Erfahrungsbericht von Ironic
Heikles Thema.
Pro:
es trifft jeden
Kontra:
meist zu früh
Empfehlung:
Nein
Vor geraumer Zeit und auch noch zum jetzigen Zeitpunkt werde ich immer wieder mit den psychischen Folgen konfrontiert welche entstehen wenn man "abgerechnet" hat.
Klar jeder Mensch geht anders mit dem Tod um aber wie verhalten sich Menschen welche wissen das sie sterben werden?!?
Einige verschanzen sich in Selbstmitleid, andere versuchen der Sache auszuweichen.
Ein kleines Beispiel.
Eine Mutter liegt mit Krebs im Krankenhaus, sie weiß das sie sterben wird.
Einen Tag geht sie hinaus weil einer ihrer Söhne heiratet. Sie verlebt einen schönen Tag.
Am nächsten morgen geht sie zu ihrem Arzt, erzählt von ihrem Sohn und der Hochzeit. Dann blinzelt sie dem Arzt zu "Sie wissen doch das ich noch einen Sohn habe, dieser hat noch nicht geheiratet."
War nur ein kleines Beispiel, aber wenn man von fremden runter schreibt ist das zu aller Anfang wohl immer leichter.
Bei meinem Vater war es in etwa genauso, er ist wegen einem Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen. Es war zu Winterzeit. Anstelle sich zu informieren wie er wieder richtig auf die Beine kommen kann versucht er alles zu erledigen was er noch kann.
Ich glaube er hatte mir noch nie so viel streß gemacht damit ich die richtigen Winterreifen finde. Wegen Winterreifen und dem Gefühl das ich ihn bei solchen Dingen brauche hat er die erste Woche überstanden. Nach einer Weile merkte ich das er alles schnell noch regeln wollte was er konnte damit er sich verabschieden kann.
Daher ließ ich nicht locker, er hatte sich aufegegeben und ich bin immer wieder neu angekommen.
Er mußte am ende für zwei monate im Krankenhaus liegen, hatte fünf weitere Schlaganfälle.
Er wollte sich immer wieder aufgeben aber die ganze Familie hat es mit absprache geschafft ihn zum kämpfen zu bringen. Wir erteilten ihm immer wieder neue Aufgaben, wenn es auch noch so kleine waren. Man mußte ihm das Gefühl geben wirklich gebraucht zu werden.
Er hatte es versucht, mir gegenüber wollte er noch so viel machen noch so viel erleben, irgendwann will der alte herr ja auch seine zukünftigen (noch nicht in planung befindliche) Enkelkind kennen lernen. Allerdings war er gegenüber meiner Mutter ehrlich und gestand das er keine Lust merh hat, das Gefühl keine Kraft mehr zu haben.
Der Mann hat es geschafft jedem etwas vor zu spielen. Jedem Mut zu machen und im tiefstem Inneren war er fertig mit allem.
Momentan ist er krank geschrieben und wieder zuhause, durch die schlaganfälle sind spätere Folgen nicht aus geblieben, aber wenn man bedenkt das jeder Mensch (statistisch gesehen) höchstens drei Schlaganfälle überlebt und mein Vater es geschaft hat bin ich glücklich. Spätere Folgen sind da nur noch nebensächlich und das hat mein Väterchen auch kapiert. Durch diesen Vorfall hat die Familie so fest zusammen gehalten und ihm gezeigt das er wichtig ist das er geliebt wird. Er versucht im moment alles aufzuholen was er verpasst hat, geht jeden Tag spazieren was er früher nicht gemacht hat, er sieht alles etwas anders als früher.
Tja der Tod bedeutet für mich sehr viel, wenn man ihm entkommt sieht man alles anders fängt von vorne an und befasst sich mehr mit sich als mit dem job oder dem stress. Wenn man dem Tod nicht entkommt kann man nur hoffen das man keine schmerzen dabei hat...
Klar jeder Mensch geht anders mit dem Tod um aber wie verhalten sich Menschen welche wissen das sie sterben werden?!?
Einige verschanzen sich in Selbstmitleid, andere versuchen der Sache auszuweichen.
Ein kleines Beispiel.
Eine Mutter liegt mit Krebs im Krankenhaus, sie weiß das sie sterben wird.
Einen Tag geht sie hinaus weil einer ihrer Söhne heiratet. Sie verlebt einen schönen Tag.
Am nächsten morgen geht sie zu ihrem Arzt, erzählt von ihrem Sohn und der Hochzeit. Dann blinzelt sie dem Arzt zu "Sie wissen doch das ich noch einen Sohn habe, dieser hat noch nicht geheiratet."
War nur ein kleines Beispiel, aber wenn man von fremden runter schreibt ist das zu aller Anfang wohl immer leichter.
Bei meinem Vater war es in etwa genauso, er ist wegen einem Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen. Es war zu Winterzeit. Anstelle sich zu informieren wie er wieder richtig auf die Beine kommen kann versucht er alles zu erledigen was er noch kann.
Ich glaube er hatte mir noch nie so viel streß gemacht damit ich die richtigen Winterreifen finde. Wegen Winterreifen und dem Gefühl das ich ihn bei solchen Dingen brauche hat er die erste Woche überstanden. Nach einer Weile merkte ich das er alles schnell noch regeln wollte was er konnte damit er sich verabschieden kann.
Daher ließ ich nicht locker, er hatte sich aufegegeben und ich bin immer wieder neu angekommen.
Er mußte am ende für zwei monate im Krankenhaus liegen, hatte fünf weitere Schlaganfälle.
Er wollte sich immer wieder aufgeben aber die ganze Familie hat es mit absprache geschafft ihn zum kämpfen zu bringen. Wir erteilten ihm immer wieder neue Aufgaben, wenn es auch noch so kleine waren. Man mußte ihm das Gefühl geben wirklich gebraucht zu werden.
Er hatte es versucht, mir gegenüber wollte er noch so viel machen noch so viel erleben, irgendwann will der alte herr ja auch seine zukünftigen (noch nicht in planung befindliche) Enkelkind kennen lernen. Allerdings war er gegenüber meiner Mutter ehrlich und gestand das er keine Lust merh hat, das Gefühl keine Kraft mehr zu haben.
Der Mann hat es geschafft jedem etwas vor zu spielen. Jedem Mut zu machen und im tiefstem Inneren war er fertig mit allem.
Momentan ist er krank geschrieben und wieder zuhause, durch die schlaganfälle sind spätere Folgen nicht aus geblieben, aber wenn man bedenkt das jeder Mensch (statistisch gesehen) höchstens drei Schlaganfälle überlebt und mein Vater es geschaft hat bin ich glücklich. Spätere Folgen sind da nur noch nebensächlich und das hat mein Väterchen auch kapiert. Durch diesen Vorfall hat die Familie so fest zusammen gehalten und ihm gezeigt das er wichtig ist das er geliebt wird. Er versucht im moment alles aufzuholen was er verpasst hat, geht jeden Tag spazieren was er früher nicht gemacht hat, er sieht alles etwas anders als früher.
Tja der Tod bedeutet für mich sehr viel, wenn man ihm entkommt sieht man alles anders fängt von vorne an und befasst sich mehr mit sich als mit dem job oder dem stress. Wenn man dem Tod nicht entkommt kann man nur hoffen das man keine schmerzen dabei hat...
12 Bewertungen, 3 Kommentare
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04.06.2002, 11:34 Uhr von werwoelfin666
Bewertung: sehr hilfreichAlles Gute für Dich und Deinen Vati!
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18.04.2002, 22:40 Uhr von wuselmäuschen
Bewertung: sehr hilfreichHoffe das es deinem Dad bald wieder besser geht
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20.03.2002, 12:25 Uhr von IvoryB
Bewertung: sehr hilfreichFür den Anfang sehr gute Berichte! Weiter so
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