Thema Stillen Testbericht

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Erfahrungsbericht von awassa

Stillen bei Gelbsucht -->So klappt's

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein Sohn kam mit einer starken Gelbsucht zur Welt und wollte gar nichts trinken, egal ob Brust oder Flasche.
Er wollte nur schlafen...
Ich war echt am Verzweifeln, meine Brust war übervoll und mein Spatz nahm immer mehr ab.
Doch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fand ich eine tolle Hebamme.
Sie gab mir viele nützliche Tips.
Zum Beispiel sollte man sein Baby zum Stillen wecken, anfangs alle 2-3 Stunden (wenn sie so wenig essen).
Denn ein Baby, dass wenig isst, schreit auch wenig und wird immer müder.
Bekommt es allerdings viel, will es auch mehr.
Mein Kleiner schlief aber schon nach 2-3 Minuten an der Brust ein.
Meine Milch wurde immer weniger.
Also musste ich mit dem Abpumpen anfangen.
Ich bekam die Medela-E-Pumpe auf Rezept, mit allem Zubehör.
Ebenso riet mir die Hebamme, eine 50 ml Spritze und einen sogenannten Fingerfeder zu kaufen (gibts in der Apotheke)

Das Pumpen war anfangs sehr mühsam, da ich kaum noch Milch hatte, ich wollte aber so gerne stillen!

Ich musste eine Woche lang alle 2 Stunden abpumpen, auch nachts.

Den Kleinen legte ich tagsüber alle 2 Stunden an.
Bei jeder 2. Mahlzeit bekam er nach dem Trinken noch etwa 50 ml Muttermilch aus der Spritze.
Und zwar funktioniert das so:
Die abgepumpte Milch wird im Kühlschrank aufbewahrt.
Dann stellt man das Milchfläschchen in heisses Wasser (besser als aufkochen oder Mikrowelle), bis die Milch warm genug ist.
Dann füllt man die Spritze mit Milch und setzt den Fingerfeder auf die Spitze.
Man muss dann einen Finger in den Mund des Babys stecken und saugen lassen.Dann führt man die Spitze der Fingerfeder seitlich in den Mund und drückt gaaaanz langsam auf die Spritze.
Hört sich sehr kompliziert an, klappt aber schnell.
Wenn man die Milch nämlich aus dem Fläschchen gibt, gewöhnt sich das Baby schnell daran und es will dann meist nicht mehr die Brust, da Fläschchen trinken viel leichter für die Babys ist.

Nach einer Woche Pumpen war meine Milchmenge wieder erhöht und mein Kleiner trank auf einmal von der Brust, als ob er nichts anderes kannte.
Er nimmt sehr gut zu und entwickelt sich prima!
Es war zwar eine schwere Anfangszeit, ich bin aber im Endeffekt glücklich, dass es mit dem Stillen geklappt hat, und möchte jedem Mut machen, der auch ähnliche Probleme hat.
Ach ja, in der Schwangerschaft hab ich das Stillbuch von Hannah Lothrop gelesen.
Es ist mehr als nur empfehlenswert!

16 Bewertungen, 2 Kommentare

  • antjeeule

    22.02.2002, 19:39 Uhr von antjeeule
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da hast du aber mit deiner Hebamme viel Glück gehabt. Als unsere Tochter geboren war und ich direkt nach der Geburt schwer erkrankte, haben sie sich im Krankenhaus leider nicht so bemüht. Der Bericht zeigt, dass es auch anders möglich ist.

  • fussel

    22.02.2002, 14:26 Uhr von fussel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Echt eine gute und ausführliche Meinung ... Gruß , fussel