Stadtpark Testbericht

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Erfahrungsbericht von Asmodina

Hamburger Stadtpark / Planetarium

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Etwa 5km nördlich des Hamburger Stadtkerns findet man den Stadtpark (in der Nähe des Stadtteiles Winterhude).
1902 begann man das Land dort aufzuforsten und zu einem Erholungsgebiet für die damals doch schon sehr eng besiedelte Stadt zu machen.
1912 bis 1914 wurde das Gebiet erweitert und man schuf einen etwa 150h großen Park.
Der Stadtpark wurde in geometrischen Grundformen bepflanzt und in seiner Mittelachse entstand ein Waldpark.
Drum herum wurden Wiesengelände und Gartenanlagen geschaffen, sowie ein See (Parksee) der mit vielen schön angebauten Pflanzenpartien versehen wurde.
Der Stadtpark war der erste größere Park in Hamburg. Vorher hatten die Planer der Stadt sich wenig Gedanken um Grünflächen gemacht, dieses änderte sich aber als der Stadtpark nach seiner Eröffnung einen waren Boom erlebte.
Man findet heute im Stadtpark viele Skulpturen von Hamburger Künstlern, welche dort nach Absprache mit der Stadt frei ausgestellt werden dürfen.
Derzeit sind es 22 Statuen die quer über den Park verteilt zu finden sind.
- Diana mit Hund, A. Bock 1911
- Weibl. Akt, A. Woebecke 1930
- Hund, L. Wichmann 1864
- Ein Brunnen, W. Rex 1916
- Eisbär I, H. M. Ruwoldt 1935
- Kind, P. Waetke 1927
- Zentauren, G. Wrba 1912
- Eisbär II, L. Kunstmann 1935
- Wolke, H. Worreschk 1970
- Diana + Hirsch, G. Wrba 1910
- Panther, H. M. Ruwoldt 1927
- Adam und Eva, O. E. Ulmer 1933
- Pinguine, A. Gaul 1912
- Tauben, M. Irwahn 1950
- Affe, H.P. Federsen 1955
- Mädchen, K. A. Orth 1935
- Seelöwe, K. Opfermann 1934
- Frau, R. Begas 1926
- Kind und Reh, R. Kuöhl 1925
- Wasserspeier, R. Haizmann 1930
- Schale, H. Lederer 1912
- Badende, G. Kolbe 1927
- Knabe, Oskar E. Ulmer
- Mutter und Kind, E. L. Makowska 1920
(Wer mehr über die Figuren erfahren möchte empfehle ich den Link http://www.hamburg-stadtpark.de/frames/index_geschichte.htm)
Viele sind wirklich schön und beeindruckend anzusehen. Leider haben sich an der Einen oder Anderen Vandalen und „Schmierer“ ans Werk gemacht gegen welche die Stadt leider nur wenig unternehmen kann als die Skulpturen immer wieder zu säubern.
Von 1926 bis 1933 stand hier auch dass erste Hamburger Heinrich Heine Denkmal (von Hugo Lederer).
1933 wurde es von den Nazis zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute steht ein Neues Heine Denkmal beim Hamburger Rathaus.

Der Stadtpark bietet viele Möglichkeiten um Spiel, Sport und Unterhaltung zu tätigen. Riesige Rasenflächen laden zum Picknicken, Frisbee oder Fußball spielen. Im Herbst kann man hier auch prima Drachen steigen lassen da die Rasenflächen so weitläufig sind das Bäume hier keine Gefahr für die Drachen darstellen.
Zu den Einrichtungen im Stadtpark gehören unter anderem auch noch ein Freibad, Planschbecken, Sport- und Spielplätze, eine Freilichtbühne, eine Vogelschutzwarte und einige Gaststätten.

Am westlichen Ende findet man einen ehemaligen Wasserturm welcher 1915 gebaut wurde und 1928 bis 1930 zu einem Planetarium umgebaut.
Es ist eines der ältesten der Welt und wurde erst 2003 völlig neu renoviert und konzipiert.
Es ist Lehrsaal, Museum und Theater zugleich – eine immer wieder faszinierende Attraktion wie ich finde mit monatlich wechselnden Programmen.
Am 22. 4. 1930 gab es dort die erste Vorführung mit dem Zeiss – Projektor Modell II, welches zur damaligen Zeit eine Sensation war.
1957 nachdem das Planetarium mit leichten Schäden den Krieg überstanden hatte und zeitweise von Besatzungstruppen als Lager genutzt wurde erlebte es seine Neueröffnung mit dem Modell IV (das Alte wurde nach Johannisburg in eine Ausstellung verschifft).
1983 bekam es eine neue Kuppel, neue Belüftungsanlagen und schließlich wurde der Projektor Modell VI angeschafft. Eine astronomische Ausstellung wurde in diesen Jahren nach und nach aufgebaut und durch Sonderausstellungen ergänzt.
Im Jahre 1993 konnte schließlich eine „Bildersammlung zur Geschichte von Sternglaube und Sternkunde“ des Hamburger Kunsthistorikers Aby Warburg in neuen Räumen eröffnet werden.
Der Zeiss – Projektor (Model VI) und ist für die heutige Zeit eines der modernsten Planetariumsinstrumente der den naturgetreuen Sternenhimmel auf die Innenseite der Kuppel projizieren kann.
Seit dem Umbau 2003 bietet das Hamburger Planetarium eine einzigartige Kombination neuester Technologie. Neben dem Zeissmodell für die Darstellung des Sternenhimmels, bietet der Laserbeamer „Zulip“ eine vielseitige Anwendung für die Projektion eines künstlichen Himmel. Eine neue Form der Präsentation ermöglicht die Ganzkuppel - Datenprojektionstechnik der Firma Evans & Sutherland, sowie der Dreistrahl - Laser der Firma LOBO.
Die Projektionskuppel des Planetariums hat einem Durchmesser von 20,6 m und ist von der der US-Firma Spitz. Kurz beschrieben besteht sie aus Aluminiumblechen, alles andere wäre hier zu ausschweifend.
270 Besucher finden bei der Vorstellung Platz die monatlich wechselnden Programme anbietet.
Aktuell in diesen Monaten: „Unendliche Weiten, vom Urknall zur Erde“ und „Aufbruch zum Saturn, die Erforschung des Ringplaneten“.
Aber auch eine Dauerausstellung, Fernrohrbetrachtungen, Vorträge, Shows und Konzerte ergänzen das Angebot.
Nebenbei kann man hier auch, noch, Splitter eines 1836 in Namibia gefundenen Eisen Meteors kaufen. Leider sind nur noch wenige Stücke dieses faszinierenden Exemplars zu haben.
Die Öffnungszeiten variieren sehr (Montag ist Ruhetag).
Wer hier näheres wissen möchte besuche die Seite www.planetarium-hamburg.de.
Eintrittspreis für einen Erwachsenen 7 Euro für die jeweilige Vorführung, die Aussichtsplattform und Besuch der Dauerausstellung.

Am östlichem Ende des Stadtparks befand sich mal das architektonische Gegenstück zu diesem ehemaligem Wasserturm, es wurde aber im Zweiten Weltkrieg ebenso wie das „Stadtcafe\'“ restlos zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Auf dem Parksee kann man sich nebenbei auch ein Boot mieten und ein wenig rudern.

Alles in Allem kann ich den Stadtpark nur empfehlen!
Am besten plant man einen Besuch im Planetarium, nimmt sich noch ein bisschen Zeit für die Ausstellung und stellt sich nebenbei mal auf die hier befindliche Waage welche das Eigengewicht auf dem Mond anzeigt (ach, wären wir doch nur auf dem Mond lol) und spaziert anschließend noch gemütlich eine Runde durch den Park.

Viel Spaß dabei und danke fürs Lesen und Bewerten
Gruß
Asmodina