Erfahrungsbericht von Rioja
Abenteuerbuch - Eva und Mister Robinson von Lucy Irvine
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ein Tatsachenbericht, verpackt in guter Erzählform und als Roman 1985 erschienen, fesselt und fasziniert mich noch heute. Ich bin froh, wenn ich das Buch alle Jahre mal wieder lesen kann, weil ich das eine oder andere Detail mittlerweile vergessen habe.
Lucy, die Protagonistin und Autorin, liest in einem Londoner Magazin eine Anzeige eines Schriftstellers, der eine Frau sucht, um mit ihm ein Jahr auf einer tropischen Insel zu leben. Da Lucy immer schon den Wunsch gehegt hat, einfach \"auszusteigen\", sah sie darin die Chance ihres Lebens und antwortete auf die Anzeige.
Eine Antwort mit weitreichenden Folgen. G.W. Kingsland, der Verfasser der Anzeige, fand Lucy für sein Projekt passend, und da sie gemeinsam in Australien auf der Insel Tuin nur als Ehepaar einreisen durften, war sie ratz fatz verheiratet.
Nach nur kurzer Vorbereitungszeit befanden sich G.W. und Lucy auf der Reise zu ihrer Insel. Zu Beginn wurden sie von einer Fotografin begleitet, die die ersten Eindrücke für eine Zeitung festhalten sollte. Dann waren sie allein, wirklich völlig allein auf dieser kleinen Insel. Für 365 Tage hatten sie Proviant bei sich und die Liste möchte ich jetzt einmal angeben, nur um euch die Gelegenheit zu geben, einmal darüber nachzudenken, wie weit man selber damit kommen würde:
1 Päckchen Teeblätter
200 Teebeutel
1 Kilo Porridge-Hafer
2 Pakete Trockenfrüchte
1 Paket Weizengrießmehl
6 Pakete brauner Reis
2 Kilo getrocknete Bohnen
1 Paket Spaghetti
1 große Flasche Öl
2 Liter Essig
1 Kilo Salz
schwarzer Pfeffer
Allein diese Tatsache hätte mich sicherlich dazu bewogen, ganz gemütlich zu Hause zu bleiben.
Nun gut, sie sind also da und man kann nicht gerade behaupten, dass sie sich sonderlich sympathisch sind. G.W. beschränkt seine Tätigkeiten darauf, eine Hütte zu bauen und hin und wieder auf die Jagd zu gehen. Von Lucy verlangt er, sich um alles andere zu kümmern und das Fischen mit dem Speer zu erlernen. Lucy schreibt täglich Tagebuch, welches in dem Buch auch 1 zu 1 abgedruckt ist. Ansonsten ist ihr ganzer Tag damit ausgefüllt, nach etwas Essbarem zu suchen.
Reibungslos verläuft das Jahr nicht. Ein Brand auf der Insel vernichtet alles. G.W. wird schwer krank und auch diverse Besucher, die von dem Projekt gehört haben, stören den Aufenthalt.
Diese Geschichte, die einen wahren Überlebenskampf schildert, ist spannend, fesselnd durch die Erzählkunst der Irvine. Die Fotos, die das Buch komplettieren geben das Gefühl, manchmal als heimlicher Zuschauer mit auf der Insel zu sein. Oft blätterte ich während des Lesens zurück, um mir noch einmal das Gesicht von G.W. anzusehen und darin lesen zu können, warum er dieses oder jenes so entschieden hat. Auch die skizzierten Landkarten im Inneren des Bucheinbandes betrachtete ich öfters, um mir die Ausmaße der Insel ins Bewusstsein zu rufen.
Ein Buch, das auch trotz des Alters (erschienen 1985 als Lizensausgabe des Deutschen Bücherbundes - 01281/5 -) für mich keinerlei Nachteile gegenüber heutigen Abenteuerberichten hat.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob es auf dem deutschen Markt noch erhältlich ist. Für alle Fälle, die englische Originalausgabe ist 1983 unter dem Titel \"Castaway\" bei Victor Gollancz Ltd. London erschienen.
Lucy, die Protagonistin und Autorin, liest in einem Londoner Magazin eine Anzeige eines Schriftstellers, der eine Frau sucht, um mit ihm ein Jahr auf einer tropischen Insel zu leben. Da Lucy immer schon den Wunsch gehegt hat, einfach \"auszusteigen\", sah sie darin die Chance ihres Lebens und antwortete auf die Anzeige.
Eine Antwort mit weitreichenden Folgen. G.W. Kingsland, der Verfasser der Anzeige, fand Lucy für sein Projekt passend, und da sie gemeinsam in Australien auf der Insel Tuin nur als Ehepaar einreisen durften, war sie ratz fatz verheiratet.
Nach nur kurzer Vorbereitungszeit befanden sich G.W. und Lucy auf der Reise zu ihrer Insel. Zu Beginn wurden sie von einer Fotografin begleitet, die die ersten Eindrücke für eine Zeitung festhalten sollte. Dann waren sie allein, wirklich völlig allein auf dieser kleinen Insel. Für 365 Tage hatten sie Proviant bei sich und die Liste möchte ich jetzt einmal angeben, nur um euch die Gelegenheit zu geben, einmal darüber nachzudenken, wie weit man selber damit kommen würde:
1 Päckchen Teeblätter
200 Teebeutel
1 Kilo Porridge-Hafer
2 Pakete Trockenfrüchte
1 Paket Weizengrießmehl
6 Pakete brauner Reis
2 Kilo getrocknete Bohnen
1 Paket Spaghetti
1 große Flasche Öl
2 Liter Essig
1 Kilo Salz
schwarzer Pfeffer
Allein diese Tatsache hätte mich sicherlich dazu bewogen, ganz gemütlich zu Hause zu bleiben.
Nun gut, sie sind also da und man kann nicht gerade behaupten, dass sie sich sonderlich sympathisch sind. G.W. beschränkt seine Tätigkeiten darauf, eine Hütte zu bauen und hin und wieder auf die Jagd zu gehen. Von Lucy verlangt er, sich um alles andere zu kümmern und das Fischen mit dem Speer zu erlernen. Lucy schreibt täglich Tagebuch, welches in dem Buch auch 1 zu 1 abgedruckt ist. Ansonsten ist ihr ganzer Tag damit ausgefüllt, nach etwas Essbarem zu suchen.
Reibungslos verläuft das Jahr nicht. Ein Brand auf der Insel vernichtet alles. G.W. wird schwer krank und auch diverse Besucher, die von dem Projekt gehört haben, stören den Aufenthalt.
Diese Geschichte, die einen wahren Überlebenskampf schildert, ist spannend, fesselnd durch die Erzählkunst der Irvine. Die Fotos, die das Buch komplettieren geben das Gefühl, manchmal als heimlicher Zuschauer mit auf der Insel zu sein. Oft blätterte ich während des Lesens zurück, um mir noch einmal das Gesicht von G.W. anzusehen und darin lesen zu können, warum er dieses oder jenes so entschieden hat. Auch die skizzierten Landkarten im Inneren des Bucheinbandes betrachtete ich öfters, um mir die Ausmaße der Insel ins Bewusstsein zu rufen.
Ein Buch, das auch trotz des Alters (erschienen 1985 als Lizensausgabe des Deutschen Bücherbundes - 01281/5 -) für mich keinerlei Nachteile gegenüber heutigen Abenteuerberichten hat.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob es auf dem deutschen Markt noch erhältlich ist. Für alle Fälle, die englische Originalausgabe ist 1983 unter dem Titel \"Castaway\" bei Victor Gollancz Ltd. London erschienen.



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