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Erfahrungsbericht von GuinnessMan

Trauer um ein Wahrzeichen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Möllbergen, den 26. März 2002[b/]

Ein Schock geht durch das kleine beschauliche Dörfchen an der Porta Westfalica, welches sich zurecht mit dem Namen Möllbergen tituliert. Eines der beiden möllberger Dorfwahrzeichen, die Ampel rings um die Große Kreuzung nahe der Dorfmitte, die laut nicht zutreffenden Erzählungen aus anderen Dörfern hier im Kreis zufolge, immer wieder zu rituellen Tänzen missbraucht wurde, ist in der Nacht zum Montag, den 25. März von skrupellosen Banditen entwendet worden. Wer hinter dem schrecklichen Anschlag eine von Osama bin Laden geleitete und finanzierte, afghanische Terrorgruppe vermutet, die nach dem 11. September nun auch den 25. März in unser Gedächtniss als Tag des Schreckens einbrennen will, muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Eine Delegation von höchster mindener Stelle hat es sich zum Ziel gesetzt, unsere ach so geliebte Dorfmitte mit einem verkehrsberuhigendem Kreisverkehr zu entweihen.
Nächtlichen Beobachtungen einiger Dorfbewohner zufolge werden am Ground Zero des Nachts religiöse Rituale von Jugendlichen aus den umliegenden Gemeinden zelebriert, um es auch dem letzten Möllberger unmissverständlich vor Augen zuführen:
Dem Untergang Möllbergens, ja vielleicht sogar Deutschlands oder der ganzen Welt steht nach dieser Aktion ostwestfälischer Bürokratie wohl nichts mehr im Wege.

Letztendlich bleiben den Möllbergen vom heutigen Tage an nur noch die Erinnerung an ihr einziges wirkliches Wahrzeichen und der etwas kümmerliche Anblick seines Nachfolgers, der Dorfglocke, im Volksmund \"Kühmen Pingeling\" genannt.

Die ganze Welt steht nun den Möllbergern in ihrer Trauer bei, trotz der Furcht vor weiteren bürokratischen Anschlägen auf Denkmäler oder andere symbolträchtige Gebäude ihrer Region. Obwohl sich Experten einig sind, daß die Uhr mittlerweile wieder auf 5 vor 12 steht, lautet die Parole an möllbergens Bürger in den heutigen Tagen: Kopf hoch!. Das unbeschreibbar große Leid der Betroffenen und Opfer des 25. März wird geteilt von allen Menschen dieser Erde, die sich vereint haben im Kampf gegen die seelische Grausamkeit der Bürokratie.

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Um einer möglichen Kritik gleich aus dem Wege zu gehen möchte ich sagen, daß nicht jeder, der diesen Text liest in auch verstehen kann, da dazu die eingehenden Insider Informationen über die Möllberger und Portaner Bürger (Bewohner meiner Heimat) fehlen. Dennoch wünsche ich allen denen, die diesen Nachruf lesen, viel Spaß.

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P.S.: Besucht mich auch auf meiner Homepage:
www.olli-s.tk

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • blauersafir

    31.05.2002, 23:26 Uhr von blauersafir
    Bewertung: sehr hilfreich

    kann das wahr sein?...gruss blauersafir