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Erfahrungsbericht von blokk

Arbeiten mit dem Internet

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Die erste Million ist die Schwerste, so heißt es. Die Zeitschrift PC Jobs will euch dazu verhelfen.

Vor ein paar Wochen kam mit einer Werbemail das Angebot herein geflattert, einmal das Probeabo dieser Zeitschrift auszuprobieren. Es wurden darin die heißesten Tipps für das Geldverdienen im Internet versprochen. Also sagte ich mir: Warum nicht, mal reinsehen kann nicht schaden.

Die Zeitschrift befasst sich mit möglichen und nachvollziehbaren Möglichkeiten, mit Hilfe eines Computers und/oder des Internets Geld zu verdienen. Vorgestellt werden in jeder Ausgabe ca. ein halbes Dutzend Kleinunternehmen, die auf diese Art ihre täglichen Brötchen verdienen.

In der mir vorliegenden Ausgabe wird unter anderem in der Rubrik Jobkonzept der Aufbau und die Möglichkeiten einer Schulungsstätte für Senioren vorgestellt. Der Artikel ist zwei Seiten lang und spricht eher allgemeine Voraussetzungen für den Betrieb einer solchen Privatschule an. Er kann bestenfalls Interesse an einer solchen Tätigkeit wecken. Ausführliche Informationen für den Aufbau und die benötigte Ausbildung suche ich vergebens.

Die angegebenen Links zu weiterführenden Websites bringen mich zu Senioren Seiten, die ich mit Goggle gefunden hätte; ein Link zu kostenlosem Unterrichtsmaterial.

Der PC-Notdienst ist ein weiteres Konzept, das vorgestellt wird. Ich kann mir vorstellen, daß diese Art Beschäftigung schon jedem versierten PC-Nutzer durch den Kopf gegangen ist. Es drängt sich ja geradezu auf, sich das eine oder andere Brötchen auf diese Weise dazu zu verdienen, wenn man des öfteren von seinen Kumpels angebaggert wird, doch mal nach dem kränkelnden Computer zu sehen.

Solcherart vorbelastet wünscht sich der Grauarbeiter einige hilfreiche Informationen, wie er vom Graubereich in den Weißbereich rutschen kann, ohne die mageren Einkünfte mit dem Finanzamt teilen zu müssen. Leider Fehlanzeige. Allgemein bekanntes Grundwissen überwiegt, angereichert mit Links zu längst bekannten Downloadseiten.

Ich fürchte, das dieser Artikel eher schadet als nützt. Die Angabe, daß sich mit dem Installieren von Software bis zu 40 Euro/Std verdienen lassen, wird so manchen Null-Checker auf den Plan rufen, der mal eben ein bischen Kohle abzugreifen will.

Die Ausgabe enthält außerdem zwei weitere Berichte zur Online- Ernährungsberatung sowie zu einer Dienstleistungsbörse. Abgerundet wird das Heft mit Artikeln zur Gestaltung von Visitenkarten, der Gewinnermittlung, des Sinns eines Autoresponders und der Kundenwerbung.

Insgesamt ist das Heft magere 16 Seiten dünn. Es erscheint 14 – 16 mal im Jahr und beziehen läßt es sich nur direkt vom Verlag. Die Kosten für den vierteljährlichen Bezug betragen 25,54 Euro, somit ca. 8 Euro pro Ausgabe. Gemessen an dem Nutzen der Informationen halte ich den Preis für hoffnungslos überhöht. Jeder ernsthaft interessierte PC- Arbeiter kann sich die gleichen Informationen zum Nulltarif aus dem Internet holen. Wer es nicht schafft, sollte es lieber gleich vergessen, mit dem Computer Geld zu verdienen.

Was aber nicht heißen soll, daß ich euch davon abhalten will, euch selbst ein Urteil zu bilden. Herausgegeben wird das Heft bei:
Verlag für die deutsche Wirtschaft, Th.-Heuss-Str. 2-4, 53095 Bonn
www.pcjobs-online.de

Die Adresse zum Anforden des Probeexemplars ist:
http://www.vnr.de/shop/index.php3?sid=862915&article_id=79

Viel Spaß beim Schmökern

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