Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre (DVD) Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Lachesis
Gääääääääääähn!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
- \"Schrecklicher Film - Ich kenne Leute, die konnten danach nächtelang nicht schlafen!\"
- \"Da sind sogar gestandene Männer mitten drin raus gegangen ohne wiederzukommen!\"
- \"Ich brauch da unbedingt jemanden, wo ich danach übernachten kann, um nicht allein schlafen
zu müssen!\"...
Tja, da wurde meinereiner doch aufmerksam. Sollte es wahr werden? Sollte es endlich einen Film geben, bei dem ich mich zumindest ein wenig gruseln würde? Nur in ein paar Szenen? Ich beschloss es zu versuchen und mir das Remake des Genre-Kultfilms Texas Chainsaw Massacre anzusehen...
Story:
Texas, 1973. Fünf gutaussehende junge Menschen - drei Männer, zwei Frauen - sind gut gelaunt, bekifft und mit ein paar Pfund Marihuana in peto auf dem Weg zu einem Konzertausflug. Mitten im Nirgendwo treffen sie plötzlich auf die völlig verstörte junge Frau Henrieta, die sie im Auto mitnehmen, die dann etwas von \"Sie sind alle tot\" und \"Ihr werdet alle sterben\" nuschelt und die sich dann kurz entschlossen sehr anschaulich auf der Rückbank des Autos erschießt (fragt mich nicht wo sie die Knarre versteckt hat) und die Heckscheibe mit einem farbenfrohen Loch verziert, durch das der Zuschauer noch des öfteren schauen darf.
Die fünf versuchen nun verstört und nervös den örtlichen Sheriff aufzutreiben. Bis sie ihn gefunden haben, sind bereits nicht mehr alle fünf am Leben. Schließlich müssen unsere jungen Freunde feststellen, dass sie in eine Gegend voller sadistischer und alle irgendwie verwandter Irrer geraten sind, die alle eine ganz bestimmte Person schützen und unterstützen:
einen missgestalteten, auf die ganze Welt wütenden Serienkiller, der bevorzugt voller Geduld und Ausdauer mit einer Kettensäge metzelt wen er eben gerade findet (außer der Verwandtschaft versteht sich!).
Naja, den Rest kann man sich denken. Geschrei, Angst, Verfolgungen, Blut und andere klebrige Substanzen, Leichen... und Kettensägengeknatter.
Meinung:
Ich weiß ja auch nicht was mit mir los ist. Ich hatte einige erfreuliche Kritiken zu diesem Film gehört und gelesen, aber mehr als - wenn ich mich recht erinnere - ein vereinzeltes Zusammenzucken konnte mir der Film nicht entlocken.
Etwas außergewöhnliches hat der Streifen jedenfalls nicht zu bieten. Die Helden sind - wie in jedem beliebigen Teenie-Horror-Film - betont gutaussehend und ziemlich geleckt. Die von Jessica Biehl gespielte Hauptfigur Erin ist sicherlich ein Männertraum, den sie denn auch des öfteren im nassen T-Shirt und sowieso enger Kleidung erfüllen darf.
Da ich aber kein Mann bin, hat mich auch sie relativ kalt gelassen und ich habe versucht irgendwo so etwas wie Spannung zu entdecken. Leider blieb ich erfolglos. Die Schreckmomente sind enttäuschend vorhersehbar, die Verfolgungjagden und Kameraführungen hat es schon in zig anderen Filmen in gleicher Weise gegeben und all die klebrigen Gummi-Körperteile, die so rumliegen, reichen auch nicht, um Spannung zu erzeugen.
Kurz gesagt: Der Film bietet eigentlich nichts neues.
Gut fand ich lediglich den Anfang - im dokumentarischen Rückblick in Schwarz-Weiß gehalten hat er einen irgendwie höheren Gruselfaktor als der restliche Film. Vielleicht weil es realer wirkt.
Die Metzelszenen sind denn auch nicht ganz so schlimm ausgefallen wie erwartet. Meist wurde im entscheidenden Moment weggeblendet, manchmal sogar so aprupt, dass ich mich fragte \"Ist sie jetzt eigentlich tot oder hat er\'s gelassen?\".
Außerdem enthält der Film so viele Logik-Fehler, dass es mir nicht mehr gelang sie zu ignorieren. Stattdessen zog sich vor allem in der letzten halben Stunde alles sehr in die Länge, wurde unrealistisch und lächerlich, ohne dabei Raum für makabre Momente oder bösartige Satire zu lassen, die einem zumindest das Gefühl vermitteln, alles nicht so ernst zu nehmen.
An den schauspielerischen Leistungen ist im Großen und Ganzen nichts auszusetzen. Viel mehr als Angst und Panik mussten die jungen, gänzlich unbekannten Darsteller, nicht ausdrücken und das gelingt ihnen ganz gut. Doch konnten weder sie, noch die durchaus passende Musik den Film retten.
Fazit:
Was soll ich sagen? Vielleicht sollte man meinen für Horror und Gemetzel so unempfänglichen Geist nicht zwingend als Maßstab nehmen. Ich bin mir sicher, dass sich sensiblere Gemüter bei diesem Film durchaus furchtbar gruseln oder ekeln können. Allerdings könnten sie das auch bei lange bekannten Streifen wie \"Scream\" oder sonstigem Teenie-Horror.
Ich spreche dem Film eine kleine Empfehlung aus für Leute, die leicht zu erschrecken sind, allerdings kann man getrost auf die DVD-Version warten... oder bis er im Fernsehen läuft und mal nichts anderes kommt. Verpasst hat man jedenfalls nichts, wenn man ihn sich nicht im Kino ansieht.
59 Bewertungen, 8 Kommentare
-
13.11.2008, 18:41 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER
-
11.09.2008, 17:07 Uhr von Fenja
Bewertung: sehr hilfreichMich konnte der Film auch nicht richtig überzeugen ;) LG Fenja
-
29.05.2008, 18:42 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße aus Regensburg
-
14.05.2008, 09:24 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
-
26.04.2008, 19:33 Uhr von Elli-Spirelli
Bewertung: sehr hilfreichdas sehe ich genauso
-
17.03.2008, 17:18 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich liebe Grüsse aus Berlin
-
16.03.2008, 19:00 Uhr von volcano
Bewertung: sehr hilfreichda steh ich doch lieber auf SF. käptn blaubär im weltall oder so :-D sh lg volcano
-
01.03.2008, 04:47 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichder lief vor kurzem im Fernseehen, na ja ab und zu ist er schon ein wenig spannend, aber ich hab neben bei ja auch geschrieben lg
Bewerten / Kommentar schreiben