Erfahrungsbericht von willibald-1
Adventsalphabet
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Sind ja jetzt nur noch zwei Wochen bis dahin - und vielleicht findet der eine oder andere ja einen nette Anregung für die bevorstehende "stille Zeit".
Ich persönlich finde es immer schade,wenn der Advent in Hektik fast "untergeht", und deshalb versuche ich schon mal, mich darauf vorzubereiten. Vielleicht kann ich dann die Hektik etwas "entzerren".
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Adventskalender
Man benutzt ihn dazu, die Zeit bis Weihnachten zu "verkürzen". Das geht so: Das erste Türchen öffnet man am ersten Dezember. Morgens beim Aufwachen freut man sich schon darauf, gleich das nächste Türchen zu öffnen und ist schon gespannt, was sich wohl dahinter verbirgt. Damit man immer das richtige Türchen öffnet, sind diese durchnumeriert. Es gibt 24 Türchen. Je mehr Türchen schon geöffnet sind, desto näher ist Weihnachten. Das ist sehr praktisch, weil man weiß, daß man spätestens dann die Läden nach Weihnachtsgeschenken durchstöbern muß, wenn man das 23. Türchen geöffnet hat. Ansonsten dient der Kalender aber überwiegend zur Freude.
Barbaratag
Am vierten Dezember ist Barbaratag. Das ist der Tag, an dem die Barbaras dieser Welt Namenstag feiern. Außerdem schneidet man an diesem Tag die Barbarazweige. Geeignet sind vor allem Kirschbaumzweige, aber es gehen auch andere. Die Zweige werden in eine Vase mit Wasser gestellt. Und wenn man eine ausreichend warme Wohnung hat, blühen die Zweige an Weihnachten. Das ist ein schönes Symbol für das Aufbrechen neuen Lebens an Weihnachten.
Christrose
Kennst Du diese wunderbare Blume? Sie blüht gerade jetzt, wo man eigentlich denkt, daß die ganze Natur Winterruhe hält!
Dunkelheit
Daß das Weihnachtsfest in den Winter gelegt wurde ist ja kein Zufall. "Das Licht kam in die Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht ergriffen."
Engel
"Einen Engel bemerkt man immer erst, wenn er schon gegangen ist", habe ich neulich gelesen. Da ist was dran, oder?
Freude
Das halte ich eigentlich für ziemlich wichtig. Wir sprachen darüber, daß wir gar nicht so richtige weihnachtliche Stimmung erleben. Vielleicht, weil wir so wenig Vorfreude haben? Oder gibt es nur noch so wenig, über das wir uns richtig freuen können? Machen wir einfach unsere Augen nicht richtig auf für die kleinen Dinge, die einfach schön sind?
Glocken
Ich erinnere mich, daß wir Schallplatten mit Weihnachtsliedern hatten, auf denen man mit Glockengeläute auf die Weihnachtsmusik eingestimmt wurde. Mit einem Glöckchen wurden wir auch zur Bescherung gerufen.
Heiligabend
Ich bedaure es immer wieder, wenn dieser Tag so voller Hektik ist. Aber wie das so ist: ein Fest will vorbereitet werden. Ich freue mich aber schon darauf, am Abend einfach da zu sitzen und die Stille zu genießen.
Ilex
Ilex oder Stechpalme hat auch im Winter grüne Blätter und gerade jetzt so wunderbare rote Früchte und wird auch oft als Weihnachtsschmuck benutzt.
Jauchzen
Ich finde, das ist ein schönes Wort. "Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage..." Bei dem Wort hört man doch so richtig den kleinen Hüpfer, den Freudensprung!
Krippe
Das Zentrale von Weihnachten steht oft so am Rande. Bei meinen Großeltern gab es eine Krippenlandschaft, die einen großen Teil des Wohnzimmers beanspruchte. Da bekam man ein Gefühl dafür, daß da etwas Bedeutendes dargestellt wurde.
Lebkuchen
Lebkuchen sind ein typisches würziges Weihnachtsgebäck, das aber schon vier bis sechs Wochen vor Weihnachten gebacken werden muss. Beliebt sind vor allem die Hexenhäuschen aus Lebkuchen. Ich verschenke gerne Herzen und Sterne.
Mistelzweige
Nach einem englischen Brauch hängt man Mistelzweige über die Tür. Jeder, der hereinkommt, darf dann denjenigen küssen, der unter dem Zweig steht.
Nikolaus
Früher kam der Nikolaus immer selber, oder zumindest haben wir das geglaubt. Durch ein Gedicht konnten wir uns bei ihm beliebt machen und bekamen dann eine Tüte voller Nüsse, Äpfel, Gebäck und anderer guter Dinge. In weniger christlichen Familien wird der Nikolaus durch den Weihnachtsmann ersetzt, und der muß dann auch noch direkt das Christkind vertreten.
Orgelmusik
Das ist wie mit den Glocken: weil an Weihnachten viele Leute in die Kirche gehen, die sonst nicht gehen, und weil Orgeln nun mal meistens in Kirchen stehen, darum ist Orgelmusik in den Köpfen der Leute wohl mit Advent und Weihnachten verknüpft. Mir gefällt Orgelmusik aber auch sonst.
Plätzchen
Ich weiß nicht, was schöner ist: das Backen oder das Essen!
Quempas
Das alte Weihnachtslied berichtet von den Hirten, die das Kind in der Krippe lobpreisen: "Quem pastores laudavere". Die Abkürzung steht allgemein für weihnachtliches Singen.
Ruhe
Schön wär's! Wenn Du mal Zeit hast, fahr mal für ein halbes Stündchen in einen Wald, setz Dich hin und hör zu. Um diese Jahreszeit ist es da ganz schön still. Wieso machen wir in unseren Städten eigentlich so viel Hektik und Unruhe?
Sterne
Sie bringen eine Ahnung von Licht in die Nacht. Außerdem lassen sie von Unendlichkeit träumen. Sterne am Himmel haben etwas Geheimnisvolles. Sterne am Fenster bringen das Geheimnisvolle in die Wohnung.
Tannenbaum
Ich mag den Duft der Tanne und das Glitzern der Silberkugeln im Schein der Kerzen. Das Tannenbaumschmücken ist für mich eine der schönsten Vorbereitungen am Heiligabend.
U
Im Lexikon stehen sehr viele Wörter, die mit Un anfangen: Unfriede, Unruhe, Unlust. Das sind alles Negativ-Wörter, die man Weihnachten eigentlich vergessen möchte. Daß es so viele davon gibt, stimmt mich nachdenklich: wie ist unsere Welt denn wirklich? Und ist es das, weshalb wir uns mit der "weihnachtlichen Stimmung" so schwer tun?
Vorfreude
Früher haben wir uns auf die Geschenke zu Weihnachten gefreut. Ich bin mir ziemlich sicher, daß das früher das Aufregendste an der Adventszeit war. Auf was sind wir nun gespannt? Wie das Weihnachtsfest "abläuft", wissen wir eigentlich schon. Überwiegend ist es mit Streß verbunden, weil man so viel vorbereiten muß. Vielleicht klappt es deshalb nicht mehr so mit der Vorfreude?
Weihnachten
Nun, das ist es doch, worum es geht, oder?
Xylophon
Sooo viele Wörter gibt's ja nicht mit X! - Aber dieses Instrument fällt mir tatsächlich (gleich nach der Blockflöte) immer ein, wenn ich daran denke, daß wir - vor ewig langer Zeit - mit unserem Kindermusikkreis die Kinderweihnachtsgottesdienste gestaltet haben. Das war immer ziemlich aufregend. Natürlich wurden die Weihnachtslieder schon viel zu lange vorher geprobt. Aber schön war es dann doch, wenn "unsere" Kinder mit leuchtenden Augen musiziert haben. Und nach der Kinderchristmette, wenn der Druck der Verantwortung weg war, war für mich dann auch Weihnachten. Der Gottesdienst war wie ein Auftakt zum eigentlichen Fest.
Y
Dazu fällt mir nun wirklich nichts ein. Dir vielleicht?
Zimtsterne
Das ist ein Gebäck, das besonders intensiv nach Weihnachten duftet. Mmmmh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-11 14:34:38 mit dem Titel Adventsalphabet
Sind ja jetzt nur noch zwei Wochen bis dahin - und vielleicht findet der eine oder andere ja einen nette Anregung für die bevorstehende \"stille Zeit\".
Ich persönlich finde es immer schade,wenn der Advent in Hektik fast \"untergeht\", und deshalb versuche ich schon mal, mich darauf vorzubereiten. Vielleicht kann ich dann die Hektik etwas \"entzerren\".
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----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-18 11:52:06 mit dem Titel Arbeitslosigkeit
Ich war auch mal arbeitslos.
Es ist nun schon mehr als 15 Jahre her.
Damals hatte ich nach einem pädagogischen Studium das Anerkennungsjahr gemacht und wurde nicht übernommen. Es war die Zeit der arbeitslosen Lehrer und Sozialpädagogen. Als Mathe- oder Physik-Lehrer hatte man ja noch die Aussicht, in der noch jungen Computerbranche unterzukommen. Aber ich?
Eine Familie war zu ernähren. Die Kinder waren noch klein. Keine einfache Situation war das damals.
Ziemlich ohne jede Hoffnung auf eine Lösung des Problems ging ich denn zum Arbeitsamt. Immerhin: ich galt zwar als schwer vermittelbar, aber doch eher zu der \"gehobenen\" Klasse bei den Arbeitslosen, da ich immerhin ein Studium hatte. Ich durfte in Hannover in den obersten Stock des Arbeitsamtes.
\"Was können Sie denn sonst noch?\" fragte mich der Vermittler mit mitleidigem Blick. Pädagogen liefen ja wirklich genug herum auf dem Flur.
\"Na ja, in der Schule war ich mal ganz gut in Mathematik.\"
Das war ein Schlüsselwort! Mein Gegenüber strahlte. \"Dann habe ich was für Sie!\" Er gab mir eine Telefonnummer, eine Adresse und den Hinweis, daß dort am nächsten Morgen Vorstellungsgespräche seien.
Ich bin hingegangen. Wieviele Bewerber da saßen, weiß ich nicht mehr. Wir wurden alle zusammen in einen Raum gebeten, wo man uns einen Vortrag über die Firma und ihre Aufgaben hielt. Das klang ja alles sehr interessant - aber eben auch recht fremd. Aber was hatte ich schon für eine Wahl?
Ich muß vielleicht noch erklären, daß es damals ein Gesetz gab (das ist zwischendurch mehrmals geändert worden, was heute gilt, weiß ich nicht), nach dem man einen Anspruch auf eine Umschulung hatte, wenn man eine abgeschlossene Ausbildung hatte und 18 Monate gearbeitet hatte. Die Firmen bekamen für 18-Monats-Verträge Zuschüsse vom Staat, ähnlich wie bei ABM.
Nach dem Vortrag konnten wir noch Fragen stellen - aber ich bin fast sicher, daß niemand davon Gebrauch machte. Und dann wurden wir - falls wir noch Interesse hatten - noch zu Einzelgesprächen gebeten.
Ich habe von diesem Einzelgespräch nur in Erinnerung, daß ich gefragt wurde: \"Trauen Sie sich die Arbeit bei uns zu?\" - Nie vorher und nie hinterher in meinem Leben habe ich so geblufft wie in dem Moment, als ich meinem Gegenüber direkt in die Augen gesehen habe und mit fester Stimme \"Ja\" gesagt habe.
Ich bekam einen Vertrag.
18 Monate lang hat mir die Arbeit tatsächlich Spaß gemacht. Ich lernte schnell und viel und bekam auch Verantwortung. Mit Kollegen und Vorgesetzten kam ich prima klar. Der Verdienst stimmte auch einigermaßen. Wir konnten davon leben.
In der ganzen Zeit wurden immer wieder auch Leute aus diesen befristeten Verträgen übernommen. Das war natürlich auch meine Hoffnung: nicht wieder ins Ungewisse müssen, einfach dort weiterarbeiten können.
Leider ging es der Firma dann bald schlechter. Entlassungen standen an. Und obwohl meine Chefs sich aktiv für mich einsetzten, konnte ich in der Situation natürlich auch nicht übernommen werden.
Es blieb mir nichts anderes übrig: ich mußte wieder zum Arbeitsamt.
Da man als angelernte Kraft natürlich wenig Chancen hatte, war klar, daß ich die Chance auf eine Umschulung nutzen wollte. Es sollte was mit Computern sein, weil ich inzwischen gemerkt hatte, daß ich das auch konnte.
Über verschiedene Lehrgänge habe ich mich informiert. Allerdings gab es auch damals beim Arbeitsamt nur spärliche Informationen. Die Gespräche mit anderen Betroffenen brachten mehr. Ich entschied mich für eine zweijährige Berufsfachschule mit einer technischen Ausrichtung.
Und mit dieser festen Vorstellung kam ich zum Berater beim Arbeitsamt. Inzwischen war natürlich nicht mehr der nette Herr für mich zuständig, dem ich noch heute zutiefst für die erste Vermittlung dankbar bin.
Der neue Berater sah mich an, sah, daß ich eine Frau war, blickte auf meinen Lebenslauf und meinte: \"Das können Sie doch gar nicht.\" Er wollte mich statt in die technische Richtung lieber in die wirtschaftswissenschaftliche drängen. Zu meinem Glück ließ ich mich nicht beirren.
Ich bestand die Aufnahmeprüfung im Vorübergehen. Die zwei Jahre gingen um wie nichts, und ich machte den Abschluß als Lehrgangsbeste. Das Zeugnis hätte ich gerne diesem dummen Berater vom Arbeitsamt gezeigt, der mir den Lehrgang nicht zugetraut hatte - aber ich hatte mir leider seinen Namen nicht gemerkt.
Nach dieser Ausbildung, die nun schon 13 Jahre her ist, bekam ich einen guten Arbeitsplatz. Auch wenn ich manchmal lieber etwas ganz anderes machen würde (Computer finde ich einfach schrecklich langweilig): um einen Arbeitsplatz brauche ich mir wohl keine Sorgen mehr zu machen.
Was will ich nun damit sagen:
Erst mal möchte ich allen Mut machen, die auf Arbeitssuche sind: auch wenn die Lage manchmal ziemlich aussichtslos scheint: gebt nicht auf. Meine Voraussetzungen waren auch nicht gerade gut.
Macht Euch selber ein klares Bild davon, was Ihr wollt. Mit nur vagen Vorstellungen konnte man auch vor 15 Jahren nicht besonders weit kommen. Ich bin noch immer froh, daß ich mich nicht von meinem Umschulungswunsch habe abbringen lassen.
Ich denke auch, daß eine Menge Eigeninitiative erforderlich ist. Und man muß sich über alles selber informieren. Nur mit Glück trifft man wohl auf Vermittler und Berater, die auch mal eine ungewöhnliche Frage stellen (\"was können Sie sonst noch\") und von Klischees abweichen.
Eine gute - und ich meine eine wirklich gute und anerkannte - Ausbildung scheint eine wichtige Voraussetzung zu sein, wenn sie auch kein Garant ist. Auch bei Lehrgängen, die vom Arbeitsamt gefördert werden, gibt es leider qualitativ große Unterschiede. Zu viele schöpfen nur die Fördergelder ab. Das ist auch der Eindruck bei dem, was ich in der letzten Zeit beobachten konnte.
Ich war vor knapp zwei Jahren auch mal mit meinem Sohn beim Arbeitsamt. Seine Voraussetzugen mit der verpatzten Schule waren wirklich so schlecht, wie es nur eben ging. Ich habe aber gemerkt: wenn man mit Selbstbewußtsein und klaren Vorstellungen und Zielen da hingeht, und wenn man hartnäckig darauf beharrt, dann bekommt man auch Unterstützung.
Notfalls hilft echt nur eins: allen Mut zusammennehmen und bluffen! Ja sagen - mit fester Stimme, auch wenn man ganz tief drinnen Nein denkt. Ja sagen, und dann aber auch selber Ja glauben.
\"Ja, ich kann das! Ich traue mir das zu.\" Das scheint immer noch ein Schlüssel-Satz zu sein.
Ich persönlich finde es immer schade,wenn der Advent in Hektik fast "untergeht", und deshalb versuche ich schon mal, mich darauf vorzubereiten. Vielleicht kann ich dann die Hektik etwas "entzerren".
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Adventskalender
Man benutzt ihn dazu, die Zeit bis Weihnachten zu "verkürzen". Das geht so: Das erste Türchen öffnet man am ersten Dezember. Morgens beim Aufwachen freut man sich schon darauf, gleich das nächste Türchen zu öffnen und ist schon gespannt, was sich wohl dahinter verbirgt. Damit man immer das richtige Türchen öffnet, sind diese durchnumeriert. Es gibt 24 Türchen. Je mehr Türchen schon geöffnet sind, desto näher ist Weihnachten. Das ist sehr praktisch, weil man weiß, daß man spätestens dann die Läden nach Weihnachtsgeschenken durchstöbern muß, wenn man das 23. Türchen geöffnet hat. Ansonsten dient der Kalender aber überwiegend zur Freude.
Barbaratag
Am vierten Dezember ist Barbaratag. Das ist der Tag, an dem die Barbaras dieser Welt Namenstag feiern. Außerdem schneidet man an diesem Tag die Barbarazweige. Geeignet sind vor allem Kirschbaumzweige, aber es gehen auch andere. Die Zweige werden in eine Vase mit Wasser gestellt. Und wenn man eine ausreichend warme Wohnung hat, blühen die Zweige an Weihnachten. Das ist ein schönes Symbol für das Aufbrechen neuen Lebens an Weihnachten.
Christrose
Kennst Du diese wunderbare Blume? Sie blüht gerade jetzt, wo man eigentlich denkt, daß die ganze Natur Winterruhe hält!
Dunkelheit
Daß das Weihnachtsfest in den Winter gelegt wurde ist ja kein Zufall. "Das Licht kam in die Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht ergriffen."
Engel
"Einen Engel bemerkt man immer erst, wenn er schon gegangen ist", habe ich neulich gelesen. Da ist was dran, oder?
Freude
Das halte ich eigentlich für ziemlich wichtig. Wir sprachen darüber, daß wir gar nicht so richtige weihnachtliche Stimmung erleben. Vielleicht, weil wir so wenig Vorfreude haben? Oder gibt es nur noch so wenig, über das wir uns richtig freuen können? Machen wir einfach unsere Augen nicht richtig auf für die kleinen Dinge, die einfach schön sind?
Glocken
Ich erinnere mich, daß wir Schallplatten mit Weihnachtsliedern hatten, auf denen man mit Glockengeläute auf die Weihnachtsmusik eingestimmt wurde. Mit einem Glöckchen wurden wir auch zur Bescherung gerufen.
Heiligabend
Ich bedaure es immer wieder, wenn dieser Tag so voller Hektik ist. Aber wie das so ist: ein Fest will vorbereitet werden. Ich freue mich aber schon darauf, am Abend einfach da zu sitzen und die Stille zu genießen.
Ilex
Ilex oder Stechpalme hat auch im Winter grüne Blätter und gerade jetzt so wunderbare rote Früchte und wird auch oft als Weihnachtsschmuck benutzt.
Jauchzen
Ich finde, das ist ein schönes Wort. "Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage..." Bei dem Wort hört man doch so richtig den kleinen Hüpfer, den Freudensprung!
Krippe
Das Zentrale von Weihnachten steht oft so am Rande. Bei meinen Großeltern gab es eine Krippenlandschaft, die einen großen Teil des Wohnzimmers beanspruchte. Da bekam man ein Gefühl dafür, daß da etwas Bedeutendes dargestellt wurde.
Lebkuchen
Lebkuchen sind ein typisches würziges Weihnachtsgebäck, das aber schon vier bis sechs Wochen vor Weihnachten gebacken werden muss. Beliebt sind vor allem die Hexenhäuschen aus Lebkuchen. Ich verschenke gerne Herzen und Sterne.
Mistelzweige
Nach einem englischen Brauch hängt man Mistelzweige über die Tür. Jeder, der hereinkommt, darf dann denjenigen küssen, der unter dem Zweig steht.
Nikolaus
Früher kam der Nikolaus immer selber, oder zumindest haben wir das geglaubt. Durch ein Gedicht konnten wir uns bei ihm beliebt machen und bekamen dann eine Tüte voller Nüsse, Äpfel, Gebäck und anderer guter Dinge. In weniger christlichen Familien wird der Nikolaus durch den Weihnachtsmann ersetzt, und der muß dann auch noch direkt das Christkind vertreten.
Orgelmusik
Das ist wie mit den Glocken: weil an Weihnachten viele Leute in die Kirche gehen, die sonst nicht gehen, und weil Orgeln nun mal meistens in Kirchen stehen, darum ist Orgelmusik in den Köpfen der Leute wohl mit Advent und Weihnachten verknüpft. Mir gefällt Orgelmusik aber auch sonst.
Plätzchen
Ich weiß nicht, was schöner ist: das Backen oder das Essen!
Quempas
Das alte Weihnachtslied berichtet von den Hirten, die das Kind in der Krippe lobpreisen: "Quem pastores laudavere". Die Abkürzung steht allgemein für weihnachtliches Singen.
Ruhe
Schön wär's! Wenn Du mal Zeit hast, fahr mal für ein halbes Stündchen in einen Wald, setz Dich hin und hör zu. Um diese Jahreszeit ist es da ganz schön still. Wieso machen wir in unseren Städten eigentlich so viel Hektik und Unruhe?
Sterne
Sie bringen eine Ahnung von Licht in die Nacht. Außerdem lassen sie von Unendlichkeit träumen. Sterne am Himmel haben etwas Geheimnisvolles. Sterne am Fenster bringen das Geheimnisvolle in die Wohnung.
Tannenbaum
Ich mag den Duft der Tanne und das Glitzern der Silberkugeln im Schein der Kerzen. Das Tannenbaumschmücken ist für mich eine der schönsten Vorbereitungen am Heiligabend.
U
Im Lexikon stehen sehr viele Wörter, die mit Un anfangen: Unfriede, Unruhe, Unlust. Das sind alles Negativ-Wörter, die man Weihnachten eigentlich vergessen möchte. Daß es so viele davon gibt, stimmt mich nachdenklich: wie ist unsere Welt denn wirklich? Und ist es das, weshalb wir uns mit der "weihnachtlichen Stimmung" so schwer tun?
Vorfreude
Früher haben wir uns auf die Geschenke zu Weihnachten gefreut. Ich bin mir ziemlich sicher, daß das früher das Aufregendste an der Adventszeit war. Auf was sind wir nun gespannt? Wie das Weihnachtsfest "abläuft", wissen wir eigentlich schon. Überwiegend ist es mit Streß verbunden, weil man so viel vorbereiten muß. Vielleicht klappt es deshalb nicht mehr so mit der Vorfreude?
Weihnachten
Nun, das ist es doch, worum es geht, oder?
Xylophon
Sooo viele Wörter gibt's ja nicht mit X! - Aber dieses Instrument fällt mir tatsächlich (gleich nach der Blockflöte) immer ein, wenn ich daran denke, daß wir - vor ewig langer Zeit - mit unserem Kindermusikkreis die Kinderweihnachtsgottesdienste gestaltet haben. Das war immer ziemlich aufregend. Natürlich wurden die Weihnachtslieder schon viel zu lange vorher geprobt. Aber schön war es dann doch, wenn "unsere" Kinder mit leuchtenden Augen musiziert haben. Und nach der Kinderchristmette, wenn der Druck der Verantwortung weg war, war für mich dann auch Weihnachten. Der Gottesdienst war wie ein Auftakt zum eigentlichen Fest.
Y
Dazu fällt mir nun wirklich nichts ein. Dir vielleicht?
Zimtsterne
Das ist ein Gebäck, das besonders intensiv nach Weihnachten duftet. Mmmmh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-11 14:34:38 mit dem Titel Adventsalphabet
Sind ja jetzt nur noch zwei Wochen bis dahin - und vielleicht findet der eine oder andere ja einen nette Anregung für die bevorstehende \"stille Zeit\".
Ich persönlich finde es immer schade,wenn der Advent in Hektik fast \"untergeht\", und deshalb versuche ich schon mal, mich darauf vorzubereiten. Vielleicht kann ich dann die Hektik etwas \"entzerren\".
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----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-18 11:52:06 mit dem Titel Arbeitslosigkeit
Ich war auch mal arbeitslos.
Es ist nun schon mehr als 15 Jahre her.
Damals hatte ich nach einem pädagogischen Studium das Anerkennungsjahr gemacht und wurde nicht übernommen. Es war die Zeit der arbeitslosen Lehrer und Sozialpädagogen. Als Mathe- oder Physik-Lehrer hatte man ja noch die Aussicht, in der noch jungen Computerbranche unterzukommen. Aber ich?
Eine Familie war zu ernähren. Die Kinder waren noch klein. Keine einfache Situation war das damals.
Ziemlich ohne jede Hoffnung auf eine Lösung des Problems ging ich denn zum Arbeitsamt. Immerhin: ich galt zwar als schwer vermittelbar, aber doch eher zu der \"gehobenen\" Klasse bei den Arbeitslosen, da ich immerhin ein Studium hatte. Ich durfte in Hannover in den obersten Stock des Arbeitsamtes.
\"Was können Sie denn sonst noch?\" fragte mich der Vermittler mit mitleidigem Blick. Pädagogen liefen ja wirklich genug herum auf dem Flur.
\"Na ja, in der Schule war ich mal ganz gut in Mathematik.\"
Das war ein Schlüsselwort! Mein Gegenüber strahlte. \"Dann habe ich was für Sie!\" Er gab mir eine Telefonnummer, eine Adresse und den Hinweis, daß dort am nächsten Morgen Vorstellungsgespräche seien.
Ich bin hingegangen. Wieviele Bewerber da saßen, weiß ich nicht mehr. Wir wurden alle zusammen in einen Raum gebeten, wo man uns einen Vortrag über die Firma und ihre Aufgaben hielt. Das klang ja alles sehr interessant - aber eben auch recht fremd. Aber was hatte ich schon für eine Wahl?
Ich muß vielleicht noch erklären, daß es damals ein Gesetz gab (das ist zwischendurch mehrmals geändert worden, was heute gilt, weiß ich nicht), nach dem man einen Anspruch auf eine Umschulung hatte, wenn man eine abgeschlossene Ausbildung hatte und 18 Monate gearbeitet hatte. Die Firmen bekamen für 18-Monats-Verträge Zuschüsse vom Staat, ähnlich wie bei ABM.
Nach dem Vortrag konnten wir noch Fragen stellen - aber ich bin fast sicher, daß niemand davon Gebrauch machte. Und dann wurden wir - falls wir noch Interesse hatten - noch zu Einzelgesprächen gebeten.
Ich habe von diesem Einzelgespräch nur in Erinnerung, daß ich gefragt wurde: \"Trauen Sie sich die Arbeit bei uns zu?\" - Nie vorher und nie hinterher in meinem Leben habe ich so geblufft wie in dem Moment, als ich meinem Gegenüber direkt in die Augen gesehen habe und mit fester Stimme \"Ja\" gesagt habe.
Ich bekam einen Vertrag.
18 Monate lang hat mir die Arbeit tatsächlich Spaß gemacht. Ich lernte schnell und viel und bekam auch Verantwortung. Mit Kollegen und Vorgesetzten kam ich prima klar. Der Verdienst stimmte auch einigermaßen. Wir konnten davon leben.
In der ganzen Zeit wurden immer wieder auch Leute aus diesen befristeten Verträgen übernommen. Das war natürlich auch meine Hoffnung: nicht wieder ins Ungewisse müssen, einfach dort weiterarbeiten können.
Leider ging es der Firma dann bald schlechter. Entlassungen standen an. Und obwohl meine Chefs sich aktiv für mich einsetzten, konnte ich in der Situation natürlich auch nicht übernommen werden.
Es blieb mir nichts anderes übrig: ich mußte wieder zum Arbeitsamt.
Da man als angelernte Kraft natürlich wenig Chancen hatte, war klar, daß ich die Chance auf eine Umschulung nutzen wollte. Es sollte was mit Computern sein, weil ich inzwischen gemerkt hatte, daß ich das auch konnte.
Über verschiedene Lehrgänge habe ich mich informiert. Allerdings gab es auch damals beim Arbeitsamt nur spärliche Informationen. Die Gespräche mit anderen Betroffenen brachten mehr. Ich entschied mich für eine zweijährige Berufsfachschule mit einer technischen Ausrichtung.
Und mit dieser festen Vorstellung kam ich zum Berater beim Arbeitsamt. Inzwischen war natürlich nicht mehr der nette Herr für mich zuständig, dem ich noch heute zutiefst für die erste Vermittlung dankbar bin.
Der neue Berater sah mich an, sah, daß ich eine Frau war, blickte auf meinen Lebenslauf und meinte: \"Das können Sie doch gar nicht.\" Er wollte mich statt in die technische Richtung lieber in die wirtschaftswissenschaftliche drängen. Zu meinem Glück ließ ich mich nicht beirren.
Ich bestand die Aufnahmeprüfung im Vorübergehen. Die zwei Jahre gingen um wie nichts, und ich machte den Abschluß als Lehrgangsbeste. Das Zeugnis hätte ich gerne diesem dummen Berater vom Arbeitsamt gezeigt, der mir den Lehrgang nicht zugetraut hatte - aber ich hatte mir leider seinen Namen nicht gemerkt.
Nach dieser Ausbildung, die nun schon 13 Jahre her ist, bekam ich einen guten Arbeitsplatz. Auch wenn ich manchmal lieber etwas ganz anderes machen würde (Computer finde ich einfach schrecklich langweilig): um einen Arbeitsplatz brauche ich mir wohl keine Sorgen mehr zu machen.
Was will ich nun damit sagen:
Erst mal möchte ich allen Mut machen, die auf Arbeitssuche sind: auch wenn die Lage manchmal ziemlich aussichtslos scheint: gebt nicht auf. Meine Voraussetzungen waren auch nicht gerade gut.
Macht Euch selber ein klares Bild davon, was Ihr wollt. Mit nur vagen Vorstellungen konnte man auch vor 15 Jahren nicht besonders weit kommen. Ich bin noch immer froh, daß ich mich nicht von meinem Umschulungswunsch habe abbringen lassen.
Ich denke auch, daß eine Menge Eigeninitiative erforderlich ist. Und man muß sich über alles selber informieren. Nur mit Glück trifft man wohl auf Vermittler und Berater, die auch mal eine ungewöhnliche Frage stellen (\"was können Sie sonst noch\") und von Klischees abweichen.
Eine gute - und ich meine eine wirklich gute und anerkannte - Ausbildung scheint eine wichtige Voraussetzung zu sein, wenn sie auch kein Garant ist. Auch bei Lehrgängen, die vom Arbeitsamt gefördert werden, gibt es leider qualitativ große Unterschiede. Zu viele schöpfen nur die Fördergelder ab. Das ist auch der Eindruck bei dem, was ich in der letzten Zeit beobachten konnte.
Ich war vor knapp zwei Jahren auch mal mit meinem Sohn beim Arbeitsamt. Seine Voraussetzugen mit der verpatzten Schule waren wirklich so schlecht, wie es nur eben ging. Ich habe aber gemerkt: wenn man mit Selbstbewußtsein und klaren Vorstellungen und Zielen da hingeht, und wenn man hartnäckig darauf beharrt, dann bekommt man auch Unterstützung.
Notfalls hilft echt nur eins: allen Mut zusammennehmen und bluffen! Ja sagen - mit fester Stimme, auch wenn man ganz tief drinnen Nein denkt. Ja sagen, und dann aber auch selber Ja glauben.
\"Ja, ich kann das! Ich traue mir das zu.\" Das scheint immer noch ein Schlüssel-Satz zu sein.
13 Bewertungen, 2 Kommentare
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12.04.2007, 12:54 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreichSH und sonnige Grüße !!
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17.01.2007, 19:56 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh & lg Sarah



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