Erfahrungsbericht von vampire-lady
lass das mal den Dieder amachen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Habe mir gerade den ersten Teil dieser tollen neuen in Amiland geklauten Sat1-Sendung rein-gezogen und muß sagen, der Rummel, der im Vorfeld dieses kulturellen Sonderangebotes gemacht wurde, war wesentlich prickelnder als die eigentliche Sendung. Diese reicht nämlich gerade um das zu tun, wozu sie wohl auch gedacht ist: Sommerloch stopfen!
Das Ziel der Sendereihe ist es der Nation – mal wieder – ein paar neue „Stars“ zu verschaffen, schließlich läuft bei Kübeltier und Co demnächst das Mindesthaltbarkeitsdatum ab.
Ich bin nu eben aus meinem Delirium erwacht und wollte das Elend mal in Worte fassen.
Zum Showprinzip:
Dieses soll am Ende vier Stars in ebenso vielen Kategorien abwerfen:
Einen Komiker, ein Model und je einen Sänger über bzw. unter 16 Jahren.
Im Moment laufen drei Shows in der Woche. Samstags und Sonntags laufen die Achtelfinale, wo in jeder Kategorie zwei Sänger/Model/Komiker gegeneinander antreten. In jeder Katego-rie wird der/die/das Beste gewählt, und diese treten dann freitags im Viertelfinale gegenein-ander an. Das geht dann solange, bis nur noch einer (kategorieweise) übrig bleibt, der dann ganz dolle Sachen gewinnt und den/die ganz Deutschland dann ganz doll finden muß.
Dabei ist zu betonen, daß es sich auf GAR KEINEN FALL um eine Castingsshow handelt, weil die Kandidaten sind ja schon gecastet und der geneigte (und noch nicht eingeschlafene) Zuschauer bekommt nur DAS BESTE daraus zu sehen, jawoll! (das ist jetzt nicht auf meinem Mist gewachsen – doch dazu später)
Der Moderator:
Ist unsere Bundespflaume, der Kai. Eigentlich ist der ja gar nicht so unsympathisch, aber ich habe den Typen wirklich noch nie langweiliger auftreten sehen. Da hätte Sat1 eine Menge Geld sparen können und das von einem Showpraktikanten runterleiern lassen sollen.
Kandidaten wählen:
Zu 50% wählt der Zuschauer zuhause. Nachdem beide Kandidaten einer Kategorie angetreten sind und die Prominentenjury gepunktet hat, bekommen die Zuschauer eine Werbepause lang Zeit für ihren bevorzugten (bzw. für den weniger schlechten) Kandidaten anzurufen. Da es sich um Sat1 handelt, geht man sogar noch von einem denkfähigen Publikum aus, so daß der Anrufer auch noch zwischen einem und fünf Punkten wählen kann, was heißt er muß immer-hin 10 Rufnummern auseinander halten können – Denkanspruch soll wohl wach halten *gg. Aus den ganzen Anrufen wird dann ein Durchschnittswert ermittelt und mal vier genommen, weil die Prominentenjury eben aus vier Personen besteht, die ebenfalls jeweils bis zu fünf Punkte vergeben sollen.
Die Jury besteht aus 3 Stammmitgliedern:
Alexandra Kamp: weil sie selbst mal gemodelt hat.
Hugo Egon Balder: für den lustigen Bereich.
Jeannette Biedermann: ja wofür eigentlich?
Das vierte Jurymitglied wechselt ständig. Jetzt war es Helmut Zerlett, der als Produzent we-nigstens so etwas wie Ahnung von Musik haben dürfte. In der nächsten Sendung wurde Bar-bara Salesch angekündigt, wo ich mich denn nu wieder frage, wieso denn jenes?
Gegen die Kamp und den Balder habe ich ja auch nichts einzuwenden, obwohl ich bei Herrn Balder doch manchmal den Eindruck hatte, der kann denn auch besser gucken als denken. Außerdem hätte ich mir von Herrn Balder etwas mehr Pep erwartet, muß ja nicht gleich den Bohlen markieren, war aber etwas sehr stille. Jeannette nervt mit ihrem permanenten Dauer-grinsen, hat leider auch ein Mikro bekommen, findet fast alles „einfach süß“, wonach die Puppe votet, versteht keine Sau und ihren Auftritt als Show-Act konnte ich nicht mal nutzen um zum Klo zu gehen, weil ich schon in der Werbepause dort war.
Die Sendung an sich läuft ziemlich eintönig ab, es kommt überhaupt keine Spannung auf. Zunächst kommt Kindersänger 1, trällert (live), die Jury sagt drei jeweils drei Takte und ver-gibt die Punkte. Dann kommt Kindersänger 2, wieder amtet die Jury ihres waltes – dann Wer-bung, während der Zuschauer per Voting den einen oder anderen Telefonanbieter fördert. Nach der Pause: Bekanntgabe des Siegers. Dann gleiches Schema mit den Models, danach kommen die Komiker, zum Schluss die erwachsenen Sänger und der in jeder Sendung ver-sprochene supertolle Show-Act.
Die Kandidaten:
Tja, wer hat da wohl gecastet? Wenn das die Besten sein sollen, waren die wirklich guten Leute wohl eher bei den Popstars-Castings oder bei DSDS II? Ich will ja jetzt nicht von grot-tenschlecht sprechen, aber so echt der Hammer waren die alle nicht, bis auf die Kids.
Erstaunlicherweise fand ich die Kinder echt klasse. Eigentlich hatte ich gedacht, daß ich die Rotznasen gar nicht sehen will, weil ich dachte das wird wieder so eine „oh, sind die aber putzig-Aktion“. Aber da war so eine 12jährige, die hat was von Britney gesungen – also we-sentlich besser als das Original. Oder anders herum, wäre Britney selbst erst zwölf, fänd ich sie auch nicht so übel. Und dann kam noch so eine Mischung aus das Kübelböck und Harry Potter, hieß zufällig auch Daniel – der war richtig pfiffig – etwas übertrieben zwar, hat aber Spaß gemacht.
Tja die Models: da wusste ich dann gar nicht, was da bewertet wurde. Zuerst haben sie einen Kleiderständer über die Bühne wackeln lassen und dann das Skelett aus dem Bioraum, das man vorher durch den Farbkasten gezogen hat. Und nach ein oder zwei Minuten des Herum-wackelns sollte man dann das bessere „Model“ ermitteln. Sorry ich bin überfordert, oder mir fehlt schlicht das Y-Chromosom.
Die Komiker: gegen die ist das Kübelböck brüllend komisch. Ehrlich! Wir haben gestern ge-grillt, da war der Ehemann einer Kollegin dabei, der hat nur Blödsinn gemacht. Also der Mann ist komisch – wir haben unter dem Tisch gelegen vor Lachen. Aber hier? Ich guckte auf die Mattscheibe, mein Heiligenschein wurde von einem gigantischen Fragezeichen verdrängt, welches über meinem Schädel schwebte... aber gelacht habe ich ehrlich gesagt über die Mo-dels mehr.
Und die erwachsenen Sänger? Beide konnten ja irgendwie singen, auch wenn es teilweise doch etwas daneben ging – bei beiden. Das Mädel gab „like a prayer“ von Madonna zum bes-ten, was natürlich schon deshalb doof ist, weil man gegen Madonna im Vergleich nu mal nicht so leicht anstinken kann. Außerdem würde ich echt gern wissen, wer sie angezogen hat, weil die Klamotten passten nicht zum Lied, die Hose nicht zum Top und außerdem hatte man sie in 12 cm hohe Hacken gesteckt, auf denen die Ärmste zwar gerade eben geradeaus gehen konnte, aber ihre Tanzversuche erinnerten eher an den Bärenmarke-Bären. Der Typ ging eini-germaßen, die Klamotten und das Getanze funzten auch – war halt so ein typisches Bubi-Gang Herumgefuchtel. Ich mochte ihn nun gar nicht, aber er war besser als das Mädel.
Was schreib ich nur als Fazit?
Ich zitiere mal meine Mutter (68): „das ist doch Scheiße“.
Ich hoffe eigentlich höchstens noch auf Frau von Sinnen als Jury-Gast. Obwohl es eigentlich auch nur noch besser werden kann (wenn man beispielsweise vor dem Fernseher einschläft!)
Das Ziel der Sendereihe ist es der Nation – mal wieder – ein paar neue „Stars“ zu verschaffen, schließlich läuft bei Kübeltier und Co demnächst das Mindesthaltbarkeitsdatum ab.
Ich bin nu eben aus meinem Delirium erwacht und wollte das Elend mal in Worte fassen.
Zum Showprinzip:
Dieses soll am Ende vier Stars in ebenso vielen Kategorien abwerfen:
Einen Komiker, ein Model und je einen Sänger über bzw. unter 16 Jahren.
Im Moment laufen drei Shows in der Woche. Samstags und Sonntags laufen die Achtelfinale, wo in jeder Kategorie zwei Sänger/Model/Komiker gegeneinander antreten. In jeder Katego-rie wird der/die/das Beste gewählt, und diese treten dann freitags im Viertelfinale gegenein-ander an. Das geht dann solange, bis nur noch einer (kategorieweise) übrig bleibt, der dann ganz dolle Sachen gewinnt und den/die ganz Deutschland dann ganz doll finden muß.
Dabei ist zu betonen, daß es sich auf GAR KEINEN FALL um eine Castingsshow handelt, weil die Kandidaten sind ja schon gecastet und der geneigte (und noch nicht eingeschlafene) Zuschauer bekommt nur DAS BESTE daraus zu sehen, jawoll! (das ist jetzt nicht auf meinem Mist gewachsen – doch dazu später)
Der Moderator:
Ist unsere Bundespflaume, der Kai. Eigentlich ist der ja gar nicht so unsympathisch, aber ich habe den Typen wirklich noch nie langweiliger auftreten sehen. Da hätte Sat1 eine Menge Geld sparen können und das von einem Showpraktikanten runterleiern lassen sollen.
Kandidaten wählen:
Zu 50% wählt der Zuschauer zuhause. Nachdem beide Kandidaten einer Kategorie angetreten sind und die Prominentenjury gepunktet hat, bekommen die Zuschauer eine Werbepause lang Zeit für ihren bevorzugten (bzw. für den weniger schlechten) Kandidaten anzurufen. Da es sich um Sat1 handelt, geht man sogar noch von einem denkfähigen Publikum aus, so daß der Anrufer auch noch zwischen einem und fünf Punkten wählen kann, was heißt er muß immer-hin 10 Rufnummern auseinander halten können – Denkanspruch soll wohl wach halten *gg. Aus den ganzen Anrufen wird dann ein Durchschnittswert ermittelt und mal vier genommen, weil die Prominentenjury eben aus vier Personen besteht, die ebenfalls jeweils bis zu fünf Punkte vergeben sollen.
Die Jury besteht aus 3 Stammmitgliedern:
Alexandra Kamp: weil sie selbst mal gemodelt hat.
Hugo Egon Balder: für den lustigen Bereich.
Jeannette Biedermann: ja wofür eigentlich?
Das vierte Jurymitglied wechselt ständig. Jetzt war es Helmut Zerlett, der als Produzent we-nigstens so etwas wie Ahnung von Musik haben dürfte. In der nächsten Sendung wurde Bar-bara Salesch angekündigt, wo ich mich denn nu wieder frage, wieso denn jenes?
Gegen die Kamp und den Balder habe ich ja auch nichts einzuwenden, obwohl ich bei Herrn Balder doch manchmal den Eindruck hatte, der kann denn auch besser gucken als denken. Außerdem hätte ich mir von Herrn Balder etwas mehr Pep erwartet, muß ja nicht gleich den Bohlen markieren, war aber etwas sehr stille. Jeannette nervt mit ihrem permanenten Dauer-grinsen, hat leider auch ein Mikro bekommen, findet fast alles „einfach süß“, wonach die Puppe votet, versteht keine Sau und ihren Auftritt als Show-Act konnte ich nicht mal nutzen um zum Klo zu gehen, weil ich schon in der Werbepause dort war.
Die Sendung an sich läuft ziemlich eintönig ab, es kommt überhaupt keine Spannung auf. Zunächst kommt Kindersänger 1, trällert (live), die Jury sagt drei jeweils drei Takte und ver-gibt die Punkte. Dann kommt Kindersänger 2, wieder amtet die Jury ihres waltes – dann Wer-bung, während der Zuschauer per Voting den einen oder anderen Telefonanbieter fördert. Nach der Pause: Bekanntgabe des Siegers. Dann gleiches Schema mit den Models, danach kommen die Komiker, zum Schluss die erwachsenen Sänger und der in jeder Sendung ver-sprochene supertolle Show-Act.
Die Kandidaten:
Tja, wer hat da wohl gecastet? Wenn das die Besten sein sollen, waren die wirklich guten Leute wohl eher bei den Popstars-Castings oder bei DSDS II? Ich will ja jetzt nicht von grot-tenschlecht sprechen, aber so echt der Hammer waren die alle nicht, bis auf die Kids.
Erstaunlicherweise fand ich die Kinder echt klasse. Eigentlich hatte ich gedacht, daß ich die Rotznasen gar nicht sehen will, weil ich dachte das wird wieder so eine „oh, sind die aber putzig-Aktion“. Aber da war so eine 12jährige, die hat was von Britney gesungen – also we-sentlich besser als das Original. Oder anders herum, wäre Britney selbst erst zwölf, fänd ich sie auch nicht so übel. Und dann kam noch so eine Mischung aus das Kübelböck und Harry Potter, hieß zufällig auch Daniel – der war richtig pfiffig – etwas übertrieben zwar, hat aber Spaß gemacht.
Tja die Models: da wusste ich dann gar nicht, was da bewertet wurde. Zuerst haben sie einen Kleiderständer über die Bühne wackeln lassen und dann das Skelett aus dem Bioraum, das man vorher durch den Farbkasten gezogen hat. Und nach ein oder zwei Minuten des Herum-wackelns sollte man dann das bessere „Model“ ermitteln. Sorry ich bin überfordert, oder mir fehlt schlicht das Y-Chromosom.
Die Komiker: gegen die ist das Kübelböck brüllend komisch. Ehrlich! Wir haben gestern ge-grillt, da war der Ehemann einer Kollegin dabei, der hat nur Blödsinn gemacht. Also der Mann ist komisch – wir haben unter dem Tisch gelegen vor Lachen. Aber hier? Ich guckte auf die Mattscheibe, mein Heiligenschein wurde von einem gigantischen Fragezeichen verdrängt, welches über meinem Schädel schwebte... aber gelacht habe ich ehrlich gesagt über die Mo-dels mehr.
Und die erwachsenen Sänger? Beide konnten ja irgendwie singen, auch wenn es teilweise doch etwas daneben ging – bei beiden. Das Mädel gab „like a prayer“ von Madonna zum bes-ten, was natürlich schon deshalb doof ist, weil man gegen Madonna im Vergleich nu mal nicht so leicht anstinken kann. Außerdem würde ich echt gern wissen, wer sie angezogen hat, weil die Klamotten passten nicht zum Lied, die Hose nicht zum Top und außerdem hatte man sie in 12 cm hohe Hacken gesteckt, auf denen die Ärmste zwar gerade eben geradeaus gehen konnte, aber ihre Tanzversuche erinnerten eher an den Bärenmarke-Bären. Der Typ ging eini-germaßen, die Klamotten und das Getanze funzten auch – war halt so ein typisches Bubi-Gang Herumgefuchtel. Ich mochte ihn nun gar nicht, aber er war besser als das Mädel.
Was schreib ich nur als Fazit?
Ich zitiere mal meine Mutter (68): „das ist doch Scheiße“.
Ich hoffe eigentlich höchstens noch auf Frau von Sinnen als Jury-Gast. Obwohl es eigentlich auch nur noch besser werden kann (wenn man beispielsweise vor dem Fernseher einschläft!)
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