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Erfahrungsbericht von Kikakeks

"Und ER lehrte Adam alle Namen..." (Koran, 2; 32)

Pro:

Interessantes übr die Bildung arabischer Eigennamen

Kontra:

leider lässt sich die arabische Schrift im Yopi nicht darstellen

Empfehlung:

Nein

Der Name ist ein Teil des Menschen. Er sollte schön sein und eine gute Bedeutung haben. Aus islamischer Überlieferung geht hervor, dass der Prophet MuÎammad der Wahl und Bedeutung von Namen großes Ansehen beige-messen hat.

Personen- und Stammesnamen

Für Europäer, die nur einen Familiennamen und oft auch nur einen Vornamen haben, erscheinen die arabischen Namen als endlose Bandwürmer. Die Namen geben meist eine überlieferte Genealogie wieder. Diese mündliche Tradition von Namensweitergaben hatte besonders bei überschaubaren, nichtschriftlichen Volksgruppen Bedeutung, um bei Heirat zu enge Verwandtschaften auszuschließen. So ist es möglich bei Arabern eine Abstammungsgeschichte von fünf bis sechs Generationen im Namen zu erkennen.

Der Personenname ist bei allen Völkern ursprünglich mehr als ein bloßes, hinweisendes Zeichen. Der Name wurde vielfach als Teil des Wesens seines Trägers angesehen. Er identifizierte nicht nur, sondern er konnte seine Träger schützen, ihnen Kraft geben, sie vor Krankheiten schützen, Heil bewirken oder Unheil abwenden.
Besonders deutlich zeigen die arabischen Personennamen diese Anschauung. Ähnliches gilt auch für die arabischen Stammesnamen. Sie gehen im Allgemeinen auf Namen einzelner Personen zurück.

Ihrer Funktion nach lassen sich in der arabischen Personennamengebung von der vorislamischen Zeit bis heute folgende Namenstypen unterscheiden:

1. Der Individualname (alam oder ism alam): Der Eigenname, der dem Kind nach der Geburt gegeben wird.

2. Der Elternname (nasab): Der Name des Vaters oder seltener der Mutter, des Großvaters usf. in aufsteigender genealogischer Folge der Filiation in der Fügung ibn/bint X (Sohn/Tochter des/der X).

3. Der Nachkommenschaftsname (kunya): Der Name von Sohn oder Tochter des Namensträgers in der Fügung abu/umm X (Vater/Mutter des/der X).

4. Das Gentilizium (nisba): Ein Adjektiv, das die Zugehörigkeit zu einem Stamm, Dorf usf. angibt. Es hat immer die Endung –i.

5. Der Beiname (laqab): Ein weiterer Name nach Art eines Spitznamen. Hierunter sind auch Berufsnamen oder Titel (ism mansib)und Pseudonyme oder poetische Namen oder pejorative Spitznamen (nabaz) zusammengefasst.

Geordnet ist der Name in (laqab -) kunya – ism – nasab – nisba (- laqab).

Bsp. eines vollständigen arabischen Namens:

Al-Mubarrad Abu l-Abbas Muhammad ibn Yazid al-Azdi

Al-Mubarrad: Beiname - laqab - \"der Abgekühlte\"

Abu l-Abbas: Nachkommenschaftsname - kunya - Vater des Abbas

Muhammad: Individualname - ism - der eigentliche Name

ibn Yazid: Elternname - nasab - Sohn des Yazid

al-Azdi: Gentilizium - nisba - vom Stamm der Azd


Dass ein einziger Name alle Einzelelemente enthält, ist eher eine Ausnahme. Grundsätzlich war die Anzahl der Glieder der Ahnenreihe offen. Je nach der Bedeutung einer Person konnten neben dem Vater auch der Großvater, Urgroßvater usw. genannt werden.
Der Form nach ist der arabische Personenname meist ein Nomen (z.B. Asad = Löwe) oder eine Nominalverbindung. Bei vereinzelten Beinamen treten auch ganze Sätze als Namen auf.

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