Abacusspiele Torres Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von SVoigt3000

Wer hat den Größten?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am 26.02.2002 bin ich 19 Jahre alt geworden! Zum Geburtstag habe ich ein neues Brettspiel bekommen, weil ich mit einigen Freunden sehr gerne Spieleabende mache, bei denen wir dann ein Brettspiel nach dem anderen zocken. Nun, zum Geburtstag habe - anhand der Kategorie werdet ihr es vermutet haben - das Spiel "Torres" bekommen.


--------DIE STORY:--------
Der König sucht unter seinen Kindern denjenigen, der sein Königreich vererbt bekommt. Also ruft er zum Burgenbau-Wettbewerb auf. Seine Kinder (die Spieler) müssen Burgen bauen, möglichst groß und hoch. Wer die größten und höchsten Burgen innerhalb von drei Jahren baut, wird Königserbe. Der König möchte sich aber auch von der Tüchtigkeit seiner Sprösslinge überzeugen und kommt so jedes Jahr einmal vorbei, um zu sehen, wie die Burgenbauten aussehen...


--------DAS SPIEL:--------
Die Spieler bekommen für jedes Jahr (ein Jahr besteht, je nach Spielerzahl, aus 3-4 Runden) eine bestimmte Anzahl von Bausteinen, aus denen sie Burgen bauen können. Um für die erbauten Burgen am Ende eines jeden Jahres auch Punkte zu bekommen, muss auf jeder Burg ein Ritter stehen. Umso größer die Grundfläche der Burg und umso höher der Ritter auf der Burg steht, umso mehr Punkte gibt es. Aber Vorsicht! Die Mitspieler können ihre Ritter auch auf fremden Burgen platzieren und bekommen somit Punkt, obwohl sie vielleicht nicht einen Stein für diese Burg gemauert haben. Also gilt es, die Burgen so zu erhöhen, dass die anderen Ritter sie nicht
mehr besteigen können.

Für jeden Zug erhält man 5 Aktionspunkte. Mit diesen Aktionspunkten kann man machen, was man möchte. Man kann Burgen erweitern, man kann neue Ritter auf dem Spielfeld platzieren um entweder fremde Burgen zu besiedeln, oder für selbst gebaute Burgen Punkte zu erhalten. Man kann die Ritter bewegen, man kann Aktionskarten kaufen, mit denen Spielzüge möglich sind, die sonst verboten sind u.s.w.

Hat man seine 5 Aktionspunkte aufgebraucht, ist der nächste Spieler an der Reihe u.s.w. Ist so ein Jahr zu Ende gegangen (nach 3 oder 4 Runden), kommt der König vorbei und begutachtet die Burgen. D.h. die bisher erzielten Punkte werden gezählt und alle Spieler müssen ihre kleinen Spielsteine auf der dafür vorgesehenen Punkteskala versetzen, um einen Zwischenstand sichtbar zu machen. Dann erhalten alle Spieler neue Bausteine für Burgen und das nächste Jahr beginnt. Der Spieler, der nach dem dritten Punktezählen vorn liegt, hat gewonnen.


--------VARIANTEN:--------
Es gibt auch Varianten für sogenannte "Meister". Bei diesen Meister-Varianten erhält man Zusatzpunkte, wenn am "Jahresende" die eigenen Ritter in einer bestimmten Figur (z.B. einem Viereck) auf dem Feld stehen, oder Ähnliches. Diese Varianten habe ich noch nicht gespielt, kann mir aber vorstellen, dass sie den Reiz des Spiels noch erhöhen, weil man dann noch mehr taktieren und nachdenken muss, um die maximale Zahl an Punkten zu erhalten.


--------KOMMENTAR:--------
Das Spiel macht mir sehr viel Spaß. Die 11-seitige Spielanleitung ist schnell gelesen und leicht zu verstehen. Beim verständnis helfen die Abbildungen sehr gut. Die Regeln sind auch sehr leicht, was das Spiel aber nicht langweilig macht. Trotz der leichten Regeln muss man nämlich recht viel taktieren und nachdenken, um z.B. die anderen Mitspieler von der eigenen, sehr hohen Burg (die somit auch viele Punkte bringt) fernzuhalten. Die Aktionskarten machen immer wieder eine überraschende Wendung des Spiels möglich, denn sie erlauben manchmal, eine sicher geglaubte Burg zu besteigen und somit urplötzlich viele Punkte zu bekommen. Dagegen gilt es sich zu wehren, was nicht immer leicht ist, denn man will sich ja nicht nur verteidigen, sondern auch andere Burgen besteigen, erweitern oder erst erbauen.

Wegen dieses recht hohen Maßes an Taktik halte ich die Altersbegrenzung auf der Verpackung von 12-99 auch verfehlt. 15 Jahre alt sollte man, meiner Meinung nach, schon sein. Schade ist, dass man "Torres" nur mit 2 bis 4 Spielern spielen kann. Dazu muss man sagen, dass das Spiel immer besser wird, wenn mehr Leute mitspielen, weil sich dann mehr Ritter auf dem Feld tummeln, die Burgen
größer und höher werden u.s.w. Die Spieldauer von 60 Minuten ist wohl für 4 Spieler gedacht. Wer also mit weniger Freunden spielt, wird eine halbe, bis dreiviertel Stunde brauchen.

Das Spiel an sich ist auch sehr gut designt und verwirklicht worden. Die Bausteine für die Burgen sehen ansprechend, aber schlicht aus und sind aus Kunststoff. Die Figuren (Ritter u.s.w.) sind auch schlicht gestaltet, bestehen aber aus Holz. Das Spielbrett besteht meist aus Rot-, Braun- und Orangetönen, was sehr gut aufeinander abgestimmt ist. Außerdem befinden sich auf dem Brett einige Zeichnungen (z.B. Ritter, Burgtürme etc.), was sehr gut zum Spiel passt.

Preislich kann ich nicht viel sagen, denn ich habe das Spiel ja geschenkt bekommen. Auf der Website von Ravensburger stehen 40 Euro als Preis. Ich denke, je nach Geschäft, wird das Spiel etwas günstiger oder teurer sein.


--------ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:--------
Name: Torres
Hersteller: Ravensburger (www.ravensburger.de)
Preis: ca. 40 Euro
Spieler: 2-4
Alter: 12-99
Spieldauer: 30-60 Minuten
Besonderes: "Spiel des Jahres 2000"


--------FAZIT:--------
Das Spiel ist wirklich toll. Man kann es sowohl zu 2, wie auch zu 4 Spielern spielen, ohne dass es viel schlechter wird. Der Preis von 40 Euro ist eindeutig bezahlbar, wenn man den großen Spaß, den das Spiel macht, gegenrechnet. Außerdem ist das Spiel ja auch recht aufwendig aufgebaut. Ich kann den Kauf jedem empfehlen, der gerne mit Freunden Brettspiele spielt. Der Kauf lohnt sich!!!

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • owesen

    08.04.2002, 17:14 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wieso hier 3000 ?! *g* Gruß, Sönke ( owi13 )