft eine Gebühr bezahlen, die man aber anstandslos erstattet bekam, wenn man die Situation schilderte.
Inzwischen haben die SpardaBanken sich mit anderen Banken (z.B. allbank, CityBank, BfG-Bank) zu einem CashPool zusammengeschlossen, so daß man an vielen Geldautomaten gebührenfrei Bargeld bekommt. Praktisch ist, daß man so immer in einem Bahnhof oder dicht neben einem Bahnhof einen Automaten findet (oft sogar zumindest ein ServiceCenter der SpardaBank, da diese ehemals eine Eisenbahnerbank war), an dem man sich kostenlos bedienen kann.

In Sachen Beratung holt meine Bank so langsam auf. Als ich vor ein paar Jahren mal "in Aktien" anlegen wollte, habe ich mich bei mehreren Banken erkundigt. Es ist schließlich ein Irrglaube, dem aber immer noch sehr viele anhängen, daß man alle Bankgeschäfte immer dort abwickeln muß, wo man sein Gehaltskonto hat! Und so kommt es, daß ich mein Depot bei der Commerzbank eröffnet habe, da ich mich dort einfach besser beraten fühlte und die Bedingungen auch günstiger waren.
Aber für alle Anlagen, die sicherer sind als ausgerechnet Aktien oder Fonds, wende ich mich jederzeit an die SpardaBank. Es ist mir schon passiert, daß ich für kürzere Zeit eine größere Menge Geld auf meinem Sparbuch deponieren wollte; da wurde ich von der freundlichen Dame hinter dem Schalter darauf aufmerksam gemacht, daß ich auf einem Cash-Konto eine bessere Rendite erzielen würde und die Verfügbarkeit auch besser sei. So stelle ich mir Beratung vor: nicht erst fragen zu müssen, sondern drauf hingewiesen werden! Ein anderes Beispiel: ich hatte einen bestimmten Betrag mit einer Zinsbindung angelegt (SpardaFest); dieser Betrag wurde vor gut zwei Jahren frei und sollte neu angelegt werden; um zwei Tage hatte ich einen günstigeren Zinssatz verpaßt, der in der Zwischenzeit von 5% auf 4,75% für das erste Jahr gesunken war (beides traumhafte Zahlen für heutige Verhältnisse); es war ganz unproblematisch, diese Anlage rückwirkend zu machen... Daß ich mich mit dieser Rendite von 5% zur Zeit gemütlich zurücklehne, ist eh klar.
Andere Dinge werden sehr vorsichtig gehandhabt: für eine Hypothek z.B. sichert sich die Bank überdurchschnittlich ab, was schon mal sehr merkwürdig erscheint, da man sowieso mit seinem ganzen Vermögen haftet. Und wenn das auch noch z.T. aus unbelasteten Immobilien besteht, ist die zusätzliche Absicherung durch Bürgschaften eigentlich nicht so ganz einleuchtend. Aber diese Risikobegrenzung trägt natürlich zu den günstigen Konditionen bei. - Allerdings hörte ich jetzt, daß auch andere Banken inzwischen bei der Vergabe von Hypotheken vorsichtiger geworden sind und sich mehr absichern.

Was mich an meiner Bank nur wirklich stört: die telephonische Erreichbarkeit ist denkbar schlecht, seit sie vor einiger Zeit ein CallCenter eingerichtet hat. Wenn ich bei meiner Bank anrufe, dann möchte ich fast immer einen Termin vereinbaren oder eine so spezielle Auskunft haben, daß mir die allgemeinen Infos, die mir die Angestellten des CallCenters geben könnten, nicht weiterhelfen. Und dann dauert es leider schon mal etwas länger, bis der Kontakt hergestellt ist. (Eine email war dabei schon mal eine bessere Hilfe als der Anruf im CallCenter.) Telefonische Geldgeschäfte allerdings kann mal wohl auch mit dem CallCenter abwickeln. Und ein wenig bin ich inzwischen auch damit ausgesöhnt, denn ich merke, daß sie auch dort in Sachen Service dazulernen.

Alles in allem jedoch bin ich mit meiner Bank sehr zufrieden und kann sie jedem weiterempfehlen!

28 Bewertungen, 1 Kommentar

  • sconosciuto

    29.04.2006, 12:55 Uhr von sconosciuto
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ausführlicher Bericht. Ich kann die Sparda-Bank auch nur empfehlen.