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Erfahrungsbericht von gabriel

Animation, dolce far niente?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

So Freunde, heute werde ich euch ein wenig über meine Erfahrungen in der Animation berichten.
Ich habe 1 1/2 Jahren in Gran Canaria als Animateurin gearbeitet und da kann ich euch viel erzählen.
Die meisten Leuten denken, dass die Animateuren den ganzen Tag nur an der Sonne liegen und noch dazu bezahlt werden. Tja, die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus.

Mein Arbeitstag begann normalerweise immer 9.55 Uhr. Das bedeutet, dass ich schon um 9 Uhr aufstehen musste, wenn ich frühstücken wollte. Das konnte ich im Restaurant tun, denn Essen und Unterkunft war im Vertrag eingeschlossen. Jedoch, ich war meistens so fertig, dass ich lieber auf einem Frühstück verzichtete, um eine halbe Stunde mehr schlafen zu können.
Sobald ich es schaffte, nachdem meine drei Wecker geklingelt hatten, aufzustehen, ging ich schnell duschen, dann Uniform anziehen und wenn es die Zeit noch erlaubte schnell im Restaurant was holen, ohne dass es die Direkteuren sahen, denn Essen aus dem Restaurant zu nehmen war strikt verboten. Zum Glück aber halfen uns die Kellner meistens, was eigentlich ein seltener Fall ist. Denn viele Leute, die in einem Hotel eine andere Stelle als Animateur haben, denken, dass wir nichts tun und hassen uns, jedoch das traf nicht in meinem Hotel.

Dann schnell im Mini-Club rein und alles vorbereiten bevor die Kleinen kamen. Wir hatten zwei Gruppen im Mini-Club, Minis und Maxis, da alle(wir waren drei Kinderbetreuer) die Maxis wollten, da man hier halt viel mehr machen kann, tauschten wir jede Woche ab. Ich war bis 12.30 voll beschäftigt und das pausenlos, man muss ständig die Augen offen haben, denn wir waren ja schliesslich für die Kleinen verantwortlich.

Punkt 13.30 trafen wir uns alle für den Meeting und dann wurde geprobt, das meistens bis 14.45 - 14.55. Das war sehr anstrengend, denn 15.00 gings mit den Aktivitäten weiter, wir fanden Ruhe erst nach 17.00.
Jedoch nur, wenn wir nicht weiterhin proben mussten, das fand aber nicht oft statt, denn wir waren schon seit langem zusammen und kannten die Shows sehr gut, dank die gute Leitung unseren zwei Chefs.

Zweimal pro Woche mussten wir am Eingang des Restaurants, mit den Kleider der Abendshows, stehen, um den Gästen Guten Appetit zu wünschen, das bedeutete, entweder um 18.00 oder 20.00 losgehen, um sich zu vorbereiten.
Sonst normalerweise gings immer 20.00 weiter wegen der Mini-disco, das aber nur für die \"glücklichen\" Mini-Club animateuren, die anderen könnten nämlich erst um 20.55 kommen.

21.00 fand die Pre - Show statt, das war meistens einen Quiz, oder einen Bingo.

22.00 ging dann endlich die Show los, und Leute, ich kann euch versichern, dass sie Klasse waren, der Choreograph sagte immer, dass wir die beste Gruppe waren, die je in dieser Hotelkette gearbeitet hätte...und normalerweise gehören Komplimente nicht zu seiner Art!

Die Shows dauerten meistens eine Stunde, dann kamen noch die Club - Dances. Am Anfang hatten wir einen, aber irgendwie kamen dann noch zwei dazu, die Gäste machten immer begeistert mit! Für uns war es jedoch sehr anstrengend, klar, nach einer intensiven Show, hat man schon alles gegeben, und da magt man fast nicht mehr...jedoch irgendwie, schafften wir es doch immer wieder, sogar noch eine Weile auf der Tanzfläche zu bleiben und tanzen, um die Gäste zu motivieren!

Unsere Arbeit war dann um 24.00 fertig, jedoch ,wenn wir eine neue Show lernen mussten, und der Choreograph ein paar Wochen in unserem Hotel war, er rotierte nämlich immer, dann gab es auch, dass wir nach Mitternacht noch üben mussten...und für mich noch schlimmer: Morgens mussten wir schon um 8.30 in unseren Tanzschuhen stehen, um weiter zu üben bis mindestens 9.50.

In der Animation hat man natürlich auch Aufstiegsmöglichkeiten, jedoch sie sind gering und es ist schwierig.

Es war eine harte Zeit, aber es war auch die schönste meines Leben. Ich habe sehr viel über das Leben, die Menschen und noch mehr gelernt. Ich habe auch gelernt in einem Team zu arbeiten und Verantwortungen zu übernehmen.
Und das wichtigste, ich habe Freunde kennengelernt, auf welche ich für meinen ganzen Leben, zählen kann.


Liebe Grüsse

gabriel


PS: Bei Ciao heisse ich sonrisa

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