Abacusspiele Torres Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von carsten1962
Burgenbau im spanischen Mittelalter
Pro:
abwechslungsreich, Spaß
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Und wieder ein Bericht über ein Gesellschaftsspiel. Heute möchte ich über ein Spiel berichten, das einen großen Bekanntheitsgrad hat, denn es wurde im Jahr 2000 zum Spiel des Jahres gekürt. Es handelt sich um das Spiel Torres, das im Jahr 2000 im Ravensburger Spieleverlag erschienen ist. Ich habe es vor zwei Jahren in einem Paket mit dem Spiel Tikal, dessen Bericht noch später folgen wird, für zusammen 25,00 € gekauft. Das Spiel kann mit 2 bis 4 Mitspielern gespielt werden. Beim Spiel ist viel Strategie, aber auch ein wenig Glück und Kreativität gefordert. Ein Vorteil des Spiels sind die einfachen Regeln. Jedoch sollte man über ein brauchbares räumliches Denkvermögen verfügen. Ich möchte euch über folgende Punkte dazu berichten:
++++++++++++++++++++++++++++++
Spielidee
Spielregeln
Material
Spielanleitung
Spielalter
Taktische Tipps
Fazit
++++++++++++++++++++++++++++++
Spielidee
***********
Zur Spielidee hat sich der Spieleentwickler eine nette Geschichte ausgedacht. In Kastilien hat ein verheerender Wirbelsturm gewütet. Dabei wurden die einst stolzen Burgen des Landes bis auf die Grundmauern zerstört. Der König sucht nun einen Nachfolger und beauftragt seine Kinder (die Mitspieler), wieder prächtige Burgen zu bauen. Die Kinder schicken nun ihre 6 Ritter (Spielsteine) ins Land, um die Burgen zu bauen. Das Kind, das innerhalb von 3 Jahren (Phasen) die größten und prächtigsten Burgen gebaut und besetzt hat, soll der Nachfolger sein. Besonders belohnt werden sollen die Kinder, die einen Ritter in die Königsburg schicken. Einmal im Jahr reist der König durch das Land (Auswertung), um den Baufortschritt zu begutachten.
Spielregeln
*************
Auf einem Spielplan von 8 mal 8 Feldern werden in mehreren Ebenen die Burgen gebaut. Am Spielplanrand befindet sich dazu noch eine Zählleiste, auf der nach jeder Runde mit je einem Wertungsstein der Punktestand der Mitspieler angezeigt wird.
Jeder Mitspieler erhält 6 hölzerne in seiner Spielfarbe eingefärbte Ritter. Der gleichfarbige Wertungsstein wird auf die Position 0 der Zählleiste gestellt. Zur Hilfestellung erhält jeder Mitspieler eine sogenannte Codex-Karte, auf der beschrieben ist, welche Spielzüge in einem Durchgang durchgeführt werden können. Diese Spielzüge werden weiter unten noch weiter beschrieben. Die erfahrenen Spieler werden diese Karte nicht brauchen und können diese dann gleich in der Spielebox lassen. Neben dem Spielplan wird ein Stapel mit Aktionskarten verdeckt abgelegt. Diese Aktionskarten werden unten noch weiter beschreiben. Eine Königsfigur wird ebenfalls zunächst neben den Spielplan gestellt. Auf dem Spielplan werden nun noch 8 Bausteine auf die Felder für die Startaufstellung gesetzt. Diese 8 Bausteine bilden die 8 ersten Burgen. Außerdem erhalten die Mitspieler noch eine bestimmte Anzahl von Bausteinen, die abhängig ist von der Anzahl der Mitspieler. Bei vier Mitspielern gibt es z.B. in der ersten Phase (Jahr) 4 mal 2 Bausteine (siehe Foto).
Nun startet das Spiel. Die Mitspieler setzen jeweils einen ihrer Ritter auf eine Burg. Der Mitspieler, der zuletzt einen Ritter setzen durfte, darf nun auch noch den König auf eine weitere Burg setzen. Er macht damit diese Burg zur Königsburg. Damit steht die Startaufstellung (siehe Foto).
Die Mitspieler können nun nacheinander jeweils 5 Aktionspunkte einsetzten, die auf der Codexkarte beschrieben sind. Die Aktionspunkte werden durch folgende Aktionen verbraucht:
· Ein weiterer Ritter kann eingesetzt werden. Dabei muss der neue Ritter auf einem Nachbarfeld eines schon eingesetzten Ritters gesetzt werden. Der neue Ritter darf nur auf gleicher Höhe oder auf einer niedrigeren Ebene als der alte Ritter eingesetzt werden. Für diese Aktion werden 2 Aktionspunkte verbraucht.
· Ein Ritter kann auf ein benachbartes Feld gezogen werden. Dabei darf der Ritter eine Ebene nach oben springen oder beliebig viele Ebenen nach unten springen. Beim Durchqueren von Burgen ist es egal wie groß die Burg ist. An einer Seite wird in die Burg eingetreten und an einer beliebigen Stelle wieder ausgetreten. Dies zählt als ein Schritt. Bei großen Burgen lassen sich damit große Entfernungen schnell überbrücken. Felder die von anderen Rittern belegt sind, dürfen nicht übersprungen werden. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Ein Baustein darf auf den Spielplan gesetzt werden. Dabei darf man die Burgen in der Fläche beliebig erweitern. Jedoch dürfen beim Einsatz eines Bausteins keine Burgen miteinander verbunden werden. In die Höhe dürfen die Bausteine nur um so viele Ebenen gebaut werden, wie die Burg schon Bausteine auf der untersten Ebene besitzt. Die Bausteine sind so gefertigt, dass sie beim stapeln ineinander einrasten. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Eine Aktionskarte darf gekauft werden. Die Aktionskarten werden unten noch genauer beschrieben. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Auf der Zählleiste darf der Zählstein um einen Schritt weiter gesetzt werden. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Ohne Verbrauch von Aktionspunkten ist der Einsatz von Aktionskarten. Jedoch darf nur eine pro Durchgang eingesetzt werden.
In der ersten Phase können die Mitspieler nun also 4 mal 5 Aktionspunkte einsetzten. In der zweiten und dritten Phase erhalten die Mitspieler, um beim Beispiel von 4 Mitspielern zu bleiben, je 3 mal 2 Bausteine und können dann jeweils 3 mal 5 Aktionspunkte einsetzen.
Es gibt 10 verschiedene Aktionskarten, die beim Einsatz keinen Aktionspunkt verbrauchen:
· Man kann einmalig bei einem Zug eines Ritters zwei statt der erlaubten einen Ebene nach oben springen. Dies ist sonst nur durch den Einsatz eines weiteren Bausteins und zwei Schritte zu erreichen, die zusammen 3 Aktionspunkte kosten würden.
· Man kann einen Baustein des eigenen Vorrats unter einen eigenen Ritter schieben. Der Ritter wird eine Ebene höher gehievt und bringt in der Auswertung mehr Punkte.
· Man kann zusätzlich vom allgemeinen Vorrat einen Baustein einsetzen. Dies hat den Wert eines zusätzlichen Aktionspunktes.
· Man kann in ein beliebiges Tor eines Bausteins einer Burg mit einem Ritter eintreten und an einem beliebigen Tor wieder heraustreten. Die Ebene des Heraustretens ist egal. Mit dieser Karte können Ritter schnell in eine sehr wertvolle Position für die Auswertung gebracht werden.
· Man darf ausnahmsweise einmal mit einem Ritter ein Feld diagonal ziehen. Dies spart einen Aktionspunkt beim setzen ein.
· Bei der Aktionskarte mit einer abgebildeten 6 stehen dem einsetzenden Mitspieler, anstatt 5 Aktionspunkten, in der betreffenden Runde 6 Aktionspunkte zur Verfügung.
· Bei der Aktionskarte mit einer abgebildeten 7 stehen dem einsetzenden Mitspieler, anstatt 5 Aktionspunkten, in der betreffenden Runde 7 Aktionspunkte zur Verfügung.
· Man darf einen freien Baustein einer Burg auf dem Spielplan versetzen. Diese Aktion hat den Wert von einem Aktionspunkt.
· Man darf einen eigenen Ritter vom Spielplan entfernen und nach den Einsatzregeln (siehe oben) wieder einsetzen.
· Man darf ausnahmsweise einen fremden Ritter überspringen. Diese Aktion hätte den Wert von 5 Aktionspunkten.
Nach dem eine Phase abgeschlossen ist, findet eine Auswertung statt. Man erhält Punkte für jede Burg in der ein eigener Ritter steht. Es wird aber nur ein Ritter je Burg gewertet. Zunächst wird ermittelt, wie viele Bausteine sich unter dem Ritter befinden. Dann wird ermittelt, wie viele Bausteine dieser Burg sich auf der untersten Ebene befinden. Das Produkt dieser beiden Werte ergibt die Punktzahl für diesen Ritter. Auf der Zählleiste wird der Zählstein um die entsprechende Anzahl weiter gesetzt. In der Spielidee war ja schon beschrieben, dass die Ritter in der Königsburg besonders belohnt werden. Wenn ein Mitspieler nach der ersten Phase in der Königsburg einen Ritter auf der ersten Ebene stehen hat, dann gibt es dafür 5 Extrapunkte. Wenn ein Mitspieler nach der zweiten Phase in der Königsburg einen Ritter auf der zweiten Ebene stehen hat, dann gibt es dafür 10 Extrapunkte. Wenn ein Mitspieler nach der dritten Phase in der Königsburg einen Ritter auf der dritten Ebene stehen hat, dann gibt es dafür 15 Extrapunkte. Nach Abschluss der Wertung darf der Mitspieler mit der geringsten Punktezahl auf der Zählleiste den König in eine andere Burg versetzen.
In den Spielregeln sind noch ein paar Varianten in Kurzform beschrieben. So könnten z.B. die Aktionskarten zu Spielbeginn auf alle Mitspieler verteilt werden. Dann hätte jeder Mitspieler jede der oben genannten Aktionskarten ein mal zu Verfügung. Andererseits könnte man auch eine andere Startaufstellung wählen. Für die Meistervariante stehen noch 8 Meisterkarten zur Verfügung. Dies ist aber eher eine Variante für erfahrene Spieler. Bei Einsatz der Verwendung einer Meisterkarte, die für alle Mitspieler gilt, erhält man zusätzliche Punkte für eine bestimmte Aufstellung der Ritter, wie z.B. alle Ritter auf einer Ebene oder unterschiedlicher Ebene.
Material
*********
Der Spielplan ist einfach gestaltet und aus dem üblichen Karton gefertigt. Die Aktionskarten sind aus dem üblichen Spielkartenmaterial gefertigt und zeigen nicht nur schriftlich, sondern auch noch grafisch die Aktion der Aktionskarte. Der König, die Ritter und die Zählsteine sind aus dem Naturprodukt Holz gefertigt und in der jeweiligen Spielerfarbe gefärbt. Die 92 Bausteine sind dagegen aus Kunststoff hergestellt. Dies ist aber auch notwendig, da eine Fertig aus Holz hier zu teuer gewesen wäre. Die Bausteine müssen aus Stabilitätsgründen ineinander greifen. Dies ist in Kunststoff einfacher herzustellen. Die Verarbeitung des gesamten Spielmaterials ist sehr gut. Das Spielmaterial erhält von mir die volle Punktzahl.
Spielanleitung
****************
Die Spielanleitung ist sehr gut gelungen. In einem 12-seitigen DIN A5 Heftchen sind die Spielregeln in schwarz weiß sehr ausführlich erklärt. Dazu sind zahlreiche Grafiken zur Unterstützung der Erklärung enthalten. Am Seitenrand ist die Spielregel jeweils noch in Kurzfassung zum schnellen Nachlesen beschrieben. Auf den letzten beiden Seiten sind die 10 Aktionskarten noch einmal ausführlicher beschrieben. Dies ist aber auch notwendig, da der eigentliche Aktionskartentext doch noch Fragen offen lässt. Diese Spielanleitung erhält von mir die volle Punktzahl.
Spielalter
***********
Das Spielalter wird vom Hersteller mit 12 Jahren angegeben. Dies ist wohl richt verkehrt, denn für den dreidimensionalen Aufbau des Spiels braucht man einfach ein räumliches Denkvermögen, das bei jüngeren Kindern vielleicht noch nicht so ausgeprägt ist. Ich denke auch, dass Kinder jüngeren Alters noch nicht so richtig Strategien für dieses Spiel entwickeln. Ausnahmen gibt es da natürlich immer.
Taktische Tipps
******************
Die zusätzlichen Punkte, die man durch das Besetzen der Königsburg erhält, sollte man sich in jeder Phase sichern. Es hat sich in vielen Spielen gezeigt, dass man meist nur dann gewinnt, wenn man regelmäßig einen Ritter auf der Königsburg platzieren konnte.
Die Aktionskarten sollte man möglichst dann einsetzen, wenn es um das Versetzen eines Ritters in die Königsburg geht. Damit erzielt man einen kleinen Überraschungseffekt und verhindert, dass die Mitspieler einen womöglich noch ausbremsen, dieses Ziel zu erreichen. Dies wird nämlich sehr häufig, insbesondere in der dritten Runde, versucht.
Man sollte nicht grundsätzlich versuchen zu verhindern, dass Mitspieler an der gleichen Burg bauen. Denn dies ist eigentlich eher hilfreich, da die Burg wesentlich schneller wächst. Man muss nur darauf achten, dass man seine Ritter so platziert, dass man ein angrenzendes Feld hat, auf dem man in die Höhe bauen kann. Dieses Feld darf dann natürlich nicht von einem Ritter eines Mitspielers besetzt werden.
Zu viele Aktionskarten kaufen bringt nichts. Dann sollte man lieber einen Schritt auf der Zählleiste machen.
Die zur Verfügung stehenden Bausteine sollte man alle verbauen. Und wenn es nur zur Vergrößerung der Grundfläche einer Burg dient.
Beim Versetzen der eigenen Ritter sollte man nie außer Acht lassen, dass man durch das Hindurchziehen durch eine Burg sehr schnell große Distanzen überwinden kann. Manchmal ist es sinnvoll einen neuen Ritter etwas weiter weg von seinem eigentlichen Zielort einzusetzen, um nicht gleich zu verraten, was man mit dem Ritter erreichen will.
Fazit
******
Torres ist eines meiner liebsten Spiele. Es hat den Titel Spiel des Jahres wirklich verdient. Ein Bericht kann, so denke ich, kaum die Abwechslung, die dieses Spiel bietet wieder geben. In jedem Spiel ergibt sich ein ganz anderer Aufbau. Langweilig ist uns dabei noch nie geworden. Es ist einer der Favoriten für jeden Spieleabend.
Die Spielanleitung ist ausgezeichnet aufgebaut, so dass man die ohnehin nicht schweren Spielregeln sehr schnell versteht.
Ich spiele es in meinem Spielekreis mit großer Begeisterung.
Dieses Spiel kann ich euch besonders empfehlen!
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
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Spielidee
Spielregeln
Material
Spielanleitung
Spielalter
Taktische Tipps
Fazit
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Spielidee
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Zur Spielidee hat sich der Spieleentwickler eine nette Geschichte ausgedacht. In Kastilien hat ein verheerender Wirbelsturm gewütet. Dabei wurden die einst stolzen Burgen des Landes bis auf die Grundmauern zerstört. Der König sucht nun einen Nachfolger und beauftragt seine Kinder (die Mitspieler), wieder prächtige Burgen zu bauen. Die Kinder schicken nun ihre 6 Ritter (Spielsteine) ins Land, um die Burgen zu bauen. Das Kind, das innerhalb von 3 Jahren (Phasen) die größten und prächtigsten Burgen gebaut und besetzt hat, soll der Nachfolger sein. Besonders belohnt werden sollen die Kinder, die einen Ritter in die Königsburg schicken. Einmal im Jahr reist der König durch das Land (Auswertung), um den Baufortschritt zu begutachten.
Spielregeln
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Auf einem Spielplan von 8 mal 8 Feldern werden in mehreren Ebenen die Burgen gebaut. Am Spielplanrand befindet sich dazu noch eine Zählleiste, auf der nach jeder Runde mit je einem Wertungsstein der Punktestand der Mitspieler angezeigt wird.
Jeder Mitspieler erhält 6 hölzerne in seiner Spielfarbe eingefärbte Ritter. Der gleichfarbige Wertungsstein wird auf die Position 0 der Zählleiste gestellt. Zur Hilfestellung erhält jeder Mitspieler eine sogenannte Codex-Karte, auf der beschrieben ist, welche Spielzüge in einem Durchgang durchgeführt werden können. Diese Spielzüge werden weiter unten noch weiter beschrieben. Die erfahrenen Spieler werden diese Karte nicht brauchen und können diese dann gleich in der Spielebox lassen. Neben dem Spielplan wird ein Stapel mit Aktionskarten verdeckt abgelegt. Diese Aktionskarten werden unten noch weiter beschreiben. Eine Königsfigur wird ebenfalls zunächst neben den Spielplan gestellt. Auf dem Spielplan werden nun noch 8 Bausteine auf die Felder für die Startaufstellung gesetzt. Diese 8 Bausteine bilden die 8 ersten Burgen. Außerdem erhalten die Mitspieler noch eine bestimmte Anzahl von Bausteinen, die abhängig ist von der Anzahl der Mitspieler. Bei vier Mitspielern gibt es z.B. in der ersten Phase (Jahr) 4 mal 2 Bausteine (siehe Foto).
Nun startet das Spiel. Die Mitspieler setzen jeweils einen ihrer Ritter auf eine Burg. Der Mitspieler, der zuletzt einen Ritter setzen durfte, darf nun auch noch den König auf eine weitere Burg setzen. Er macht damit diese Burg zur Königsburg. Damit steht die Startaufstellung (siehe Foto).
Die Mitspieler können nun nacheinander jeweils 5 Aktionspunkte einsetzten, die auf der Codexkarte beschrieben sind. Die Aktionspunkte werden durch folgende Aktionen verbraucht:
· Ein weiterer Ritter kann eingesetzt werden. Dabei muss der neue Ritter auf einem Nachbarfeld eines schon eingesetzten Ritters gesetzt werden. Der neue Ritter darf nur auf gleicher Höhe oder auf einer niedrigeren Ebene als der alte Ritter eingesetzt werden. Für diese Aktion werden 2 Aktionspunkte verbraucht.
· Ein Ritter kann auf ein benachbartes Feld gezogen werden. Dabei darf der Ritter eine Ebene nach oben springen oder beliebig viele Ebenen nach unten springen. Beim Durchqueren von Burgen ist es egal wie groß die Burg ist. An einer Seite wird in die Burg eingetreten und an einer beliebigen Stelle wieder ausgetreten. Dies zählt als ein Schritt. Bei großen Burgen lassen sich damit große Entfernungen schnell überbrücken. Felder die von anderen Rittern belegt sind, dürfen nicht übersprungen werden. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Ein Baustein darf auf den Spielplan gesetzt werden. Dabei darf man die Burgen in der Fläche beliebig erweitern. Jedoch dürfen beim Einsatz eines Bausteins keine Burgen miteinander verbunden werden. In die Höhe dürfen die Bausteine nur um so viele Ebenen gebaut werden, wie die Burg schon Bausteine auf der untersten Ebene besitzt. Die Bausteine sind so gefertigt, dass sie beim stapeln ineinander einrasten. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Eine Aktionskarte darf gekauft werden. Die Aktionskarten werden unten noch genauer beschrieben. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Auf der Zählleiste darf der Zählstein um einen Schritt weiter gesetzt werden. Für diese Aktion wird 1 Aktionspunkt verbraucht.
· Ohne Verbrauch von Aktionspunkten ist der Einsatz von Aktionskarten. Jedoch darf nur eine pro Durchgang eingesetzt werden.
In der ersten Phase können die Mitspieler nun also 4 mal 5 Aktionspunkte einsetzten. In der zweiten und dritten Phase erhalten die Mitspieler, um beim Beispiel von 4 Mitspielern zu bleiben, je 3 mal 2 Bausteine und können dann jeweils 3 mal 5 Aktionspunkte einsetzen.
Es gibt 10 verschiedene Aktionskarten, die beim Einsatz keinen Aktionspunkt verbrauchen:
· Man kann einmalig bei einem Zug eines Ritters zwei statt der erlaubten einen Ebene nach oben springen. Dies ist sonst nur durch den Einsatz eines weiteren Bausteins und zwei Schritte zu erreichen, die zusammen 3 Aktionspunkte kosten würden.
· Man kann einen Baustein des eigenen Vorrats unter einen eigenen Ritter schieben. Der Ritter wird eine Ebene höher gehievt und bringt in der Auswertung mehr Punkte.
· Man kann zusätzlich vom allgemeinen Vorrat einen Baustein einsetzen. Dies hat den Wert eines zusätzlichen Aktionspunktes.
· Man kann in ein beliebiges Tor eines Bausteins einer Burg mit einem Ritter eintreten und an einem beliebigen Tor wieder heraustreten. Die Ebene des Heraustretens ist egal. Mit dieser Karte können Ritter schnell in eine sehr wertvolle Position für die Auswertung gebracht werden.
· Man darf ausnahmsweise einmal mit einem Ritter ein Feld diagonal ziehen. Dies spart einen Aktionspunkt beim setzen ein.
· Bei der Aktionskarte mit einer abgebildeten 6 stehen dem einsetzenden Mitspieler, anstatt 5 Aktionspunkten, in der betreffenden Runde 6 Aktionspunkte zur Verfügung.
· Bei der Aktionskarte mit einer abgebildeten 7 stehen dem einsetzenden Mitspieler, anstatt 5 Aktionspunkten, in der betreffenden Runde 7 Aktionspunkte zur Verfügung.
· Man darf einen freien Baustein einer Burg auf dem Spielplan versetzen. Diese Aktion hat den Wert von einem Aktionspunkt.
· Man darf einen eigenen Ritter vom Spielplan entfernen und nach den Einsatzregeln (siehe oben) wieder einsetzen.
· Man darf ausnahmsweise einen fremden Ritter überspringen. Diese Aktion hätte den Wert von 5 Aktionspunkten.
Nach dem eine Phase abgeschlossen ist, findet eine Auswertung statt. Man erhält Punkte für jede Burg in der ein eigener Ritter steht. Es wird aber nur ein Ritter je Burg gewertet. Zunächst wird ermittelt, wie viele Bausteine sich unter dem Ritter befinden. Dann wird ermittelt, wie viele Bausteine dieser Burg sich auf der untersten Ebene befinden. Das Produkt dieser beiden Werte ergibt die Punktzahl für diesen Ritter. Auf der Zählleiste wird der Zählstein um die entsprechende Anzahl weiter gesetzt. In der Spielidee war ja schon beschrieben, dass die Ritter in der Königsburg besonders belohnt werden. Wenn ein Mitspieler nach der ersten Phase in der Königsburg einen Ritter auf der ersten Ebene stehen hat, dann gibt es dafür 5 Extrapunkte. Wenn ein Mitspieler nach der zweiten Phase in der Königsburg einen Ritter auf der zweiten Ebene stehen hat, dann gibt es dafür 10 Extrapunkte. Wenn ein Mitspieler nach der dritten Phase in der Königsburg einen Ritter auf der dritten Ebene stehen hat, dann gibt es dafür 15 Extrapunkte. Nach Abschluss der Wertung darf der Mitspieler mit der geringsten Punktezahl auf der Zählleiste den König in eine andere Burg versetzen.
In den Spielregeln sind noch ein paar Varianten in Kurzform beschrieben. So könnten z.B. die Aktionskarten zu Spielbeginn auf alle Mitspieler verteilt werden. Dann hätte jeder Mitspieler jede der oben genannten Aktionskarten ein mal zu Verfügung. Andererseits könnte man auch eine andere Startaufstellung wählen. Für die Meistervariante stehen noch 8 Meisterkarten zur Verfügung. Dies ist aber eher eine Variante für erfahrene Spieler. Bei Einsatz der Verwendung einer Meisterkarte, die für alle Mitspieler gilt, erhält man zusätzliche Punkte für eine bestimmte Aufstellung der Ritter, wie z.B. alle Ritter auf einer Ebene oder unterschiedlicher Ebene.
Material
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Der Spielplan ist einfach gestaltet und aus dem üblichen Karton gefertigt. Die Aktionskarten sind aus dem üblichen Spielkartenmaterial gefertigt und zeigen nicht nur schriftlich, sondern auch noch grafisch die Aktion der Aktionskarte. Der König, die Ritter und die Zählsteine sind aus dem Naturprodukt Holz gefertigt und in der jeweiligen Spielerfarbe gefärbt. Die 92 Bausteine sind dagegen aus Kunststoff hergestellt. Dies ist aber auch notwendig, da eine Fertig aus Holz hier zu teuer gewesen wäre. Die Bausteine müssen aus Stabilitätsgründen ineinander greifen. Dies ist in Kunststoff einfacher herzustellen. Die Verarbeitung des gesamten Spielmaterials ist sehr gut. Das Spielmaterial erhält von mir die volle Punktzahl.
Spielanleitung
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Die Spielanleitung ist sehr gut gelungen. In einem 12-seitigen DIN A5 Heftchen sind die Spielregeln in schwarz weiß sehr ausführlich erklärt. Dazu sind zahlreiche Grafiken zur Unterstützung der Erklärung enthalten. Am Seitenrand ist die Spielregel jeweils noch in Kurzfassung zum schnellen Nachlesen beschrieben. Auf den letzten beiden Seiten sind die 10 Aktionskarten noch einmal ausführlicher beschrieben. Dies ist aber auch notwendig, da der eigentliche Aktionskartentext doch noch Fragen offen lässt. Diese Spielanleitung erhält von mir die volle Punktzahl.
Spielalter
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Das Spielalter wird vom Hersteller mit 12 Jahren angegeben. Dies ist wohl richt verkehrt, denn für den dreidimensionalen Aufbau des Spiels braucht man einfach ein räumliches Denkvermögen, das bei jüngeren Kindern vielleicht noch nicht so ausgeprägt ist. Ich denke auch, dass Kinder jüngeren Alters noch nicht so richtig Strategien für dieses Spiel entwickeln. Ausnahmen gibt es da natürlich immer.
Taktische Tipps
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Die zusätzlichen Punkte, die man durch das Besetzen der Königsburg erhält, sollte man sich in jeder Phase sichern. Es hat sich in vielen Spielen gezeigt, dass man meist nur dann gewinnt, wenn man regelmäßig einen Ritter auf der Königsburg platzieren konnte.
Die Aktionskarten sollte man möglichst dann einsetzen, wenn es um das Versetzen eines Ritters in die Königsburg geht. Damit erzielt man einen kleinen Überraschungseffekt und verhindert, dass die Mitspieler einen womöglich noch ausbremsen, dieses Ziel zu erreichen. Dies wird nämlich sehr häufig, insbesondere in der dritten Runde, versucht.
Man sollte nicht grundsätzlich versuchen zu verhindern, dass Mitspieler an der gleichen Burg bauen. Denn dies ist eigentlich eher hilfreich, da die Burg wesentlich schneller wächst. Man muss nur darauf achten, dass man seine Ritter so platziert, dass man ein angrenzendes Feld hat, auf dem man in die Höhe bauen kann. Dieses Feld darf dann natürlich nicht von einem Ritter eines Mitspielers besetzt werden.
Zu viele Aktionskarten kaufen bringt nichts. Dann sollte man lieber einen Schritt auf der Zählleiste machen.
Die zur Verfügung stehenden Bausteine sollte man alle verbauen. Und wenn es nur zur Vergrößerung der Grundfläche einer Burg dient.
Beim Versetzen der eigenen Ritter sollte man nie außer Acht lassen, dass man durch das Hindurchziehen durch eine Burg sehr schnell große Distanzen überwinden kann. Manchmal ist es sinnvoll einen neuen Ritter etwas weiter weg von seinem eigentlichen Zielort einzusetzen, um nicht gleich zu verraten, was man mit dem Ritter erreichen will.
Fazit
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Torres ist eines meiner liebsten Spiele. Es hat den Titel Spiel des Jahres wirklich verdient. Ein Bericht kann, so denke ich, kaum die Abwechslung, die dieses Spiel bietet wieder geben. In jedem Spiel ergibt sich ein ganz anderer Aufbau. Langweilig ist uns dabei noch nie geworden. Es ist einer der Favoriten für jeden Spieleabend.
Die Spielanleitung ist ausgezeichnet aufgebaut, so dass man die ohnehin nicht schweren Spielregeln sehr schnell versteht.
Ich spiele es in meinem Spielekreis mit großer Begeisterung.
Dieses Spiel kann ich euch besonders empfehlen!
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
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