Tiere Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Lasombra

H(a)istorisches

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit jener Zeit da Menschen, mit Kanus, Booten oder Segelschiffen die Weltmeere befahren, kamen sie immer wieder in Berührung mit Haien und anderen Raubfischen.

Plinius der Ältere, welcher ca 23 - 79 nach Christus lebte schrieb in seinem Buch \\\"Historia Naturalis\\\" erstmals über Haie. Seit jener Zeit wurden Haifische in unzähligen Journalen erwähnt, da vor allem Walfänger immer wieder Bekanntschaft mit ihnen machten.

Die englische Bezeichnung für den Haifisch lautet shark und wurde wahrscheinlich nicht vor 1569 verwendet. Damals fing der berüchtigte Sklavenhändler und englische Kapitän John Hawkins in der Karibik einen Haifisch, welchen er zu Ausstellungszwecken nach London brachte. Die Matrosen gaben diesem Fish den Namen Shark, ein Begriff welcher sich aus dem Deutschen \\\"Schurke\\\" ableiten dürfte.

Andere Forscher gehen allerdings davon aus, daß sich der Begriff Shark bereits von den Maja Zentral Amerikas ableiten könnte. Die Majas verständigten sich damals durch eine Hieroglyphenschrift, welche das Wort \\\"xoc\\\" enthielt und \\\"shock\\\" ausgesprochen wurde, und einen Fisch mit prominenter Rückenflosse beschrieb.

Im Jahre 1749 wurde das damalige 14 jährige Waisenkind Brook Watson von einem Hai angegriffen und verlor dabei sein rechtes Bein. Dieser Vorfall hatte allerdings keinen negativen Einfluß auf die Karriere des Herrn Watson, welcher 1784 Member of Parliament wurde und 1796 sogar Lord Mayor of London. Im Jahre 1778 erteilte er dem amerikanischen Maler John Copley den Auftrag, ein Ölgemälde vom Haiangriff anzufertigen, welches anbei zu sehen ist ( http://haie.everquestii.net ).

Der englische Poet Thomas Percy verfasste 1775 die Ballade \\\"Bryan and Peree - a West Indian Ballad\\\", in welcher ein Haiangriff beschrieben wird, und die hier auszugsweise angeführt wird.

Then through the white surf did she haste To clasp her lovely swain. When ah! a shark bit through his waist: His heart\\\'s blood dyed the main!
He shrieked! his half sprang from the wave, Streaming with purple gore, And soon it found a living grave, And ah! was seen no more.

Nur eine Woche nachdem die USS Indianapolis wichtige Bauteile für die Hiroshima Atombombe abgeliefert hatte, wurde sie von einem japanischen Uboot torpediert und versank am 30. Juli 1945 südwestlich von Guam. Das Schiff versank äußerst langsam und 883 Seeleute begaben sich ausgerüstet mit Schwimmwesten ins Wasser. Es dauerte mehr als vier Tage bevor die Schiffbrüchigen gerettet werden konnten. Letztendlich konnten nur mehr 316 Überlebende aus dem Wasser gezogen werden, da der Rest durch Haiangriffe ums Leben gekommen war, die vor allem nachts die Zahl der Matrosen dezimierte.

weiterführende Infos gibt es unter:
http://haie.everquestii.net



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-19 19:51:13 mit dem Titel Lederrücken - die sanften Riesen

Lederrücken sind nicht nur die größten Wasserschildkröten dieser Erde, sondern sie gehören zusammen mit einigen Krokodilarten auch zu den größten Reptilien dieser Erde.

Forscher vermuten, daß diese Schildkröten bereits vor mehr als 150 Millionen Jahren unsere Weltmeere besiedelt haben, was sie sogar älter als Dinosaurier macht.

Der typische Lederrücken ist um die 2 meter lang und wiegt rund 500kg und besitzt eine braune Grundfärbung mit weißen Flecken. Im Jahre 1988 wurde vor der Küste von Wales allerdings ein männliches Exemplar gefangen, welches um die drei Meter lang war und 900kg wog.

Lederrücken Schildkröten sind damit nicht nur die größten aller noch lebenden Schildkröten, sondern sie besitzen auch noch andere einzigartige Eigenschaften.

Im Gegensatz zu anderen Seeschildkröten, welche zu ihrem Schutz auf einen harten Schuppenpanzer vertauen können, besitzen die Lederrücken nur einen lederartigen,schwarzen, mit Öl durchtränkten Panzer, welcher auch für ihren Namen verantwortlich zeichnet.

Die Lederrücken sind ausgezeichnete Schwimmer, die bereits mit einer Geschwindigkeit von 30km/h im Wasser gesichtet wurden, ein Tempo welches man ihnen auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Einige von ihnen sind dabei so ausdauernd, daß sie nicht weniger als 10000km zurücklegen, um ihre bevorzugten Nistplätze zu erreichen.

Einzigartig ist auch die Fähigkeit, tiefer zu tauchen oder kältere Gewässer zu durchschwimmen, als jede andere Schildkrötenart.Diese Sonderleistungen wird ihnen durch eine extra große Menge an Körperfett unter der Haut ermöglicht, welche sie ausgezeichnet vor Kälte schützt. Weiters sind sie auch in der Lage, ihre Körpertemperatur effektiver als andere Meeresschildkröten zu kontrollieren. Experimente haben ergeben, daß Lederrücken bis zu 1500 meter tief tauchen können.

Da sie nur über einen relativ weichen Gaumen und keine Zähne verfügen, sind Lederrücken, was die Wahl ihrer Mahlzeiten betrifft stark eingeschränkt. Hauptsächlich verzehren sie eine Unmenge Tintenfische, welche ihnen durch ihre weiche gummiartige Konsistenz wohl als Leckerbissen erscheinen.

Lederrücken leben fast überall in unseren Ozeanen, was durch Sichtungen in Nova Scotia und im Süden von Chile untermauert wird. Am liebsten halten sie sich allerdings in den tropischen und subtropischen Gebieten des Atlantiks, Pazifiks und des indischen Ozeans auf, wobei Mexiko, Süd Amerika und die Karibik zu ihren bevorzugten Nistplätzen zählen.

Wenn Lederrücken ein Alter von ca 15 Jahren erreicht haben, werden sie geschlechtsreif und die Weibchen suchen nach erfolgter Befruchtung einen möglichst einsamen flachen Strand entlang der Küste Süd Amerikas auf, wo sie mühevoll an Land kriechen und 50 bis 180 Eier pro Nest im Sand vergraben. Die Eier benötigen ca 50 Tage bis zur vollständigen Ausreifung, und frisch geschlüpfte Lederrücken sind gerade einmal 6cm groß. Diese Winzlinge befinden sich dabei bereits in akuter Lebensgefahr, da Seevögel, Schweine, Hunde, Waschbären und Menschen bereits darauf lauern, die jungen Schildkröten zu verzehren, bevor sie überhaupt noch das Wasser erreichen können.

Leider stehen die Lederrücken seit dem 2.Juli 1970 auf der Liste der zum Aussterben bedrohten Tierarten. Derzeit dürften gerade noch einmal 30000 bis 40000 Lederrücken die Weltmeere besiedeln, eine Zahl welche sich drastisch verringert und dazu führen wird, daß in 20 Jahren die Art vollständig aus unseren Weltmeeren verschwunden ist.

Die Hauptgründe für das Massensterben der Lederrücken kann auf einige wesentliche Punkte reduziert werden.

Tausende Schildkröten verenden jährlich in den bis zu 120km langen Schleppnetzen der Shrimps und Tunfischflotten. Die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik und anderes Verpackungsmaterial führt dazu, daß viele Lederrücken Plastikflaschen verschlucken und daran sterben, da sie diese mit Tintenfischen verwechseln.

Die zunehmende Erschließung auch entlegener Strände durch den Fremdenverkehr führt dazu, daß Meeresschildkröten kaum mehr Plätze vorfinden, an denen sie ihre Eier ablegen können. In manchen Gebieten der Erde gelten Schildkröten als Delikatesse, weshalb japanische Fischflotten in den letzten 10 Jahren mehr als 700000 Wasserschildkröten gefangen haben, die danach in Schildkrötensuppe weiterverarbeit wurden.

Abschließend sollte gesagt werden, daß Lederrücken die Weltmeere schon Jahrmillionen vor dem ersten Menschen besiedelt haben, und wir Menschen wohl weniger als 50 Jahre benötigen um sie vollständig auszurotten.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-21 10:09:33 mit dem Titel Architeuthis - das letzte Seemonster

Architeuthis - das letzte Seemonster

Riesige furchteinflößende Tiere standen schon
immer im Mittelpunkt des medialen Interesses und werden seit prähistorischen Zeiten von Menschen gejagt. Wale, Elefanten, Seelöwen und Nashörner stehen heute durch Klimaveränderungen und skrupellose Jäger in vielen Gebieten unserer Erde kurz vor ihrer Ausrottung.

Abseits des öffentlichen Rampenlichts durchqueren 20 Meter lange Riesenkraken, die von der Wissenschaft als Architeuthis dux bezeichnet werden, die Ozeane. Bis jetzt konnten aber stets nur tote Exemplare an Stränden, in Fischernetzen oder den Mägen von Walen gefunden werden, und fieberhaft versuchen Forscher den Riesenkraken in
seiner natürlichen Umgebung zu filmen.

Architeuthis besitzt einen langen torpedoförmigen Körper, der auf einer Seite ein schnabelartiges Maul umringt von zehn Fangarmen trägt. Ein Paar dieser Arme, welche als Tentakel bezeichnet werden, ist deutlich länger und dünner als der Rest und dient dem Tier zum Einfangen seiner Beute. Bei näherer Betrachtung fallen auch die vielen Saugnäpfe auf, welche die Greifarme des Architeuthis zieren.

Unmittelbar hinter dem schnabelartigen Maul,liegen die Augen, welche einen Durchmesser von bis zu 25cm haben können, und damit die größten Augen aller Tiere dieses Planeten darstellen. Diese Augen scheinen besonders auf die Lichtverhältnisse in einer Tiefe von 800m ausgerichtet zu sein, wo die See schwarz wie Tinte ist, und die Krake darauf angewiesen ist, auch die kleinsten Lichtreflexe wahrzunehmen.Obwohl diese Augen biologische Meisterleistungen darstellen, gehen viele Wissenschafter davon aus, daß Architeuthis farbenblind ist.

Wahrlich faszinierend ist auch die Tatsache, daß Architeuthis über drei verschiedene Herzen verfügt, wovon eines den Transport des Blutes im Körper regelt, und die anderen beiden die Versorgung der Kiemen mit Blut übernehmen.

Der bis jetzt größte bekannte Architeuthis wurde am 2. November 1878 in der Nähe von Timble Tickle von drei Fischern gefangen. Das Tier hatte eine Gesamtlänge von 20m. Allerdings gibt es einige Augenzeugenberichte die davon ausgehen, daß diese Tiere noch wesentlich größer werden können. A.G Starkey sah auf einem englischen Marineboot während des zweiten Weltkriegs angeblich in der Nacht einen Architeuthis mit einer Gesamtlänge von 60m.

Da Riesenkraken in einer Tiefe von 800m und mehr leben ist es bis jetzt noch nicht gelungen einen Architeuthis in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten, aber Verhaltensforscher gehen davon aus, daß der Kraken stets das Wasser durchstreift und mit seinen hochsensiblen Ohren nach Beute Ausschau hält.

Ist einmal eine mögliche Beute lokalisiert pumpt er mit Hilfe eines seiner Herzen zusätzliches Blut in seine beiden Fangtentakel, welche dann blitzartig wie eine Peitsche nach vorne schnellen, die Beute eventuell kurz betäuben und dann mit den Tentakeln Richtung Arme ziehen. Einmal in Reichweite der Arme, wird das Opfer von den Saugnäpfen gepackt und von einem Käfig aus Muskeln umschlossen, aus dem es in der Regel kein Entkommen gibt. Die Nahrung wird dann kontinuierlich in Richtung Schnabel geschoben und in kleinste Teile zerhackt.

Die bevorzugte Nahrung des Architeuthis ist nach wie vor ein Rätsel für die Forscher, da der Mageninhalt der toten Exemplare bis jetzt nicht
sonderlich aufschlußreich war.

Einige Augenzeugenberichte lassen jedoch den Schluß zu, daß Architeuthis nicht nur seine eigenen Artgenossen verspeist sondern es auch mit Pottwalen mit einem Körpergewicht von bis zu 40t aufnimmt. 1965 beobachtete ein sovietischer Walfänger den Kampf eines Architeuthis mit einem 40t Wal, der allerdings keinen Sieger hatte, da beide Tiere das Gefecht nicht überlebten.

Derzeit gehen Wissenschafter davon aus, daß
Architeuthis in allen Ozeanen der Erde Zuhause
ist, allerdings ausschließlich in einer Tiefe
zwischen 800m und 2000m, wo das Wasser eiskalt und dunkler als die Nacht ist.

Forscher vermuten, daß männliche Kraken in der Lage sind, Spermien zu produzieren, welche sie danach in spezielle Hauttaschen des Weibchens ablagern können, wo sie für den späteren Gebrauch herangezogen werden können. Weiters erscheint es logisch, daß die Männchen einmal pro Jahr bestimmte genetische festgelegte Gebiete aufsuchen, wo sie von den Weibchen bereits zur Befruchtung erwartet werden.

Obwohl es uns bis jetzt noch nicht gelungen ist,den Architeuthis in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten, ranken sich wahrlich phantastische Geschichten um diese Riesenkraken, die der Legende nach viele Segelschiffe in die Tiefe gezogen haben sollen.

Bis zum Jahre 1930 wurde der Gedanke an Riesenkraken, welche ganze Schiffe versenken können, von Wissenschaftern allerdings gänzlich
verworfen, bis die Brunswick ein 15000t Tankerschiff der norwegischen Flotte bis zu drei mal von einer Riesenkrake angegriffen wurde, die das Schiff offensichtlich mit einem Wal verwechselt hatte. Selbstverständlich hatte das Tier keine Chance und wurde bei seiner dritten Attacke von den Turbinen des Bootes erfaßt und getötet.

Angesichts dieses Vorfalls könnte man sich durchaus vorstellen, daß alte Segelschiffe von Kraken erfaßt und tatsächlich zum Kentern
gebracht wurden.

Als Fazit kann gesagt werden, daß Architeuthis der modernen Wissenschaft noch unzählige Fragen aufwirft, die wohl erst dann gelöst werden können, wenn einer der Riesenkraken in seiner natürlichen Umgebung beobachtet werden kann.

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