Spiegel Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Informationsgehalt:
- Qualität der Artikel & Reportagen:
- Qualität der Bilder und Fotos:
- Unterhaltungswert:
Erfahrungsbericht von ewka78
Feed your head
Pro:
gut recherchierte Artikel mit hohem Informationsgehalt
Kontra:
Kann lesen ein Kontra haben ?
Empfehlung:
Ja
Spiegel lese ich eigentlich schon eine halbe Ewigkeit - am Anfang ziemlich unregelmässig, später hatte ich sogar zeitweilig ein Abonnament, den ich auch irgendwann wieder abbestellte, aber kaufe heute immer noch sehr regelmässig den Spiegel. Der Grund ist klar - wenn man ein politikinteressierter Mensch ist, dann solllte man auch ab und zu mal Presse lesen, die etwas ausführlicher auf das aktuelle Politikgeschehen eingeht und da auch hier die Fülle der Möglichkeiten ziemlich gross ist, man muss sich manchmal schon durch einen Wald von Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften durchwühlen und daraus das Beste für sich zu finden.
Ich bin kein wirklicher Tageszeitungleser, manchmal hole ich mir zwar schon auf dem Weg zur Arbeit den Abendblatt - die einzige seriöse Zeitung für Hamburg, leider aus dem Axel Springer Verlag - wenn aber keine da ist, dann auch egal. Spiegel ist aber fast schon Pflicht, auch wenn ich manchmal den festen Montagstermin für Erscheinung manchmal schon für etwas unglücklich halte. Wenn nämlich am Sonntag irgendwo Wahlen stattfinden, liegen die Exemplare für den Montag schon gedruckt auf Lager, dass die Artikel am Montag schon wieder veraltet sind. Wie dem aber auch sei - Spiegel bietet einfach für mich die geballte Ladung an Informationen aus dem Innen- und Aussenpolitischen Leben, genauso wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen finden hier seinen Platz.
Nun schlagen wir aber die aktuelle Ausgabe (16/2003) mal auf - und hier fällt einem sofort natürlich auf, dass das Thema Irakkrieg aus verschiedensten Blickwickeln die Berichterstattung dominiert, dennoch werden auch andere Themen nicht vergessen und so findet man auch andere interessante Artikel aus verschiedenen Bereichen. Der Spiegel ist nämlich sehr übersichtlich gegliedert, in der Inhaltsangabe sind selbst kleine Meldungen komplett gelistet, dass man nicht blättern muss. Der Inhalt ist in Rubriken wie \'Deutschland\', \'Ausland\', \'Gesellschaft\', \'Wissenschaft und Technik\', usw. gegliedert und das krönt immer die Titelstory, die auch aus den verschiedenen Bereichen sein kann - mal ist es etwas geschichtliches, mal etwas innenpolitisches und und dieser Ausgabe ist es natürlich das wichtigste Thema der Irakkrieg. Obligatorisch sind auch die Rubriken \'Leserbriefe\', die ich eigentlich meist zuerst lese, nicht nur weil sie vorne stehen, sondern weil sie oft ziemlich interessant sind und auf der letzten Seite kleine Schnippsel aus verschienen Zeitschriften und Zeitungen, die manchmal schon sehr kuriös und witzig sind - hier ein kleines Beispiel:
Aus den Stuttgarter Nachrichten:
\'Gleich eine Klasse will die GM-Tochter Opel mit dem neuen Signum schaffen, der von vier Benzin- und drei Dieselmotoren angetrieben wird\'
-wer hätte das gedacht-
Die Artikel selbst sind stets sehr ausführlich und haben schon eine gewisse Tiefe - bei Spiegel neigt man eben dazu die Artikel so zu schreiben, dass selbst wenn man sich mit bestimmten Themen befasst, man eigentlich doch etwas neues erfahren kann. Anders nämlich als bei anderen \'Masseninformationszeitschriften\' hat man nie das Gefühl, dass die Artikel halbherzig, oder gar nicht richtig zu Ende geschrieben wurden. Die Sprache ist sehr nüchtern und sachlich, aber das ist genau das, was ich von einer solchen Zeitschrift erwarte. Trotzdem wirkt es keineswegs trocken, oder gar unverständlich, sondern sollte eigentlich für jeden klar und deutlich sein. Meist lese ich deshalb auch die Zeitschrift fast vom Anfang bis Ende durch, weil ich bei den meisten Artikeln doch etwas für mich selbst an Hintergrundwissen mitnehme.
Zu Fotos und Illustrationen kann ich nur sagen, dass Spiegel bei weitem nicht besten Photographen hat, denn die Zeitschrift ist im Vergleich zu beispielsweise \'Stern\' relativ spärlich bebildert, gerade mal ausreichend, um dem Leser einen kleinen visuellen Einblick zu gewähren, aber der Spiegelleser kauft den Spiegel, damit er etwas zu lesen hat und nicht zu gucken. Ich habe es jedenfalls auch nie vermisst und meinetwegen könnte man sogar ein paar Bilder weglassen und durch ein paar weitere Artikel ersetzen.
Ungewiss ist allerdings die Zukunft der Zeitschrift derzeit noch nach dem Tod des Ziehvaters Rudolf Augstein - zwar taucht dieser immer noch als Verleger auf, nur wer letztendlich die Führung der Zeitschrift weiterhin behält ist immer noch unklar. Einige sprechen da von seiner Tochter Franziska, die auch selbst Journalistin geworden ist. Ich werde jedenfalls wahrscheinlich noch lange den Spiegel lesen, denn ich mag einfach den Schreibstil der Redakteure und ich mag den teils nicht unbedingt unkritischen Ton dabei.
Achja, und morgens beim Tee ist Spiegel Online auch immer die erste Seite, die ich aufschlage, um zu wissen, was in der Nacht passiert ist - zwar sind hier die Artikel recht knapp und einige auch nicht kostenlos, aber wer will schon stundenlang irgendwelche Artikel am Bildschirm lesen ?
Und für die, die es interessiert: Spiegel gibt\'s für 3 Euro an jedem Kiosk.
©ewka - 16.04.2003
Ich bin kein wirklicher Tageszeitungleser, manchmal hole ich mir zwar schon auf dem Weg zur Arbeit den Abendblatt - die einzige seriöse Zeitung für Hamburg, leider aus dem Axel Springer Verlag - wenn aber keine da ist, dann auch egal. Spiegel ist aber fast schon Pflicht, auch wenn ich manchmal den festen Montagstermin für Erscheinung manchmal schon für etwas unglücklich halte. Wenn nämlich am Sonntag irgendwo Wahlen stattfinden, liegen die Exemplare für den Montag schon gedruckt auf Lager, dass die Artikel am Montag schon wieder veraltet sind. Wie dem aber auch sei - Spiegel bietet einfach für mich die geballte Ladung an Informationen aus dem Innen- und Aussenpolitischen Leben, genauso wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen finden hier seinen Platz.
Nun schlagen wir aber die aktuelle Ausgabe (16/2003) mal auf - und hier fällt einem sofort natürlich auf, dass das Thema Irakkrieg aus verschiedensten Blickwickeln die Berichterstattung dominiert, dennoch werden auch andere Themen nicht vergessen und so findet man auch andere interessante Artikel aus verschiedenen Bereichen. Der Spiegel ist nämlich sehr übersichtlich gegliedert, in der Inhaltsangabe sind selbst kleine Meldungen komplett gelistet, dass man nicht blättern muss. Der Inhalt ist in Rubriken wie \'Deutschland\', \'Ausland\', \'Gesellschaft\', \'Wissenschaft und Technik\', usw. gegliedert und das krönt immer die Titelstory, die auch aus den verschiedenen Bereichen sein kann - mal ist es etwas geschichtliches, mal etwas innenpolitisches und und dieser Ausgabe ist es natürlich das wichtigste Thema der Irakkrieg. Obligatorisch sind auch die Rubriken \'Leserbriefe\', die ich eigentlich meist zuerst lese, nicht nur weil sie vorne stehen, sondern weil sie oft ziemlich interessant sind und auf der letzten Seite kleine Schnippsel aus verschienen Zeitschriften und Zeitungen, die manchmal schon sehr kuriös und witzig sind - hier ein kleines Beispiel:
Aus den Stuttgarter Nachrichten:
\'Gleich eine Klasse will die GM-Tochter Opel mit dem neuen Signum schaffen, der von vier Benzin- und drei Dieselmotoren angetrieben wird\'
-wer hätte das gedacht-
Die Artikel selbst sind stets sehr ausführlich und haben schon eine gewisse Tiefe - bei Spiegel neigt man eben dazu die Artikel so zu schreiben, dass selbst wenn man sich mit bestimmten Themen befasst, man eigentlich doch etwas neues erfahren kann. Anders nämlich als bei anderen \'Masseninformationszeitschriften\' hat man nie das Gefühl, dass die Artikel halbherzig, oder gar nicht richtig zu Ende geschrieben wurden. Die Sprache ist sehr nüchtern und sachlich, aber das ist genau das, was ich von einer solchen Zeitschrift erwarte. Trotzdem wirkt es keineswegs trocken, oder gar unverständlich, sondern sollte eigentlich für jeden klar und deutlich sein. Meist lese ich deshalb auch die Zeitschrift fast vom Anfang bis Ende durch, weil ich bei den meisten Artikeln doch etwas für mich selbst an Hintergrundwissen mitnehme.
Zu Fotos und Illustrationen kann ich nur sagen, dass Spiegel bei weitem nicht besten Photographen hat, denn die Zeitschrift ist im Vergleich zu beispielsweise \'Stern\' relativ spärlich bebildert, gerade mal ausreichend, um dem Leser einen kleinen visuellen Einblick zu gewähren, aber der Spiegelleser kauft den Spiegel, damit er etwas zu lesen hat und nicht zu gucken. Ich habe es jedenfalls auch nie vermisst und meinetwegen könnte man sogar ein paar Bilder weglassen und durch ein paar weitere Artikel ersetzen.
Ungewiss ist allerdings die Zukunft der Zeitschrift derzeit noch nach dem Tod des Ziehvaters Rudolf Augstein - zwar taucht dieser immer noch als Verleger auf, nur wer letztendlich die Führung der Zeitschrift weiterhin behält ist immer noch unklar. Einige sprechen da von seiner Tochter Franziska, die auch selbst Journalistin geworden ist. Ich werde jedenfalls wahrscheinlich noch lange den Spiegel lesen, denn ich mag einfach den Schreibstil der Redakteure und ich mag den teils nicht unbedingt unkritischen Ton dabei.
Achja, und morgens beim Tee ist Spiegel Online auch immer die erste Seite, die ich aufschlage, um zu wissen, was in der Nacht passiert ist - zwar sind hier die Artikel recht knapp und einige auch nicht kostenlos, aber wer will schon stundenlang irgendwelche Artikel am Bildschirm lesen ?
Und für die, die es interessiert: Spiegel gibt\'s für 3 Euro an jedem Kiosk.
©ewka - 16.04.2003
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