Abacusspiele Torres Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Sephiroth

Auf die Türme, fertig, los!

Pro:

Viel Spieltiefe, sehr viele Regeländerungen

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mit vielen taktischen und strategischen Kniffen und einem genialen Spielbrettaufbau hat \"Torres\" es wirklich verdient zum Spiel des Jahres 2000 gekrönt zu werden.
Zudem ist \"Torres\" endlich mal wieder ein Spiel bei dem es nicht auf Glück ankommt.


Torres?:

Wir befinden uns in einer Zeit in der Ritter die Städte beschützen indem sie auf hohen Türmen wache schieben. Nur wer so taktisch klug ist und seine Ritter perfekt auf hohen und breiten Turmbauten postiert, kann viele Wertungspunkte bunkern und so am ende auf der wertungsleiste weiter sein als seine Mitspieler.


Ein paar kleine Details:

Herausgebracht von - FX/Ravensburger
Autoren - Michael Kiesling und Wolfgang Kramer
Spieler - 2 bis 4 Spieler
Alter - ab 12 Jahren
Preise - Spiel des Jahres 2000
Spieldauer - circa 50 Minuten


Der Spielverlauf im Detail:

Das Spiel besteht aus drei Phasen. Sind diese drei Phasen vorbei ist auch das Spiel beendet und der Mitspieler, der weiter auf der Wertungsleiste vorne ist gewinnt. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

Am Anfang des Spiels stehen auf dem doch recht engen, in vierecke eingeteilten Feld nur acht einzelne Turmteile. Jeder Spieler darf einen Ritter auf einen dieser Türme stellen zudem kommt die weiße Königsfigur auf einen Platz. Zu dem König sag ich später etwas.

Jeder Spieler bekommt pro Phase eine bestimmte Anzahl Türme zur verfügung gestellt die er klug einsetzen sollte aber nicht muss. Pro Zug hat ein Spieler genau fünf Aktionspunkte die er gegen gewisse Aktionen eintauschen kann. Nun muss er sich überlegen wie er zu punkten kommt.

Einen Ritter einsetzen kostet zwei Aktionspunkte. Der neue Ritter muss direkt neben einem alten stehen und kann von da aus auf neue Türme vordringen.

Einen Baustein setzen kostet einen Aktionspunkt. Mit diesem Baustein kann der Spieler seine Türme, also die wo seine Ritter stehen, ausbauen. Entweder nach oben oder zur seite. Ein Turm kann nie höher als die anzahl der grundfläche sein (das heißt wenn der Turm nur vier Grundflächen groß ist, kann er auch nur vier Steine in die höhe Bauen). Am Ende einer Phase wird gezählt indem man die höhe auf dem der Ritter steht mal die Breite des Turms nimmt. Das Ergebniss darf man auf der Wertungsleiste vor fahren.

Einen Ritter ein Feld ziehen. Auch dies koset einen Aktonspunkt und diese Aktion ist an strenge Regeln gebunden. Der Ritter darf nur ein Feld nach rechts, nach links, nach oben oder nach unten gehen. Besteigt er einen Turm darf er nur eine Ebene überspringen. Will er hingegen von einem Turm herunter springen darf er das ohne grenzen.

Einen Schritt auf der Wertungsleiste zu gehen kostet ebenfalls einen Aktionspunkt und bringt eigentlich nur minder etwas. Diese Aktion führt man eigentlich nur aus wenn man absolut nicht weiß, was man mit seinem verbleibenden Aktionspunkt machen soll.


Ein wenig über das Bauen von Türmen:

In \"Torres\" gibt es zu beginn acht Anfangstürme die nur aus einem einzigen kleinen Steinchen bestehen. Diese Türme heißt es auszubauen indem man sie durch gleiche Steine erweitert. Wie gesagt darf man nur dann in die höhe bauen wenn die Höhe nicht die Breite übertrifft. Aber natürlich kann man die gesamten Türme nicht unendlich in die Breite bauen, da zwei unterschiedliche Bauten nicht aneinander, ergo mit einander verbunden werden dürfen.
Also kann man nur durch schnelles und geschicktes Handeln die meisten Punkte abstauben. Und genau dies ist der reiz an \"Torres\"


Aktionskarten:

Ein weiterer strategischer Zusatz sind die Aktionskarten. Jeder Spieler bekommt einen eigenen Stapel von versteckten Aktionskarten bei dem er gegen einen Aktionspunkt eine Karte ziehen darf. Diese sind immer sehr wertvoll und nützlich doch oft fehlt einem der aktionpunkt diese zu kaufen. Aktionskarten dürfen erst im nächsten Zug eingesetzt werden, sind dann aber kostenlos.
Auf den Aktionskarten stehen verschiedene Bedeutungen. Manchmal verhelfen sie zu mehr Aktionpunkten in einem Zug oder zu einer besseren Fähigkeit seine Ritter zu bewegen.


Meisterkarten:

Die Meisterkarten sind nur für erfahrene Spieler die \"Torres\" schon des öfteren gespielt haben zu empfehlen. Spielt man mit dieser Sonderregel wird zu anfang des Spiels eine dieser Karten aufgedeckt. Nun haben die Spieler einen Auftrag den sie bis zu einem bestimmten spielzeitpunkt erledigen können oder nicht. Schaffen sie es bekommen sie extra wertungssteine.
Auf solchen Meisterkarten steht zum beispiel:

\"Alle ihre eingesetzten Ritter müssen nach der dritten Wertung in einer Reihe stehen\"

oder

\"Vier ihrer eingesetzten Ritter müssen nach der dritten Wertung ein Quadrat bilden.\"

Diese Bedingungen zu erfüllen oder nicht liegt in der Wahl der Spieler. Entscheidet man sich dafür muss man schon früh im Spiel planen, wie man das Gewünschte erreichen kann.


Der König / Die Königsburg:

Wie oben schon genannt wird auf eine der Burgen der weiße König gestellt. Wer mit seinem Ritter an diese Burg baut kann viele Bonuspunkte pro Runde abstauben. Denn wenn man am ende der phase auf einer bestimmten ebene an der ritterburg steht bekommt man je nach Rundenzahl fünf, zehn oder fünfzehn bonuspunkte. Ob sich dies lohnt oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Zudem kommt, dass der König nach einer Phase vom schwächsten Spieler versetzt werden darf was die pläne eines anderen ziemlich durchkreuzen kann.


Regeländerungen:

Im Regelwerk des Spiels \"Torres\" stehen einige Regelvarianten drin die das Spiel abwechslungsreich und spannender gestalten. Es wäre jetzt doch ziemlich umständlich alle diese Änderungen aufzuzählen. Doch sie zu erwähnen musste sein, denn nach einer gewissen Zeit kann \"Torres\" schon etwas eintönig werden. Für genau diesen Fall sind die Regelvarianten perfekt und bieten neue Ideen. Natürlich kann auch die eigene Phantasie hier zum Zuge kommen.


Der Spielaufbau:

Also erst einmal muss ich sagen dass die Bilder auf der Verpackung und auf dem Spielfeld sehr originell und passend zu dem Spiel sind. Sie zeigen modern gezeichnete Ritter, Pferde und Türme die wirklich gut zu dem abstrackten Spiel passen.
Die Turmfiguren sind aus Plastik und haltem einigen Druck aus ^^ und die Spielsteine sind aus solidem Holz (also ich meine die Ritter und den König und die Steine für die Wertungstabelle).
Die Aktionskarten sind sehr stabil und aus pappe, halten also einiges aus.
Uns ist bis jetzt noch nichts abhanden gekommen und das soll was heißen denn bei uns ist fast in jedem spiel ein billiger ersatz drinnen ^^


Mein Fazit zu Torres:

Also meiner Meinung nach ein wirklich spannendes und packendes Spiel, dass durch seine vielen Regeländerungen viel Abwechslung bietet. Zudem kommt der sehr coole Spielaufbau und die enorme Spieltiefe aus taktik und strategie.
Also wenn ihr wirklich keine Strategen oder Logiker seid solltet ihr die Finger von dem Spiel lassen. Sonst lohnt es sich wirklich und hat die Auszeichnung \"Spield es Jahres 2000\" verdient.

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