Thema Tattoos Allgemein Testbericht
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- Hautverträglichkeit:
- Aussehen:
- Qualität & Verarbeitung:
Erfahrungsbericht von Angel05
Traut Euch, wenn Ihr euch sicher seid...
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als für mich feststand, daß ich mich tattowieren lassen möchte, habe ich mein Motiv (das ich bis dahin nur im Kopf hatte) von einer Freundin für mich zeichnen lassen. Damit bin ich dann in vielen Tattoostudios herumgefahren, um mich einfach erstmal zu erkundigen. Denn es gab einige Dinge, die für mich bei der Auswahl des Studios wichtig waren: Zunächst mal mußte es sehr sauber sein. Sterilität der Geräte und angenehme Räumlichkeiten waren absolutes Muß. Denn bei verschmutzen oder alten Geräten kann es hinterher leicht zu Entzündungen kommen oder noch schlimmer: zu ernsthaften Krankheiten (z.B. Hepatitis oder Aids). Guckt Euch also genau an, womit Ihr Euch pieksen laßt. Die seriösen Studios haben mit Fragen in dieser Richtung kein Problem und zeigen Euch gern Ihre Ausrüstung und alles, was Ihr sonst noch wissen wollt! Wichtig ist vor allem auch die Fähigkeit de Tattowierers, denn von seinem Geschick hängt es ab, ob das Motiv hinterher so aussieht, wie Ihr es Euch vorstellt. Ich habe mir daher vorher andere Werke dieser Person angesehen und auch nach Sympathie ausgewählt.
Nach dem Motiv ist die Stelle am Körper wichtig, an die Ihr Euer Tattoo haben wollt. Auch das sollte man sich gut überlegen. Ich habe mich letztlich für das Schulterblatt entschieden. Denn dies ist eine Stelle, an der ich mein Tattoo sowohl verdeckt als auch offen tragen kann. Speziell für das (evtl. auch spätere) Berufsleben war mir diese Tatsache wichtig. Denn in manchen Branchen und bei vielen Menschen haben Tattowierungen immer noch einen eher verruchten Ruf. Das sollte man nicht unterschätzen. Darüber hinaus habe ich einige Stellen von vornherein ausgeschlossen: so z.B. Gesicht, Hände, Füße und Leistenbereich. Da dort direkt ein Knochen unter der Haut sitzt, stelle ich es mir recht schmerzhaft vor, aber das muß jeder für sich entscheiden (das Schmerzempfinden ist ja auch bei jedem anders).
Als ich dann die Stelle an meinem Körper ausgesucht und den Tattowierer (oder besser die Tattoowiererin) meines Vertrauens gefunden hatte, habe ich Ihr mein Motiv gezeigt, die Größe und Farbigkeit mit Ihr Festgelegt, einen Preis ausgehandelt und mir drei Tage später einen Termin geben lassen. Meißtens dauert es ein paar Tage, wenn Ihr mit einem selbsterdachten Motiv ankommt, da es dann erst in eine Vorlage umgewandelt werden muß. Diese könnt Ihr Euch wie ein Abziehtattoo vorstellen, das hinterher als Vorlage direkt auf der Haut angebracht wird.
Ich bin dann also drei Tage später mit einem wahnsinnig aufgeregten und flauen Gefühl im Bauch wieder in das Studio gegangen. Da mein Tattoo auf der Schulter angebracht werden sollte, hatte ich die Wahl zwischen liegen und sitzen. Es sollte auf jeden Fall bequem sein, denn je nach Größe und Aufwand dauert die ganze Prozedur ein wenig. Mein Tattoo hat ca. 3cm mehr Umfang als ein Fünfmarkstück und hat ca. 1 Stunde gedauert. Da war ich ganz froh, daß ich wirklich gemütlich gesessen habe.
Dann wurde es ernst. Ich habe mich also auf den Stuhl gesetzt und meine Schultern frei gemacht. Zunächst wurde die Stelle dann sorgfältig gewaschen (wichtig, um späteren Unebenheiten oder Entzündungen vorzubeugen). Danach kam das vorbereitete Abziehbild auf die Haut. Nachdem ich mich damit einverstanden erklärt hatte, ging es dann los. Wichtig: Diese ist der letzte Moment, in dem Ihr an der Position des Tattoos noch etwas ändern könnt oder es Euch noch anders überlegen könnt. Danach gibts kein zurück mehr! Wenn also irgendetwas nicht stimmt, dann sagt es auf jeden Fall sofort. Meistens ist noch ein zweites Abziehbild als Vorlage vorhanden, das dann zur Korrektur dienen kann.
Ok, jetzt gings los. Ich wußte erst gar nicht was ich erwarten sollte, denn ich hatte vorher viele unterschiedliche Meinungen über Schmerzen oder auch keine Schmerzen dabei gehört. Und ich gehöre zu den Personen, die eher schmerzempfindlich sind. Aber ich kann Euch sagen: Es war absolut auszuhalten. Zuerst wurden die Konturen - also die Umrisse - gestochen. Dies geschieht mit einer einzelnen Nadel, die die Tattoofarbe ca. 0,5 cm tief in die Haut befördert. Es fühlt sich an, als würde man etwas heftiger gekratzt werden, aber es ist wirklich nicht schlimm. Das ganze hat etwa 20 min gedauert. Danach wurde eine kleine Pause eingelegt. Ich bekam etwas zu trinken und konnte mich wieder etwas beruhigen, denn aufregend war die ganze Aktion schon. Danach wurden die Farbflächen gestochen. Das fühlt sich an, als würde man ein wenig gekitzelt und ist gar nicht mehr schmerzhaft. Das liegt daran, daß hier viele kleine Nadeln gleichzeitig (ich glaube, bei mir waren es 36 ganz feine Nädelchen) am Werk sind, um die Flächen auszufüllen.
Und dann war es fertig. Bei meinem ersten Blick darauf war ich sofort begeistert. Es sah zwar noch ziemlich lädiert aus (es hat etwas geblutet und die Stelle ist verständlicherweise sehr gereizt), aber ich war happy. Danach bekam ich noch eine ordentliche Säuberung meines neuen Kunstwerkes und eine Salbe, die zur Abheilung beitragen sollte. Für ein paar Stunden kam dann noch ein Pflaster drauf, damit ich bis zu Hause mein Shirt wieder anziehen konnte. Zu Hause angekommen habe ich das Pflaster dann abgemacht und Luft an meine Schulter gelassen. Das ist in der ersten Woche danach sehr wichtig. Man sollte keine enge Kleidung oder sogar Träger darüber tragen, damit die Stelle sorgfältig abheilen kann. Eine Salbe wie z.B. Bepanthene ist dabei sehr hilfreich. Worauf auch zu achten war, ist daß beim Duschen eine Woche lang kein Wasser an die Stelle kommt. Nachdem der Schorf überall weg war, konnte ich mich dann wieder ganz normal kleiden, waschen und was man eben sonst so normalerweise tut, ohne weiter auf das Tattoo achten zu müssen.
Die Pflege, bis das Tattoo abgehelit ist, solltet Ihr sehr ernst nehmen, denn wenn in dieser Zeit Entzündungen auftreten, ist dies bestimmt sehr unangenehm. Außerdem kann es das spätere Erscheinungsbild beeinfussen und das wäre echt tragisch. Also gut pflegen und Ihr habt schnell und lange etwas von Eurem Tattoo.
Ich bin danach verständlicherweise in Schulterfreien Tops herumgelaufen und war die ersten Wochen Stolz wie Oscar! (Diese Zeit solltet Ihr unbedingt auskosten.) Mittlerweile ist mein Tattoo ein normaler Teil meines Körpers geworden und ich bin immer noch begeistert davon.
Mein Fazit: Wenn Ihr Euch darüber im klaren seid, daß Ihr ein Tattoo ein Leben lang mit Euch herumtragt und Ihr dann immer noch eins haben wollt: Traut Euch! Tut es! Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen. Ich habe es bis jetzt jedenfalls nicht.
23 Bewertungen, 8 Kommentare
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10.03.2002, 01:27 Uhr von Ilenia
Bewertung: sehr hilfreichStimme Dir voll zu, ich hab mich mit 32 erst getraut.:-) Gruß Tanja
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23.02.2002, 01:37 Uhr von smo2001
Bewertung: sehr hilfreichhey gut!!schau auch bei mir wieder vorbei ok :)grüße smo2001!!!!
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18.02.2002, 14:55 Uhr von tripleeight.de
Bewertung: sehr hilfreichist als jugendlicher cool, sicher aber frag mal nen 50 jährigen manager der sich mit den kollegen in der sauna trifft.... und wollen wir nicht alle mamas liebling mit nem dicken gehalt werden ;-> *g* tripleeight.de
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17.02.2002, 21:56 Uhr von biker
Bewertung: sehr hilfreichWer sich traut, sollte wirklich sicher sein !!
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14.02.2002, 21:13 Uhr von Faceman28m
Bewertung: sehr hilfreichGetaut habe ich mich,gefreut darüber auch und bereut muß ich sagen ja und nein.damals war ich auch 18 Jahre alt,fand ich toll(auch heute noch)nur habe mit 27 eine Hautallergie bekommen.Die ganzebn Tattoos fingen an zu jucken.3 jahre später
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14.02.2002, 20:06 Uhr von MichaelW97614
Bewertung: sehr hilfreichIch überlege auch schon lange, aber ich trau mich noch net! bye
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14.02.2002, 20:04 Uhr von Tammy1977
Bewertung: sehr hilfreichHallo!Habe mich auch vor 3 Jahren getraut und finde es immer wieder toll, wenn ich es mal sehe!
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14.02.2002, 20:01 Uhr von madhead
Bewertung: sehr hilfreichHab´mich getraut - und bereue es nicht! obwohl ich sagen muß, es hat schon ein bissel weh getan! Top Bericht. Sanfte Grüße vom madhead
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