Tupperware Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von telebim

Tupper und der zu kleine Schrank

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Welcher Ehemann hat sich nicht schon einmal aufgeregt, wenn er eine Schranktüre öffnet, und ihm kommen zig Schüsseln entgegen. Hier ist also der Stress schon vorprogrammiert. Jeder von uns hat schon mal von den berüchtigten Tupperwarenabenden gehört, und dies ist die Quelle des Übels.
Die ausgefeilte Werbestrategie des Unternehmens, nämlich Verkaufsveranstaltungen von „normalen“ Bürgern durchführen zu lassen, geht absolut auf. Hier möchte weniger auf die Produktpalette selbst eingehen, vielmehr auf das Unternehmen, die Werbestrategie, und die Tupperwarenparty selbst.


- Das Unternehmen


1944 wurde von Earl S. Tupper die Tupper Plastic Company gegründet. Er war einer der ersten Chemiker, der Polyäthylen im Haushaltsbereich einsetzte. Bereits 1946 waren die ersten Produkte Markt und Serienreif. Obwohl die Produkte Anfänglicherweise im Einzelhandel und in Kaufhäusern vertrieben wurden, fanden diese reisenden Absatz. Aufgrund Erklärungsproblemen des Produktes wurde der Verkauf umstrukturiert, nämlich auf die berühmten Tupperwarenpartys. Der Umstrukturierungsprozess dauerte bis ins Jahr 1951. Seitdem werden die Produkte nur über die „Partys“ vertrieben.
Erst im Jahr 1962 hielt Tupper auch bei uns in Deutschland Einzug. Mit mindestens ebenso viel Erfolg wie zuvor in den USA.


- Die Tupperparty


Anfänglicherweise fast überwiegend von dem Weiblichen Geschlecht besucht, verzeichnet das Unternehmen gerade in den letzten 5 Jahren ein zunehmendes Interesse an der Männlichen Kundschaft. Solche Partys laufen eigentlich immer nach dem selben Prinzip ab. Entweder eine Beraterin, oder eine Gruppenberaterin sucht sich eine Gastgeberfamilie heraus, wo die Party steigen kann. Vorab wird mit dieser Beraterin schon einmal ein kurzes Gespräch geführt, welche Produkte überhaupt vorgeführt werden sollen. In diesem Gespräch wird auch geklärt, was für ein Geschenk die Gastgeberperson erhält. Immerhin hat die/der Gastgeber ja einiges an Stress mit der Vorbereitung, und diese wird damit honoriert. Stress bitte nicht allzu wörtlich nehmen, hierunter verstehe ich etwa so banale Dinge, wie die Leute einladen, oder für entsprechende Getränke zu sorgen.
Wenn nun endlich der besagte Partyabend gekommen ist, so geht´s erst mal ganz locker los. Da sich die Gastgeberin und die eingeladenen ja eh untereinander kennen, ist dies ja auch kein so großes Problem. Nun kommt endlich die Beraterin ins Spiel. Nun, hier kann ich leider nicht so auf die Details der Vorführung eingehen, da eigentlich jede Vorführung individuell ist. Aber grob gesagt : Die Beraterin quasselt sich den Mund fusselig, zeigt natürlich nur die Vorteile der entsprechenden Produkte, geht abschließend auf individuelle Fragen ein, und am Schluss werden die Bestellungen entgegen genommen. Wohlgemerkt, bei solch einer Party steht niemand unter Kaufzwang. Dieser kommt aber unwillkürlich durch das Gruppenverhalten zum tragen, und genau deswegen ist das Konzept von Tupper so erfolgreich. Nachdem nun alle Ihre Bestellung aufgegeben haben, bekommt die Gastgeberin ihr Geschenk, dass je nach Bestellsumme variiert. Meist folgt im Nachhinein noch ein gemütliches zusammensitzen, und in dieser Runde versucht die TupperBeraterin zukünftige Gastgeber zu finden. ...... und so geht das Spiel immer wieder von neuem los.......


- Die Zuverlässigkeit der Produkte


Tupper könnte sich mit banalen Plastikprodukten nicht so lange und erfolgreich am Markt halten, wenn die Produkte nicht wirklich gut wären. Vor allem sei hier die 30 Jährige Garantie. Mal ehrlich, bei welchem Hersteller bekommt man so was noch in der heutigen Zeit ?
Wie Anfänglicherweise schon erwähnt, quellen bei uns die Schränke vor lauter Tupperprodukten schon so langsam über, und wir hatten bei den vielen Produkten nur ein einziges mal ein Problem. Bei einer Schüssel schloss der Deckel nicht mehr Luftdicht ( Schüssel war 7 Jahre alt ). Wir haben uns als an die örtliche Beraterin gewandt, und ihr das Problem erklärt. Nach 2 Wochen hatten wir absolut kostenlos eine neue Schüssel !
Natürlich hat diese Qualität auch ihren Preis. Billig sind im allgemeinen die Produkte von Tupper nicht. Wer hier allerdings ein paar Mark sparen möchte, dem sei mal noch www.ebay.de ans herzen gelegt. Hier bekommt man massig Tupperware, und das teilweise zu einem Spotpreis.


Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich bisher mit den Tupperprodukten immer sehr zufrieden war. Man muss nur aufpassen, dass man nicht in einen Kaufrausch verfallt, und Produkte Kauft die man überhaupt nicht benötigt ( siehe Gruppenzwang). Auch habe ich pers. bei den Partys schon festgestellt, wenn die Ehemänner dabei sind, so lockert dies die Atmosphäre auch ungemein auf. Denn immerhin kommen dann auch nicht so Aussagen „ Schatz was hast du wieder für ein misst gekauft“ , denn sie waren ja bei der Party mit dabei ;)


Ave telebim......

Und erfolgreiches gelingen der nächsten Party......

20 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Mhkize

    17.02.2002, 08:56 Uhr von Mhkize
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wenn diesen Beitrag liest, dann könnte man in Versuchung kommen etwas zu kaufen. Aber ich bin skeptisch!

  • bianca24

    16.02.2002, 21:17 Uhr von bianca24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wenn es nicht so teuer wäre......