Tod Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Thalaia

Gedanken, Erfahrungen und doch nur Worte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Jeder hat seine eigenen Erfahrung was dieses Thema angeht. Der Tod ist unser ständiger Begleiter und jedes Mal hinterlässt er eine Lücke, die nicht geschlossen werden kann. Mit der zeit scheint die Lücke kleiner zu werden, doch ganz verschwinden wird sie nie.

Der Tod hat viele Facetten und immer kommt er unerwartet, zumindest in der Hinsicht, das man seinen genauen Zeitpunkt nie voraus sagen kann. Doch oft ist er nicht überraschend, besonders wenn es um sehr alte oder kranke Menschen geht.
Wenn man manchmal liest: „Sie verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von 98 Jahren.“ Denke ich was daran so überraschend ist. 98 Jahre sind ein sehr langes Leben und es ist ein Gesetz der Zeit, der Natur, das irgendwann das Ende kommt. Deshalb wird es nicht leichter, aber dieser Mensch hat sein Leben gelebt.
Viel fürchterlicher empfand ich es immer, wenn ein sehr junger Mensch stirbt. Für manch einen ist der Tod eine Erlösung, auch wenn wir immer am eben hängen.

Bei meiner Großtante zum Beispiel haben wir schon fast gebetet das sie endlich stirbt und dies hatte nichts damit zu tun, dass wir sie nicht mochten oder loswerden wollten. Nein, ganz im Gegenteil. Doch wenn man einen Menschen so leiden sieht, ist der Tod wirklich noch die einzige Erlösung auf die man hoffen darf.
Sie wollte leben und niemand hätte ihr jemals gesagt, sie solle endlich den Löffel abgeben. Und so traurig wir alle sind, dass sie nun nicht mehr ist, wissen wir doch auch, dass sie es nun ohne all diese Schmerzen besser hat. Ganz am Ende hatte man auch fast das Gefühl, das sie nicht mehr wollte.

Wenn ein junger Mensch stirbt, fragt man immer nach dem warum. Bei einem älteren bzw. alten Menschen hat man immer noch das Gefühl, dass er zumindest sein Leben noch gelebt hat. Doch was ist wenn ein Baby stirbt? Ein kleines Kind? Ein Jugendlicher? Wie viel hatten die von ihrem Leben gehabt? Was hätten sie alles noch erleben können?
Oder wenn ein enger Freund stirbt, ermordet wird. Was ist der Tod dann? Erlösung? Oder einfach nur Diebstahl? Diebstahl an dem was dieser Mensch verpasst hat, seine Hoffnungen, seine Träume, seine Pläne. Alles liegt nun brach und niemand als er selbst hätte sie verwirklichen können.
Alles ist leer und zurück bleibt nichts als Leid und Trauer. Ein ganzes Leben weggeschmissen, vernichtet. Und warum? Das kann keiner sagen. Wie kann man sich da besser fühlen? Er war nicht krank, er war nicht alt und sterben wollte er sicherlich auch nicht. Er wollte sein Leben noch genießen, alles was hätte vor ihm liegen können. WIE fühlt man sich dann besser?

Jemand hat mir mal gesagt die Zeit heilt alle Wunden, doch der hat wohl noch niemanden sterben lassen müssen, der ihm so nahe war. Denn es ist nicht wahr. Die Zeit heilt nicht die Wunden, die Zeit lindert nur ein wenig den Schmerz. Diese Wunde heilt niemals richtig.
Sie vernarbt und sinkt tiefer in uns hinein und sie droht damit aufzureißen. Je mehr Zeit vergangen ist, desto weniger werden wir uns bewusst, wie porös diese Narbe ist. Doch es bedarf nur eines leichten Stupses, einer Phrase, eines Liedes.. etwas das wir mit diesem Menschen verbinden, das alles wieder aufbrechen lässt wie ein eitriges Geschwür. Je mehr wie für diesen Menschen empfunden haben um so schwerer trifft es uns.
Es macht da keinen Unterschied ob nun ein, zwei oder gar fünf Jahre ins Land gezogen sind. Die Gefühle bleiben.

In jeder Kultur verhält sich der Totenkult anders, für die Christen steigt die gute Seele in den Himmel auf, die andren geraten ins Fegefeuer oder in die Hölle.
Die alten Griechen hatten den Tartaros und das Elysium. Der Tartaros war der Ort der Leiden, das Elysium das Paradies. Die Toten überquerten auf der Fähre des Charon den Styx, der Fluss der ihnen all ihre Erinnerung an das vorherige Leben nahm, danach wurden sie entweder in den Tartaros oder in die elysischen Gefilden begleitet.
Es gibt so viele Legende über das was nach dem Tod geschieht wie es Kulturen auf der Erde gibt und gab. Einige Glauben an das Ende, andere an die Wiedergeburt oder an Himmel und Hölle.

Doch was wirklich nach dem Leben auf uns wartet weiß niemand, sicher ist nur, das der Mensch den Gedanken nicht gut ertragen kann vielleicht ins nichts zugehen. Und was auch immer nach dem Tod geschieht, den Schmerz der Lebenden kann es nicht lindern.

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