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Erfahrungsbericht von annika100

Aids

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Immer mehr Menschen erkranken an Aids, obwohl jeder weiß, wie man es bekommen kann,wie böse es ist und wie man sich davor schützen kann.
Ich finde, das man sich mal richtig mit diesen Thema auseinander setzen sollte, ich ahbe dies getan, in der Schule und auch Privat.


Zu Beginn des neuen Jahrtausends sterben mehr Menschen an Aids als jemals zuvor: Drei Millionen allein in diesem Jahr. Auch wenn hierzulande die Zahl der HIV-Neuinfektionen zurückgeht - Entwarnung bedeutet das noch lange nicht. Weltweit ist die Seuche noch immer auf dem Vormarsch, in Afrika könnte das tödliche Virus sogar eine ganze Generation vernichten.

Trotz aller Anstrengungen der Aidsforschung gibt es noch immer kein Heilmittel für die tödliche Seuche. Wer sich mit dem HI-Virus infiziert - und dies sind auch in Deutschland rund 2.00 Menschen pro Jahr - kann die Symptome bekämpfen und die Krankheit am Ausbrechen hindern. Das Virus völlig aus dem Körper vertreiben kann er jedoch nicht. Noch nicht.

Wie ist der Stand der Aids-Forschung im Jahr 2000 - knapp 20 Jahre nach dem Auftreten der Epidemie? Wird es in absehbarer Zeit ein Mittel geben, dass effektiv und vor allem billig genug ist, um auch die Millionen von HIV-Infizierten in Afrika vor dem Tod durch Aids zu retten? Wird es einen Impfstoff geben, der Menschen weltweit vor der Infektion mit dem tödlichen Virus schützt?



Positiv ist nicht gleich Krank
Die Stadien einer HIV-Infektion

Eine HIV-Infektion ist nicht gleichbedeutend mit Aids. Zwar ist das HI-Virus der Erreger der Krankheit, doch zwischen der HIV-Infektion und dem Ausbruch von Aids vergehen oft Jahre. Wenn geeignete Medikamente unternommen werden, kann es sogar sein, dass die Krankheit überhaupt nicht ausbricht. Doch was geschieht im Körper, wenn man sich infiziert? Wie läuft eine Infektion ab? Was sind die Symptome?

HIV-Positiv
Rund 45 Tage bis maximal sechs Monate nach der Infektion hat die Immunabwehr so viele Antikörper gegen das Virus gebildet, dass sie in einem der gängigen HIV-Tests nachgewiesen werden können.
Asymptomatische HIV-Infektion.

In diesem Stadium, das Monate oder auch Jahre anhalten kann, hinterlässt die Infektion keine speziellen Symptome. Die Lymphknoten können zwar leicht geschwollen sein, aber im großen und Ganzen ist der Infizierte in seiner Fitness nicht besonders beeinträchtigt. Trotzdem kann die Anzahl der T-Helferzellen schon abgesunken sein, denn das Virus legt nach der Infektion in der Regel keine Ruhephase ein, sondern vermehrt sich die ganze Zeit über.

Symptomatische HIV-Infektion/Aids
Studien haben gezeigt, dass mit steigender Dauer der HIV-Infektion auch die Wahrscheinlichkeit zunimmt, deutliche Krankheitssymptome zu entwickeln. Wann die Krankheit jedoch beim Einzelnen ausbricht, ist von einer ganzen Reihe von Cofaktoren abhängig. Zu den begünstigenden Faktoren zählen höheres Alter, Infektion durch heterosexuelle Kontakte, schlechte Ernährung und Immunschwäche, Stress, und vermutlich auch genetische Faktoren.

Die Symptome beim Ausbruch der Krankheit stammen meist von sekundären Infektionen, die sich wegen des durch den HI-Virus geschwächten Immunsystems ungehemmt ausbreiten können. Zu diesen opportunistischen Infektionen gehören typischerweise Pilzinfektionen, Lungenentzündungen oder Tumore. Zwar kann auch der Aidserreger selbst Symptome verursachen, darunter der langsame Gewichtsverlust und in einigen Fällen Gedächtnisstörungen, aber die große Mehrheit der Aids-Symptome stammt nicht vom Virus sondern von anderen Erregern.


Was geschieht bei einer Infektion?
Kleines ABC der Abwehrzellen


Gegen Eindringlinge von außen ist der menschliche Körper mit einem Heer von unterschiedlich spezialisierten Abwehrzellen ausgestattet. Über Botenstoffe und das Lymphsystem kommunizieren sie und koordinieren so die Abwehrstrategie des Körpers.

Makrophagen
Die ersten Abwehrzellen, mit denen ein eingedrungener Fremdkörper in Berührung kommt, sind meist die Makrophagen. Diese \"Fresszellen\" des Immunsystems sind in fast allen Geweben des Körpers präsent und zirkulieren zusätzlich auch im Blut. Sie verschlingen als fremd erkannte Mikroorganismen und andere Antigene und verdauen sie. Außerdem produzieren sie verschiedene starke Wirkstoffe, die andere wichtige Reparatur- und Abwehrzellen anlocken.

Neben ihrer Funktion als unspezifische \"Gesundheitspolizei\" und allgemeines \"Aufräumkommando\" spielen sie für die Einleitung einer spezifischen Immunreaktion eine entscheidende Rolle: Sie transportieren aufgenommene Antigene zu den Lymphknoten und präsentieren sie dort den Lymphozyten, den Zellen, die die Produktion von Antikörpern einleiten und steuern.

Lymphozyten
Die wichtigsten \"Agenten\" der Immunabwehr des Körpers sind die Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Ein erwachsener Mensch hat knapp über tausend unterschiedliche lymphatische Zellen, sie machen zwei Prozent des Körpergewichts aus. Für die spezifische Abwehr gegen HIV und andere Viren sind vor allem drei Typen von Lymphozyten entscheidend: die T-Helferzellen, T-Killerzellen und B-Lymphozyten.

B-Lymphozyten
Die Vorläuferzellen aller Lymphozyten bilden sich, wie alle Blutzellen im Knochenmark und wandern dann an ihre jeweiligen Einsatzorte. Ein Teil von ihnen reift jedoch noch im Knochenmark zu den sogenannten B-Zellen - abgeleitet von \"bone marrow\" dem englischen Begriff für Knochenmark - heran. Ihre Aufgabe ist es, jeweils auf einen Fremdkörper zu reagieren und die Produktion von spezifischen Antikörpern gegen den Eindringling auszulösen. Damit das Immunsystem bei einem erneuten Kontakt mit dem Fremdkörper vorbereitet ist, \"merkt\" sich ein Teil der B-Zellen, die sogenannten Gedächtniszellen, den Fremdstoff, und kann daher beim nächsten Mal direkt mit der Produktion der passenden Antikörper beginnen. Diese \"sekundäre Immunantwort\" liegt auch den meisten Schutzimpfungen zugrunde.

T-Zellen
Wichtigste Eigenschaft der Lymphozyten ist ihre Fähigkeit, nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip mit einer bestimmten Molekülform zu reagieren. Sie tragen auf ihrer Oberfläche Rezeptoren - das \"Schloss\" - die speziell an die Struktur eines von Millionen von verschiedenen Fremdkörpern angepasst sind - den \"Schlüssel\". Für die Entwicklung neuer \"Schlösser\" sind die T-Zellen verantwortlich.

Ihre Vorläuferzellen entstehen, wie die B-Zellen im Knochenmark, sie wandern jedoch schon früh in die unter dem Brustbein gelegene Thymusdrüse aus und werden dort darauf geeicht, zwischen \"fremd\" und \"körpereigen\" zu unterscheiden.

Präsentiert ihnen eine Fresszelle einen \"Eindringling\", erkennen sie ihn anhand der komplizierten Struktur aus zelleigenem und -fremdem Protein auf der Oberfläche der Makrophagen als \"neu und fremd\" und setzen die spezifische Immunabwehr in Gang. Sie beginnen sich zu vermehren und differenzieren sich dabei in zwei Zelltypen aus:

Die T-Helferzellen tragen auf ihrer Oberfläche einen speziellen Rezeptor, das CD4, der bei der HIV-Infektion eine Schlüsselrolle spielt, da er einer der Einfallstores für das Virus bei der Zerstörung der T-Helferzellen ist. Bei der Immunantwort schütten die T-Helferzellen bestimmte Substanzen aus, die Cytokine, die die antikörperproduzierenden B-Zellen zu schnellerem Wachstum anregen und sie aktivieren.

Die zweite T-Zellsorte sind die T-Killerzellen, auch CD8+ Zellen genannt. Sie können sich gezielt mit dem Fremdkörper verbinden und ihn zerstören. Bei einer HIV-Infektion erkennen sie die vom Virus befallenen Zellen an einem speziellen Marker auf der Zelloberfläche und zerstören sie. Fatalerweise befällt das HI-Virus bei einer Infektion nicht nur die \"normalen\" Körperzellen, sondern, und dies macht die Krankheit so schwer bekämpfbar, auch die entscheidenden Zellen des Immunsystems, die T-Helferzellen und die Killerzellen. Damit schaltet es effektiv die wichtigsten Abwehrwaffen des Körpers aus und kann sich erfolgreich vermehren...




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-10 19:02:10 mit dem Titel Schnupfen oder Allergie?

Ich selber habe auch Allergien.
Ich bin allergisch auf Katzen, aber davon merke ich nichts,
Hausstaub dagegen mehr, ich habe das ganze Jahr über so etwas wie einen leichten Schnupfen, der kommt und geht, wie er es will.
Und was bei mir das allerschlimmste ist, ich habe eine Schokoladenallergie.
Die macht sich dadurch bemerkbar, wenn ich Schokolade esse, dann kommen innerhalb von ca. einer Stund tausende von Pickeln in mein Gesicht und die jucken und tun weh.
Hier ein paar Texte, die vielleicht ganz nützlich sind.


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Schnupfen oder Allergie?
Einige typische Allergie- Symptome



Woran erkennt man, ob der lästige Schnupfen eine Infektion oder ein Heuschnupfen ist? Kann Kopfweh ein Allergiesymptom sein? Endgültigen Aufschluß darüber, ob es sich um eine Allergie handelt oder nicht, kann natürlich nur ein Besuch beim Arzt und ein Allergietest geben, dennoch kann ein Zusammentreffen von mehreren der im Folgenden beschriebenen Symtome schon ein erstes Warnzeichen sein.

Gerötete, tränende und geschwollene Augen in Kombination mit laufender oder verstopfter Nase und häufiger Niesreiz ohne daß Fieber, Gliederschmerzen oder andere eindeutige Erkältungssymptome dazukommen. Wichtig ist es auch, darauf zu achten, wann die Beschwerden am schlimmsten sind: Typisch für eine Hausstauballergie ist beispielsweise die Verschlimmerung der Symptome im Bett und morgens nach dem Aufstehen, Heuschnupfen verschlechtert sich eher draußen oder gegen Abend.
Dauert der „Schnupfen\" länger als einige Wochen, ist in jedem Falle ein Arztbesuch ratsam, ebenso bei häufigem Husten oder Atemnot ohne begleitende Erkältungssymptome.
Treten nach dem Essen bestimmter Lebensmittel regelmäßig Übelkeit oder Verdauungsprobleme auf, liegt vielleicht eine Unverträglichkeit vor. Kopfschmerzen nach dem Genuß von Kaffee oder Schokolade können ebenfalls allergischen Ursprungs sein.
Rötungen, Entzündungen und nässende oder juckende Hautausschläge müssen zwar nicht, können aber durch eine allergische Reaktion auf bestimmte Substanzen entstehen.
Gerade wenn Eltern oder Großeltern bereits unter Allergien leiden, sollten Symptome dieser oder ähnlicher Art ein Grund sein, doch mal zum Arzt zu gehen und vielleicht einen Allergietest machen zu lassen.


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Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen der Umwelt. \"Überschießend\" heißt die Reaktion, weil das körpereigene Immunsystem auf Fremdstoffe (z.B. Pollen) anspricht, die anders als Krankheitskeime eigentlich keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Prinzipiell kann jeder Stoff in unserer Umwelt zum Auslöser einer Allergie werden - vom Apfel bis zur Zwiebel, vom Angorafell bis zur Zahnpasta. Für 20.000 Substanzen ist nach vorsichtigen Schätzungen eine allergieauslösende Wirkung bekannt.

Bei den meisten Allergenen handelt es sich um Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft, beispielsweise von Blütenpollen, Milben und Schimmelpilzen.
Allergische Symptome . .

. . am Auge:Bindehautentzündung, Lidschwellung

. . in den Atemwegen: Heuschnupfen (saisonaler Schnupfen), Dauerschnupfen, Schwellungen der Atemwege, Asthmatische Beschwerden

. . an der Haut: Nesselsucht (Urtikaria), Angioödem / Quincke-Ödem, Ekzeme, Neurodermitis

. . im Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Durchfall, Magenschleimhautentzündung

. . allgemeine Reaktionen: generalisierter Juckreiz, Gelenkschmerzen (rheumatische Beschwerden), Fieber, Migräne, Depression / anhaltende Müdigkeit, Kreislaufzusammenbruch (anaphylaktischer Schock).


Allergiediagnostik
Bei der Diagnostik allergischer Erkrankungen besteht das spezielle Problem, dass den Krankheitsbeschwerden - wie etwa Schnupfen, Asthma, Ekzeme, Magen-Darm-Beschwerden oder Migräne - eine Unmenge allergieauslösender Substanzen gegenüberstehen. Um aus den mindestens 20.000 bisher wissenschaftlich bekannten Allergenen das für den Patienten Zutreffende herauszufinden, bedarf es \"detektivischer Fähigkeiten\" und aufwendiger Diagnosemethoden. Die Allergiediagnostik verläuft in der Regel nach folgenden vier Stufen:

1. Anamnese

Aus der Erhebung der allergologischen Krankheitsvorgeschichte können bereits wertvolle Hinweise auf den möglichen Allergieauslöser gewonnen werden. Zusätzlich sollen die häusliche und berufliche Umwelt, die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie die zumindest orientierende Erfassung des psychosozialen Umfeldes berücksichtigt werden. In besonderer Weise sind selbstbeobachtete Beziehungen zwischen den allergischen Symptomen und möglichen Allergenen sowie die Umgebungsbedingungen privater und beruflicher Art festzuhalten. Besonders wichtig sind die Erfassung des Krankheitsbeginns (auch möglicher \"Vorboten\") und die Hinweise auf den primären Allergenkontakt.

2. Hauttests

Hauttests (Prick-Test, Intrakutantest, Scratch-Test und Reibtest) sind das Fundament der Allergendiagnostik. Hier werden Proben verschiedener Substanzen (mögliche Allergene) auf die Haut aufgebracht und beobachtet, ob eine allergische Reaktion an dieser Hautstelle (als Pustel oder Quaddel) auftritt. Je nach diagnostischer Zielsetzung kann sich der Arzt beschränken und durch Einzelproben die laut vorhergehender Befragung verdächtigen Allergene prüfen (\"Bestätigungstest\"). In den meisten Fällen jedoch handelt es sich um eine Suchdiagnostik, bei der es darauf ankommt, durch Gruppenextrakte in einer einzigen Sitzung ein möglichst breites Allergenspektrum zu erfassen. Hauttests führen zu falschen Ergebnissen, wenn gleichzeitig Antihistaminika oder Kortikosteroide eingenommen werden. Daher sollten schon 5 Tage vor einem beabsichtigten Hauttest Antihistaminika gemieden werden.

Prick-Test: Auf dem Arm wird ein Tropfen mit der Testlösung aufgetragen und dann die Haut an dieser Stelle mit der Prick-Lanzette ca. 1 mm tief durchstochen. Im Falle einer bestehenden Allergie gegen die Testsubstanz hat sich nach ca. 20 min dann an dieser Stelle eine Quaddel gebildet. Bei Allergien des Soforttyps wird der Prick-Test als Standardmethode angewandt.

Intrakutantest: Der Intrakutantest ist etwa 10.000mal empfindlicher als der Prick-Test, ergibt aber häufiger falsch positive Ergebnisse, vor allem bei Nahrungsmittelallergenen. Hierbei wird das Allergen mit einer Nadel in die Haut gespritzt.

Scratch-Test: Durch die aufgetragenen Testlösung wird die Haut oberflächlich angeritzt. Wegen des relativ großen Hautreizung ist dieser Test nicht immer eindeutig. Daher hat der Scratch-Test heute an Bedeutung verloren.

Reibtest: Das Allergen bzw. das native/originale Testmaterial wird mehrfach auf der Innenseite des Unterarms hin- und hergerieben. Dieser Test wird dann eingesetzt, wenn eine hochgradige Sensibilisierung des Patienten besteht. Da dieser Test mit dem natürlichen Allergen durchgeführt wird, ist er auch geeignet, wenn die Allergieauslösende Substanz nicht in industriell vorgefertigter Ausführung erhältlich ist.

Epikutantest (Pflastertest): Pflaster mit allergenhaltiger Substanz werden auf die Haut (bevorzugt Rücken) geklebt und nach 24, 48 oder 72 Stunden abgelesen. Dieser Test dient zur Identifizierung von Typ-IV-Allergenen.

3. Labortests

Bluttests: Hier werden mit Hilfe von Blutproben die Reaktionsbereitschaft und spezifische Sensibilisierung gegen die untersuchten Allergene im Labor untersucht. Ein Kriterium ist das Vorhandensein spezifischer IgE-Antikörper.

4. Nachanamnese und Provokationstest

Die Deutung des Testergebnisses erfordert immer eine Überprüfung durch Erhebung einer \"Nachanamnese\" (Ist der Patient überhaupt dem Allergen ausgesetzt? Passen Symptome und Testergebnis zusammen?). Ob der durch positive Hauttests und/oder Bluttests ermittelte IgE-Antikörper einer aktuellen klinischen Wirksamkeit des jeweiligen Allergens entspricht, kann nur durch direkte Prüfung am betreffenden Organ mit Hilfe eines Provokationstests endgültig geklärt werden.

Provokationstest: Im Provokationstest wird das klinische Symptom (z.B. Bindehautentzündung mit Rötung und Augentränen, Asthma, Hautausschlag, Ekzem) reproduziert durch weitgehende Nachahmung der \"natürlichen Bedingungen\", z.B. bei einer Hausstaubmilbenallergie wird das Milbenallergen in die Atemwege geblasen.



Therapiemaßnahmen bei Allergien
1. Allergenkarenz

Das Meiden des Kontakts mit dem beschwerdeverursachenden Allergen (Allergenkarenz) ist die beste, sicherste Methode zur Therapie. Nahrungsmittel, auf die man allergisch reagiert, sollen nicht gegessen werden. Im Falle einer Nickelallergie wäre nickelhaltiger Schmuck (Modeschmuck, Weißgold) zu meiden. Eine Karenz ist jedoch nicht immer leicht durchzuführen. Insbesondere bei in der Luft vorhandenen Allergenen wie Pollen und Schimmelpilzen wird dies schwierig, weil diese Allergene mit der Luft oft über mehr als 100 km verbreitet werden. Ein Pollenallergiker müsste während der Blütezeit seines Pollens in Klimazonen verreisen, in denen die Blühzeiten zeitlich anders verlaufen oder die Pflanze, auf die er allergisch reagiert, am besten gar nicht vorkommt. Oft ist ein Aufenthalt im Hochgebirge oder an Küstenbereichen bzw. auf den Inseln günstig. Wenn solche Maßnahmen nicht möglich sind, um den Kontakt mit dem Allergen zu unterbinden, ist eine Hyposensibilisierung angezeigt.

2. Hyposensibilisierung

Die einzige ursächliche Therapie von Allergien ist die Hyposensibilisierung (sinngemäß: \"unempfindlich machen\"). Die Idee dieser Behandlung ist es, dem Allergiekranken das für ihn aktuelle Allergen allmählich in steigender Dosis zuzuführen, um ihn so dagegen unempfindlich zu machen. Die Behandlung wird mit aufgereinigtem Allergenextrakt durchgeführt. Im Laufe von meist zwei bis drei Jahren bekommt der Patient langsam steigende Dosen dieser Allergenlösungen gespritzt (klassische Hyposensibilisierung) oder alternativ in Tropfenform verabreicht (orale Hyposensibilisierung). Die Dosierung wird dabei stets derart gewählt, dass gerade noch keine allergische Reaktion ausgelöst wird. Eine Hyposensibilisierung sollte stets von einem allergologisch erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Bei unfachmännischer Handhabung kann sie Nebenwirkungen aufweisen. Richtig angewandt hingegen ist die Hyposensibilisierung eine erfolgversprechende Therapie.

3. Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Behandlung dient zur Linderung und Vermeidung der Krankheitssymptome und zur Behandlung der entzündlichen Schleimhautschwellungen. Sie bekämpft zwar nur die Symptome, nicht die Ursache, ist jedoch oft die einzige Möglichkeit, um den betroffenen Patienten, beschwerdefreie oder mit nur geringen Beschwerden belastete Tage zu verschaffen.


Antihistaminika
Im Verlauf der allergischen Reaktionen wird vermehrt Histamin freigesetzt, das als Botenstoff die allergischen Reaktionen des Körpers, wie Juckreiz, Schleimhautschwellung usw. veranlasst. Antihistaminika-Präparate wirken den Histamin-Effekten entgegen. Sie helfen dadurch gegen den Juckreiz und Hautausschlag, mindern Schwellungen und dämmen Niesattacken und Nasenfluss ein. Die beschwerdelindernden Wirkungen treten bereits nach wenigen Minuten ein. Präparate, die direkt lokal am Ort der Beschwerden (also Nase oder Augen) eingesetzt werden, verursachen fast keine Nebenwirkungen mehr.


Dinatriumcromoglycat (DNCG)
DNCG stabilisiert die Mastzellen und blockiert damit deren Histaminausschüttung. DNCG wirkt nicht bei akut auftretenden Beschwerden, sondern vorbeugend. Deshalb muss DNCG beispielsweise während der Pollensaison regelmäßig (täglich) angewendet werden, oder ca. eine Stunde vor dem Genuss einer Mahlzeit, die Nahrungsallergene enthalten könnte.


Kortison
Das Kortison, ein körpereigenes Hormon der Nebennierenrinde, wird eingesetzt, um bleibende Schäden als Folge der chronischen, allergisch verursachten Entzündung in ihrem Ausmaß zurückzuhalten. Bei inhalativen Allergien wird es überwiegend als Spray zur Inhalation oder als Nasenspray eingesetzt. Kortison schützt die Schleimhäute vor den Entzündungserscheinungen. Als Spray ist es nahezu frei von Nebenwirkungen, da es hier direkt an die Schleimhäute und nicht in den Blutkreislauf gelangt. Auch Kortison entfaltet seine Wirkung vorbeugend; es wirkt nicht im akuten Anfall. Bei Hautekzemen werden kortisonhaltige Hautcremes verwendet, um das Ekzem zum Abheilen zu bringen und einer chronischen Hautveränderung vorzubeugen.

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Hier meine Allergien:

Hausstaubmilben-Allergie
Die Hausstauballergie wird vorwiegend durch die im Hausstaub lebenden Milben ausgelöst, wobei das eigentliche Allergen aus dem Kot der Milben stammt. Die Hausstaubmilben sind ganz natürliche Mitbewohner unserer häuslichen Umgebung und haben nichts mit Unsauberkeit zu tun. Sie übertragen auch keinerlei Krankheiten. Die Milben sind 0,1 bis 0,5 mm groß und daher mit bloßem Auge nicht zu sehen.

Eine Milbe produziert im Laufe ihres zwei bis vier Monate langen Lebens etwa das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen. Die Kotbällchen, die zunächst noch von einer schleimartigen Schicht umgeben sind, zerfallen nach deren Austrocknen in sehr kleine Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden. Durch Bewegungen von Textilien, wie Bettdecke oder Matratze, Polstermöbeln und Teppichen, sowie durch den Luftzug z. B. im Rahmen des Staubsaugens, wird dieser allergenhaltige Staub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert. Dies führt vorwiegend zu allergischen Atemwegserkrankungen wie Augentränen oder -jucken, Fließschnupfen, Niesanfälle, und in schwerwiegenden Fällen tritt Husten, Atemnot und ein allergisches Asthma bronchiale auf.Treten diese heuschnupfenähnlichen Symptome das gesamte Jahr über auf, und sind die Beschwerden besonders nachts und am frühen Morgen nach dem Aufstehen stärker, so deutet dies auf eine Hausstaubmilben-Allergie hin.



Steckbrief der Hausstaubmilbe
Die zwei häufigsten Milbenarten in unserer alltäglichen Umgebung sind die Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Die Milben zählen zur Gruppe der Spinnentiere. Sie ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen und Schimmelpilzen. Täglich verliert der Mensch etwa ein bis zwei Gramm Hautschuppen, genug um davon 1,5 Millionen Hausstaubmilben einen Tag lang zu ernähren.

Zu ihrer Vermehrung und Allergenproduktion benötigen die Milben bestimmte ökologische Voraussetzungen. Neben der Sicherstellung der Nahrung durch menschliche Hautschuppen, Schimmelpilze etc. stellen vor allem Umgebungsfeuchtigkeit und Temperatur die wichtigsten Faktoren dar. Die optimalen Klimabedingungen für die meisten Milbenarten liegen bei einer mittleren relativen Feuchtigkeit von 70 Prozent und einer Temperatur von 25C.Die Hauptvermehrungszeit der Hausstaubmilben liegt in den Monaten Mai bis Oktober. Mit Beginn der Heizperiode und der damit verbundenen Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit stirbt der größte Teil der Milben ab. Damit hat sich nun die maximale Menge an Exkrementen angesammelt, so dass die Beschwerden für den Hausstaubmilben-Allergiker in dieser Zeit am größten sind. Im Hochgebirge, das heißt über 1.200 Meter, sind kaum Hausstaubmilben anzutreffen.



Lebensraum der Hausstaubmilbe
Das Hauptreservoir der Milben sind die Matratzen der Betten. Weitere Lebensräume bieten sich in textilen Polstermöbeln, Teppichen und Teppichböden. Die früher grundsätzlich gegebene Empfehlung bei Hausstaub- bzw. Milbensensibilisierung Teppiche zu entfernen, kann nach dem heutigen Stand der Forschung nicht mehr generell aufrecht erhalten werden. Auch die Anschaffung von Materialien, z.B. Matratzen aus Synthetik und der Verzicht auf organische Materialien hat sich als wenig wirksam erwiesen.

Heute stehen vielmehr verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Milbenwachstum und Allergenproduktion in Innenräumen zu vermindern. Die wichtigste Maßnahme ist, die Matratze des Bettes mit einem milbendichten Schutzbezug (Encasing) zu versehen. Damit wird den Milben ihr Hauptlebensraum abgesperrt und verhindert, dass das Milbenallergen durchdringen kann.



Tipps bei Hausstaubmilbenallergie

Wenn die Matratze älter als acht Jahre ist, sollte sie gegen eine neue ausgetauscht werden.

Matratzen mit speziellen milbendichten Überzügen (Encasings) versehen.

Oberbett, Kopfkissen und Bettwäsche sollten bei 95C waschbar sein, mindestens jedoch bei 60C. Alternativ können Oberbetten/Kopfkissen ebenfalls mit Encasings versehen werden.

Alle Räume stets gut lüften und trocken halten.

Teppiche und Teppichböden können halbjährlich mit sogenannten \"akariziden Mitteln\" (in der Apotheke erhältlich) gereinigt werden.

Polstermöbel müssen regelmäßig gesäubert werden und lassen sich ebenfalls mit akariziden Mitteln behandeln.

Vorsicht vor allem bei alten Polstermöbeln! Hier kann sich vielleicht im Laufe der Jahre eine ansehnliche Milbenpopulation gebildet haben.

Ledermöbel sind unproblematisch. Hier finden Milben keinen Lebensraum.

Bei der Wahl der Staubsauger sollte man auf Geräte mit speziellen Feinstaubfiltern achten. Die Filtertüten sollten nicht länger als 14 bis 21 Tage im Staubsauger bleiben.

Vor allem im Schlafbereich auf Staubfänger verzichten. Dazu gehören Velours, Vorhänge, offene Bücherregale u.a.

Kuscheltiere von Kindern können durch einen Besuch in der Kühltruhe von Milben befreit werden. Alternative sind (bei mind. 60C) waschbare Kuscheltiere.

Als Urlaubsgebiete empfehlen sich für Hausstauballergiker Regionen über 1.200 Meter Höhe.

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Nahrungsmittel-Allergie

Der Verzehr von Nahrungsmitteln bedeutet für fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung nicht nur Genuss. Eine Nahrungsmittel-Allergie zeigt sich beispielsweise mit Juckreiz und Schwellungen im Mund, mit Durchfall, Blähungen, Quaddeln, mit Ekzemen an Haut und Schleimhäuten, mit Husten und Atemnot. Eine Nahrungsmittelallergie kann häufig lange Zeit unentdeckt bleiben. Der Weg zu ihrer Enttarnung ist oft mit wahrer Detektivarbeit verbunden, bei der auch eine qualifizierte Ernährungsberatung nützlich sein kann.



Die Allergiediagnostik stützt sich auf vier Säulen:


Das Gespräch zur Krankengeschichte, die Anamnese, bei der erörtert wird, wann, wo und wie die Symptome erstmals und im weiteren Verlauf beobachtet wurden,

Hauttests oder Bluttests, bei welchen eine Sensibilisierung gegen einzelne Nahrungsmittel über spezielle Antikörper im Blut nachgewiesen wird.

Je nach Eindeutigkeit dieser Tests wird die klinische Diagnose mit (Weglass-) Diät und

Provokationstests durchgeführt.



Tipp zur Diagnose von Nahrungsmittel-Allergien
Führen Sie bei Verdacht auf Nahrungsmittel-Allergien ein Ernährungstagebuch und tragen Sie so genau wie möglich ein, wann Sie was gegessen haben und wann welche Symptome aufgetreten sind. Vergessen Sie dabei auch nicht Zwischenmahlzeiten, kleine Naschereien, Gewürze und gegebenenfalls Marken / Artikel, um Zusammensetzungen von Produkten nachfragen zu können.

Die erste Wahl im Umgang mit Nahrungsmittel-Allergien liegt in der Karenzkost, d.h. im Vermeiden der Lebensmittel bzw. Inhaltsstoffe, die Probleme auslösen. Wichtig ist jedoch, nicht einfach ein Nahrungsmittel wegzulassen, sondern eine ausgewogene Ernährung trotz Allergie zu gewährleisten.

Zu den häufigsten Nahrungsmittel-Allergenen gehören Milch, Hühnerei, Nüsse, Weizen, Obst (als Kreuzreaktion auf Pollen-Allergien) und Soja.

Milch-Allergie
Auslöser der allergischen Reaktionen ist das Protein der Milch, wobei bislang fünf verschiedene Eiweiß-Komponenten bekannt sind, von denen vor allem Casein und ß-Lactoglobulin als häufigste Auslöser gelten.Da nicht jeder Kuhmilch-Allergiker auf alle fünf Komponenten reagiert, wird teilweise gekochte Milch oder ein Sauermilchprodukt vertragen.

Zu der breiten Palette der Milchprodukte, die im Zweifelsfall gemieden werden müssen, gehören neben Trinkmilch, Joghurt, Sahne, Quark und ähnlichem auch Wurstwaren wie Brühwürste, Schinkenwurst, fertig paniertes Fleisch, Fleischkonserven, Heringsalat, Fertiggerichte, Brote, die Milch enthalten können, (wie Graham-, Toast- und Buttermilchbrot, Brötchen, Hefezopf), Waffeln, Kuchen, Pfannkuchen, Milchreis, Kartoffelfertigprodukte, Nougatcreme, Pudding, Eisspeisen, Schokolade, Karamellbonbons, fertige Saucen, Mayonnaise, Ketchup, Sahnelikör.

Milch wird zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt, zum Beispiel als Bindemittel in Fertigprodukten, zur Aufwertung des Eiweißgehaltes in Fleischerzeugnissen, zur Verfeinerung von Feinkostsalaten, als Flüssigkeitszugabe in Kuchen, Brot und Gebäck. Wichtig ist es daher, das Zutatenverzeichnis genau zu lesen. Hinweise auf Milcheiweiß liefern Begriffe wie: Molkenprotein, Süßmolke, Sauermolke, Casein, Kaseinate.

Ersatz für Milch
Als Ersatz kommen teilweise Ziegen- und Schafkäse in Frage. Hier treten Kreuzreaktionen selten auf. Hingegen vertragen viele Kuhmilch-Allergiker keine Soja-Produkte.Bei Vermeidung aller Milchprodukte, muss die Ernährung um bestimmte Vitamine und Nährstoffquellen ergänzt werden.
Hierzu gehört vor allem Calcium. Calciumreiche Nahrungsmittel sind Gemüsesorten wie Broccoli, Grünkohl und Fenchel, Hülsenfrüchte, Gartenkräuter, wobei diese alleine kaum den ganzen Tagesbedarf decken. Calcium wird besser vom Körper verwertet, wenn ausreichend Vitamin D vorhanden ist. Vitamin D ist in Fisch enthalten, bildet sich jedoch auch bei Sonneneinstrahlung in der Haut.
Calciumreiche Mineralwasser sind ein wichtiger Calcium-Lieferant. Es gibt Sorten, mit bis zu 800mg Calcium pro Liter.

Hühnerei-Allergie
Reagiert wird nicht auf das ganze Ei, sondern auf bestimmte Inhaltstoffe, die Proteine bzw. das Eiweiß. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man das Eigelb verträgt. Eiweiß ist hier vielmehr der Oberbegriff für eine Nährstoffgruppe. Die Allergie-Auslöser des Eies - wie zum Beispiel das Ovalbumin - werden teilweise durch das Erhitzen zerstört. Da andere Eiweiß-Fraktionen jedoch hitzestabil sind, muss Ei in jeder Form gemieden werden.Hierzu gehören nicht nur Eierspeisen, sondern auch Produkte wie Panaden, Cremespeisen, Mayonnaise et cetera.

Durch ihre vielseitigen Eigenschaften werden Eier in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. So etwa


- als Bindemittel in Teig- und Backwaren, Panaden, Mehl- und Kartoffelklößen,
- als Emulgator in Saucen, Cremespeisen, Mayonnaise, Eierlikör,
- als Lockerungsmittel in Süßspeisen,
- als Treibmittel in Backwaren, Souffles,
- als Klärmittel in Brühe, Aspik.



In der Deklaration von Nahrungsmittel muss man auf Begriffe wie Vollei, Eiklar, Weissei, Eigelb, aber auf Wörter mit der Vorsilbe äOvo-...ô achten.In manchen Speisen vermutet man auf Anhieb kein Eiereiweiß. Daher nachfolgende Aufzählung als kleine Hilfe. Ei ist vielfach enthalten in: Fertigsalaten, panierten Gerichten, Gemüse-Fertiggerichten, Zwieback, Nudelgerichten, Wermuthweinen wie Campari, Speiseeis, Lebkuchen, Negerküssen, Zuckerwatte, vielen Bonbons, Saucen, Hefezopf, Semmelknödel, Frikadellen.
Um den Proteinbedarf auch ohne Eier zu decken, empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung.

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Tierhaarallergie

Das eigentliche Allergen sind nicht die Haare der Tiere selbst, sondern stammt aus dem Schweiß, Talg, Speichel oder Urin der Tiere. Diese haften an den Haaren und werden mit den Haaren und dem Staub in der Luft verbreitet. Landen sie auf den Schleimhäuten der Augen, der Nase oder den Bronchien, so können sie eine allergische Reaktion auslösen, wenn der Betreffende auf die jeweilige Tierart sensibilisiert ist.



Die Tierhaare können sich auch an Kleidungsstücke heften. Hierbei kann ein Betroffener sogar schon eine allergische Reaktion zeigen, wenn er z.B. neben jemandem sitzt, an dessen Kleidung sich solche Tierhaare bzw. -hautschuppen befinden. Auf diese Weise kommt es vor, dass jemand, der zu Hause z.B. eine Katze hat, das Katzenallergen mit an seine Arbeitsstätte oder in andere Wohnungen transportieren kann, wo dann ein Kollege, der auf Katzenhaare allergisch reagiert, die typischen allergischen Reaktionen entwickelt. Zu gesundheitlichen Beschwerden kann es bei entsprechend hoch sensibilisierten Tierhaarallergikern auch kommen, wenn sie einen Raum betreten, in dem vorher ein Tier war, auf das sie allergisch reagieren.

Katzen
Das Katzenallergen wird hauptsächlich mit dem Speichel und der Tränenflüssigkeit abgegeben und benetzt auf diese Weise den Feinstaub in der Wohnung, der allergische Reaktionen auslöst. Durch die außerordentlich guten Schwebeeigenschaften dieses Feinstaubes verbleibt das Katzenallergen selbst nach Entfernen der Katze aus der Wohnung noch über Monate in der Luft.Untersuchungen haben gezeigt, dass das Katzenallergen auch in Räume transportiert wird, in denen sich niemals ein Tier aufgehalten hat. So konnte es in Kindergärten in Konzentrationen nachgewiesen werden, die ausreichen, um bei entsprechend sensibilisierten Kindern Allergien und Asthmaanfälle auszulösen. Das Katzenallergen wurde in diesen Fällen über die Kleidung von Kindern, die zu Hause eine Katze hatten, in den Kindergarten hineingetragen und war bei Untersuchungen des Staubes in der Raumluft nachweisbar.

Hunde
Hundehaarsensibilisierungen können rassenspezifisch verlaufen. Hier sollte im einzelnen getestet werden, ob eine Sensibilisierung gegen den eigenen Hund vorliegt. Die Allergene von Hundehaaren weisen im Vergleich zum Katzenallergen ein geringeres Sensibilisierungspotential auf, das Allergen verbleibt auch nicht in der zuvor beschriebenen Weise in der Raumluft.

Vögel
Vögel können ebenfalls Allergien auslösen. Auslöser sind hier sowohl die Federn als auch der Vogelkot. Auch können Vogelmilben die Ursache sein. In diesem Fall besteht oft zusätzlich eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben. Die Symptome - meist direkte Luftnotanfälle - treten hierbei u.a. nach dem direkten Kontakt mit dem Vogel und nach Reinigung der Käfige auf.
Ein anderer Krankheitstyp mit verzögerter Reaktion (Immunkomplexbildung, Typ III) ist bei der sogenannten \"Vogelhalterlunge\" gegeben. Diese häufiger bei Taubenzüchtern anzutreffende Erkrankung zeigt sich ca. 3 bis 6 Stunden nach dem letzten Vogelkontakt mit Symptomen wie Fieber, Husten, Schüttelfrost, Übelkeit, Luftnot. Wird bei diesem Krankheitsbild eine weitere Exposition mit diesen Tieren nicht vermieden, kann sich ein lebensbedrohlicher Krankheitszustand einstellen.



Kann man gegen alle Tiere allergisch sein?
Nein, zumindest ist ein solcher Fall noch nicht bekannt geworden. Am häufigsten sind Allergien nur gegen Katzen oder nur gegen Pferde usw.. Bei einer Hundehaarallergie kann die Allergie auf eine oder wenige Hunderassen begrenzt sein. Die sicherste Behandlungsmöglichkeit bei einer Tierallergie ist zweifelsohne die Entfernung des entsprechenden Tieres aus der Umgebung des Allergikers.Vorsicht ist für einen Tierhaarallergiker auch bei Kleidungs- und Einrichtungsgegenständen aus Tierhaaren geboten. Denn auch Felle, Kleidungsstücke, Teppiche und alle anderen Gegenstände, die aus Tierhaaren gefertigt sind, können auch deren Allergene enthalten (z.B. Kamelhaarmäntel, Rosshaarmatratze, Teppiche aus Tierfell oder Schaffell für Kinder)


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----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-10 19:07:44 mit dem Titel Was ist Asthma?

Eine sehr gut Freundin von mir hat Asthma.
Es ist manchmal richtig übel, wenn sie einen Anfall bekommt, sie ist danach immer so fertig und schläft viel.
sie hat mir einige texte zur information gegeben, da ich das wichtig finde darüber bescheid zu wissen.

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Was ist Asthma?

Kennzeichen des Asthma bronchiale sind die Verkrampfung der Muskeln in der Bronchialwand, die Schwellung der Bronchialschleimhaut und die Produktion von zähem Schleim. Dabei ist die Bronchialschleimhaut eines Asthmatikers in typischer Weise entzündlich verändert. Das auffälligste Symptom ist die keuchende Atmung, die in plötzlichen Anfällen auftritt. Charakteristisch sind auch Husten, Giemen, eine Engegefühl in den Atemwegen, Kurzatmigkeit und Atemnotanfälle, die als Folge unterschiedlichster Reize auftreten können.

Für die moderne Asthma-Therapie stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die zum einen bronchienerweiternd, zum anderen entzündungshemmend wirken. Ihre Anwendung erfolgt abgestuft entsprechend dem Schweregrad des Asthma bronchiale, an dem der Betroffene leidet. Die Ziele der Asthma-Therapie sind dabei die Vermeidung von Asthma-Anfällen, die Verhinderung einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung des täglichen Lebens und eine Wiederherstellung und Erhaltung einer normalen Lungenfunktion.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass das Asthma auf einer Entzündung der Bronchialschleimhaut beruht, steht heutzutage die entzündungshemmende Behandlung im Vordergrund. Die bronchialerweiternde Behandlung dient zur raschen und vorübergehenden Lösung der Bronchialverengung und damit zur subjektiven Erleichterung, behandelt das Asthma jedoch nur symptomatisch und hat keinen nachhaltigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Um chronischen und irreversiblen Schäden vorzubeugen, wird auch bei leichtgradigem Asthma schon frühzeitig mit der entzündungshemmenden Behandlung begonnen.

Bei allen Asthmatherapie-Stufen werden bronchialerweiternde ß2-Sympathomimetika \"nach Bedarf\" inhaliert, wenn Atembeschwerden auftreten, oder vorbeugend vor größeren körperlichen Belastungen wie z.B. vor der Ausübung von Sport. Diese vorbeugende Inhalation führt dazu, dass der betroffene Asthmatiker seine Sportart ohne Beschwerden in der Regel 2 bis 4 Stunden durchführen kann. Im Fall von Atembeschwerden reicht es aus, ein oder maximal zwei Hübe zu inhalieren. Wenn sich daraufhin innerhalb von 5 Minuten keine Besserung einstellt, ist eine Notfallbehandlung erforderlich. Treten Atembeschwerden häufiger pro Tag auf, so dass täglich mehr als 10 Hübe eines ß2-Sympathomimetikums benötigt werden, muss die Basistherapie neu eingestellt werden (Arzt aufsuchen). In der Regel ist dann eine Erhöhung der Glukokortikosteroiddosis oder zusätzlich eine Theophyllin-Therapie erforderlich.Auch schon bei leichtem Asthma sollte eine regelmäßige Inhalation von entzündungshemmenden Medikamenten erfolgen.

Die Inhalation der Medikamente ist mit geringeren Nebenwirkungen als die systemische oder orale Einnahme (Tabletten, Spritzen) verbunden. Daher wird generell den inhalativen Medikamentenformen der Vorzug gegeben. Denn bei der Inhalation gelangt der Wirkstoff direkt in die Bronchien, wo er auch seine Wirkung entfalten soll. Außerdem liegt der Wirkstoff in einer gut fettlöslichen, jedoch schlecht wasserlöslichen Form vor, so dass bei der Inhalation verschluckte Wirkstoffmengen nicht aufgenommen und über den Blutkreislauf verteilt werden.Da der Wirkstoff bei der Inhalation direkt in die Bronchien gelangt, wo er auch benötigt wird, bleiben die gefürchteten Kortison-Nebenwirkungen bei der Verwendung von inhalativen Glukokortikoiden aus.

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Therapie/Medikation

Die Luftnot beim Asthma bronchiale wird durch eine Verengung der Luftwege, der Bronchien, hervorgerufen. Ein Leben mit Asthma bedeutet jedoch nicht ein Verlust an Lebensqualität.

Für die Luftnot werden drei Gründe ins Feld geführt:

Die Schleimhaut der Bronchien ist entzündet, geschwollen und verdickt. Dadurch verringert sich der Innendurchmesser der Bronchien.
Die entzündete Schleimhaut produziert einen zähen, stark haftenden Schleim, der sich nur schwer abhusten läßt und die Bronchien teilweise oder völlig verstopfen kann.
Die Muskulatur der Bronchien zieht sich auf bestimmte Reize (Anstrengung, Temperaturwechsel, Rauch) hin zusammen und verkrampft sich (Bronchospasmus), wodurch sich der Innendurchmesser der Bronchien noch mehr verengt.




Asthma
Medikamente

Die Asthmamedikamente lassen sich entsprechend ihres Wirkprinzips unterteilen in:Bronchodilatatoren, die der Verkrampfung der Bronchialmuskulatur entgegenwirken und anti-entzündliche Medikamente, die der Entzündung der Bronchialschleimhaut entgegenwirken und damit deren Schwellung und die Schleimabscheidung reduzieren.


ß2-Sympathomimetika. Sie bewirken eine Erweiterung der Bronchien, indem sie die Bronchialmuskulatur erschlaffen lassen. Da diese Wirkung sehr schnell eintritt, sind sie als Notfallmedikamente zur Abwendung eines akuten Asthmaanfalls geeignet. Weitere, jedoch schwächere Wirkungen der ß2-Sympathomimetika, sind eine Verbesserung des Schleimabtransportes der Bronchialschleimhaut und eine Stabilisierung der Mastzellen, wodurch allergische und entzündliche Reaktionen verringert werden.

Anticholinergika. Sie wirken ebenfalls bronchialerweiternd, zeigen jedoch einen langsameren Wirkungseintritt. Im Vordergrund der Behandlung mit Anticholinergika steht der Schutz vor den reflektorischen, durch physikalische (z.B. Kälte, Husten, Fremdkörper) oder chemisch-irritative (z.B. Zigarettenrauch) Reize ausgelösten Verengungen der Bronchien.

Cromoglicinsäure (DNCG) und Nedocromil. Dies sind zwei Substanzen, deren Wirkung auf einer Stabilisierung der Mastzellen und einer Hemmung anderer, an den Entzündungsprozessen beteiligten Zellen beruht. Sie wirken damit anti-entzündlich. Die Wirkung ist protektiv; bei einer dauerhaften Anwendung bieten diese Arzneien Schutz vor Bronchokonstriktion, die durch Allergene, andere inhalative Reize (Rauch, Kaltluft) und durch körperliche Belastung ausgelöst werden. In einem akuten Anfall haben DNCG und Nedocromil keine Wirkung. Daher werden diese Medikamente im Rahmen einer Dauertherapie, vor allem bei leichtem Asthma eingesetzt.

Methylxanthine (Theophyllin). Die Methylxanthine, zu denen das Theophyllin und das Coffein gehören, wirken entspannend auf die Bronchialmuskulatur und erweitern damit die Bronchien. Methylxanthine werden in der Dauertherapie eingesetzt. Theophyllin-Präparate werden meist als Retard-Tabletten verwendet. Sie geben ihren Wirkstoff meist erst nach und nach frei (retardiert = verzögert), um so über mehrere Stunden einen gleichmäßig hohen Theophyllinspiegel im Blut aufrechtzuerhalten.

Kortikosteroide. Dies sind Abkömmlinge des natürlichen Nebennierenrindenhormons Kortison und die wirksamsten anti-entzündlichen Medikamente. Sie wirken der Entzündung entgegen und haben eine anti-allergische Wirkung. Bei dauerhafter Anwendung bewirken sie ein Abschwellen der Bronchialschleimhaut, verringern die Schleimproduktion, hemmen die allergische Reaktionen und vermindern die bronchiale Hyperreagibilität.

Kortikosteroide werden als anti-entzündliche Dauertherapie des Asthmas verwendet. Die Anwendung per Inhalation bewirkt, daß das Medikament direkt seinen Wirkort, die Bronchialschleimhaut, erreicht; systemische Nebenwirkungen werden dabei vermieden. Die Wirkung der inhalativen Kortikosteroide ist vorbeugend. Bis zum vollen Wirkungseintritt dauert es mehrere Tage bis Wochen, dafür hält die Wirkung durch das Abklingen der Entzündung auch nach dem Absetzen dieser Medikamente lange an.

Die Einnahme systemischer Kortikosteroide (in Tablettenform) ist bei schwerem Asthma als Dauertherapie erforderlich. Die Dosierung ist in Abstimmung mit dem Arzt so gering wie möglich, jedoch so hoch wie erforderlich zu wählen. Bei einer langandauernden hochdosierten Anwendung können Nebenwirkungen auftreten. Bei akuten Anfällen, kann eine einmalige hohe Kortikoiddosis systemisch verabreicht werden (Tablette, Spritze), ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

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Der Therapiestufenplan

Da Asthma auf einer Entzündung der Bronchialschleimhaut beruht, steht die anti-entzündliche Behandlung im Vordergrund. Die bronchialerweiternde Behandlung dient zur raschen und vorübergehenden Lösung der Bronchialverengung, behandelt das Asthma jedoch nur symptomatisch und hat keinen nachhaltigen Einfluß auf den Krankheitsverlauf.

Die Ziele der Asthma-Therapie sind das Vermeiden von Asthma-Anfällen, die Verhinderung einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung des täglichen Lebens und eine Wiederherstellung und Erhaltung einer normalen Lungenfunktion.

Entsprechend des Asthma- Schweregrades wurde ein dreistufiges Therapie-Schema erstellt. Neben der Häufigkeit, mit der die Asthmasymptome auftreten, dient die Überprüfung der Lungenfunktionswerte der Einordnung in die drei Schweregrade. Die Medikation wird dem jeweils aktuellen Schweregrad angepaßt. Besondere Bedeutung kommt dem Peak-Flow-Wert zu, den jeder Asthmatiker mittels eines handlichen Peak-Flow-Meters täglich selbst überprüfen sollte.

Bei allen Asthmatherapie-Stufen werden bronchialerweiternde ß2-Sympathomimetika \"nach Bedarf\" inhaliert, wenn Atembeschwerden auftreten, oder vorbeugend vor größeren körperlichen Belastungen. Diese vorbeugende Inhalation führt dazu, daß der betroffene Asthmatiker Sport ohne Beschwerden in der Regel zwei bis vier Stunden durchführen kann. Im Fall von Atembeschwerden reicht es aus, ein oder maximal zwei Hübe zu inhalieren. Wenn sich daraufhin innerhalb von fünf Minuten keine Besserung einstellt, ist eine Notfallbehandlung erforderlich. Treten Atembeschwerden häufiger auf, so daß täglich mehr als zehn Hübe eines ß2-Sympathomimetikums benötigt werden, muß die Basistherapie vom Arzt neu eingestellt werden.

Auch schon bei leichtem Asthma (Stufe 1) sollte eine regelmäßige Inhalation von anti-entzündlichen Medikamenten erfolgen. Als nicht-steroidale Substanzen stehen Cromoglicinsäure (DNCG) und Nedocromil zur Verfügung. Kommt es jedoch trotz täglicher Anwendung von DNCG bzw. Nedocromil innerhalb von vier bis sechs Wochen nicht zu einer Stabilisierung der Peak-Flow-Werte und einer Abnahme tageszeitlicher Schwankungen, darf nicht gezögert werden, ein inhalatives Kortikosteroid einzusetzen.

Bei mittelschwerem Asthma in der Therapiestufe 2 erfolgt die anti-entzündliche Basisbehandlung mit der regelmäßigen Inhalation eines Kortikosteroids. Um nächtlichen Asthmaanfällen vorzubeugen, wird häufig ein retardiertes Theophyllin-Präparat verordnet. Alternativ kann ein langwirkendes ß2-Sympathomimetikum inhaliert werden.

Bei schwerem Asthma in der Therapiestufe 3 kommt erweiternd die Einnahme von Kortikoiden in Tablettenform hinzu.

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Therapie
Selbstmanagement

Als Peak-Flow bezeichnet man die maximale Atemstromstärke, die bei maximaler Ausatmung erreicht wird. Je enger die Bronchien sind, desto geringer fällt der Wert aus. Die Peak-Flow-Werte sind auch die Grundlage der Einteilung des Asthmas in die drei Schweregrade.

Die tägliche Peak-Flow Messung dient dazu, daß jeder Asthmatiker eine Einschätzung seines momentanen Atemwegszustands bekommt und seinen Krankheitsverlauf besser verstehen und nach dem Stufenplan in Absprache mit dem Arzt selbst kurzfristig reagieren kann. Routinemäßige Messungen des Peak-Flow sollten morgens nach dem Aufstehen und abends durchgeführt werden. Zusätzliche Messungen sind bei Gefühl von Atemnot, bei Bronchialinfekten, bei Therapieum- oder -neueinstellungen, bei stärkeren Abweichungen vom persönlichen Peak-Flow-Bestwert oder größeren Schwankungen angeraten.

Der Therapie-Plan für das Selbst-Management beruht wesentlich auf den gemessenen Peak-Flow-Werten. Der wichtigste Wert ist dabei der persönliche Peak-Flow-Bestwert, also der höchste Wert, der bei langfristiger Messung und Protokollierung der täglichen Werte erreicht wird. Ausgehend von der Basismedikation für die Dauertherapie wird vom Arzt in Zusammenarbeit mit dem Patienten ein Plan aufgestellt, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, wenn sich die Atemwegssituation verschlechtert, d.h. der Peak-Flow bestimmte Schwellenwerte unterschreitet. Dabei werden drei Zonen unterschieden:


Grüne Zone: Alles in OrdnungDer aktuelle Peak-Flow-Wert beträgt 80 bis 100 Prozent des persönlichen Bestwertes.
Gelbe Zone: Achtung! Maßnahmen erforderlich.
Der aktuelle Peak-Flow-Wert fällt auf 50 bis 80 Prozent des persönlichen Bestwertes und die Asthmasymptome werden häufiger. Als Maßnahme werden ß2-Sympathomimetika inhaliert und entsprechend dem aufgestellten Therapieplan weitere Medikamente (z.B. Kortikosteroide, Theophyllin) eingenommen. Wenn sich die Symptome wiederholen, sollte der Arzt aufgesucht werden. Meist ist dann die Basistherapie neu einzustellen.
RoteZone:Notfallprogramm
Der aktuelle Peak-Flow-Wert fällt unter 50 Prozent des persönlichen Bestwertes und es besteht Atemnot in Ruhe oder bereits bei leichter körperlicher Betätigung. Jetzt müssen sofort ß2-Sympathomimetika inhaliert und bei ausbleibender Besserung entsprechend dem aufgestellten Notfallplan Kortison-Tabletten eingenommen werden. Wenn dann nach 30 Minuten immer noch Atemnot herrscht oder der Peak-Flow-Wert sich nicht entscheidend gebessert hat, muß sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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Verhalten bei Infekten

Atemwegsinfekte steigern die Empfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchien, was zu einer Verstärkung der asthmatischen Beschwerden führt. Bei den ersten Anzeichen eines Atemwegsinfekts muß die Asthma-Therapie intensiviert werden. Zur Kontrolle sind häufigere Peak-Flow-Messungen notwendig (4-6mal pro Tag). Die anti-entzündliche Basistherapie muß verstärkt werden. Entsprechend der Absprache mit dem Arzt wird häufiger mit DNCG oder Kortikosteroiden inhaliert. Eventuell ist auch eine kurzandauernde systemische Kortikosteroid-Therapie (Kortikosteroide in Tablettenform) erforderlich. Wenn Theophyllinpräparate eingenommen werden, sollte die Dosis verringert werden, da bei einer Infektion der Theophyllinabbau verlangsamt ist. Die angewendete Intensivtherapie wird noch mindestens eine Woche nach Abklingen des Infekts beibehalten, um eventuellen Rückfällen vorzubeugen. Da die bronchiale Hyperreagibilität auch nach dem Abklingen des Infekts noch wochenlang verstärkt sein kann, ist eine ausreichende Dauer der medikamentösen anti-entzündlichen Nachbehandlung wichtig.

Peak-Flow-MessungUm korrekte und vergleichbare Werte zu erhalten, ist zu beachten:

Möglichst immer in der gleichen Körperhaltung messen.
Die Anzeigemarke der Meßskala auf den Nullwert zurückschieben.
Das Peak-Flow-Meßgerät waagerecht vor den Mund halten; dabei die Meßskala nicht mit den Fingern abdecken, um nicht den Zeigerausschlag zu behindern.
So tief wie möglich einatmen und die Luft kurz anhalten.
Den Mund öffnen und das Mundstück mit den Lippen fest umschließen.
Kurz und mit aller Kraft ausatmen.
Durch den Atemstoß wird die Anzeigemarke der Meßskala verschoben. Der angezeigte Meßwert entspricht der maximalen Atemstromstärke (Peak-Flow-Wert).
Die Peak-Flow-Messung noch zweimal wiederholen (Punkte 1-7).
Den höchsten Peak-Flow-Wert der drei Messungen im Asthma-Tagebuch notieren.
Wichtig: Bei den Messungen ist darauf zu achten, daß die Ausatmung nur kurz erfolgt und nicht zu lang ausgeatmet wird, da ansonsten Asthmaattacken ausgelöst werden könnten.

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Den Alltag leichter meistern

Ausreichende Bewegung,
Ausdauersport wie Wandern, Fahrradfahren und vor allem Schwimmen,
Verzicht auf Nikotin,
Gewicht kontrollieren, Übergewichtige haben mehr Probleme mit ihrem Asthma,
Bei Cortisoneinnahme: ausreichend Calcium durch die Ernährung aufnehmen,
Entspannungstechniken- wie Autogenes Training- erlernen,
Atemgymnastik machen, Techniken wie die Lippenbremse erlernen,
Asthmaschulungen besuchen,
Infektionen vorbeugen durch \"Abhärtung\" wie Sauna, Wechselduschen- sofern es vertragen wird,
Sich einer Gruppe im Deutschen Allergie- und Asthmabund anschließen,
Sofern ein allergisches Asthma vorliegt, möglichst die auslösenden Allergene vermeiden.

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